Monat

Juni 2015

103 Wochen – 1 Jahr, 51 Wochen – Rückblick

Das teils doch schöne Wochenende ist vorbei und wir starten in eine heiße Woche. Vermutlich werden wir 50% des Tages am Strand liegen und uns den Rest der Zeit im Freibad oder im kühlen Schlafzimmer vertreiben. Die letzte Woche stand ganz im Zeichen der Sprache. Ich komme ehrlich gesagt nicht mehr hinterher mit dem Aufschreiben. Es sind einfach zu viele neue Wörter, Sätze und Kreationen. Sie brabbelt alles nach und kann sich immer besser ausdrücken. Nun sind es nicht mal mehr zwei Wochen bis zum großen zweiten Geburtstag.

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[SPRACHFABRIK] neu ist:

  • „Autobahn“
  • „Kea“ für Ikea
  • „Sonne“, wobei sie das „e“ ganz besonders betont
  • „Nopf“ = Knopf
  • „Loch“
  • ein neuer Name aus der Kita 🙂
  • „durm“ für Turm
  • „weg“, kichert sie immer, wenn sie etwas versteckt
  • „and“ = Sand
  • „Polizei“
  • „Mate“ = Tomate
  • „Bohnen“
  • alle möglichen Namen unserer Freunde und Bekannten…

Außerdem hat sie endlich ihr erstes Verb gesagt: „Auto fahrn“ *hach*

[MEIN SPIELZEUG] sie hat das erste Mal einen Namen vergeben, wenn ich das so sagen darf. „Mimi“ wurde ein Hund getauft, den sie durch Zufall in einer alten Kiste gefunden hat.

[EINE NEUE FARBE] nachdem sie ja schon „lila“ für sich entdeckt und ebenso verinnerlicht hat, kommt nun eine neue Farbe hinzu: weiß! Mitte der Woche stand sie beispielsweise an Papas Auto und krähte lauthals „weiß“. Das gleiche gilt für unsere Tische im Wohnzimmer: „weiß“. Muss ich erwähnen, dass wir ziemlich stolz sind? 🙂

[TROCKEN/SAUBER WERDEN] hier gibt es auch ein paar Neuigkeiten. Morgens geht sie nicht mehr ganz so verlässlich aufs Töpfchen, da sie sich oft einfach nicht mehr drauf setzen möchte. Als Alternative bieten wir dann das große Klo mit Aufsatz, was oftmals auch angenommen wird. Interessant ist eigentlich aber der Fakt, dass sie ihre Geschäfte immer ein klitzekleines bisschen eher ansagt. „Pipi“ und „Kacka“, wie es bei ihr so schön heißt, werden nun nicht mehr angesagt, wenn es schon läuft, sondern oft einige Sekunden vorher. Die Zeit reicht allerdings selten um sie anschließend auf den Pott zu begleiten ;).

Allergiepanik

AllergieSchon vor der Geburt des Kindleins haben wir uns wahnsinnig viele Gedanken rund um das Thema Allergie und Prävention gemacht. Denn: ich bin Vollblutallergiker (darf man das so sagen?). Meiner Mutter geht es genauso. Wir zwei können uns da die Hände reichen… Bei ihr beginnt der Horror allerdings schon im Februar, während meine persönliche Leidenszeit erst im Mai startet. Beide haben wir es aber ähnlich schlimm. Der Taschentuchbedarf steigt immens an, Augen werden täglich betröpfelt und dank leichten Anflügen von Asthma darf auch hin und wieder inhaliert werden. Spaß ist anders.

In der Familie vom Herzensmann ist nicht viel mit Allergien und auch mein Papa und meine Schwester sind scheinbar verschont geblieben. Dafür hatten und haben sie immer leichte Anflüge von Hautproblemen. Von Neurodermitis kann man vermutlich nicht sprechen, geil ist es trotzdem nicht. Ich selbst bekam etwa 3 oder 4 Jahre eine Hyposensibilisierung gegen Birke, die jedoch kaum bis gar nicht anschlug. Am schlimmsten sind Gräser… stell‘ mich in ein Feld und ich niese anschließend so lange, bis jeder Halm abgeknickt ist. Neben Gräsern, bin ich noch gegen zig anderes Zeug allergisch und habe zum Teil auch mit Kreuzallergien zu tun. Meine Mama hat es auch beim Essen ziemlich schwer und muss sich oft einschränken. Hier habe ich – Gott sei Dank – noch relativ freie Bahn.

Nun wollte ich von Beginn an alles Menschenmögliche tun, um das Kindlein vor diesem Dreck zu schützen. Denn.. es ist eben nicht nur ein bisschen Niesen und mal hier und da die Nase putzen. Es sind verklebte Augen am Morgen, ein Gefühl des dauerhaften Krankseins, es sind Atembeschwerden und Sportverzicht im Freien. Jedes Jahr muss ich Medikamente nehmen. Und auch wenn diese vielleicht nicht so hart sind und ich auf mein Cortisonspray verzichten kann, so sind es eben doch Medikamente. Meine Mama hat jedes verdammte Jahr on top wenigstens eine Bindehaut- und wenn es ganz schlecht läuft eine Hornhautentzündung. Das tut weh und nach all den Jahren sieht man es den Augen auch an. Und man reibt… denn es juckt und juckt und juckt. Und man kann nur versuchen sich selbst zu überlisten.

Alternative Methoden haben wir bereits ausprobiert… hat nicht viel gebracht, außer ein besseres Gewissen, es zumindest versucht zu haben. Während der Schwangerschaft war ich übrigens nahezu beschwerdefrei. Ein Segen, aber eben auch nur ein kurzer. Nun schlägt die Allergie scheinbar umso schlimmer zu und ich drücke jeden Tag einmal mehr die Daumen, dass unser Äffchen verschont bleibt.

Was haben wir also gemacht, in der Hoffnung, dass sie verschont bleibt?

Erst einmal war klar: das Kind wird gestillt. Egal wie, Muttermilch muss in diesen Körper. *hehe* Das war mir und meinem Mann sehr wichtig in Hinblick auf eine mögliche Prävention. Immerhin ist nachgewiesen, dass gestillte Kinder seltener an Allergien erkranken. Wichtig ist hierbei: sechs Monate voll stillen, denn dann sind die kleinen Minis noch besser vor etwaigen Allergien geschützt. Nun hat es ja mit dem Stillen von Anfang an sehr gut geklappt. Der Punkt war abgehakt.

Nach dem Stillen ist vor dem Stillen… auch was das Essen betrifft, wollten wir vorsichtig sein. Sprich: keinen fertigen Brei, Baby Led Weaning war angesagt. Hierzu hatte ich unter anderem hier schon viel geschrieben. Zusätze waren also tabu… Nun ja… das Kind hat ja im ersten Lebensjahr so gut wie gar nix gegessen. Dieser kleine Stilljunkie ;). Also habe ich irgendwann resigniert und versucht überhaupt etwas in den kleinen Bauchi zu bekommen. Bis heute gibt es eigentlich keine Fertiggerichte, das goldene M mal ausgenommen. Leider isst sie (außer in der Kita) zu hause noch recht einseitig. Das ist für uns nicht immer einfach, aber sie bekommt ja auch noch einige Portionen Muttermilch, so dass ich mir da immer weniger Gedanken drum mache.

Beim Thema Impfen kann man sich nun streiten. Ich habe hier schon mal berichtet, weshalb wir uns dazu entschieden haben, unser Kind erstens nicht gegen alles und zweitens erst spät impfen zu lassen. Mittlerweile ist sie 5-fach und gegen MMR geimpft (nur einmal). Die zweite MMR Impfung und die letzte 5-fach Auffrischung stehen noch an und mehr möchten wir zunächst auch nicht machen lassen. Ich hatte mich im Vorfeld sehr viel mit dem Thema Impfen und Allergien beschäftigt, bin aber natürlich weder eine Ärztin, noch habe ich eigene Untersuchungen durchführen können. Allerdings hatte uns das Gespräch mit dem Kinderarzt der freien Impfentscheidung darin bestärkt, im Hinblick auf die Familiengeschichte der Allergien besser länger zu warten. Bisher hat es sich gelohnt.. ob es nun vom Warten kommt, kann selbstverständlich niemand sagen.

Was kann man noch tun?

Es gibt noch ein paar mehr Sachen, die man beachten kann (die uns aber nicht betrafen)… weitere Tipps zur Allergieprävention könnt ihr bei Baby Walz nachlesen. Rauchen sowie Haustiere betrafen uns nämlich so gut wie gar nicht. Meine Eltern haben zwar einen Hund, aber das Zusammentreffen vom Kindlein mit dem Fellknäuel ist sehr selten. Und selbst wenn die zwei sich sehen, hat das Kindlein oftmals einen riesigen Respekt und streichelt den „wuff wuff“ äußerst zögerlich.

Nun weiß ich ja, dass Allergien nicht angeboren sind und auch später ausbrechen können. Vererbt werden können nur die Anlagen. Ob die Allergie dann letztlich ausbricht, ist eine ganz andere Sache. Bei mir begann das ganze Trara erst mit ungefähr 13 oder 14, bei meiner Mutter mit Ende 20 nach einem Umzug an den Waldrand. Ob und wann es beim Äffchen kommt… das wissen wir schlichtweg nicht. Im Grunde genommen können alle Maßnahmen umsonst gewesen sein. Ich hoffe trotzdem – gerade in der belastenden Zeit für mich und meine Mama – dass unser kleines Mädchen davon verschont bleibt und nie nie nie diesen Mist bekommt.

Habt ihr Allergien in der Familie? Und wenn ja, haben Eure Kleinen das gleiche Los gezogen?

102 Wochen – 1 Jahr, 50 Wochen – Rückblick

Meine Güte… da waren wir die letzte Woche noch im Freibad und genossen die Wärme in vollen Zügen… da durften wir uns diese Woche teilweise in dicke Pullis wickeln. Es nervt. Es ist Juni verdammt. Sommer, komm zurück! Das Wochenende war entsprechend oft verregnet und so bekamen wir Samstag „nur“ ein bisschen Besuch zum Spargelessen und vertrieben uns den Rest im Shoppingcenter.

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[WORTFABRIK] neu ist:

  • „Lied“
  • sie benutzt das Wort „das“ gezielt. Zum Beispiel: „Kindlein, möchtest du die Knete?“ – „Nein, das“ und zeigt mit dem Finger auf den gewünschten Gegenstand.
  • „Ole“ für Eule
  • „Libell“ für Libelle
  • „Loni“ = Melone
  • „Pizza“
  • „Biene“
  • „wach“ (versteht sie auch komplett als Gegenteil von Heia, sprich schafen)
  • „binne“ für „Spinne“
  • „Hummi“ für „Hummel“

Außerdem werden 3-Wort-Sätze immer beliebter und sehr oft genutzt. Nur das mit den Verben mag nicht so recht klappen… da hat sie so gar keine Lust drauf. Ansonsten versucht sie beinahe alles nachzuquasseln, was wir ihr vorgeben.

[ZAHNFEE] Zahn Nummer 16 lugt seit letzten Montag durch die Kauleiste. Nun fehlen nur noch die letzten vier Backenzähne. Und wir haben so das blöde Gefühl, dass die sich gleich im Anschluss auf den Weg machen. Sie fummelt doch recht oft im Mund herum und wir hatten seit langem Mal wieder eine Unterbrechung nach nicht mal einer halben Stunde Schlaf.

[KITA UPDATE] in den letzten Tagen läuft das Abgeben leider ganz schlecht. Viele Tränen und ewiges Gezerre am „Papi Papi“ sind an der Tagesordnung. Wir können es uns nicht erklären. Ja, sie hat zwar gerade eine sehr ausgeprägte Papa Phase, ansonsten hat sich aber nichts geändert. Donnerstag Abend ging sie seit langem mal wieder vor 21.00 Uhr ins Bett und Freitag lief das Abgeben plötzlich wieder problemlos. Vielleicht bekommt sie doch zu wenig Schlaf? Nur wie soll ich sie dazu bringen, früher einzuschlafen? Fragen über Fragen… *grummel*

Veränderungen… Entscheidungen…

VeränderungIch habe es getan. Ich habe gekündigt.

Ist das zu fassen? Ja… und endlich kann ich auch offen darüber schreiben. Seit beinahe Jahren schlummert in mir ein neuer Berufswunsch, den ich nun endlich wahr werden lasse. Darüber öffentlich zu schreiben ging, verständlicherweise, erst einmal nicht. Aber nun ist alles anders. Und ich wage zu behaupten, dass ich heute die glücklichste Frau der Welt bin. Jawohl! Abgesehen von frischbegackenen Mamas und Frauen, die heiraten.

Was habe ich bisher gemacht?

Ich habe nach dem Abi Medien und Kommunikation studiert, da ich ehrlicherweise keinen Plan hatte, was ich später machen wollte. „Mach ich halt was mit Medien“ war mein Credo. Soweit so gut. Nach 5 Semestern hatte ich den Bachelor in der Tasche und bin über ein Praktikum recht schnell im Online Marketing hängen geblieben. Die Branche ist schnelllebig, schonungslos, sehr gut bezahlt und entwickelt sich rasant. Man kann sich seinen Arbeitgeber praktisch aussuchen, so viele offene Jobs gibt es. Wöchentlich erhielt ich mehrere Anfragen mit neuen Angeboten.. da kann man schon mal Höhenflüge bekommen.

Was ist denn bloß passiert?

Bei meiner ersten und auch zweiten Station fühlte ich mich sehr wohl. Die Kollegen waren der Kracher, ich verdiente gut und hatte – scheinbar – die Zeit meines Lebens. Dann heiratete ich den Herzmann und wechselte erneut in eine andere Firma. Und es änderte sich alles. Der Druck war groß, die Verantwortung noch größer. Die unmittelbaren Kollegen waren… puh… nicht alle so nett. Es gab Neid, Missgunst und Messer, die einem in den Rücken gejagt wurden, während man vorn herum nett angelächelt wurde. Das war aber gar nicht mein eigentliches Problem, denn so etwas gibt es in jedem Beruf.

Andere Menschen, andere Einstellungen.

Was war also das eigentliche Problem? Ich finde das schwer zu beschreiben und muss wohl vorweg sagen, dass ich eher ländlich wohne, aber in der nächst größeren Metropole arbeite. Während ich nach der Arbeit immer so schnell wie möglich nach Hause wollte, um Zeit mit meiner Familie (noch ohne Kind) verbringen wollte, schienen die Kollegen nur eines im Kopf zu haben: Arbeit! Da wurde auch mal bis Mitternacht geackert. Wenn man das nicht tat, war man shoppen, auswärts essen oder in irgendeiner coolen Bar. Familie? Ja, gern, zu Weihnachten. Ich versuchte damit klar zu kommen, spürte aber immer deutlicher wie sehr ich mich von dieser Einstellung unterschied. Das Leben der anderen erschien mir so leer, so oberflächlich, so nichts sagend. Tiefgehende Gespräche konnte man vergessen und oftmals lediglich übers Wetter reden.

Dann wurde ich schwanger.

Der zweite Strich auf dem Test war für mich eine Befreiung. Immerhin konnte ich endlich raus aus diesem ätzenden Arbeitsalltag, aus diesem Büro, weg von diesen leeren Menschen, die weiterhin nur für ihr freies Wochenende oder den nächsten überteuerten Urlaub schufteten. Ich wurde recht schnell arbeitsunfähig geschrieben und durfte so ab dem 5. Monat schon zu Hause bleiben. Worte können nicht ausdrücken, welche Last mir von den Schultern fiel. Ich entschied mich für zwei Jahre Elternzeit und beschloss während dessen mein berufliches Chaos neu zu ordnen.

Kindlein.

Und dann wurde sie geboren. Dieser kleine, perfekte Mensch. Und so schwer das erste Jahr war… umso leichter ist jetzt das zweite. Und man verändert sich. Seine Sichtweise, die Einstellung… die große Stadt und vor allem ein Großteil der Menschen wurde mir noch fremder als zuvor, nicht zuletzt als ich die Kollegen mit Baby besuchte. Ich fühlte mich fehl am Platz und spürte einmal mehr wie sehr ich wünschte, niemals dorthin zurück kehren zu müssen. Die Zeit verging. Der Druck wuchs. Mit jedem Monat der verstrich, nagte sich die Angst mehr und mehr in mich hinein. Eines stand fest: ich wollte nicht zurück.

Was nun?

Wisst ihr was? Als ich klein war, wollte ich immer Medizin studieren. Ärztin werden. Der Plan erschien mir jetzt dann aber doch etwas zu gewagt. Zumal ich eigentlich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen wollte. Nie wieder von 8 bis 8 aus dem Haus sein (oft sogar noch länger), Freizeiten einbauen, wann ich es wollte. Raus aus diesem Büroalltag. Aus einem Job, bei dem man niemals das Gefühl hatte etwas Gutes zu tun, etwas das bewirkt, hilft. Klingt kitschig, ist aber so. Wenn man vor seinem Rechner sitzt, Newsletter verschickt, Werbemittel erstellt oder im 100. sinnbefreiten Meeting der Woche festhängt, hat man nicht gerade das Gefühl anzukommen. Stattdessen fuhr man am Ende des Tages den Rechner herunter und fühlte… nichts. Leere. Und obwohl ich ein Projekt abgeschlossen hatte, fühlte ich mich unfertig. Ich war es leid.

Der Entschluss stand fest.

Als ich meinen Mann vor etlichen Jahren kennen gelernt habe, war seine Schwester gerade im dritten Ausbildungsjahr zur Hebamme. Und irgendwann führte dann eines zum anderen. Auf einmal war es wie ein innerer Drang: ich will Hebamme werden. Mit Haut und Haaren, mit allem Drum und Dran. Parallel bewarb ich mich im ersten Jahr der Elternzeit noch für ein Zweitstudium auf Lehramt, bei dem ich nicht angenommen wurde, da ich mit bereits einem abgeschlossenen Studium so gut wie keine Chance mehr hatte an ein weiteres Studium zu kommen. Und dann verschickte ich die erste Bewerbung für die Ausbildung zur Hebamme. Und bekam eine Einladung an DEM Krankenhaus. Der Bewerbertag bestärkte mich in meinem Vorhaben. Die Mädels waren alle lieb, die Inhalte klangen toll. Nach Wochen die Antwort: Warteliste. Ich hoffte… vergebens. Im Nachhinein, das Beste was uns passieren konnte, da das Kindlein mit den sechs Monaten Eingewöhnung jeden Plan zunichte gemacht hätte.

Bewerbungsmarathon.

Ich gab nicht auf und bewarb mich bei einem weiteren Krankenhaus. Hier begann alles mit einem Einstellungstest für den ich tagelang Mathe übte. Den Test meisterte ich und bekam kurz darauf die Zusage für ein persönliches Gespräch. Da immer zwei Bewerberinnen gleichzeitig vorsprechen mussten, war klar: man musste überzeugen. Das gelang mir nur teilweise, da meine „Gegnerin“ sehr stark war. Das Ergebnis: Warteliste. Ich hoffte erneut.. bangte wochenlang und dachte: dieses Mal muss es einfach klappen. Doch es klappte nicht und einige Wochen nach Ausbildungsbeginn flatterte die Absage ins Haus. Ich resignierte beinahe und wusste doch: eine Chance gibt es noch.

Der letzte Versuch.

Ein Krankenhaus gab es noch.. die letzte Bewerbung wurde verschickt. Dieses Mal handelte es sich sogar um ein Studium in Hebammenkunde.. inklusive Ausbildung an verschiedenen Orten. Auch dieses Mal bekam ich prompt eine Einladung zu einem Gespräch. Parallel schrieb ich den Antrag auf Teilzeit bei meinem Arbeitgeber und vereinbarte ein Wiedereinstiegsgespräch. Dieses Gespräch hatte ich am Tag des Vorstellungsgespräches. Das konnte kein Zufall sein. Showdown! Das Gespräch am Krankenhaus war hart und absolut kein Spaziergang. Meine Hoffnung sank, Panik stieg in mir auf, als ich anschließend durch die Stadt fuhr, um zu meinem alten Job aufzubrechen. Dort heuchelte ich Interesse und fühlte mich so unwohl wie schon lange nicht mehr. Ich fühle mich plötzlich zurück versetzt in mein altes, so leeres Leben. Viele alte Kollegen saßen noch immer ihre 10 Stunden-Schichten dort ab und lächelten mich gequält an. Nein, hier wollte ich nicht zurück. Verschwitzt fuhr ich nach Hause und weinte beinahe als ich das Kindlein und den Papa wieder in die Arme schloss.

Befreiung.

Anfang Juni sollten die Bescheide für das Studium/Ausbildung verschickt werden. Als am 11. Juni immer noch nichts im Briefkasten war hielt ich es nicht länger aus und rief in der Schule an. Eine nette Dame glich mein Geburtsdatum ab, versicherte mir, dass die Briefe eigentlich schon raus wären und sagte mir dann doch mündlich mein Ergebnis: ZUSAGE! Ich zitterte, weinte und sagte der Sekretärin, dass sie mich heute zur glücklichsten Frau der Welt macht. Sie kicherte und freute sich mit mir. Ich stürmte zu meinem Mann, der an diesem Tag Home Office hatte und fiel ihm um den Hals. Ich hüpfte und grinste über beide Ohren. Es war geschafft. Ich hatte es geschafft. Der Druck fiel ab. Und doch dauerte es einige Tage, bis ich es wirklich realisierte. Eine Stunde nach dem Telefonat fiel mir die Zusage dann doch postalisch entgegen. Schwarz auf weiß hielt ich die Bestätigung in den Händen und genehmigte mir erst einmal einen alkoholfreien Sekt.

Und Tschüss.

Wenige Tage später vereinbarte ich erneut einen Termin bei meinem Arbeitgeber. Heute habe ich nun gekündigt und gab auch meine Bestätigung im Krankenhaus ab. Ein neuer Abschnitt beginnt. Einen Wehrmutstropfen gibt es: finanziell wird es wohl nun nicht möglich sein, in absehbarer Zeit ein zweites Kind zu bekommen. Dieses Opfer muss ich bringen. Es ist hart, aber es ist okay. Dafür kann ich endlich das tun, was ich möchte, was ich mir so sehnlichst gewünscht habe. Langfristig werden wir alle von der Entscheidung profitieren. Mir ist durchaus bewusst, dass auch dieser neue Werdegang kein Zuckerschlecken wird. Viel lernen, wenig Zeit für die Familie, kaum Geld. Doch ich bin so klar und vor allem so positiv wie beinahe noch nie in meinem Leben. Ich will es so. Das wurde mir heute nach Abgabe der Kündigung noch deutlicher bewusst. Anschließend fuhr ich mit lauter Musik über eine große Brücke und schaute (hoffentlich) ein letztes Mal auf den großen Bürokomplex. Der Druck ist abgefallen. Der Alptraum hat ein Ende. Ein für allemal. Und in wenigen Jahren heisst es dann hoffentlich: Hebamme Kathi.

In diesem Sinne: Träume sind dafür da, gelebt zu werden… das Leben ist zu kurz… zu kurz um etwas zu machen, was einem nicht das erhoffte Glück bringt. Ich umarme heute die ganze Welt!  

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Ich werde in den kommenden Wochen ganz viel berichten… über Beweggründe, Abläufe, Organisation und und und. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, ein Hebammenblog aufzusetzen. Aber: kommt Zeit, kommt Rat.

Ausflugtipp Brandenburg – Landpartie!

Letztes Wochenende sind wir aufgebrochen… zur Landpartie! Die „sogenannte“ Landpartie gibt es nicht nur in Brandenburg. Auch in anderen Bundesländern öffnen Bauernhöfe für ein Wochenende ihre Tore und verwöhnen ihre Gäste mit allerlei Futter und vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder. Ich selbst bin ja Dorfkind und habe viele Jahre in einem 200 Seelen Ort gewohnt. Es gab exakt eine Straße, eine Bushaltestelle, eine Dorfschenke und sonst viel Grün, Wiesen, Tiere und all das Zeug. Ich fand es herrlich. Ruhe, kein Beton und vor allem Platz! Nun leben mir in einer Kleinstadt, aber immer noch direkt am Waldrand. Mit dem Dorfleben kann man das aber nicht so ganz vergleichen und das ist ja ein Grund mehr mit dem Kindlein mal ein paar Kühe gucken zu gehen.

Erst einmal musste ich für diesen Tag beinahe meine Abnehmpläne über den Haufen werfen.. der Kuchenstand war übervoll und meine Lieblingssorte – Rhabarber – leider auch vorhanden. Den bereits verlorenen 5kg hat es keinen Abbruch getan und so konnte ich mal wieder ordentlich schlemmen. Das Kind hüpfte während dessen auf einer Hüpfburg oder saß begeistert auf einem der vielen Traktoren. Zwischendurch musste man sie von den Schafen, Kälbern und Schweinen weg reißen um eine Kremserfahrt durchs Dorf zu machen. Dann waren wir noch auf dem Spielplatz und naschten zum Abschluss Pommes. Die Hitze war beinahe unerträglich und so schüttete ich jede Menge Wasser in mich und das Kindlein. Außerdem habe ich noch zwei Mädels von meinem Abijahrgang getroffen… und das nach 10 Jahren. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Hier gibt es mehr Informationen zur Brandenburger Landpartie. Vielleicht mag jemand nächstes Jahr vorbei schauen?

Und nun: Impressionen!

Schafe! Das Kindlein war wie immer sehr begeistert von all den Tieren.

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Der Storch – nein, ich bin nicht schwanger 🙂

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Bei der Fahrt um’s Dorf wehte immer ein kleines Lüftchen… Das Kindlein schrie während dessen immer ganz begeistert „Loooooos“, wenn der Traktor es wagte langsamer zu fahren. Ein anderes Kind verlangte gar, dass wir bitte auf die Autobahn fahren mögen. 

Landpartie_00Das Kindlein hing die meiste Zeit auf der Hüpfburg oder beobachtete andere Kinder beim Springen. Geschminkt werden wollte sie übrigens nicht… Opa leistete zwar gute Überzeugungsarbeit, die aber nicht recht wirken wollte. 

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Zwischendurch durfte ein bisschen „Wissensvermittlung“ natürlich nicht fehlen… und so schlenderten wir durch allerhand Agrarzeugs und kletterten auf diesen und jenen Trecker. Kindlein fand es spitze. 

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Und sonst so?

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101 Wochen – 1 Jahr, 49 Wochen – Rückblick

Was für ein Wetterchen… wir waren die Woche fast nur auf Achse (unten mehr) und haben die Sonne genossen. Für Mama gab es ganz besondere Post – doch dazu werde ich unter der Woche mehr schreiben. Ihr könnt gespannt sein.. es wird sich einiges bei mir verändern. Ansonsten ist das Kindlein gut drauf, quasselt einem den ganzen Tag das Ohr ab und singt mit einer Inbrunst, die einem Angst machen könnte ;).

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[WORTE] neu ist:

  • „Hunga“ = Hunger
  • „Durs“ = Durst
  • „Mann“
  • „Los“ – wenn es mit dem Autofahren mal wieder nicht schnell genug geht 😉
  • „weg“
  • „Uhr“

[NOCH 5 TO GO] da schaue ich am Montag nichts ahnend in den Mund und schwupdiwupp ist unten plötzlich der erste Eckzahn zu sehen. Wir glauben, das ist der erste Zahn seit vielen vielen Monaten, der scheinbar ganz ohne Probleme den Weg nach draußen gefunden hat. Jetzt fehlen noch 5 – unter anderem noch 4 Backenzähne – und wir haben es endlich geschafft!

[KLEINER EGOIST] puh… mit dem erlernten Wort „meiner“ hat sich ja vielleicht was ergeben… alles gehört ihr und wehe ein anderes Kind wagt es, ihr etwas gleich zu tun *hihi*. Wir waren letzte Woche unter anderem in einem Waldbad. Ein anderes Mädchen wagte es, ins Kinderbecken zu gehen, da zog sie eine Schnute und rief „Kindlein asser meiner“, was soviel bedeutet wie „das Wasser gehört mir.“ Sehr niedlich. Sobald man ihr erklärt, dass andere Menschen dieses oder jenes auch nutzen möchten ist es auch schon wieder gut.

[NACHTS UND SO] ich dachte, es wird mal wieder Zeit für ein Update zu unseren Nächten. Hm.. sie sind ehrlich gesagt ganz ganz unterschiedlich. Wir hatten es tatsächlich schon, dass sie nur 1x in den Morgenstunen stillte und ansonsten nicht wach wurde. Bei den etwas wärmeren Temperaturen kommt sie Nachts aber gerne auch 3-4x. Es schwankt extrem, ist aber für alle sehr gut auszuhalten.

[ERLEBT] haben wir die letzte Woche so einiges, nicht zuletzt weil die Oma Urlaub hat.

  • Waldbad – Schwimmbad ganz ohne Chlor, es war herrlich
  • Uroma besucht, inklusive Spaziergang durch die Stadt
  • Freibad bei der Oma
  • Landpartie (Post folgt)
  • Spielplatz (Gott, es war so heiss)
  • Shopping Tour mit Oma
  • Sonntagsausflug mit Oma & Opa auf den Spargelhof

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100 Wochen – 1 Jahr, 48 Wochen – Rückblick (23 Monate)

Die letzten Tage waren soooo schön. Ganz viel Familie, ganz viel Kindlein.. on top noch viel Sonne und Hitze (ich liebe es ja). Gestern standen wir nach unserem Kurztrip noch in einer Vollsperrung und ließen das Kind auf dem Standstreifen der Autobahn ihren geliebten fahrbaren Untersatz nutzen. Es war so herrlich. Schnell fand sie einen Kumpel auf dem Bobby Car und so vertrieben wir uns die Zeit in der Sperrung ohne Probleme. Ansonsten quasselt sie nach wie vor viele neue Wörter und ist bestes gelaunt.

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[KINDERTAG] Hier im „Osten“ ist der Kindertag ja etwas ganz besonderes. Dem entsprechend wird er auch gebührend gefeiert. Aus der Kita gab einen tollen Luftballon und Seifenblasen zum pusten (was ich übrigens den gesamten verregneten Nachmittag machen musste). Ansonsten sind wir nach der Kita noch in einen kleinen, niedlichen Buchladen hier im Ort gegangen und haben einige Geschenke ergattert.

[SPRACHE]

  • „Bad“ ist neu und steht für Badezimmer
  • „Party“
  • „Bon Bon“
  • „putt“ = kaputt
  • „Lolli“
  • „Panda“
  • den Spitznamen der Tante
  • „zu“ – zum Beispiel „Tür zu“
  • „aus“ – zum Beispiel „Hose aus“, „Licht aus“

[AB IN DEN KURZURLAUB] wir waren mal wieder ein verlängertes Wochenende im schönen Bayern und haben alle brav um die Wette geschwitzt. Bei 33 Grad ging es an den See, auf den Spielplatz, ins Planschbecken, zu einem Geburtstag.. es wurden fleissig Seifenblasen gepustet, Eis um die Wette gefuttert und mit der Sonne um die Wette gestrahlt. Zurück zu Hause ging es noch auf das alljährliche Stadtfest und wir investierten eine Menge in ein Kinderkarussell :/.

[WILLENSKRAFT] in letzter Zeit bemerken wir einen gesteigerten Willen beim Kindlein… den wir nach wie vor nicht für übermäßig ausgeprägt halten, aber man spürt es doch. Wir sind nach wie vor weit entfernt von Wut- oder Trotzanfällen. So etwas kennen wir nicht :). Aber durch das gelernte Wörtchen „mein“ eröffneten sich ihr scheinbar neue Möglichkeiten. Nichts desto trotz kommen wir momentan mit viel Verständnis und angebotenen Alternativen noch immer sehr weit.

Vollsperrung

Vollsperrung

Der Weg nach Hause kann schon mal steinig sein.

Nach der Hälfte der Strecke erscheinen komische Tafeln, auf denen „Unfall“ steht. Lassen uns nicht beirren, fahren weiter.

Voooooorbei an der letzten möglichen Ausfahrt – nur um 100 Meter dahinter zum stehen zu kommen.

Stillstand.

Die Türen der Nachbarn öffnen sich. Mitleidige Blicke werden ausgetauscht.

„Ach, du auch hier?“ möchte man sagen, während man neidisch auf das Wohnmobil vor einem starrt.

Ob man bei denen klopfen darf? „Ich müsste mal Pipi“ und neben dem Standstreifen ist nicht viel mehr als ein Zaun, der, beim Versuch hinüber zu klettern, leider mein Outfit (und vermutlich auch meine Frisur) ruinieren würde. Dann lieber einbehalten. Machen nicht alle so, wie man später feststellen muss.

Bekommen Hunger und denken, wir riechen frisch Gekochtes. Die Wohnmobil Leute werden doch nicht etwa??? Schweine!

Kindlein will mit der Tante unbedingt den großen Wall neben der Autobahn empor klettern. Gewollt, getan. Auf dem Weg zurück nach unten überschlägt sich die Tante beinahe und landet knapp neben der Frau die ungeniert ihren Schlüppi wieder hoch zieht. Sachen gibts.

Kofferraum wird geöffnet um Spielzeug fürs Kind rauszuholen, welches mit der Tante auf dem Standstreifen rum rennt.

Hunde rennen umher, zwei Autos weiter rutscht bereits das erste Bobby Car durch die Reihen.

Hole Kindleins fahrbare Untersätze hervor und renne selbst mit einem Spielzeug vorweg. Kindlein rutscht wild auf ihrem Wheely Bug hinter her.

Treffen auf das Bobby Car Kind. Gleichgesinnte Blicke werden getauscht. Kinder rutschen nebeneinander hin und her. Ein paar Teenis in einem nicht klimatisiertem Miniauto schießen Fotos davon und kichern.

Zwei Autos weiter bekommen sich die Rentner nicht mehr ein vor lauter „süß süß süß“.

„Das sind Flüsterräder bei dem Bobby Car, oder?“

Der Papa tut überrascht und nickt: „Vom Fach, hm?“

„Neee, nur Mutter“ entgegne ich.

Bin im Club. Yeah! 

Die Tücken der Technik

Zwei_Jahre_Baby

Gedankenfetzen.

Bald sind es 2 Jahre. Nein, nicht mehr nur eins. Zwei. Z-w-e-i. Zwei Mal mehr Bilder, Videos, Erinnerungen. Gott, so verdammt viele Erinnerungen.

Zum ersten Geburtstag habe ich ein monströses Fotobuch angefertigt, was mich in etwa 3 Monate meiner Lebenszeit auf Erden gekostet hat. Oft packt es mich. Und ich muss es ansehen. Und bin… entsetzt, überwältigt, glücklich, verzückt und verzaubert. Du warst so winzig.

Und dann krame ich in alten Videos herum. Uralte Videos. Du warst noch nicht mal ein Jahr alt. Und tapst schon durch die Gegend – einen Fuß vor den anderen. Und ich denke mir: wer ist das da? Mein Kind? Niemals! Nie nie nie!

Ich erkenne Dich nicht… und doch weiß ich, dass Du es bist. Meine Gefühle schlagen dann ziemlich schiefe Purzelbäume – rückwärts versteht sich. Und ich frage mich: was hätte ich tun können um den Moment besser aufzusaugen? Wie die Erinnerung besser abspeichern?

Und dann kommt ein neuer Tag, eine neue Woche, ein neuer Monat. Und nun ist fast ein neues Jahr vergangen. EIN JAHR! Und Du bist so groß und so… anders? Du redest plötzlich und von dem torkeligen kleinen Mädchen ist nicht mehr viel übrig. Du bist plötzlich so… menschlich? „Wie ein richtiger kleiner Mensch“ kommt mir auch heute noch sehr oft über die Lippen… die, ganz nebenbei bemerkt, viel häufiger ein Lächeln erleben dürfen seit Du da bist.

Die Technik von heute… ist sehr hinterhältig. Wir können beinahe jeden Moment festhalten. Und fallen dann drauf rein. Es ist schwer für mich zu aktzeptieren, dass eine bestimmte Zeit vorbei ist, ein ganz besonderer Moment, ein schöner Spaziergang, ein Lachen, ein Tag, ein Wimpernschlag. Und dann tauche ich zurück, ganz tief in die Erinnerung. So viele Fotos, so viel Du.

Und ich denke mir: was mache ich bloß, wenn Dir etwas zustößt? Dann ist alles so voll von Dir. Der Gedanke ist nicht zu ertragen und wird ganz schnell zu den Hirnakten gelegt, die ganz ganz tief vergraben sind. Eingestaubt in einer Ecke.

Dennoch: ich blicke gerne zurück auf das kleine Wesen, das Du warst.. aber es schmerzt, heute wie gestern. Dich so zu sehen – so klein, so abhängig… denn es ging viel zu schnell. Zu schnell um alles festzuhalten. Zu schnell, um Momente einzufrieren und erst dann aufzutauen wenn man wirklich wirklich genug hat. Und nun schau Dich an, du großes Mädchen. Du großer, verrückter, liebenswerter Mensch.

Ich traue mich manchmal gar nicht, dich weiterhin in Bildern und Videos einzufangen… je größer Du wirst… desto riesiger wird der Berg an Erinnerungen. Die externen Festplatten stapeln sich… und irgendwann traut man sich nicht mehr.. auch nur einen kleinen Moment hinein zu schauen. Die Erkenntniss könnte einen hart treffen: 2 Jahre sind nicht vergangen wie im Flug. Sie waren ein Tornado, der alles so schnell in sich aufgesaugt hat, dass es Jenseits aller Vorstellungskraft liegt.

99 Wochen – 1 Jahr, 47 Wochen – Rückblick

Ich komme momentan einfach nicht so recht zum Bloggen *grummel*… den Wochenbericht gibt es aber natürlich trotzdem – der wird ja auch die Woche über fleißig gesammelt. Wir hatten seit langem mal wieder ein Wochenende ohne Termine und waren daher mit dem Kindlein ganz langweilig im Wald, auf dem Spielplatz, im Baumarkt, im Garten und natürlich zu Hause. Das Wetter war wie immer herrlich und das Kindlein ist bis auf eine kleine Erkältung recht gut drauf. Wir freuen uns nun schon mal auf Ende dieser Woche, wo es zu den Großeltern nach Bayern geht. Das Wetter soll der Knaller werden und wir freuen uns riesig auf ein paar Tage Entspannung mit viel Sonne!

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[SPRACHFABRIK] neu ist

  • „Hocker“
  • „Roller“
  • „auch“ – „Mama auch“, „dade auch“
  • „Deo“
  • „Tooooor“ 😉
  • „ein“ – zum Beispiel „ein Baum“
  • außerdem verbindet sie plötzlich ganz viele Gegenstände mit ihrem Namen: „Kindlein Haare“ oder auch „Kindlein Bein“

[DAS EIGENE ICH] wo wir schon dabei sind. Zeigt man ihr ein Bild von sich, so wird diesem zugewunken und laut „Hallo Kindlein“ gerufen.

[HALLO ZAHNARZT] nach dem Sturz von letzter Woche, waren wir nun das erste Mal beim Zahnarzt zum „Zähne zählen“, wie es dort genannt wird. Die Praxis ist ausschließlich auf Kinder spezialisiert, was man sofort merkt. Wir waren sehr begeistert und das Kindlein hat wider erwartend total gut mitgemacht. Ergebnis: der Nerv beim abgebrochenen Schneidezahn liegt nicht frei, es ist lediglich etwas Zahnschmelz abgeplatzt und wir machen nichts weiter. Die Ärztin tröstete uns schnell: fast alle Kinder verlieren hier und da eine Ecke vom Milchzahn.

[TÖPFCHEN] das erste Mal landete das große Geschäftchen im Töpfchen – noch nicht bewusst. Wenige Tage später stand sie vor der Toilette (mit Aufsatz) und sagte „kacka“. Drauf gesetzt und schwupps: hat funktioniert. Morgens zeigt sie nun von ganz allein auf den Pott und will rauf. Pipi landet nach dem Aufstehen also zu fast 100% darin, was uns sehr freut.. die Menge ist Wahnsinn und spart mindestens eine Windel! Wenn das so weitergeht, dann kann die Windel bald ganz ab.

[UND MOTORISCH?]

  • wir versuchen immer öfter einen Purzelbaum zu machen – ohne Hilfe geht es aber noch nicht
  • sie kann die Pfeffer- und Salzmühle bedienen
  • sie springt auf dem Trampolin wie eine Große… immer länger und auch immer höher…
  • Mützen werden sich ganz selbstverständlich allein an- und ausgezogen
  • das Kind kann rennen…!!! Da wird mir manchmal ganz anders…