Oktober 2017 – Rückblick

Der Oktober 2017 war kein schöner Monat. Dazu vielleicht irgendwann mal mehr. Mein Fünkchen Hoffnung in der Zeit: die Kreißsaal-Arbeit begann wieder. Und ich wurde nicht enttäuscht… ein neuer, deutlich kleinerer Saal wartete auf mich und trotz einjähriger Abwesenheit kam ich ganz schnell wieder rein und fühlte mich im Team sehr sehr wohl. Es machte unheimlich Spaß, die Frauen und Familien zu begleiten und ich bin dankbar für viele viele tolle Erfahrungen und Momente.

Auch beim Kindlein tut sich momentan ganz viel. Sie geht ziemlich ab was Zahlen und Buchstaben angeht… saugt alles auf wie so ein kleiner Spongebob. Und ich sitze etwas hilflos mit dem Mann daneben und weiß nicht so recht, wie ich sie bei dieser von ihr gewünschten Lernphase helfen kann. Ich durchstöbere schon fleißig das Netz nach entsprechenden Materialien.. so recht fündig werde ich aber nicht. Nun gut, jetzt aber erst mal der Oktober.

KINDLEIN UND DIE ZAHLEN UND BUCHSTABEN

Das Äffchen ist so ziemlich vernarrt in alles, was auch nur ansatzweise wie ein Buchstabe oder wie eine Zahl aussieht. Ihren Namen schreibt sie nun schon seit Wochen einwandfrei in Großbuchstaben, vertauscht hier auch keine Buchstaben mehr. Mittlerweile kann sie noch Mama, Papa und die Namen von zwei Freundinnen aus der Kita schreiben. Es kommen also immer mehr Wörter hinzu.. was auch ganz niedlich ist: sobald sie irgendwo einen Buchstaben sieht, den sie aktiv als Teil dieser bereits geschriebenen Wörter erkennt, zeigt sie drauf und sagt: „Guck mal, das kommt in meinem Namen vor!“ Sie erkennt also den Buchstaben als solchen und malt nicht nur was vor sich hin. Darf ich hinzufügen, dass ich stolz bin und so? Hehe.

Mit den Zahlen ist es ähnlich. Sie rechnet jetzt seit Wochen fröhlich vor sich hin. Man kann ihr kleine Rechenaufgaben stellen, die sie ziemlich easy löst. Sie zählt fröhlich vor sich hin… neuerdings in Zwillingsschritten. „Zwillinge, Drillinge, Vierlinge, Fünflinge…“ keine Ahnung, wo sie das schon wieder her hat. Abgesehen vom Rechnen an sich, fängt sie jetzt auch an, die Zahlen zu schreiben. Ach und sie erkennt diese an sich. Beispiel: wir machen einen Spaziergang mit der Omi und laufen an einem Haus vorbei. Am Pfeiler vom Zaun ist ein Schild mit der Hausnummer. Kindlein: „Das ist Haus Nummer 5.“ Stimmte.

LATERNE LATERNE

Der diesjährige Laternenumzug in der Kita stand an. Und Papa war nicht da. Der weilte auf Messe weit weit weg von uns. Immerhin Oma unterstützte das Kindlein und mich. Wir haben uns den Bauch ziemlich krass mit Kürbissuppe voll geschlagen. Kindlein hat davon natürlich – wie soll es anders sein – nichts gegessen. Hat sich statt dessen eine Scheibe Brot geschnappt und zweimal dran geknabbert. Das war’s. Ansonsten war ich dieses Mal bezüglich Laterne und so weitaus besser vorbereitet. Letztes Jahr habe ich ja den Fail des Jahrhunderts gelandet: Ich habe dem Kind einfach so ein Set aus Leuchtstab und Anna und Elsa Laterne zum Aufklappen gekauft. Wollte Zeit und Nerven sparen. Nun nieselte es letztes Jahr zum Umzug. Ich glaube ungefähr drei Tropfen hat diese Laterne überlebt.. und fiel dann wie so ein Zellstofftaschentuch in sich zusammen. Kindlein flennte und lief anschließend nur noch mit dem Stab durch die Gegend. Nur einen Tag später bastelten wir also letztes Jahr die Laterne für 2017. Stabil. Die würde einen Schneesturm überleben. Ich pimpte das Teil noch am Tag des Umzuges und schnitt ziemlich komplizierte Blattschablonen aus. Das Kindlein war jedenfalls ziemlich happy. So muss das.

LIEBLINGSMENSCH KINDLEIN

Mein liebes Kindlein
Geduld ist momentan nicht Deine Stärke
Du gehst sehr schnell und vor allem sehr gerne an die Decke
und sagst auf jegliche Kritik nur noch:
„Ist mir doch egal“
verschränkst dabei ganz niedlich die Arme 
und guckst zur Seite
du kleiner Stinkstiefel
bist momentan selten zufrieden zu stellen
und antwortest entsprechend mit deinen Lieblingssätzen
„Das ist langweilig“ oder wahlweise
„Das ist doch dumm und doof“
nur um eine Sekunde später der größte Mauseschatz zu sein
der gerne malt, bastelt und singt
Bücher nicht so toll, den Fernseher umso toller findet *augenroll*
sich nach wie vor Geschichten ausdenkt
und in kleine Zauberwelten mit Spielzeugen versinkt
keinen Mittagsschlaf mehr in der Kita macht
und noch beim Einschlafen „Ich bin nicht müde“ sagt
Du bist und bleibst die Liebe unseres Lebens

QUATSCHERZÄHLERIN

Das Kindlein ist momentan etwas cholerisch. Jaaa… Geduld ist nicht ihre Stärke. Entsprechend ist diesen Monat auch die Ausbeute an sprachlichen Highlights. Ähm. Tja. Oftmals ohne Worte. Hat sie natürlich alles nicht von uns. Natürlich nicht! Hust. Aber sie kann auch ganz zauberhaft sein, siehe Zitate. Herzmädchen.

„Ihr seid die tollsten Eltern! Bis in den Weltraum!“

Sieht ein Bild von Paris:
„Guck mal, der Eichelturm. Der Ist im Paradis!“

Zur Oma:
„Du bist ne‘ alte Sterbeoma.“
Nun ja… ähm…

Spielt mit ihren Puppen.
„Das ist so doof. Dieses scheiß dumme Mädchen!“

„Verdammte Hühnerkacke!“

Guckt Abends im Bett den Sandmann, das Internet ist langsam und der Film stoppt.
„Dieses scheiß Internet! Warum geht das nicht?“

Sieht wie Papa seine guten Schuhe, passend zum Anzug, einpackt.
„Was sind denn das für nutzlose Schuhe?“

Kindlein: „Ich habe Hunger!“
Mama: „Was möchtest du denn essen?“
Kindlein: „Gehst du mal zum Kühlschrank und bietest mir was an?“

Papa schlägt dem Kindlein vor, baden zu gehen.
Papa: „Dann schnuppert die Mama an Dir und sagt: Oh, wer riecht denn hier so frisch?“
Kindlein: „Nein, ich will nicht baden. Dann schnuppert die Mama an mir und sagt: Oh, wer riecht denn hier nach Käse? Ich mag Käse!“

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