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Spielplatzerfahrungen #2

28. Mai 2014

Jeremy wird geärgert. Von Amy. Die lacht sich schlapp und wirft weiterhin mit viel Sand nach ihrem Objekt der Begierde. Jeremy rennt heulend zu seiner Mama, die versucht ihn zu trösten. Ohne Erfolg – zunächst. Fünf Minuten später spielen die beiden wieder brav im Sand. Justin kommt hinzu. „Ich will auch mit Jeremy spielen“ brüllt er über den Platz. Die anderen Kinder wollen aber nicht. Sei es drum. Sie bekommen sich wieder in die Haare, bewerfen sich mit Sand und einigen Buddelutensilien, die – in jedem Fall – ihr Ziel absolut verfehlen. Die Mütter sitzen zehn Meter entfernt auf ihren Bänkchen und tratschen was das Zeug hält. Alle fünf Minuten brüllen sie „Lass das!“ oder gerne auch „Das macht man aber nicht“. Mein Favorit: „Hörst Du jetzt bitte damit auf?“. Das Kind sagt natürlich nie: „Ja Mama, ich höre damit auf!“

Spielplatz_2

Amy und Justin sitzen am Ende unseres Besuches in einer überdimensionalen, wippenden Kutsche.. Amy ist der Kutscher und wippt hin und her. Justin kommt hinzu. Die Jungen schreien „Mach volle Kanne!“ Amy gehorcht und schuckelt was das Zeug hält. Die Jungen fallen, stoßen sich, plärren im Chor. Die Mütter kommen angehetzt. Noch nicht mal ganz da, steht die Kutscherin mit Händen hinter dem Rücken neben dem Wippgerät und resümiert „Sie wollten doch aber, dass ich volle Kanne gehe!“ Die Kerle heulen was das Zeug hält, beruhigen sich erst nach einem zehnminütigem Konzert und spielen am Ende wieder alle gemeinsam im Sand.

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