Einmal mehr bitte!

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Es gibt so Tage im Kreißsaal.. die sind schwer zu ertragen. Heute war einer dieser Tage. Ich habe in nur drei Einsätzen (à vier Wochen) bereits sehr viel erlebt, aber der heutige Tag hat mich emotional an eine neue Grenze gebracht. Aus Schutz und Wahrung der Privatsphäre möchte ich nicht genauer darauf eingehen. Aber heute lagen Freude und Leid nah beieinander. Ich durfte mehrere Geburten erleben und die Schicht verging wie im Flug. Doch es sind Dinge passiert, die mich vermutlich nie mehr los lassen und mich auch prägen werden. Ich stand mehr als einmal weinend im Pausenraum und bekam hier und da ein gutes und auch aufbauendes Wort von anderen. Es half – ein bisschen.

Ich bin danach zur Kita gefahren und habe unser Kindlein sehr sehr fest in den Arm genommen. Und ihr sehr sehr oft gesagt, wie froh und glücklich ich darüber bin ihre Mami sein zu dürfen. Und das sie ein Wunschkind und absolut gewollt ist. Ein Herzenskind. Entstanden aus Liebe. Ich hab sie ganz fest gedrückt und dann sind wir nach Hause gefahren. Nun sitzt sie auf der Couch und schaut eine Runde Fernsehen – Eis essend. Und ich schaue sie an und weiß: Kinderliebe ist diese eine ganz besondere Liebe, die leider nicht alle Menschen auf dieser Welt erfahren möchten oder auch können.

Und ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen diese eine große alles einnehmende Liebe spüren und erfahren dürfen. Sehen, hören und riechen können… diesen kleinen Mensch, der das Leben so auf den wunderschönsten Kopf stellt. Es fällt mir sehr schwer, diese Gefühle in Worte zu fassen. Und eigentlich möchte ich heute nur sagen:

Einmal mehr bitte!

Einmal mehr in den Arm. Einmal mehr geknutscht. Einmal mehr gekuschelt. Einmal mehr geliebt. Einmal mehr an die Hand genommen. Einmal mehr vorgelesen. Einmal mehr zusammen. Ich brauche das einfach. Heute. Für mich! Nicht um zu vergessen, aber um verarbeiten zu können. Es kommen auch wieder gute und bessere Tage voller Liebe und Zuversicht und Hoffnung. Hoffnung auf eine neue Stunde, einen neuen Tag oder auch ein neues Jahr. Auf eine neue Chance. Auf einen neuen Anfang, oder auf eine Einsicht, die da kommen mag. Vielleicht bricht auch gerade alles zusammen. Aber auch dann gibt es einen neuen Tag. Sogar eine neue Minute. Und sie geht vorbei und dann ist da schon ein neuer Moment. Manchmal sind es schon die kleinen Dinge, die helfen. Eine Tasse Tee, ein Stück Schoki oder ein liebes Wort. Ich wünsche, dass ganz ganz viele Leute heute solch einen Moment haben und wünsche jedem Leser einen noch wunderbaren Abend!

Oktober 2016 – Rückblick

Und wusch, ist er vorbei… der Oktober. Ich bin ja etwas traurig über das Wetter. Letztes Jahr konnte ich so tolle Bilder mit herrlichen Sonnenstrahlen zaubern. Dieses Jahr war der Oktober – zumindest bei uns – eher graue Suppe als 5 Sterne Menü. Ich habe die wenigen Sonnenstunden genutzt und geknipst, was das Zeug hielt. Ich hatte im Oktober 4 Wochen Uni und entsprechend jedes Wochenende frei. Das ändert sich nun gerade bis – sage und schreibe – Weihnachten. 2 Monate Schichtdienst. Es hat hart begonnen und wird wohl auch so weitergehen. Aber nun erst einmal zum Oktober.

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***

DAS KINDLEIN

Hach, was bist du nicht für ein tolles, kleines großes Mädchen. Wir sind verliebt wie am ersten Tag, weißt du das? Wenn Mama Abends zu dir ins Bettchen kriecht (wenn sie nicht schon vor dir eingeschlafen ist) dann kommt dein Papa immer noch mal mit. Und dann stehen wir an deinem Hochbett, schauen auf dein Gesichtchen, was vom Nachtlicht spärlich beleuchtet wird… und… können unser Glück kaum fassen. Das mag kitschig klingen, aber es ist tatsächlich die Wahrheit. Wie oft sagen Mama und Papa zueinander „Ist sie nicht toll?“. Und ja, das bist Du! Du bist so wahnsinnig toll…

so emphatisch 
aufgeweckt
kreativ
bastelst und malst für dein Leben gern,
schaust aber auch genauso gern Fernsehen
singst gerne
denkst dir eigene Lieder aus 
baust dir eine Bühne auf der Du Gitarre spielen kannst
zählst und spielst mit deiner Uroma Karten
liebst Rollenspiele und bist so gern die Mama
bist sprachlich deinem Alter weit voraus
du kleines Quasselstrippchen *herz*

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Quasselmäuschen

Kindlein steht am Steuerrad auf ihrem Kletterturm:
„Ich fahre nach Merika, willst du mitkommen Papa?“

„Weißt du… ich foloniere gerade mit der Oma!“
(wir lieben diesen süßen Versprecher!)

Im Gespräch mit der Oma:
„Ihr könnt bis zum See fliegen, aber nur bis zur Oberkante!“

„Papa, wenn du auch mal ein Mädchen bist und du auch so ein Kindlein bist und auch so klein bist wie ich: dann kannst du meine Kleider tragen!“

„Jahaaaa, mein Opi holt mich heute ab!“
(Opa hat sie das erste Mal aus der Kita abgeholt!)

„Das ist ja fabelhaft!“

„Hm, schick die Handschuhe. Gehören die mir oder was?“

Papa: „Möchtest du auch einen Bruder haben?
Kindlein: „Ja, mit Nutella!“
Papa: „Einen Bruder mit Nutella???“
Kindlein: „Nein, ein Brot!“ und grinst über beide Ohren!

Trotzanfälle? Was ist das?

„Anfälle“ wie man so oft liest – so etwas kennst du nicht. Argumente helfen uns fast immer bei dir. Du wirfst Dich nicht auf den Boden oder schreist minutenlang wegen irgendetwas. Wir fragen uns, ob das noch kommt… glauben aber bei fast 3 1/2 Jahren nicht mehr so richtig daran. Entsprechend entspannt ist unser Alltag. Natürlich willst Du auch mal dein Köpfchen und deine Ideen durchsetzen. In den meisten Fällen finden wir aber einen Kompromiss und so entspannt sich die Lage schnell wieder.

Freundschaften

Du bist eine kleine Freundschaftsmaus… abgesehen von deinen Freundschaften in der Kita gibt es ganz viele Kinder mit denen du dich gerne triffst und spielst. Wenn es nach Dir ginge, könntest du jeden Nachmittag ein anderes Kind zum spielen zu hause haben. Das ist toll – aber auch etwas schmerzlich für Deine Eltern.. hatte ich erst neulich über die Sehnsucht nach einem weiteren Kind geschrieben und warum dieser Traum erst einmal ein Traum bleibt. Aber wir versuchen so oft es geht, dir einen Spielkameraden zu organisieren. Und bald wirst du neue Nachbarn bekommen… und deren Tochter ist schon jetzt eine feste Freundin von dir. Du bist nach wie vor sehr gern mit anderen Kindern zusammen, teilst dein Spielzeug und dein Essen sehr gern. Jeder Besuch darf auf deinem Platz am Tisch sitzen und alles tun, was du auch tust. Du bist sehr sozial und pflegst und hegst alles um dich herum du großer Mauseschatz. Hatte ich schon erwähnt, wie lieb wir dich haben? Ja? Egal!

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Kuschelkönigin

Ja, das bist du wirklich.. die Königin des Kuschelns. Das mag vielleicht daran liegen, dass deine Eltern so wahnsinnig gerne mit dir kuscheln?! Hm.. keine Ahnung. Jedenfalls kommst du mehrmals täglich ungefragt zu uns, nimmst uns in den Arm oder drückst dein Gesicht gegen unseren Arm oder ans Beinchen. Hauptsache es wird ein bisschen gekuschelt. Dabei grinst du ganz frech und sagst gerne „kuscheln“. Dann ist alles gut. Küsschen werden sowieso verteilt – von beiden Seiten. Nachts schläfst du in den letzten Wochen besonders gerne mit 100% Körperkontakt. Du nimmst aktiv meinen Arm und legst ihn über Dich. Den anderen Arm lege ich dann über dein Köpfchen und so bist du mittendrin… in der Mamakuschelhöhle. Du liebst es.. und wir genießen es. Dann lasse ich meine Gedanken schweifen und weiß, dass ich diese kostbaren Minuten nutzen darf, da es vermutlich in ein paar Jahren nicht mehr so ist. Du großes, tolles Kuschelmonster!

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BESUCH BESUCH BESUCH

Kirmes

Die Tante aus Bayern war ein paar Tage zu Besuch. Und wir haben den Feiertag und das Wochenende ganz ausgiebig genutzt. Das Kindlein liebt seine Tanten ja sehr und so war die Stimmung ganz ausgelassen und entspannt. Wir waren unter anderem auf einem Oktoberfest in der nächst großen Stadt. Das glich allerdings mehr einer typischen Kirmes, abgesehen vom Festzelt nebenan. Das Kindlein fuhr das erste Mal Achterbahn… die war so kurz, dass man ganze drei Runden düsen durfte. Nach zwei Runden fing das Mäuschen an zu weinen und wollte raus. War ihr wohl doch etwas zu rasant. :/ Jedenfalls wollte sie danach nicht mal mehr in die ruhigsten Kinderfahrgeschäfte. War auch ok, so teuer wie so etwas mittlerweile ist. Eine Runde im Riesenrad sind wir noch gedreht – das wiederum fand das Mäuschen so richtig toll. Ich jedoch hatte Panik – ich mag so hohe Dinge nicht und schiebe ständig Panik, dass die Gondel sich in den Abgrund wirft. Jedenfalls war ich froh, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

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Tretboot

Danach wollten wir noch eine kleine Runde Tretboot fahren. Mieten kann man die Bötchen für eine Stunde. Nach 20 Minuten wollte das Kindlein nicht mehr und meckerte das Gewässer zusammen, so dass wir wieder anlegten. Trotzdem war es wunderschön. Die Sonne schien – entgegen des restlichen Oktobers – herrlich! Die Blätter schon etwas bunt, den Geruch von Wasser in der Nase und Bewegung in den Beinen. Mehr braucht es nicht.

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Spielplatz und Futtern

Anschließend wollte das Mäuschen noch auf den nahe gelegenen Spielplatz und tobte sich noch etwas aus bevor es dann in den Peter Pane um die Ecke ging. Kennt ihr diese Kette? Soweit ich weiß handelt es sich dabei um eine Abspaltung von Hans im Glück. Jedenfalls war das Essen super lecker, die Organisation und das Team aber schrecklich.  Unser Nachbartisch wartete 30 Minuten, bis sie überhaupt angesprochen wurden und auch sonst hörte man nur Beschwerden von anderen Tischen. Das nächste Mal gehen wir dahin, wenn es nicht so voll ist.

Tier- und Freizeitpark Germendorf

Einen Tag später brachen wir dann nach Germendorf auf. Hier findet sich ein (von der Autobahn nicht ausgeschilderter) Tier- und Freizeitpark. Ich habe das Ausflugsziel immer mal wieder bei Freunden gehört/gesehen und so dachten wir: hin da. Ich mag jetzt hier nicht so ausführlich schreiben, da der Park einen eigenen Post verdient… nur so viel: es lohnt sich! Wir hatten wahnsinnig viel Spaß!

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Entwicklungsgespräch Kita

Das jährliche Entwicklungsgespräch in der Kita stand an. Tja und was soll ich sagen? Die Aussagen der Erzieherinnen decken sich komplett mit unseren Eindrücken.. Du bist ausgeglichen, spielst ganz toll, bist hilfsbereit und machst keinerlei Schwierigkeiten.

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Du hast drei ganz feste Kita-Freunde, spielst aber auch mit den anderen Kindern ganz toll. Dabei sind Rollenspiele deine liebste Beschäftigung. 

Du bist so kreativ, dass du die anderen Kinder schon mal dazu überredest mit dem „Kinderwagen Klebestifte einkaufen zu gehen.“

Oder du nimmst Dir ein Buch, setzt dich zu den kleineren Kindern und tust so als würdest du eine Gesichte vorlesen. 

Wenn die Erzieherinnen ein Lied singen und dabei mal den Text vergessen, dann schauen sie laut eigener Aussage immer zu Dir, da sie sich sicher sein können: Kindlein kann den Text.

***

So… und das war der Oktober. Ich hatte wieder etwas mehr Zeit und Muße Fotos zu machen und den Monat festzuhalten. Mir ging es die Wochen zuvor gesundheitlich nicht so gut – aber dazu vielleicht in einem anderen Post mehr. Nun kommt alle gut in die neue Woche. Ich breche nachher zu Spätschicht in den Kreißsaal auf und hoffe auf neue, wundervolle Erlebnisse.

Die große Sehnsucht

Ich weiß gar nicht wie oft ich dieses Thema schon angeschnitten habe… auf jeden Fall mehr als einmal. In den letzten Tagen, Wochen und Monaten ist sie wieder besonders stark – die Sehnsucht.

Diese tiefe, tiefe alles verschlingende Sehnsucht nach einem weiteren Kind.

Kennt ihr das? Wenn man sich als Familie noch nicht komplett fühlt? So geht es mir und meinem Mann. Glaubt man dem Kindlein, so geht es ihr ebenso. Auf die Frage, ob sie sich eine Schwester oder einen Bruder wünscht, antwortet sie „Ein Baby.“ Diese Einstellung lässt unser Herz natürlich höher schlagen. Sehr viel höher.

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Nun schleicht sich diese Sehnsucht ja immer mal wieder, mal mehr mal weniger ein. Aber in letzter Zeit.. ich weiß auch nicht.. da ist sie doch sehr präsent. Liegt es daran, dass um uns herum viele Kinder Geschwister bekommen? Oder ich gefühlt nur noch schwangere Frauen wahrnehme? Die ganze Welt scheint schwanger – so kommt es mir manchmal vor.

Und bei uns so?

Wir wünschen uns sehnlichst noch weitere Kinder. Ja, KindER. Wie meinte mein Mann neulich? „Schatz, dann wird es aber Zeit für Nummer zwei… oder drei oder vier?“ Dazu setzte er ein strahlendes Lächeln auf. In solchen Momenten weiß ich einmal mehr: ich habe den richtigen Menschen geheiratet. Meinen besten Freund. Nun ist diese Sehnsucht nach einer kompletten Familie manchmal so schlimm, dass man all seine Pläne am liebsten über den imaginären Haufen werfen würde. Was dumm wäre – sehr dumm.

Ich studiere gerade, verdiene wenig bis nichts und ein weiteres Kind zu diesem Zeitpunkt wäre nicht wirklich schlau. Ich sollte zunächst das Studium beenden und zumindest ein bisschen Berufserfahrung sammeln – was ja gerade im Beruf der Hebamme essentiell ist. Trotzdem bleibt der Wunsch. Und die Sehnsucht. Ein seltsames Gefühl, was da an einem hoch kriecht. Je älter das Kindlein wird, desto mehr pocht es in meinem Kopf: „Nummer zwei!“ Und je mehr verschwimmt dieses Wort „sollte“.. ja klar sollte ich warten, klar sollte ich erst fertig studieren und klar sollte sollte sollte.

Was, wenn ich einfach mache?

Um es mal ganz plump zu sagen? Was wäre die Konsequenz? Das Kind würden wir bekommen, es lieben, uns freuen. Aber der fade Beigeschmack bleibt… wir kommen jetzt schon bezüglich der Organisation an unsere Grenzen. Was, wenn dann da zwei Murkel wären? Finanziell wäre das auch nicht so lustig. Und und und… Und so bleibt die Sehnsucht eben erst einmal die Sehnsucht. Je näher das Ende des Studiums rückt, umso eher können wir uns all diese Entbehrungen aber vorstellen. Nicht zuletzt weil bei einem Wiedereinstieg das letzte Stückchen Weg nicht mehr so weit wäre.

Noch traue ich mich aber nicht.

Noch trauen wir uns nicht. Und so schmachte ich weiter Babybäuche und kleine schnuckelige Babies an. Wer glaubt, Arbeiten auf der Wochenbettstation könne die Sehnsucht stillen.. der irrt. Es wird eher schlimmer. Jedes kleine Kind ist auf seine Art und Weise magisch. Egal mit welchem Neugeborenen ich arbeite, es ist und bleibt immer ein Zauber… ein Zauber, der die Sehnsucht wachsen und gedeihen lässt. Als nächstes bin ich erst einmal im Kreißsaal eingeteilt. Ob es dann besser wird? Wenn ich all den Schmerz und die Verzweiflung erlebe? Wohl nicht.. denn aus Erfahrung kann ich sagen: es gibt so viel mehr in diesen Räumen als Schmerz und Tränen. Es gibt so viel Liebe, Zuversicht, Hoffnung, Wärme und Geborgenheit. Menschen die zu Familien werden, perfekte kleine Tränenmomente, Glücksgefühle und Seligkeit.

Während ich das schreibe, verspüre ich dieses Gefühl wieder ganz klar und deutlich. Es ist quasi allgegenwärtig. In mir. In uns. In unserer Familie. Dieses Gefühl, dass jemand fehlt. Ob es nach dem zweiten Kind vollkommen wird? Erfüllt wird? Kann es das jemals? Fragen über Fragen. Fakt ist: Sehnsüchte möchten gestillt und befriedigt werden. Und zu wissen, dass das erst einmal nicht geht.. das tut irgendwie weh. Und macht benommen. Ein wenig zumindest. Und ich denke mir: die Welt hat andere Probleme. Aber dennoch ist das meine ganz persönliche Sehnsucht. Und sie ist nun mal da, so wie sie ist. Und ich, wir, die Familie muss damit umgehen, Lösungen und Wege finden. Und eines Tages wird dieser ganz besondere Wunsch hoffentlich erfüllt. Und eines ist sicher: dieses neue Leben ist schon jetzt geliebt, gewünscht und Willkommen!

September 2016 – Rückblick

Den August habe ich als Rückblick mal ganz frech ausfallen lassen – ich hatte Urlaub und verblogge den ja auch schon ganz fleißig. Seit September bin ich nun wieder arbeiten und das erste Jahr im Studium zur Hebamme ist nun fast geschafft. Verrückte Geschichte. Schwups, ein Jahr vorbei. Der September war vollgepackt mit vielen Premieren. Siehe mehr unten. Ich komme nicht wirklich zum Fotos machen – entsprechend sieht es hier mit Bildern eher mau aus. Ich merke immer mehr, dass ich einfach überlastet bin und mich von einigen Dingen trennen muss – dazu gehört auch das permanente Machen von Fotos. Später berichte ich gerne mal mehr darüber.. wie so oft: wenn es die Zeit zulässt.

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02. 09.2016 – das Kindlein kann Fahrrad fahren – mit 3 Jahren und einem Monat

Und wie sie fahren kann – es ging alles so schnell. Das Fahrrad stand ja schon seit einiger Zeit bei uns in der Garage. Und immer und immer wieder übten wir ganz fleißig. Eines Tages packte das Kindlein dann aber der Ehrgeiz. Und auf einmal fuhr sie 5 Meter. Mama klatschte Beifall und rannte filmend mit dem Telefon hinterher. Nachdem ich nach diesem 5-Meter-Ereignis beinahe eine Runde geheult und es mit sämtlichen Familienmitgliedern auf WhatsApp geteilt hatte ging alles wie von selbst. Eine halbe Stunde später fuhr sie Kurven, konnte bremsen und anhalten und fuhr Strecken, die ich laufend nicht mehr länger bewältigen konnte. Bis heute fährt sie sehr gerne Fahrrad, auch schon so richtig lange Strecken. Ich bin mittlerweile auf einen Roller umgestiegen, da ich es sonst nicht mehr schaffe hinterher zu kommen.

18.09.2016 – der erste Kino Besuch

Es war Wochenende und Mama musste mal wieder arbeiten. Also haben wir uns überlegt: ist es zu früh für Kino? Ab wann gehen Kinder ins Kino? Papa wollte unbedingt was mit seinem Mädchen unternehmen.. und wie es der Zufall so will: an diesem Wochenende kam ein Disney Special im Kino. Sprich: kein ganzer Film, einfach 3 Folgen von Disney Serien und ein animierter Micky zwischendurch. Das war genau das Richtige für das Kindlein. Also: ab ins Kino. Papa schickte mir vorab noch ein Bild vom Kind mit Popcorn, welches ich mir wehmütig auf Station ansah. Mein Baby geht ins Kino, das erste Mal, ohne Mama :/. Da war ich schon ziemlich verstimmt erst einmal. Das Kindlein war aber ziemlich happy, fand alles super und wollte den Kinosaal am Ende gar nicht verlassen.

Englisch Unterricht in der Kita…

Man kann ja nicht früh genug anfangen, wa? Das ist eigentlich überhaupt nicht mein Credo… bin nicht so der Freund von der so genannten Frühförderung. Als wir den Zettel mit dem Angebot im Rucksack fanden waren wir also erst einmal ziemlich skeptisch. Aber hey… man konnte erst einmal zwei Schnupperstunden machen und sich danach ganz entspannt entscheiden. Nach Rücksprache mit den Erziehern war klar: das Kindlein macht mit. Zu Hause begann sie derweil auf englisch zu zählen – sehr niedlich. Mir geht es gar nicht darum, dass sie irgendwelche Wörter auf englisch lernt. Mir gefällt, dass sie so gut mitmacht und wirklich wirklich Spaß an der kleinen Unterrichtsstunde hat. Daher: es wird weitergemacht.

Und was quasselt das Kindlein so?

Spiel Lego Duplo – „Mama, ich muss erst das Festland fertig bauen, dann den See…“

„Papa, kann ich mal den Stift haben, ich muss ganz schnell eine E-Mail schreiben.“

Kindlein: „Ich habe Apfel Kirsch entdeckt!“
Papa: „Möchtest du einen haben?“
Kindlein: „Hihi, na klar!“

Kindlein im Gespräch mit Spielfreundin:

Spielfreundin: „Wo ist deine Mama?“
Kindlein: „Die muss auf die Babies aufpassen.“ (Ich studiere Hebammenkunde)
Spielfreundin: „Weinen die Babies?“
Kindlein: „Ja, meine Mama nimmt die dann auf den Arm.“

Mama: „Möchtest du eine Schwester oder einen Bruder?“
Kindlein: „Ein Baby!“

DU

bist ein sehr bedachtes kleines Mädchen
sehr fürsorglich im Umgang mit allem um Dich herum
kuschelst sehr gern und verteilst Küsschen
die neuerdings auch mal sehr nass sein können
sagst so gern „Hab Dich lieb!“
und bekommst es mindestens 100-fach zurück
bist eine richtige kleine Fernseheule geworden
und würdest – wenn es nach Dir ginge – den ganzen Tag schauen
um Abends nach wie vor erst gegen 22.00 Uhr ins Bett zu fallen
Morgens bist du mittlerweile ziemlich muffelig
und brauchst einiges an Zeit
gehst dann aber sehr gern in die Kita um mit deinen Freunden zu spielen
kaust uns manchmal stundenlang das Ohr ab, sprichst dabei einwandfrei
nur um einen Tag später in den Babysprachemodus zu verfallen
und nur noch mit den Worten „nom nom“ zu antworten
liebst alles, was nur ansatzweise nach Mädchen aussieht
Ketten, Spangen, Kleider, pink, Glitzer und Co.
und möchtest am liebsten darin baden
bist nach wie vor unser ganz großes Glück
das wir manchmal gar nicht fassen können <3

Der Herbst ist da – und nun? BASTELZEIT!!!!

Man kann es nicht mehr leugnen – der Herbst ist da. Als ich heute morgen die Tür zum Lüften öffnete kam mir eine eiskalte Brise entgegen und wehte mich beinahe weg. Auch wenn jetzt die Sonne strahlt – es ist zumindest morgens wirklich noch bitterkalt. Das Kindlein steckte ich letzte Woche das erste Mal in eine gefütterte Jacke und gab für den warmen Nachmittag noch etwas anderes mit. Es wird spürbar früher dunkel und die Außenaktivitäten werden zusehends eingeschränkt. Dabei haben wir dieses Jahr doch ziemlich Glück mit dem Wetter.. ich weiß nicht wie es im Rest von Deutschland ist, aber hier scheint seit Tagen die Sonne und zum Nachmittag hin bekommen wir immer über 20 Grad. Nur morgens.. ja, morgens spürt man dann doch das es Herbst wird.. bei 6 Grad läuft man bibbernd in FlipFlops zum Auto, fährt zur Arbeit und verlässt diese schwitzend in langen Hosen.

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Woran ich noch merke, dass es Herbst wird? Das Kindlein ist krank, der Papa auch… ach und Oma ebenso. Alle drei haben vermutlich genau den gleichen Mist, husten um die Wette und röcheln tagsüber unter Fieber in der Gegend rum. Wir dachten, wir schaffen es ohne Arzt – bis sich das Kindlein ans Ohr fasste und eine Stunde im Auto schrie… ich war auf dem Weg nach Hause und rief unterwegs natürlich völlig verzweifelt die Kinderärztin an. Nun ja… nun bleibt das Kindlein definitiv die Woche zu hause. Da kann man sich so richtig auf diese Jahreszeit einstellen… denn krank sein bedeutet auch: viel zu hause sein. Und viel zu hause sein bedeutet bei uns auch viel:

BASTELN

Ich glaube ich hatte es irgendwann schon mal erwähnt: das Kindlein ist eine absolute Bastelfee. Es vergeht kaum ein Tag an dem sie nicht sagt: „Können wir etwas basteln Mama/Papa?“. Und basteln geht ja bekanntlich immer, oder? Zumal der Herbst einem die schönen Schätze dafür liefert.

Blätter
Kastanien
Eicheln
Tannenzapfen

Ich wollte heute mit dem Kindlein Kastanien sammeln und anschließend kleine Kometen mit Krepppapier basteln. Das Kindlein hatte schon die Schuhe an, konnte sich aber nicht für eine Jacke entscheiden. Entsprechend zog sie dann ihre Schuhe wieder aus und wollte doch zu Hause bleiben. Ich überlege nun noch hin und her, ob ich die braunen Kugeln nicht allein sammeln sollte. Sähe vermutlich aber auch etwas komisch aus.. so ganz allein… Muddi mit Plastikeimer unterwegs. Vielleicht kann ich das Kindlein ja bei dem herrlichen Sonnenschein doch noch irgendwie raus locken und euch gegebenenfalls doch ein paar Kastanienkometen zeigen.

Außerdem: Die Blätter werden allmählich bunt, ist Euch das schon aufgefallen? Wenn es nach mir ginge, so dürften sie ewig bunt im Wind an den Ästen flattern. Bäume ohne Blätter sind so gar nichts meins, auch wenn so ein Astwerk natürlich auch was für sich hat. Mit den Blättern kann man so viel machen.. trocknen, einen Blätterstrauß machen, lustige Tierchen basteln. Aus Kastanien und Eicheln kann man so manches Monsterchen errichten – Streichhölzern sei dank.

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Vor ein paar Tagen habe ich dem Kindlein einige Bastelsets besorgt, unter anderem auch einen der Klassiker: Bienenwachs. Kann man Kerzen draus drehen. Ist ne lustige Sache – dachte ich. Die Kerzen sahen am Ende nicht so aus, wie auf der Verpackung. Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Anzünden wollte Madame die Teile trotzdem nicht. Lieber angucken und den Docht raus pulen… Kindlein eben. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, als würde der Geruch dieses klebrigen Zeugs noch Tage später an meinen Fingern kleben. Für die Kleinen sind diese Waben dennoch ziemlich interessant – nicht zuletzt weil sich je nach Dauer des Bügeleisens die Konsistenz doch erheblich ändert. Aufregend und spannend ist es daher allemal.

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Ansonsten basteln und malen wir wie verrückt.. ich glaube mich zu erinnern an irgendeiner Stelle auf dem Blog schon einmal eine Lobeshymne auf so ganz tolle Fingermalfarben geschrieben zu haben. Das Zeug ist hier ziemlich oft im Einsatz – entsprechend muss ich sehr oft nachordern. Das Kindlein nimmt entweder die Finger oder Pinsel zum Malen… ich nehme gerne diese große Papierrolle von Ikea, breite sie einmal quer durch unseren Wohnbereich aus und gebe ihr Farben. Meistens ist sie dann ziemlich schnell ziemlich nackig und malt nicht nur die Papierrolle an.. nein… auch die Fliesen und sie selbst müssen dran glauben. Das Kindlein ist also am Ende ziemlich bunt und ein Besuch in der Badewanne unvermeidbar. Wie man dem Bild unten entnehmen kann, möchte Madame das ganze auch „ausgestellt“ haben. Es muss an unsere Magnettafel, die am Esstisch hängt. Madame hat hier mit den Fingermalfarben ein Feuer gemalt. Gar nicht so weit weg vom Original, oder? Die Fingermalfarben besorgen wir übrigens immer hier. 

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Und was basteln wir sonst noch so mit Farben? Eine Bastelidee habt ihr bestimmt schon bei vielen anderen Blogs beobachten können: Blumen mit Gabeln basteln/malen. Ich hatte die Idee zuerst bei Pinterest aufgeschnappt und anschließend ist sie mir auch auf vielen Blogs wieder ins Auge gestochen. Man nehme: Gabel (oft habe ich von einfachen Einmal-Plastikgabeln gelesen, hatte aber zu sehr Angst, dass diese beim Aufdrücken splittern könnten und habe mich daher für die Plastikgabeln von Ikea entschieden). Den oberen Teil der Gabel tunkt man in Farbe und drückt ihn anschließend aufs Papier. Es entsteht eine Art Blumen- oder auch Tulpenform, an die man nur noch einen grünen Blumenstil zaubern muss. Ich gebe zu: die Blüten habe zum größten Teil ich gemalt, die Stile entstammen aber zu 100% Kindleins fixen Händen. Wie ein kleiner Picasso malte sie die grünen Stengel aufs Blatt Papier. Nach und nach – jeden Einzelnen.. das Ergebnis ist diese schöne Blumenwiese, die wie all unsere anderen Meisterwerke an der Magnettafel baumelt. Nachmachen? Unbedingt! Das Ergebnis entschädigt für die bunten Plastikgabeln… ist auch alles wieder abgegangen! :)

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OHRENSTÄBCHEN

Ohrenstäbchen und ich sind keine Freunde.. seit Jahren predige ich meinem Mann, dass das Zeug den Dreck mehr in die Ohren schiebt als ihn zu beseitigen. Aber wie Männer eben so sind: ihre Gewohnheiten behalten sie bei. Daher muss Mama diese Teile anderweitig reduzieren. Und wie macht man das? RISCHTICH… einfach ins Bastelgeschehen einbeziehen. Ich habe dem Kindlein mit normalen Tempera Farben ein Bäumchen vorgemalt. Anschließend bekam sie ein Wattestäbchen in die Hand, durfte dieses in Farbe tunken und anschließend los punkten. Hier ein Pünktchen, da ein Pünktchen – Fertig ist der Ohrenstäbchenpunktebaum.

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SCHNIPSELPARTY

Jaaaa… mit Papierschnipseln kann man so viel machen. Als Klassiker haben wir hierfür natürlich normales Buntpapier. Man kann aber zum Beispiel auch Reste von Geschenkpapier nehmen.. hat in den meisten Fällen den Vorteil, dass man noch ein hübsches Muster hat. Jedenfalls haben wir mit Papierschnipseln schon Laubhaufen für kleine ausgeschnittene Igelchen gebaut… leider habe ich davon gerade kein Bildchen. Aber von dem Schnipselbaum, den wir vor wenigen Tagen beendet haben. Dafür haben wir zunächst die Hand vom Kindlein aufgemalt, ausgeschnitten und aufgeklebt. Anschließend durfte sie ordentlich Schnipsel reißen, hat einen Klebestift in die Hand bekommen und mit diesem anschließend ihre Papierfetzen beschmiert. Ihre Hand sollte dabei als Baum fungieren, die Schnipsel waren natürlich die Blätter. Einfach, schnell und das Kindlein liebte es.

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Na dann ihr Lieben: an die Bastelsachen, fertig, los!!!

Familienurlaub Österreich im Kleinwalsertal – Wandertipp! Familienberg Söllereck

Huch – nun sind wir schon wieder aus unserem Griechenland Urlaub zurück und ich habe es trotzdem noch nicht ganz geschafft unseren Österreich Urlaub zu verbloggen… Aber hier nun: eine Reise auf den Familienberg Söllereck!

Eigentlich wollten wir an dem Tag mit der Nebelhornbahn im Kleinwalsertal abheben.. standen quasi schon an der Kasse… und sind dann aufgrund der Preise erst einmal nach hinten umgekippt. Also schnell zurück auf den Parkplatz, Google anwerfen und etwas anderes suchen. Wir waren ein paar Tage zuvor schon mal am Söllereck gewesen um mit der Sommerrodelbahn zu fahren. Also war schnell klar: hier geht es noch einmal hin!

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Was gibt es zu sehen?

SOMMERRODELBAHN

Das Wort Söllereck fiel eigentlich immer parallel zur „Sommerrodelbahn“. Und die gibt es da – und was für eine! Wenn ich mich recht entsinne, kostete eine Fahrt einen 5er. Wer öfter fährt, der spart, ebenso Studenten und Schüler. Wir waren an einem Tag mit leichtem Nieselregen auf der Bahn und mussten so nur um die 5-10 Minuten an der Schlange anstehen. Zwei Tage später sind wir dann mit der Gondel direkt auf den Berg, da das Wetter wesentlich besser war. Entsprechend war auch die Schlange zur Sommerrodelbahn sehr lang. Spaß macht das Teil auf jeden Fall – und kann auch bei Regen befahren werden. Dafür wird eine Art Regenschutz montiert was sehr sehr praktisch ist. Mit Kindern fahren ist auch kein Problem. Kind zwischen die Beine und los geht der Spaß. Das Kindlein mit seinen 3 Jahren hatte jedenfalls mächtig Spaß und rief nur „Ich will nochmal fahrn!“

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SPIELPLATZ – FUTTERN – KLETTERWALD

Nach der Fahrt mit der Gondel (maximal 6 Personen in einer Gondel, Kinderwagen können mit einer Lastengondel ebenfalls nach oben befördert werden) waren wir auf dem schönen Söllereck angekommen. Oben erwartete uns – ähnlich wie im Tal bei der Sommerrodelbahn – ein toller Spiellatz. Da wir alle schon Hunger hatten, wollten wir nicht lange warten und zogen ganz fix am Spielplatz vorbei. Es gab übrigens eine Spielecke für die ganz ganz Kleinen und einen Bereich für die etwas größeren Kinder. Das Kindlein türmte zunächst auf den Mini-Spielplatz, stieg dann aber lieber in die Manduca zur Mama.

Wir orientierten uns fix… und starteten unsere Route. Laut Aussage der Ticketverkäuferin würde es uns etwa 4 Stunden kosten, den längeren Weg nach unten zu gehen. Es gäbe einen sehr schnellen, aber auch sehr steilen Rückweg, den wir jedoch ausschlossen. Mit Kind doof und so, ne? :) Jedenfalls gibt es neben unserem etwas längerem Abstieg auch noch einen Panoramawanderweg, der einen jedoch nicht wieder an den Parkplatz zurück führt, sondern in einen nächsten Ort von dem man mit dem Bus zurück zum Parkplatz muss. Also entschieden wir uns für den längeren Wanderweg, vorbei an einer neuen Skisprungschanze und dem schönen Freibergsee.

Oben neben dem Spielplatz gibt es einen WAHNSINNIG tollen Kletterwald.. wir konnten nur vorbei laufen und staunen, selbst geklettert sind wir nicht. Das sind so Momente, in denen man sich wünscht, dass das Kindlein schon größer wäre ;). Meine Mama und ich sind totale Kletterjunkies und haben dem tollen Kletterwald ein bisschen nachgetrauert. Aber da wir eine größere Gruppe waren und das Kindlein schon quengelnd auf meinem Rücken hin – keine Chance. Wer die Möglichkeit hat: machen!

NATURERLEBNISPFAD

Unser Wanderweg: Es beginnt alles mit einem Naturerlebnispfad, auf dem man quasi startet… wir hatten uns von diesem ehrlich gesagt mehr erwartet. Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf einem Pfad im schönen Bayern, der weitaus mehr bot.. aber gut, es machte trotzdem Spaß. Als erstes stapften wir über eine Art Holzsteg, der auch dringend notwenig war, da es darunter modrig und ziemlich sumpfig war.

Söllereck_0mit Oma unterwegs

Danach ging es weiter… und recht schnell in den Wald. Zwischendurch gab es kleine Tafeln, die etwas erklärten oder ein Musikinstrument mitten im Baum. Da unser Kindlein jedoch schon ziemlich müde war und dauernd quengelte, hetzten wir mehr schlecht als recht durch den Naturerlebnispfad. Was wir ganz nett fanden, war die Station mit dem Specht: hier konnte man den Vogel mit Hilfe einer Wippe dazu bringen, ein Loch in den Baum zu hauen. Das Kindlein erbarmte sich für 5 Minuten und war gut drauf. Immerhin. Danach ging es jedoch schnell wieder in die Trage zurück zu Mama. Einschlafen wollte sie aber trotzdem nicht, das kleine Mäuschen.

Söllereck_00auf dem Naturerlebnispfad mit einem Specht ein Loch in den Baum hämmern

Was wir als sehr angenehm empfunden haben: trotz Hochsaison und Ferienzeit war der Berg absolut nicht überlaufen. Die Sonne schien hin und wieder sehr angenehm und Regen war weit und breit nicht in Sicht. Hin und wieder traf man mal jemanden oder lief eine Weile zusammen den Berg hinab. Aber sonst war es schön einsam: ganz genau so wie wir es mögen. Der Abstieg war übrigens zum größten Teil Kinderwagen-freundlich – auch wenn hier natürlich auf jeden Fall ein Geländekinderwagen zu empfehlen ist. Ansonsten wie immer: Kraxe!

UND SONST?

Unsere erste richtige Station war eine Hütte, in welcher man wirklich toll essen konnte. Opa war schon vorgelaufen und sonnte sich bei einem frischen Bierchen, während wir alle nach und nach eintrudelten. Direkt neben der Hütte erklungen die altbekannten Glocken der Kühe.. die Kinder hatten somit zwischendurch ein bisschen was zu gucken, kletterten auf den Zaun und beobachteten die Kühe. An denen geht man – wie fast überall wo wir waren – einfach so vorbei. Keine Zäune, keine Absperrungen. Natur pur quasi. So wie es sein soll. Ansonsten stärkten wir uns mit typischer Hausmannskost und zogen anschließend weiter. Da uns bereits die ersten Leute aus der Reisegruppe verließen teilten wir uns an dieser Stelle. Wir liefen den längeren Weg, während Freunde den steileren Weg wählten und anschließend in Richtung Heimat fuhren.

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Was sonst geboten wird ist vor allem eines: Die Aussicht. Es gibt immer wieder Stellen an denen man förmlich atemlos stehen bleibt und den Blick in die Weite schweifen lässt. Die Berge, der Wald, die Natur. Also eines nicht vergessen: Fotos machen! Leider wollte das Kindlein die meiste Zeit getragen werden, schlief zwischendurch auch ein, war aber auch nach dem Nickerchen nicht bester Laune. Daher mühten Papa und ich uns ziemlich ab, trugen abwechselnd das Kindlein auf dem Arm oder in der Manduca.

Irgendwann erreicht man den Freibergsee, der total idyllisch mitten im Wald liegt. Es gibt dort – soweit konnten wir es erspähen – einen Steg mit einigen Booten und eine Art Café… wir besuchten jedoch beides nicht, da unser Wanderweg uns in eine andere Richtung führte und wir somit quasi einfach vorbei schlenderten.

Söllereck_Collage_3

Irgendwann wird es steil – sehr sehr steil. Nicht aber der Gehweg, der bleibt relativ eben… aber neben den Wegen kann man tiiiiiief blicken. Ein Teil der Strecke an den verschiedenen Hängen ist ganz gut mit Holzplanken abgetrennt. Trotzdem fand ich es schon nicht soooo sicher und war in vielen Momenten froh, die Trage dabei und das Kind darin verstaut zu haben. Ansonsten findet man immer wieder kleine Wasserfälle, es plätschert quasi an jeder Ecke. An einigen Stellen rauscht das Wasser auch pompös in das Tal… die Kinder können auf der Brücke stehen und Steine ins Wasser werfen. Zwischendurch kommt man dann an der Baustelle für die neue Skisprungschanze vorbei… vielleicht ist diese mittlerweile auch schon fertig, das kann ich gar nicht sagen. Das Teil ist jedenfalls ziemlich hoch und auch ziemlich beeindruckend. Man mag gar nicht so recht glauben, dass da Menschen auf Skiern runter huschen. Verrückte Geschichte.

Söllereck_000bei Mama in der Manduca

FAZIT

Der Berg heißt nicht umsonst „Familienberg„… wir hatten viel viel Spaß. Der Wanderweg ist abwechslungsreich, es gibt immer eine Kleinigkeit zu sehen und das Kindlein war wirklich gut beschäftigt. Trotz Quengelei und Müdigkeit haben wir den Wanderweg gut gemeistert und sind danach schlappi ins Auto gefallen und haben den Weg zurück zur Hütte angetreten. Die Preise fanden wir – verglichen mit der Nebelhornbahn und Co. – noch erträglich. Besonders wenn man bei der Gondel nur die Fahrt nach oben wählt und anschließend nach unten wandert spart man einiges. Es gibt sonst das Übliche: Kühe, Wasser, gutes Essen und tolle Wanderwege :). Also: hopp hopp, hinauf den Berg!

Söllereck_0000schlafen bei Papa

Familienurlaub Österreich im Kleinwalsertal – Wandertipp! Ifenbahn-Melköde-Schwarzwasserhütte

Ich mag Euch mitnehmen… in ein wirklich wunderschönes Land.. ab nach Österreich! Genauer gesagt mag ich mit Euch unsere Familienerlebnisse im herrlichen Kleinwalsertal teilen *herz*

Einen Tag nach meiner letzten Prüfung machten wir uns auf ins schöne Bayern, übernachteten bei der lieben Omi (die ganz nebenbei erwähnt, ein zauberhaftes Frühstück zubereitete) und fuhren einen Tag später direkt in Richtung Berge! Der Wetterbericht erzählte Geschichten von Sonne und viel Regen, von 9 Grad Maximaltemperatur und anderen bösen Dingen. Egaaaaal…. wir brachen bei Sonnenschein auf und kamen bei Sonnenschein an.

Der erste Tag lief noch etwas chaotisch – der Blick aus unserer Hütte entschädigte aber allemal. Innerhalb des Tages trudelten Omi und Opi, Tante mit Onkel in spe und natürlich der Hund ein. Zusammen mit Freunden waren wir schon angekommen und so war das Hüttchen voll. Das gute Häuschen war quasi leer, so dass wir aufgrund von Selbstverpflegung und Co. jedes noch so kleine Utensil mitbringen durften. Das reichte vom Klopapier, über den Schneebesen bis zum Teller. ALLES mussten wir mitschleppen. Das Auto meiner Eltern war bis unter’s Dach voll gepackt, der Hund musste auf Omis Schoß sitzen.

WANDERUNG I
IFENBAHN – MELKÖDE – SCHWARZWASSERHÜTTE

Der Tag nach unserer Ankunft musste genutzt werden – die Sonne schien und es hatte ungefähr 25 Grad. Ein Blick in die Wetterapp zeigte: letzter schöner Tag. Also packten wir alles zusammen und brachen vormittags zu einer wunderschönen Wanderung auf. Wir starteten von unserer Hütte, liefen über einen kleinen Hügel und standen direkt vor der Ifenbahn. Von da aus ist ein Wanderweg in Richtung Melköde quasi konsequent ausgeschildert. Steht man vor der Ifenbahn hat man noch einen ganz schönen Blick direkt auf den Ifen (auf den wir es bis zum Schluss nicht geschafft haben). Der Wanderweg bis zur Melköde ist weder besonders steil noch abschüssig. Man wandert eben so vor sich hin. Kinderwagentauglich ist der Weg allemal, wir hatten zusätzlich trotzdem noch die Kraxe dabei, da das Kindlein erst einmal nur da rein wollte. Mit ihren 13kg war es dann aber schon ganz schön schwer für den Papa-ohne-Kondition.

Kleinwalsertal_Collage

Trotzdem hielt der tapfer durch… und erreichte mitsamt der Truppe gleich mal eine Großbaustelle am Boden der Ifenbahn. Fragt mich nicht mehr was da genau gebaut wird. Ich habe es mir durchgelesen, hab sogar einen Flyer mitgenommen. Der Flyer ist mittlerweile irgendwo in der Mülldeponie namens Auto verschwunden und mein Hirn ist einfach mal schon 30 Jahre alt. Ich hab’s einfach wieder vergessen. Jedenfalls ist da eine imposante Grube ausgehoben und die Kipplaster fahren ständig munter steil bergab. Die Männer blieben entsprechend erst mal stehen und fachsimpelten eine Runde vor sich hin. Irgendwann konnten wir uns dann losreißen und wanderten einfach weiter. Und weiter. Und weiter. Vorbei an schnieken Bäumen, umsäumt von Bergen und natürlich der Sonne.

Kleinwalsertal_0

War schon hübsch anzusehen, keine Frage. Abgesehen davon sind die Natur und ich ja eh SO *ichüberkreuzegeradezweiFinger*. Ich stehe 10x lieber auf einer grünen Wiese als zwischen Häuserfronten. Es war auch nicht zu voll – man traf quasi kaum jemand anderen. Irgendwann erreichten wir dann die Melköde. Eine Hütte am Fuße eines steilen Aufstiegs zur Schwarzwasserhütte. Das Kindlen war mittlerweile ziemlich müde, hielt aber noch tapfer durch. Direkt neben der Hütte rauscht ein großer Wasserfall zwischen imposanten Steinen in das Tal. Davor ist ein kleiner Spielplatz – perfekt also für Eltern! In der Melköde gab es tolles Essen, unter anderem Naturjoghurt mit frischen Früchten, Knödelsuppe, eine Käse-Brotzeit *sehrsehrgeil* und Kuchen. Wir setzten uns also auf eine der vielen Bänke und ließen es uns zum Mittag so richtig gut gehen.

Kleinwalsertal_00

Frische Getränke gab es natürlich auch… Nun stellte sich für uns danach die Frage: und nun? Schaute man sich die Karten an, so gab es eigentlich nur genau den gleichen Weg zurück. Öde, dachte ich und wollte unbedingt weiter auf den Berg wandern. Wir fragten bei den Ladies in der Hütte nach, doch die winkten bei der Frage nach dem zum Buggy umfunktionierten Fahrradanhänger ganz schnell ab. Treppen gäbe es da oben und sehr sehr unebenes Gelände. Zähneknirschend wollte ich es trotzdem versuchen… Ich wurde jedoch überstimmt, die Männer hatten nämlich keine Lust mehr und traten dann mit dem nach Mama brüllenden Kindlein den Heimweg an. Kindlein war extrem übermüdet und schlief nach 5 Minuten direkt im Anhänger ein.

Wir Mädels + ein Mann traten dann den Wanderweg zur Schwarzhütte an. Und an dieser Stelle muss ich einfach einen kleinen Exkurs schreiben.

WANDERN MIT CHUCKS.

Ja, richtig. Chucks. Ich mag zwar die Natur – die passende Wanderausrüstung besitze ich trotzdem nicht. Ich hab keine Fleecejacke. Und keine Softshelljacke. Wanderschuhe habe ich entsprechend auch nicht. Auch keinen Rucksack von deuter oder anderen namhaften Herstellern. Von Wanderstöcken ganz zu schweigen. Oder diese Outdoorhosen, bei denen man mit einem Reißverschluss das halbe Bein abnehmen kann. Hab ich alles nicht. Nicht mal ansatzweise. Bei unserem Mallorca Urlaub letztes Jahr bin ich schon mit Chucks gewandert und fand diese erstaunlich bequem. Und so habe ich die abgewetzten Teile auch dieses Mal wieder in den Koffer geschmissen.

Schwarzwasser_Collage

Das Ding ist nur:… hm… ich war echt die Einzige ohne diese Ausrüstung. Ohne Witz! Ich habe keinen einzigen Menschen gesehen, der da nicht multifunktional ausgestattet durch die Gegend gegurkt ist. Niemanden!!!! Das höchste der Gefühle waren Laufschuhe – und die trug wohlgemerkt meine Schwester. Der Rest ist da ausschließlich mit voll Hightech Wanderschuhen unterwegs gewesen. Sogar Kinder. Hab mich jedes Mal gefragt was das wohl kostet – die Kinder da jedes Jahr mit einer neuen Größe zu versorgen. Na wie dem auch sei. Nach dem ersten Tag dachte ich noch: aber morgen siehst du mal jemanden, der wie du durch die Pampa stapft. Weit gefehlt. Bis zum letzten Tag war ich die einzige, die mit Bluse und Cardigan die Berge erklomm. Am ersten Tag hatte ich immerhin noch eine wandertaugliche kurze Hose an. Das war es aber auch schon.

Und ich war nicht die einzige, der dieser Umstand auch tatsächlich auffiel. Am ersten Tag wanderten wir zum Teil wirklich steile Berge hinauf. Unterwegs hörte ich einen kleinen Jungen sagen:

„Mit Chucks. Wie krass!“

Ich sagte: nix. Meine Mutter konnte es sich nicht nehmen und rief „geht auch so!“ hinterher. Und wie es ging. Ich lief und lief. Rutsche kaum weg und wanderte fröhlich vor mich hin. Am Ende des Tages hatte ich keine einzige Blase oder rote Stelle an den Füßen. Diese Schuhe hatten mal wieder gezeigt, was in ihnen steckt. Tschaka! Man muss wirklich dazu sagen, dass der Weg von der Melköde hinauf zur Schwarzwasserhütte nicht ohne ist. Es ist sehr unwegsam, steil und auch anstrengend. Auf der anderen Seite bin ich schon verrücktere Sachen gewandert. Dennoch kann ich nur bestätigen, was die Damen in der Melköde gesagt haben: nicht mit Buggy da hoch. Nur mit Kraxe oder anderen Tragemaßnahmen sollte man den Weg beschreiten. Alles andere wäre verrückt bei dem Zustand des Weges.

Unterwegs hat man teilweise atemberaubende Aussichten und man trifft vor allem eines: Kühe. Man hört sie aufgrund der überdimensionalen Glocken schon vorab. Gestreichelt haben wir sie auch. Aber Obacht: wenn sie mit ihren Köpfen mal wieder nach einer Fliege schlagen kann man auch ziemlich schnell mal ein Hörnchen zwischen den Rippen hängen haben. Sie bewegen sich so schnell und kraftvoll – da ist Vorsicht mehr als angebracht. Zwischendurch muss man sie auch mal von einer Brücke treiben, die der einzige Weg ist um weiter voran zu kommen. Herrlich war das.

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Oben auf der Schwarzwasserhütte kann man dann wieder herrlich essen und trinken – und trifft ein paar mehr Leutchen, die aus der anderen Richtung kommen: vom Ifen selbst. Eigentlich wollten wir so gerne dort entlang, ließen es aber nach einigen Gesprächen mit anderen Wandern sein. Sehr steil werde es, so richtig mit Klettern und Seilen und Metallstreben an denen man sich festhalten müsse. Wir haben bis heute keine Ahnung ob das wirklich so ist, sind aber sicherheitshalber den Rückweg angetreten. Nach unten dauerte es natürlich nicht ansatzweise so lang. Besonders schön auf dem Weg zur Schwarzwasserhütte ist der Fluss, der sich mal langsam, mal schneller parallel zu uns durch das Tal schlängelte. An vielen Stellen konnte man kurz ans Ufer und sich die vom heißen Wetter angeschwollenen Finger abkühlen. Herrlich!

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FAZIT

Mit Kind/ern ist der Wanderweg bis zur Melköde herrlich und dauert vielleicht bei mäßiger Geschwindigkeit 1 1/2 bis 2 Stunden. Dort findet man einen Spielplatz, Kühe, einen tollen Wasserfall, etwas zu Essen und zu trinken und viele andere tolle Dinge, die es in der Natur zu bestaunen gibt. Viele Familien mit geländetauglichen Buggys nutzten diesen Weg und wanderten ganz entspannt durch das schöne Kleinwaldertal. In jedem Fall bei schönem Wetter sehr sehr empfehlenswert! *herz* Ab der Melköde sollte man aber auf jeden Fall auf Buggy und Co. verzichten und entweder das Kind mit Papa wieder in die andere Richtung zur Ifenbahn schicken oder es in einer guten Trage mit schleppen. :) Viel Spaß!

Juli 2016 – Rückblick

Eigentlich haben wir ja schon den halben August rum.. Ich weiß… aber durch den Stress der letzten Wochen kam ich partout nicht dazu, auch nur einen kleinen Fitzel aufzuschreiben. Nun liegen meine Prüfungen schon mehr als eine Woche zurück. Leider konnten wir in unserem anschließenden Österreich Urlaub nicht auf das sonst so schön verfügbare WLAN zurück greifen, so dass sich meine Blog Aktivitäten um eine weitere Woche verschoben. Heute ist nun der erste Tag an dem ich quasi nichts zu tun habe außer den Wäscheberg der letzten Woche zu bewältigen. Es ist ein komisches Gefühl. Das Kindlein ist in der Kita, auf die sie sich wie eine Verrückte gefreut hat. Und Mama ist allein zu hause. Gerade weiß ich noch nichts so richtig mit mir anzufangen. Hihi. Seltsam alles. Aber nun starte ich erst einmal einen kläglichen Versuch den Juli aufzuarbeiten.

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GEBURTSTAGSKIND: 3+30 = 33!

Richtig! Das Kindlein hatte Geburtstag… und wir nahmen den Termin zum Anlass und feierten gleich noch Mamas 30. und Papas 33. Geburtstag. Das Kindlein wurde – praktischerweise – 3 Jahre alt. 3+30=33. So stand es dann auch auf der Einladungskarte die ich im Gewusel des Prüfungsstresses eilig irgendwo im Netz bestellte und verschickte. Das Kindlein hatte keinen besonderen Wunsch zum Geburtstag und sagte immer nur: „weiß ich gar nicht.“ wenn man sie danach fragte. Also haben wir uns hauptsächlich ein paar Taler für einen Besuch im Disney Land schenken lassen. Papa zimmerte ihr zudem eine Matschküche für den Garten, die hier bis heute ein absolutes Highlight ist. Die tolle Küche bekommt aber einen Extra-Post *wennichdennmaldazukomme*. Da meine Mutter und Schwester ebenso ratlos waren, was das Geschenk anging, haben der Herzmann und ich kurz vor dem Geburtstag noch schnell einen Pferdestall von Schleich bestellt, der übrigens bis heute sehr gern bespielt wird. Es ist dieser hier! Mein Mann hat sich direkt in das Material und die Verarbeitung verliebt und will jetzt sofort alles von Schleich haben. Männer.

Was gab es sonst noch zum Geburtstag?

Anna & Elsa Figuren (standen auf dem Kuchen)
Anna & Elsa T-Shirt
Elsa Puppe
neue Naturino Sandalen
einen Drachen
ein Buch
eine Wundertüte von Schleich
ein Prinzessinenkleid von H&M
und eben der tolle Pferdehof

Oh man, ich sehe schon – der Geburtstag war ziemlich Disney-lastig.. und das, wo ich auf so etwas überhaupt nicht stehe *hust*

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Ansonsten war der Geburtstag sehr sehr schön. Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Einen Tag zuvor und einen Tag danach regnete es wie verrückt – nur an unserem Tag schien die Sonne und es war herrlich warm. Das Kindlein tollte mit ihren Freunden rum und wir Größeren schlugen uns in erster Linie die Bäuche voll. So wie es sein soll. *hehe*. Die Tante zauberte eine ganz wunderbare Frozen Torte. Das Kindlein war natürlich total aus dem Häuschen und konnte sein Glück kaum fassen. Da die ganze Feierei mitten in meine Lernphase fiel war ich – gelinde gesagt – eigentlich ziemlich am Allerwertesten. Hatte ich mal 5 Minuten Zeit, setzte ich mich sofort an den Schreibtisch und starrte auf meine Unterlagen. Geholfen hat es nicht wirklich was.. für’s Gewissen war das aber ganz gut.

QUASSELSTRIPPCHEN

Ich muss ja mal zugeben: was habe ich früher die Eltern belächelt die dezent vom Gequatsche ihrer Kinder genervt waren. *hust* Bei uns ist hier mittlerweile auch so eine Quasseleule eingezogen. Gut und viel hat sie ja schon immer gesprochen, aber mittlerweile nimmt das Ganze doch eine verrückte Dimension an. Sie kaut einem wirklich stundenlang das Ohr ab. Dabei ist sie ziemlich niedlich, erfindet unermüdlich verrückte Geschichten. So bastelt sie sich am liebsten Abends eine Geschichte aus den Geschehnissen des Tages zusammen. Kleines Köpfchen, was mag nur in dir vorgehen. Ansonsten habe ich versucht wieder einige ihrer besten Sprüche festzuhalten

Papa: „Kindlein, du musst dich anschnallen, sonst kommt die Polizei und Mama und Papa müssen ins Gefängnis!“ (kläglicher Versuch das Kind auf der Autobahn ENDLICH zum Anschnallen zu bewegen, nachdem es aufgrund von Rückenschmerzen kurz aus dem Sitz genommen wurde um zu schauen ob was drückt)

Kindlein: „Dann hole ich euch da raus!“
***
Kindlein: „Weißt du Papa wen ich ganz doll lieb habe? Dich!“
Papa: „Ich Dich auch meine Maus!“
Kindlein: „Ui, dann haben wir uns ja beide ganz dolle lieb!“
***
Am Anna-Elsa Regal im Supermarkt.
Papa: „Was möchtest Du haben Kindlein?“
Kindlein: „AAAALLLLEEESSSS!“
***
Kindlein: „Ich will zum Frisör, jetzt sofort! Und meine Haare abschneiden. So kurz wie Papa!“
***
Kindlein: „Mannometer, das Eis ist mir zu kalt! Kannst Du mir das warm machen Papa?“
***
Kindlein zu Papa: „Wenn ich ganz viel Zähne putze, esse, schlafe und spiele werde ich groß und stark. Aber nicht dick! Du bist dick.“ Papa ganz geknickt.. Oje…
***
Kindlein schaut auf Youtube Mamas Fitnessübungen: „Ich habe schon ganz dolle viel Muskelkater!“
***
Kindlein: „Ich will mal heiraten!“
Papa: „Wen denn?“
Kindlein: „Dich, Papa!“
***
Kindlein nach der Kita: „Ich habe heute meinen Ball mitgebracht. Da haben die Kinder gestaaaaauuunt! Und sind hingerannt!“
***
„Der blaue Himmel! Und ich habe ein blaues Eis.“ Philosophin.
***
Kindlein: „Wer holt mich aus der Kita ab?“
Papa: „Mama oder Papa, das wissen wir noch nicht.“
Kindlein: „Hm naja, kannst du das nicht genauer sagen? Mama oder Papa?“
***
„Papa hier riecht es nach Orangensaft. Ich möchte einen Orangensaft!“
***
„Ich will mal eine Mama werden.“ *herzherzherz*
***
Zur Nachbarskatze: „Du bist aber niedlich!“
***
„Papa, können wir jetzt endlich in die Kita fahren?“
***
Kindlein: „Mama, warum rutsche ich?“
Mama: „Weil du keine Stoppersocken an hast.“
Guckt unter ihrer Füße.
Kindlein: „Tatsächlich Mama. Da kann ich ja ausrutschen!“
***
Mama: „Warum trägst du ein Haarband?“
Kindlein: „Weil ich schicki bin!“

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DAS KINDLEIN?

Abgesehen davon, dass sie viel quasselt ist unser Mäuschen ziemlich eigenständig geworden. Was sie sonst noch so mag, habe ich mal fix zusammen gefasst:

Kindlein…

liebt es, Blumen zu pflücken
träumt regelmäßig
sammelt „Glückssteine“ und verschenkt diese sehr gern
quasselt den ganzen Tag
schafft am Tag mehr als 3 Eis
probiert beim Essen immer wieder Neues aus
ist groß und ziemlich dünn
hat einen ziemlichen Dickkopf was Mode anbelangt
weint nicht mehr beim Haare waschen
ist die Queen der Schaukel
bittet einen aktiv etwas vorzulesen <3
bittet mich an ihren „Stinkefüßen“ zu riechen
zählt bis 20 und auch in 100er Schritten
liebt Nagellack

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UND WAS MACHT DAS LEBEN SONST NOCH SO?

Meine Prüfungen liefen dieses Semester nicht so toll – was weniger daran lag das ich zu wenig gelernt hatte. Ich hatte eigentlich alles auf dem Kasten. Leider kam ich per Zufallsprinzip in der mündlichen Prüfung zu einem Fach, was ich einfach nicht so recht verstehen wollte: Pharmakologie. Das ganze Ding ist mir bis heute ein ziemliches Rätsel. Wie dem auch sei – ich ging mit einer schlechten Note und war sehr enttäuscht. Die schriftliche Prüfung lief schon etwas besser, immerhin. Nun warte ich außerdem noch auf meine Note zum Thema Hausarbeit und Referat. Das letzte Jahr war hart. Sehr hart. Nun habe ich 4 Wochen am Stück Urlaub und starte anschließend in eine neue Arbeitsrunde. Ich bin sehr gespannt wie die kommenden zwei Jahre laufen – dann steht das Examen vor der Tür. Verrückt. Das Kindlein musste die letzten Wochen ziemlich zurück stecken, da Mama ja nur am Dauerpauken war. Oft fuhr sie – auch am Wochenende – mit dem Papa allein irgendwo hin und ich saß über meinen Unterlagen. Schön ist anders. Aber wir haben es nun schon das zweite Mal überstanden. Tschaka.

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Ansonsten erreichten uns nicht so schöne Nachrichten aus einem Teil der Familie. Bei meinem Onkel ist eine sehr heimtückische Krankheit wieder ausgebrochen :/. Mit dem ganzen geht eine ziemliche Geschichte einher, die ich hier aber natürlich nicht so breit treten mag. Nichts desto trotz zeigen einem Erlebnisse wie dieses erneut wie sehr wir das Hier und Jetzt genießen müssen und sollen. Das Kindlein ist ein so großer kleiner Mauseschatz… und der Herzmann und ich werden auch nicht müde ihr das mitzuteilen. *herz* Sie ist und bleibt das Beste in unserem Leben.

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Wie man auf dem letzten Bild sieht, hatten wir auch so etwas wie Sommer. Einen Mini-Sommer, wenn man das überhaupt so bezeichnen kann. Ich – Wettermensch Hoch 1000 – bin von dem Wetter dieses Jahr .. hmm… dezent genervt. Umso mehr freue ich mich auf den anstehenden Griechenland Urlaub. Einfach heiß, jeden Tag Sonne, kein Regen. So ist zumindest der Plan *hehe*.

Ansonsten hoffe ich, dass ich den Blog zumindest halbwegs am Leben erhalte. Als ich das Fotobuch zum dritten Geburtstag gebastelt habe ist mir wieder aufgefallen wie sehr ich auf die Website und deren Inhalte zurück greife. Daher bemühe ich mich umso mehr, alles ganz genau festzuhalten. Also bis hoffentlich ganz bald! *kuss*

Wir bauen eine Matschküche – Hurra!

Der Plan steht! Das Kindlein wird in wenigen Tagen drei Jahre alt! D-R-E-I! In letzter Zeit packt mich die böse Wehmut doch etwas öfter als sonst. Dann sitze ich fast heulend vor einem der letzten Jahrbücher und denke mir: „Zeit, wo bist du nur geblieben?“.. aber ich schweife ab. Zeitlich bin ich aufgrund des Studiums ziemlich am Limit. Zeit für mich? Was ist das bitte? Daher laufen die Vorbereitungen für den dritten Geburtstag auch eher schleppend an. Auch das Geschenk stand lange in den Sternen. Meine amazon Wunschliste ist zwar pickepackevoll – aber so das ultimative Geschenk ist nicht dabei. Und da das Kind im Spielzeug quasi schwimmt – hat sie auch keine Ahnung, was sie sich so wünschen soll. Zumindest gibt es auf die Frage „Na was wünscht du dir zum Geburtstag?“ immer nur ein „Hm… weiß ich gar nicht!“

Das heiß ersehnte Fahrrad gab es ja schon vorher, da das Kind mal wieder ordentlich mit den Wimpern geklimpert hat. Ich hatte schon über unseren pädagogisch nicht so wertvollen Einfall geschrieben, einfach auf den Herzenswunsch einzugehen. Wie auch immer. Das Fahrrad hat sie nun schon. Meine Idee schwenkte anschließend zu so einem selbst reitenden Pferd. Vielleicht bekommt sie das auch noch – ich weiß es nicht. Jedenfalls haben der Herzensmann und ich uns für eine Matschküche entschieden. Wenn man mal so ein bisschen bei Pinterest und Co. schaut, gibt es dazu ja die tollsten Ideen. Stellte sich nur noch die Frage: wie bauen wir nun so ein Ding?

Ein bisschen ehrgeizig sind wir ja auch – nachbauen wollen wir keine Küche. Eine Eigenkreation soll es werden. Und so haben wir uns lediglich Anregungen geholt und ein bisschen bei Ikea geshoppt. In diesem Artikel soll es daher nur um die Vorbereitungen für eine Matschküche gehen. Wie das Ding am Ende aussieht: später. Mein Mann wird in den kommenden Tagen mit dem Aufbau beginnen und ich bin schon jetzt ziemlich gespannt auf die Augen vom Kindlein.

So, jetzt aber los: was haben wir schon mal besorgt?

Matschküche_1

Was haben wir besorgt?

Paletten (wir müssen noch weitere besorgen)
Spülbecken
Haken und Stangen
Trichter 
Küchenutensilien (Kelle und Co.)
Besteckständer
Servierplatte – hier kommt der Sand hin
eine Kiste – kommt als Regal an die Rückwand 

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Und der Rost?

Wir haben bei Ikea lange lange mit mehreren Mitarbeitern bezüglich einer möglichen Rostentwicklung gesprochen. Immerhin haben wir „nur“ normale Küchenutensilien gekauft. Sprich: Dinge, die in einem geschlossenen Raum genutzt werden sollten. Das Zeug ist aus Edelstahl, sollte also eigentlich nicht rosten. Die netten Mitarbeiter haben sogar umher telefoniert und nachgefragt… eine finale Antwort gab es zwar nicht, aber eigentlich war es uns letztlich auch egal. Rostige Stangen würden letztlich vermutlich sogar noch schick aussehen.

Frage: Braucht das Kind so was überhaupt?

Tja, keine Ahnung ehrlich gesagt. Wir haben einen riesigen Garten und jede Menge Platz. Entsprechend steht schon ein Trampolin und ein Kletterturm für das Kindlein in unserem Gärtchen. Ich bin gern draußen, ich mag das weiche Gras unter nackten Füßen. Ich liebe es den Rasen zu mähen. Ich gehe soweit, zu behaupten, dass es eine Art Hobby von mir ist. Ein Grund mehr, die kalte Jahreszeit nicht zu mögen: es wächst kein Gras, ich darf keinen Rasen mähen. Auch wenn ich unseren Garten mag, ich habe einen absolut schwarzen Daumen. Entsprechend habe ich entweder die Pflanzen eingehen lassen oder sie umgenietet um den Rasen besser mähen zu können. Was also tun wenn da keine Bäume und Sträucher mehr stehen? Richtig! Einfach Spielzeug fürs Kind hinstellen.

Aber mal ganz davon abgesehen: Das Kindlein liebt alles, was so mit dem Gärtnern zusammen hängt. Sie pflückt gerne Dinge, mäht mit ihrem kleinen Mäher neben mir den Rasen, planscht im Minipool und spielt so gerne auf ihrem Kletterturm. Ameisenstraßen werden akribisch beobachtet und die noch vorhandenen Pflanzen werden eifrig gewässert.

Ihr könnt auch mal in diesem Magazin schauen, was man den lieben Kleinen sonst noch so im Garten zutrauen kann. Sie können meist mehr als wir denken. Der Umgang mit Gießkanne und Co. gehört hier schon von Kleinauf zu den Arbeiten, bei denen das Kindlein mithelfen kann. Aus der Kita bekam sie vor einigen Wochen eine eingepflanzte Bohne, die sie täglich mit Wasser versorgt. Sie wächst und wächst… das Mädchen ist natürlich mächtig stolz auf ihre Pflanze und lernt so gleich, dass Pflanzen wachsen, was sie benötigen und

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HOLZ!
Holz, Holz und noch mal Holz. Wir sind Fans von dem Material. Entsprechend haben wir uns schon beim Kletterturm für Holz und nicht für Plastik entschieden. Die alten heraus gekramten Paletten haben ganz tolle Kerben, in die ich mich quasi beinahe verliebt habe. Ich habe keine Ahnung, woher sie kommen, hoffe aber sehr, dass diese nach dem Abschleifen noch zu sehen sind. Bisher ist das Holz nämlich noch zu rau – Splittergefahr. Wir planen es also abzuschleifen und gegebenenfalls noch einzuölen. Am Ende soll es noch eingeölt werden. Ich kann es nicht anders sagen: ich freue mich, euch bald das Ergebnis vorstellen zu können. Bis dahin: kommt gut durch den Tag!

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Abstillen mit (fast) 3 Jahren

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Uff. Es ist vollbracht. Wir – ich – das Kindlein.. abgestillt. Die „Milli“ – wie die Maus immer so schön gerne sagt… sie ist alle. Und plötzlich habe ich doch meine alte BH-Größe wieder. Ist das zu glauben? Nie im Leben hätte ich gedacht, dass sich da noch etwas verändert, da wir ja eh nicht mehr sooo viel gestillt haben. Nun jedenfalls ist auch dieses Kapitel beendet und mein Kindlein ist ein ziemlich großes Kindlein geworden. Erst heute morgen haben wir nachgemessen: 97cm. Nun fehlen nur noch drei klitzekleine Zentimeterchen und sie ist bereits einen Meter groß. Was kommt denn da bloß noch? Wieso geht das so schnell? In letzter Zeit bemerke ich wieder viele Veränderungen in diesem kleinen, so wundervollen Menschen. Ihre Bewegungen werden graziler, die Zusammenhänge im Köpfchen dieses Kindes immer größer und unsere Liebe? Nun ja.. die war ja von Anfang an grenzenlos.

Das ich stillen werde – das war für mich von Anfang an selbstverständlich. Dabei hatte ich keine Ahnung davon, was da so in der Muttermilch drin ist, wofür sie gut ist, weshalb ich es tun sollte. Für mich gab es einfach gar keine Alternative, da ich da ganz auf das von der Natur vorgegebene Etwas vertrauen wollte. Vielleicht war es diese Gelassenheit, die uns beim Stillen von Beginn an keine Steine in den Weg rollte. Es klappte ab Tag 1 ohne irgendwelche Probleme. Zwischendrin dachte man mal, die Milch sei weg, es reiche nicht, es gäbe einen Stau oder ähnliches. Letztlich ist aber alles gut gewesen. Und nun ist es vorbei.

Im Zuge meines Hebammenstudiums lerne ich nun viele neue Seiten der Muttermilch kennen. Ich habe Dinge über Zusammensetzung gelernt, über Studien, die belegen welches Wunderzeug das überhaupt ist. Und ich werde sicherlich nicht drum herum kommen und irgendwann noch eine Hymne an die Muttermilch verfassen. Sie hat uns vom ersten Tag an begleitet, hat mein Mäuschen um die 10 Monate ausschließlich ernährt und sie groß werden lassen. Aber das ist nun vorbei. Nahrung war ihre „Milli“ am Ende ja eh eher weniger. Gewohnheit trifft es wohl eher.

Ursprünglich wollte ich mit 6 Monaten Schluss machen – so mein Gedanke vor der Geburt. Doch dann kam alles anders… das Kindlein aß erst mit 1 1/2 überhaupt nennenswerte Mengen… und so stillten wir einfach munter weiter, bis sie eben etwas anderes zu sich nahm. Dann wollte ich mit einem Jahr Schluss machen, dann mit 1 1/2, dann mit 2. Dann kam die Eingewöhnung, dann ein Krankenhausaufenthalt… und so kam es einfach wie es kommen musste: nix mit abstillen.

Vor einigen Monaten, mit etwa 2 bis 2 1/2 hatte sie nachts noch einmal eine ziemlich aufgewühlte Phase, wurde ständig wach.. Vier Mal und mehr waren die Regel. Das änderte sich in den letzten Wochen. Sie begann durchzuschlafen. Mit fast 3 Jahren. Die nächtlichen Stops reduzierten sich auf ein Mal. Und ich spürte: es würde bald ein Ende haben mit dem Stillen. Tagsüber wollte sie aber immer noch, besonders nach einem Tag in der Kita, an dem ich sie abholte.

Ich selbst war vom Abstillen eigentlich auch nicht soooo überzeugt. Es störte mich bis vor wenigen Wochen nicht sonderlich. Aber auch das änderte sich. Ich wurde zusehends genervte von der Stillerei, wollte, dass sie endlich fertig wurde. Da spürte ich: meine Überzeugung vom Abstillen stieg. Es würde nicht mehr lang dauern, das Ende war nahe. Das klingt jetzt ein wenig übertrieben und vielleicht auch apokalyptisch – aber für mich ist es etwas sehr Bedeutsames. Das Ende einer langen, sehr innigen Stillbeziehung. Einer Beziehung, die ich sehr vermissen werde, auf die ich gerne zurück schaue. Es war einfach etwas sehr intimes, sehr schönes, geliebtes. Wir liebten es beide, es gehörte zu uns.

Eines Tages – so etwa vor 6 Tagen – legte sich dann ein Schalter in meinem Kopf um. Ich wusste, es war vorbei. Ich erzählte dem Kindlein, dass die Milli alle sei, sie aber gerne Wasser oder eine normale Hafer/Weizen/Reis/Soja/Kuhmilch haben können. Wir setzen hier auf Vielfalt, wie ihr seht. Nur Kuhmilch ist mir etwas zu einseitig.. und das Kindlein mag auch die pflanzlichen Dinge. Und so schlürft sie nun oft abends eine Milch, putzt danach noch mal Zähne und kuschelt sich wieder an ihre Mami. Wenn sie nachts stillen möchte, erkläre ich es ihr wieder, was oft damit endet, dass sie nach ihrem Papi ruft. Kurze Zeit später möchte sie aber zurück und wir schlummern wieder seelig ein.

Und das war es nun. Einfach so, peng! Ich bin sehr froh, dass es so langsam und so sanft ablief, ich den richtigen Zeitpunkt abgewartet und nie überstürzt gehandelt habe. Mein Mann und ich haben oft übers Abstillen gesprochen – uns aber nie von irgendwelchen dummen Sprüchen beeinflussen lassen. Wir sind einfach unseren Weg gegangen. Er war stets an meiner Seite, wir hatten eine Meinung. Es sollte eine gemeinsame Entscheidung werden… eine Entscheidung zwischen Mama, Kind und Familie. Und unser Kindlein hat den perfekten Zeitpunkt quasi selbst vorgegebenen. Es hat einfach gepasst und ich bin sehr glücklich darüber, wie es passt. Ich vage mich daher mal an ein paar bedeutungsvolle Worte und packe sie in ein Rezept:

Rezept zum erfolgreichen Abstillen

Zeitpunkt
Geduld
Liebe
Ruhe
Überzeugung

Was will ich damit sagen? Es kann schön sein zu warten… und einen Nenner zu finden. Nicht allein zu entscheiden: „Ich höre jetzt auf“… es ist vielmehr ein „Wir hören auf!“ es ist eine Beziehung zwischen der Mama und dem Kind und der Familie an sich. Es kann so toll sein, diese Entscheidung zusammen zu treffen. Ein Kapitel gemeinsam begonnen zu haben – und es auch gemeinsam zu beenden. Auch wenn viele (fast) 3 Jahre als völlig verrückt betrachten. Für mich war es das nicht, auch wenn ich zugeben darf, dass es am Ende schon etwas seltsam war diesen riesigen Menschen auf meinem Schoß liegen zu haben *kicher*. Ich bin trotzdem glücklich. Glücklich über dieses sehr entspannte Ende, über diese wundervolle Zeit, die wir verbringen durften, über unsere gemeinsame Entscheidung. Zu Stillen war eine der besten Entscheidungen im Leben als Familie. In diesem Sinne: Sonne in die Herzen!