Monat

Januar 2016

2 Jahre & 28/29 Wochen – Rückblick

Huch… letzte Woche habe ich es einfach nicht geschafft einen Wochenrückblick zu machen.. die vorletzte Woche war auch ein absoluter Horror. Das Thermometer zeigte in der Spitze 40,4 an, das Kind fieberte tagelang und hustete so schlimm, dass es einem schier die Tränen in die Augen trieb. Sie musste die ganze Woche zu Hause bleiben und vertrieb sich die Zeit mit Fernsehen… was soll man auch machen, wenn man so krank ist? Letzte Woche ging es aber bergauf und das Mäuschen ging wieder in den Kindergarten. Ansonsten ist das Gut „Zeit“ hier gerade sehr spärlich vertreten… ich habe keine Zeit für gar nix. :/

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[MITTAGSSCHLAF] hat sie scheinbar abgeschafft. In der Kita schlief sie die ganze Woche nicht.. das änderte aber selten etwas daran, dass sie erst gegen 21.00 Uhr in den Federn lag. Nun gut…

[FIEBER PARTY] vorletzte Woche erreiche das Thermometer mal wieder böse Zahlen.. 40,4 war die Spitze. Das Kindlein köchelte im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Sie war zu wenig zu gebrauchen und lag viel auf uns. Es ist jetzt nicht so, dass wir zumindest diesen Aspekt nicht genossen hätten ;). Es ist wie früher… Kuschelbaby *herz* Jedenfalls hat das Kindlein wieder recht schnell an Gewicht verloren und wir päppeln momentan wieder ordentlich.

[FASTNACHT] das Kindlein, Mama und Papa waren Samstag zur Fastnacht auf dem Dorf. Das Kindlein tanzte und tanzte und tanzte.. und wollte nicht aufhören. Sie hatte nicht mal Mittagsschlaf gemacht und schwang das Tanzbein trotzdem wie eine Große. *hehe*

[VOM VERMISSEN] 

Mein Mädchen
Momentan ist es nicht leicht
Mama muss viel lernen
und Papa schnappt dich oft
und fliegt mit Dir allein um die Welt

Mein Mädchen
Ich verspreche Dir
es kommen wieder andere Zeiten,
bessere Zeiten!

Ich sammle all die Zeit in meinem Herzen
Und werde dich so schnell wie möglich
damit überschütten!

Ich vermisse Dich
manchmal so schrecklich…

Der Moment…

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… wenn dein Kind beschlossen hat 
nie wieder eine Badewanne oder eine Dusche zu betreten
du es duldest
und hin und wieder mit einem Feuchttuch Gröbstes entfernst
und dir eines Tages auffällt
dass das Kindlein braune Verfärbungen an den Füßen bekommt
du es dir genau ansiehst
und versuchst, es mit feuchten Tüchern zu entfernen
es dir nicht gelingt
und du denkst, es sei eine Hautkrankheit
der Mann bereits einen Termin bei der Kinderärztin ausmacht
und du einen Abend vorher das Kind seit Monaten
wieder in die Badewanne bekommst
und es plötzlich
keine braunen Füße mehr hat.

Tja.. dann willst du nur eines: im größten Erdloch verschwinden! Nicht so ein kleines. Nein – du möchtest Dir eigenhändig ein Tunnelsystem schaufeln, es einrichten und die Wände mit Postern verschönern, nur um anschließend einzuziehen. Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt mit der Welt teilen darf und kann. Diesen speziellen Vorfall, bei dem mein Mann und ich uns mit hochroten Köpfen gegenseitig anstarrten, als würden wir gerade vor Aliens stehen.

Ich mag aber mal erklären, wie es dazu kam. Das Kindlein hatte aufgrund ewig gleich ablaufender Haarwaschorgien enorme Probleme mit dem Baden. Es weigerte sich strikt, schrie wie am Spieß… Tränen kullerten diese zuckersüßen Wängchen hinab. Was also tun die besorgten Eltern? Warten… das war unsere Devise. Wir wollten sie keineswegs zwingen, wohl wissend, dass es dann wohl nie besser werden würde. Unter keinen Umständen sollte sie eine dauerhafte Angst vor dem Element Wasser entwickeln. Und so wusch ich sie hin und wieder mit dem warmen Waschlappen oder säuberte mit dem Feuchttuch die gröbsten Dinge. Es klappte irgendwie. Den Zustand der Haare zu dieser Zeit möchte ich ungern beschreiben… auch wenn ich als Mama den Kopf meines Kindes immer zauberhaft finde!

Jedenfalls ist unser Kindlein großer Fan von Fußbekleidung – im Sinne von Socken. Die sind immer und überall an. Ich vermute, dass dies ein Grund mehr für diesen hartnäckigen Schmutz war. Nichts desto trotz fielen uns eines Tages so braune Verfärbungen an den Füßen auf. Die Haut wirkte schuppig und es sah wirklich wie alles aus – nur nicht wie Schmutz. Ich kenne mich mit Hautgeschichten ein bisschen aus (hatte da mal eine lange Krankengeschichte am Start) und so vermutete ich alles Mögliche. Ich googelte. Und fand nix. Wir spaßten noch: „Ach, das ist nur Dreck, hihi!“ nur um anschließend mit dem Feuchttuch drüber zu wischen. Es passierte: nix. Es bliebt so komisch braun und sah seltsam aus. Ich zeigte es meiner Hebamme und der Familie. Alle waren sehr besorgt… niemand fand, dass es wie Dreck aussah. Und so machte mein Mann eines Tages einen Termin bei der Kinderärztin aus. „Müssen wir abklären“ habe ich immer wieder gepredigt.

Einen Abend vorher setzte ich mich wie so oft wieder in die Badewanne und spielte einsam vor mich hin während der Papa mit dem Kindlein daneben stand… wir wollten es ihr schmackhaft machen – mittlerweile ein Ritual. Doch das erste Mal seit Wochen sprang sie drauf an und so setzte sie sich nach ewig Minuten stehend im Wasser auf meinen Schoß. Wir saßen… und saßen.. und saßen. Und spielten. Irgendwann traute sie sich: und setzte sich auf den Boden der Badewanne. Anschließend schrubbte ich das Kind mit Duschgel und Waschlappen von oben nach unten. Mein Blick fiel auf die Füße – die, ganz nebenbei bemerkt, die tollsten Füße der Welt sind *Herz*. Die schuppige Oberfläche hatte sich verändert. Und so nahm ich den Waschlappen und schrubbte wie eine Verrückte. Und scheiße man, das Zeug ging ab. Wie eine dicke Schicht löste es sich von der Haut des Kindleins.

Stumm saßen der Herzmann und ich da. Wir fanden nicht so recht Worte. Ich glaube wir liefen beide rot an… irgendwann verfielen wir in Kichern. Noch nie in meinem Leben war mir etwas so derart peinlich gewesen. Und irgendwann konnten wir uns nicht mehr halten: „Stell Dir nur vor, ich wäre damit morgen zu der Kinderärztin gegangen!!!!“ entfuhr es meinem Mann und alle Dämme waren gebrochen. Die Vorstellung trieb uns noch mehr Schamesröte ins Gesicht. Scheiße, verdammt noch mal! Da hätten wir uns ja nie wieder blicken können.. das hätte die Runde auf Lebenszeit gemacht. Nun dreht die Geschichte im Internet ihre Runde.. was soll’s. Mein Mann und ich sehen es mittlerweile mit viel viel Humor. Kann ja mal passieren, oder? Vermutlich werden viele mit dem Kopf schütteln und ganz energisch „nein!“ sagen. Wir sehen das ganze positiv: seitdem geht unser Mädchen wieder liebend gerne baden! Und das ist es ja, auf was ankommt. *Bitte sagt mir, dass es so ist!*

Die anderen Momente findet ihr hier:

Moment 1 – Verlaufen

Moment 2 – Wahlwerbung

Moment 3 – spontanes Stillen im Wald

Moment 4 – Postbotentampons

Moment 5 – Klo umrühren

Moment 6 – Fahrradschleim

Moment 7 – Ausschnittkotzerei 

2 Jahre & 27 Wochen – Rückblick

Guten Morgen Welt… und hallo in eine neue Woche… ich begrüße die Montage gerade nicht so gern… jeder Montag steht für eine Woche weniger zum Lernen. Und es wird wirklich knapp. Ansonsten gab es letzte Woche den ersten Schnee *hach*. Das Kindlein fand ihn ganz toll und freute sich jeden Morgen drauf. Wir waren Schlitten fahren und auf dem schneebedeckten Trampolin hüpfen. Schöne Woche, die allerdings mit einem kranken 39,8 Kind endet. Eigentlich hatte ich auch noch vor, einen Jahresrückblick für 2015 zu schreiben. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich einfach keine Zeit dafür habe.

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[DU GROSSER MENSCH] Anlässlich…

2 1/2 Jahre bist DU nun schon.
Zeit, DIR mal wieder zu sagen
wie schön es mit DIR ist
und wie liebenswert DU bist!

Bleib so wie DU bist
DU kleiner grosser perfekter Mensch!

[KITA – TEUFELSKREIS] ich bin genervt. Kennt ihr das? Es sind Ferien, das Kind ist ENDLICH nach gefühlten Monaten mal wieder gesund. Und dann dreht sich die Welt weiter und es ist an der Zeit, wieder in die Kita zu gehen. Und das, obwohl du ganz genau weißt, dass du dein Kind damit „absichtlich“ krank machst. Ich hadere gerade so sehr mit mir selbst deswegen. Das Kindlein war nun eine Woche in der Kita und hat direkt den nächsten Infekt. Gestern zeigte das Thermometer 39,5 und das Mäuschen hing schlaff und apathisch auf mir. Ein Grund mehr, den Frühling herbei zu sehnen.

[KINDERZIMMER] es steht schon lang auf meiner Liste: ein Post über das Zimmer vom Kindlein. In erster Linie um das tolle, vom Opa eigenhändig gebaute Bett zu zeigen… nun kommt diese Woche der Fliesenleger um den letzten „Schandfleck“ zu beseitigen. Nebenher haben wir gebastelt: Bilder fürs Bettchen, die wir an die Seite geklebt haben. Sollte jetzt noch Zeit übrig bleiben, schaffen wir es bestimmt irgendwann mal die Tafelwand zu bauen. Betonung auf „Zeit“, die wir gerade alle nicht haben.

[HÜPF HÜPF] das Kindlein scheint den neulich erwähnten Sprung im Leben gemeistert zu haben. Sie spricht ja nun seit einiger Zeit noch besser, reflektiert wie eine Verrückte und knüpft wahnsinnig verrückte Verbindungen. Seit der letzten Woche schläft sie nun endlich wieder besser und vor allem früher ein. Meistens ohne Gemecker und vor allem eines: ohne Auto! Das war ja in den Wochen davor wieder ein treuer Abendritual-Begleiter geworden. Das ist jedenfalls vorbei.

Kindermund

kindermund

Neulich am Esstisch.

Oma: „Meine Güte, sind die Mandarinen trocken! Wie alt sind die denn?“

Kindlein: „5 Jahre alt!“

Auch 5 Jahre alte Mandarinen können schmecken. Jawohl!

2 Jahre & 26 Wochen – Rückblick

Da sind sie auch schon wieder um… die Weihnachtsferien. Einmal „Schnipp“ gemacht und schwups… Ende! Ab heute geht das Kindlein also wieder in die Kita.. Mama wird erst einmal dem Arzt einen Besuch abstatten, da die Mandelentzündung einfach nicht von allein weg gehen will. Ansonsten startet diese Woche wieder die Uni für mich. Und ich muss lernen, lernen und noch mal lernen!

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[ALLES SCHICK] endlich… ich habe es geschafft und ein neues WordPress Template aufgesetzt. Besser gesagt: mein Mann hat es geschafft *hehe*. Ein Redesign war ja längst überfällig und endlich ist die Webseite auch responsiv – freu! Eigentlich möchte ich auch viel am Inhalt basteln. Leider wird mir dazu wohl die Zeit fehlen :/ Ich versuche aber trotzdem am Ball zu bleiben, nicht zuletzt weil es mir einfach viel zu viel Spaß macht.

[SPRUNG] das Kindlein macht momentan einen riesigen Sprung durch, was wir nicht zuletzt an ihrer Sprache spüren. Sie kann so gut reden.. ich weiß gar nicht, wie ich das am besten beschreiben soll. Aber eines sei gesagt: sie ist der Wahnsinn. Sie reflektiert Dinge ganz genau und erklärt uns an manchen Tagen die Welt. Sie merkt sich Dinge, tagelang… und packt sie dann in einem Moment aus, in dem wir es am wenigsten erwartet hätten. Dies führt aber auch zu etlichen Problemen: das Mäuschen kommt nicht mehr runter und will nicht ins Bettchen. Aber dazu bald mehr.

[AUF DER BURG] letzte Woche haben wir mit Oma und Opa einen Ausflug zu einer großen Burg gemacht. Das Kindlein war seit Ewigkeiten mal wieder so richtig lang an der frischen Luft und turnte umher. Der Spielplatz war klasse und sie rannte trotz Schneeanzug wie ein Äffchen durch die Gegend. Oben auf der Burg angekommen haben wir lecker Kuchen und Grütze gefuttert, anschließend ging es wieder runter.

[ENDSPURT] im Februar habe ich die ersten Prüfungen (wer noch nicht mitliest: ich studiere Hebammenkunde)… es wird also vermutlich noch ruhiger hier, als es eh schon ist *heul*… aber ich nehme das Ganze sehr ernst. Aufgeben ist nicht! Und so sitze ich jeden Abend und versuche den Stoff zusammen zu fassen, einzugrenzen und während dessen gleich in meinen Kopf zu prügeln. Wird schon!

Mallorca mit Kind und Kegel…Cap de ses Salines – Platja d’es Caragol – Cala en Tugores

Mallorca mit Kleinkind: Cap de ses Salines – Platja d’es Caragol – Cala en Tugores

Eigentlich wollten wir gar nicht zum Cap de ses salines… Leuchtturm angucken? Hmm… ok! *hehe*… da aber die Cala en Tugores (unser eigentliches Ziel) mehr oder weniger nur über diesen Punkt zu erreichen war, haben wir uns auf den Weg zur südlichen Spitze Mallorcas gemacht. Der Fahrtweg war zum Ende hin sehr „rustikal“…Parken kann man kurz vor dem Leuchtturm an den Seiten der Straße (siehe Bild). Macht nicht den Fehler und fahrt bis zum Ende vor.. Ja, hier kann natürlich auch noch ein Parkplatz frei sein, so dass man nicht so weit laufen muss. Man kann aber auch – wie wir – Pech haben und plötzlich vor dem Tor zum Leuchtturm stehen, eingekeilt zwischen den am Rand parkenden Autos.. und nicht mehr richtig heraus kommen. Nach Ewigkeiten des Manövrierens konnte ich dann rückwärts raus und habe irgendwo weiter am Anfang geparkt. So weit mussten wir gar nicht laufen, immerhin waren wir außerhalb der Ferienzeit auf Mallorca.

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Am Leuchtturm angekommen (den man sich übrigens nicht mal richtig ansehen kann – nervig) erwartet einen eine imposante Felsenlandschaft… und natürlich das Meer. Die Wellen peitschen ordentlich gegen das Gestein.. überall wurden kleine Türmchen gebaut. Steinchen auf Steinchen. Es ist wunderschön… Man hält sich aber gar nicht lang am Leuchtturm auf, da es hier eigentlich nicht wirklich etwas anzuschauen gibt. Das cap de ses salines ist an sich – unserer Meinung nach – also nicht wirklich eine Reise wert. Dafür aber das „Tor“ zu anderen tollen, sehenswerten Orten. Wenn man am Leuchtturm steht, geht man anschließend nach rechts.. von dort aus geht es zu den Zielen.. den eigentlichen Stränden. Man kann sich zu Beginn gar nicht vorstellen, dass da irgendwann mal Sand kommt. Immerhin steht man nur in Gestein. Überall nur Steine.. Steine Steine…Je weiter man in Richtung Strand läuft, umso weniger werden diese tollen Steinchengebilde. Man kann den Weg zum Platja d’es Caragol und zur Cala en Tugores übrigens gar nicht verfehlen. Man läuft immer entlang eines Zaunes… auf einem Weg, der deutlich als solcher zu erkennen ist. Es gibt hier und da mal mehrere Pfade.. verlaufen kann man sich aber nicht!

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In dieser kargen, steinigen und doch so schönen Landschaft trifft man dennoch immer wieder auf geniale Fotomotive… wie diesen alten Bunker? Also wir vermuten einen Bunker… es sah alles danach aus. Falls nicht – ich lasse mich gerne berichtigen. Oma nutzte die Chance und ließ von mir ein neues Profilbild schießen *hehe*. Man kann also unterwegs hin und wieder die Kinder klettern lassen… Vorsicht sollte trotzdem angesagt sein. Teilweise geht die Steinküste steil ins Wasser. Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt irgendwo rumturnen. Unsere Maus entspannte gott sei Dank einen Großteil des Weges in der Kraxe.

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Unser eigentliches Ziel war ja die Cala en Tugores… eine kleine Minibucht, die im Internet vielversprechend klang. Dabei passierten wir auf dem etwa 4km langen Weg entlang der Küste den Platja d’es Caragol. Ein wunderschöner Strand, einsam, abgelegen, keinerlei Möglichkeit dort mit dem Auto hin zu gelangen. Entsprechend leer war der lange Strand. Es gibt Mülleimer, so dass es keinerlei Vermüllung gab. Toiletten sind keine vorhanden… leider :/ Dafür feiner Zuckersand, glasklares und warmes Wasser… tolle Menschen… alles sehr entspannt. Aber dazu später mehr.. denn eigentlich wollten wir ja zur Cala en Tugores.

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Die Cala en tugores sollte noch eher ein Geheimtipp sein.. und so liefen an dem schönen Strand vorbei… und liefen und liefen… und standen irgendwann in einer Bucht, die es wohl sein sollte. Das Problem: es gab keinen Strand. Lediglich Türme von Seegras versperrten alle Wege. Wir dachten erst, wir hätten uns geirrt. Ich studierte Karten, Google und diverse andere Quellen. Ich war mir sicher: wir waren in der richtigen Bucht. Nur leider war die so gar nicht toll… Beschreibung im Netz hin oder her. Die Cala en tugores war wie „ausgefressen“ vom Meerwasser… Das, was noch von der Bucht übrig war, war über und über mit dem stinkenden Seegras bedeckt. Uns war schnell klar: hier brauchen wir nicht bleiben. Entnervt machten wir kurz Rast… nur um den Rückweg anzutreten. Wir liefen also wieder los… auf zum Platja d’es Caragol.

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Der Platja d’es Caragol ist wie gesagt ein Traum von einem Strand.. Ja, auch hier gibt es das doofe Seegras.. da der Strand im Privatbesitz ist und aufgrund dessen eher weniger „gemacht“ wird. Trotzdem hielt sich das Zeug in Grenzen und man hatte immer wieder große Abschnitte, an denen man ins Wasser kam.. der Strand fiel extrem flach ab. Perfekt für Kleinkinder. Unser Kindlein turnte wie eine Verrückte umher und sprang von einer Ecke des Wassers in die nächste. Wir konnten ganz viele tolle Bilder machen *herz*. Ich empfehle unbedingt eine Strandmuschel oder einen Sonnenschirm. Es gab keinerlei Schatten! Dafür peitschte der Wind ordentlich an den Strand, so dass Schattenspender auch ordentlich befestigt werden mussten.

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Ebenfalls wichtig: man kann dort keine Getränke und kein Essen kaufen! Ihr müsste also für Euch und Eure Kleinen Mäuse definitiv genug Proviant mitnehmen! Daher sind auch Rücksäcke angesagt… Der Weg vom Cap de ses salnies zum Platja d’es Caragol beträgt in etwa etwas über 2km. Die wollt ihr nicht mit schweren Taschen laufen. Der Weg ist teilweise sehr steinig, es geht vorbei an vielen Büschen und kann auch kurzfristig mal etwas eng werden. Ein Hoch auf den Rucksack.

Am Strand ankern auch einige Schiffe.. sie kommen und gehen… zwischendurch haben wir noch einige Kanufahrer getroffen. Ansonsten trifft man nur auf Spaziergänger und Leute, die Erholung abseits vom Massentourismus suchen. Je weiter man gen Westen läuft, umso weniger werden die Spaziergänger… je weiter man wieder in Richtung Leuchtturm geht, umso mehr werden sie wieder. Trotzdem ist die Ecke (September) absolut kein Massentouripunkt. Es war eher menschenleer.. auch wenn das Foto mit den parkenden Autos am Anfang täuschen mag. Wir waren die meiste Zeit komplett allein unterwegs und konnten weder vorn noch hinter uns irgendwen erspähen.

Fazit: Ich habe keine Ahnung ob sich die Cala en tugores irgendwie „erholen“ wird.. dafür müsste ja erst einmal jemand die Seegrasmassen weg räumen. Und wer soll das machen? Die Bucht ist – soweit gelesen – ebenso in privatem Besitz. Also wird vermutlich erst einmal alles so bleiben wie es ist. Und unserer Meinung nach ist die cala en tugores damit kein Besuch wert. Dafür aber der Platja d’es Caragol weitaus mehr. Auch wenn er an diesem Tag nur unsere zweite Wahl war… es hat sich gelohnt. Wir konnten entspannt am Strand rumtollen. Dadurch, dass der Strand so extrem flach abfiel, konnte sich die Maus austoben und in Knöchelhohem Wasser planschen. Der Platja d’es Caragol ist wirklich sehr abseits, es gibt nichts zu kaufen und man sollte definitiv alles mitnehmen, was man so für einen Strandtag braucht. Dann ist es dort einfach nur wunderschön!