Monat

Mai 2017

April 2017 – Rückblick

Zu diesem Monat fällt mir nur eines ein: es war der kälteste April seit 16 Jahren. Dachte ich letztes Jahr noch, dass es schlimmer nicht kommen kann, so hat uns das Wetter doch echt ein Schnippchen geschlagen. Gut, lassen wir das Wetter mal einfach das Wetter sein und blicken verheißungsvoll in den Mai, der ja bisher.. hm… lassen wir das einfach. Was brachte der April denn sonst so? Er war auf jeden Fall um einiges spannender als die Monate zuvor. Das Kindlein hat gefühlt noch einmal einen Sprung gemacht. Ich weiß auch nicht, aber sie ist so anders. So erwachsen, obwohl sie noch so klein ist. Das jagt mir eine scheiß Angst ein. Dieses Kind so groß zu sehen, so erwachsen in der Sprache und dem Sein. Und wie so oft frage ich mich: war sie nicht gestern noch in meinem Bauch? War nicht gestern der erste Schritt, war nicht gestern der erste Geburtstag? Und so fliegt sie weiterhin davon, die gute alte Zeit. Und bevor sie ganz weg ist: der April 2017!

BAYERN FÜR 3 TAGE

Ja, wir waren nach langer Zeit mal wieder bei der Familie im schönen Bayern… wir wurden mit reichlich Sonnenschein beschenkt (ich betone an dieser Stelle das Wort „Ausnahme“!) und haben einiges mit der Familie unternommen. Unter anderem waren wir sozusagen „Pre-Ostern-Brunchen“ und haben uns den Bauch ordentlich voll geschlagen. Kindlein fand es natürlich langweilig – Kinder. Ansonsten war sie mit Omi schon mal Geschenke im Park suchen.. denn der Osterhase hat auf seinem Weg in die Werkstatt schon mal hier und da etwas verloren *hust*. Man muss die Feste eben feiern und so weiter und so fort. Schön war es und die Familie sei gewarnt: wir kommen wieder *hehe*.

MONTE KAOLINO 

Im Zuge unseres Bayern Besuches machten wir einen kleinen Abstecher zum Monte Kaolino. So als Tagesausflug möchte ich diesen mächtigen Berg bitte unbedingt empfehlen. Schon komisch – die Verwandtschaft wohnt so nah und dennoch waren wir noch nie dort! Vermutlich werde ich dem Berg irgendwann mal einen eigenen Blogpost widmen, wer weiß. Auf jeden Fall findet man dort eine klasse Sommerrodelbahn, ein Schwimmbad, allerlei Spielplatzmöglichkeiten, natürlich einen Lift hinauf zum Berg, eine klasse Aussicht und viele kleine Steine zwischen den Zehen. Als Tagesausflug mit der Familie unbedingt zu empfehlen, uns hat es so richtig Spaß gemacht. Seht ihr den strahlend blauen Himmel? Es war so toll, wir haben uns alle gleich einen kleinen Sonnenbrand geholt.

OSTERN

Ostern war ja wettermäßig… nun ja, ich glaube ich muss das Thema einfach umschiffen. Weg damit. Ein paar Familientage hatten wir ja trotzdem und es gab einen sehr fleißigen Osterhasen. Letztes Jahr ist Ostern ziemlich eskaliert, was Geschenke anging. Dieses Jahr sind wir deutlich auf die Bremse getreten und haben nicht einfach querbeet alles gekauft, was da noch so auf unserer Wunschliste lungert. So gab es an Ostern selbst drei Geschenke (1x Mama, 1x Oma+Opa,1x Tante+Onkel) und viele viele bunte Eier und etwas Schokolade. Da das Kindlein sich nicht wirklich für Schoki begeistern kann, hab ich hier im Vorfeld schon recht wenig gekauft. Dafür haben wir einfach immer und immer wieder Ostereier gefärbt und davon etliche versteckt. Denn sind wir mal ehrlich: das Suchen der Kleinigkeiten ist eigentlich das Schönste an Ostern. Was hat das Kindlein denn nun aber bekommen?

Das Spiel Lotti Karotti

Das Spiel Kroko Doc

PlayMais Mosaic

Alle drei Sachen kamen übrigens sehr gut an, wobei wohl nichts und niemand jemals Lotti Karotti schlagen wird. Sie liebt es und spielt bis heute mindestens zwei bis drei Runden pro Tag. Das Spiel bekommt vermutlich auch irgendwann mal einen eigenen Beitrag, einfach weil es wirklich schön ist.

UND SONST SO?

Das Kindlein läuft ganz plötzlich viel mehr. Und überhaupt ist sie ja so groß und möchte bitte „niiiiiie wieder getragen werden!“ Tatsächlich tragen wir sie deutlich weniger und sie mag es auch gar nicht mehr wenn wir sie unaufgefordert auf den Arm nehmen. Da muss man als Eltern schon fragen, ne? Sie ist kein Baby mehr und möchte immer weniger wie eines behandelt werden. Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich mein Baby vermisse? Es wird wirklich Zeit für Nummer 2 – eine Tatsache, die auch das Kindlein mehrfach täglich erwähnt. Was sie nicht alles mit dem Bruder oder der Schwester teilen möchte, verrückt. Dabei wird sie nicht müde zu betonen, dass man sich das Geschlecht des Erdenbürgers nicht aussuchen kann. Sie ist jedenfalls mehr als ready für ein Geschwisterkind, wären wir das nur auch mal.

Ansonsten war das Kindlein mit Kumpel L. einen Tagesausflug in die Autostadt von VW machen. Darf ich sagen, wie neidisch ich nach all den Bildern war? Das sah schon imposant und interessant aus. Die Kinder hatten mächtig Spaß, fuhren Zug, spielten und verstanden sich (wie meistens) richtig gut. Wir haben nun ein neues Auto und sind auch sonst sehr glücklich :).

QUASSELMÄUSCHEN – BESTE SPRÜCHE

„Papa jetzt komm mal – sonst schick ich dir ne‘ Postkarte!“

„Guck mal Tante M., ich habe es richtig drauf!“

„Stimmt, du hast Recht, Eis ist auch im Sommer kalt!“

Papa: „Bitte Lächeln!“
Kindlein: „Aber ich bin doch so auch schon süß!“

„Verflixt und zugenäht, meine Haare gehen ja bis zum Popo!“

„Ihr räumt auf und ich gucke Fernsehen!“

Nach einer großen Runde Fahrrad fahren:
„Papa ist ganz stolz auf mich und da freue ich mich ganz doll!“

„Das ist doch wirklich scheißegal.“

Mama: „Guten Morgen, ich hab dich lieb meine Maus!“
Kindlein: „Ich Dich auch du Kacknase!“

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Rollenspiele – heute bin ich Minnie Maus!

„Aber ich bin doch nicht das Kindlein! Ich bin Minnie Maus!“

Rollenspiele stehen hier hoch im Kurs. Sehr hoch! Definitiv ein Grund, dem Thema einen Blogpost zu widmen. Jawohl!

Prinzessin Glitzermaus

Irgendwo habe ich gelesen, dass Rollenspiele um den zweiten Geburtstag beginnen, da das Kind sich ab hier als eigenständige Person zu sehen beginnt. Wenn ich so zurückblicke, war der Start bei uns wohl so mit 2 1/2 Jahren. Es fing harmlos an: Kindlein tut so als wäre sie ein Hase und beginnt durch die Gegend zu hüpfen. Das Ganze gipfelt mittlerweile in dreistündigen Rollenspielen mit Papa, Oma oder auch der Tante. Meine Wenigkeit ist da scheinbar nicht der richtige Ansprechpartner. Bei mir hat sie noch nicht so ihr passendes Rollenspiel gefunden. Dabei spielt sie je nach Spielpartner immer ein ganz bestimmtes Spiel, was ich ziemlich interessant finde. Mit Papa spielt sie am liebsten Kita, mit Oma Röttkäppchen und Rapunzel und mit der Tante darf es Anna und Elsa sein. Dabei sind die Abläufe auch immer recht gleich.

Abgesehen von diesen Rollenspielen, schlüpft sie auch gern in ihre Kostüme spielt verkleiden. Am liebsten ist sie momentan Prinzessin Sofia oder Minnie Maus. Das Drachenkostüm hat leider fast seinen Zenit überschritten und wird nun langsam für das geplante Geschwisterkind eingemottet. Das Kindlein ist beim Verkleiden übrigens ziemlich detailverliebt. Ketten, Bänder, Blumen, Haarklammern und Haargummis – alles muss perfekt sein.

Das unser Kind das ganze Thema Rollenspiele doch sehr ähm.. exzessiv betreibt, habe ich mich neulich mal ein bisschen eingelesen und etwas recherchiert. Grundsätzlich macht mir das Thema keine Sorge, da ich bisher nur Gutes gehört habe.. aber ich wollte es dann doch genau wissen:

Was passiert beim Rollenspiel? Was sind die Vorteile?

  • Hineinversetzen in andere Personen – Standpunkt der anderen annehmen/einnehmen
  • Förderung der sozialen Kompetenz
  • Vorbereiten
  • Verarbeiten
  • gemeinsames Spielen
  • Kommunikation mit den Eltern – was bewegt das Kind?

Klingt ja erst mal gut. Und auch meine Schwester – das angehende Erziehermädchen – bestärkt uns immer wieder: Rollenspiele sind sehr gut und wichtig für die Entwicklung, ihr könnt quasi nix falsch machen. Spielt einfach mit! Ha hahahahaha…. da wusste ich nicht so recht ob ich lachen oder weinen sollte. Habt ihr schon mal drei Stunden Kita gespielt????

Das beginnt so: Papa ist der Erzieher, er nimmt jedes einzelne Kind in Empfang. Unser Kindlein spielt die Mutter für jedes Kind. Und es gibt viele Kinder, verdammt viele Kinder. Sie gibt jedes Kind einzeln ab und erzählt entsprechend zu jedem Kind etwas neues. „Max ist heute Mittagskind!“ oder „Mimi hat heute nicht so gut geschlafen“ haut sie dann raus. Allein das Abgeben dauert fast eine Stunde. Jede verdammte Duplo Figur ist ein Kind. Die kleinen Männchen haben übrigens eine Extra Duplo Kita, in die sie gebracht werden. Nach dem Abgeben wird dann das ganze Programm abgefahren. Erst Spielen, raus, Mittag essen, dann Mittagsschlaf und anschließend das Abholen. Zwischendurch wechselt das Kindlein dann die Persprektiven, wird also von der Rolle der Mutter zur Rolle der Erzieherin. Auch das Abholen wird wieder arg strapaziös zelebriert. Kindlein ist wieder die Mama, setzt sich irgendwo hin und tut so als würde sie Auto fahren nur um danach jedes einzelne Kitakind wieder abzuholen. „Ich bin leider etwas zu spät“ sagt sie dann schon mal und tut so, als wäre sie heftig abgehetzt. Es ist zu niedlich. Aber eben auch langatmig, seeeeeeehr langatmig.

Und weil das jetzt alles ach so toll ist, sind wir natürlich die Supporter Eltern vom Herrn. Sprich: an Kostümen kann ich schlecht, wirklich ganz schlecht vorbei gehen. Nicht zuletzt wenn sie reduziert sind oder wenn das Kind mit dem Finger drauf zeigt und meint: „Das möchte ich haben Mami!“ Da wird aus einem Mama ganz schnell ein Mamiiiii und das spricht sie so herrlich niedlich aus, dass ich natürlich nicht nein sagen kann (was generell nicht so meine Stärke ist). In den meisten Fällen handelt es sich nur um Accessoires, und das ist immerhin noch halbwegs erträglich. Ich mag Euch nicht vorenthalten, wo wir gerne Kostüme schmökern (auch wenn der nächste Karneval noch etwas hin ist – fürs Verkleiden ist immer Zeit).  Hier schauen wir gern nach feinem, kleinen Verkleidungszeug und allerhand Accessoires. Fazit sozusagen: Rollenspiele = tolle Sache! Daher:

Was tun wir zur „Unterstützung“?

  • wir bieten Accessoires und Verkleidungen
  • wir spielen mit!
  • wir nehmen das Ganze ernst
  • wir geben ihr Raum und Zeit

Ist es anstrengend? Ja! Wird man müde? Ja! Ist man genervt? Ja! Aber hey… alles für das Kindlein. Und wie oben gesagt: mit Mama hat sie noch nicht so das richtige gefunden. Entsprechend bin ich noch nicht so richtig „durch“ mit dem Thema. Meiner Mutter ergeht es da schon anders. *hehe* Die ist das ein oder andere Mal schon dem kleinen liebevollen Nervenzusammenbruch nahe. Ihre Aufgabe als Rotkäppchen hat es aber auch in sich: mehrmals pro Stunde muss sie zu Rapunzel (Kindlein) an den Turm kommen und rufen. Das Kindlein erbarmt sich dann zumeist und lässt Rotkäppchen in ihre heiligen Hallen. Dann wird Tee getrunken oder ein Picknick gemacht, aber auch gebastelt, gesungen und gelacht. Meist muss Rotkäppchen aber wieder gehen und den imaginären Turm verlassen. Nach wenigen Minuten darf sie aber wieder rein. Und so geht es hin und her und her und hin. Hach ja.