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Regenbogenkuchen – ein Traum

Das Kindlein ist 2! Hurra!

Und da ich zum ersten Geburtstag keine richtige Geburtstagstorte gebacken habe und auch nicht wirklich backen konnte (Das Kindlein hatte damals das Drei-Tage-Fieber) stand fest: dieses Mal bekommt sie einen Traum von einer Torte!

Was kann es da schöneres geben als den Regenbogenkuchen bzw. die Regenbogentorte?

Na nix! Denn sie ist einfach der Hammer. Und so haben die Tante vom Kindlein und ich uns in die Küche gestellt und begonnen zu backen. Wir haben verschiedene Rezepte gemischt und so für uns das best mögliche raus geholt. Das Wichtigste aber vorweg: die Farben. Denn ohne die geht gar nix!

Welche Lebensmittelfarbe für den Regenbogenkuchen?

Die Farben sind das wichtigste Element des Regenbogenkuchens – klar, schmecken soll er auch. Er soll aber vor allem eines: knallen! Und zwar so bunt wie möglich!

Regenbogenkuchen_0

Welche Lebensmittelfarben braucht ihr genau für den Regenbogenkuchen?

lila
blau
grün
gelb
orange
rot

Wo bekommt ihr gute Lebensmittelfarben?

Ich habe zunächst in einem großen Lebensmittelladen geschaut… habe aber nur 4 einfache Farben gefunden. Plan B: Internet. Ich habe ein bisschen verglichen und mich dann für diese Farben entschieden.

Hier gibt es die Lebensmittelfarben für den Regenbogenkuchen!

Ich war skeptisch bei den Farben.. aber sie haben mich nicht enttäuscht. Wir haben pro Teig die komplette Ampulle  verbraucht, da wir wollten, dass die Farbe nur so explodiert. 🙂

Rezept Teig Regenbogenkuchen
Ihr braucht:

6 Lebensmittelfarben
300g weiche Butter
260g Zucker
3 Eier (komplett)
3 Eiweiß
3 Päckchen Vanillinzucker
650g Mehl
1 1/2 Päckchen Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
530ml Buttermilch

Wie geht nun der Teig? Als erstes wird die Butter mit dem Zucker und dem Vanillinzucker schaumig geschlagen. Dann kommen nacheinander erst die Eier und dann die Eiweiß hinzu. Alles gut zu einer Butter-Zuckermasse verrühren.

Das Mehl wird anschließend mit dem Salz und dem Backpulver vermischt. Diese Mischung wird im Wechsel mit der Buttermilch unter die Butter-Eimasse gerührt (hierfür haben wir einen einfachen Schneebesen genommen). Wenn der Teig fertig ist, wird dieser auf 6 Schüsseln verteilt. Entweder kann man alles abwiegen oder man arbeitet beispielsweise mit einem Eisportionierer oder einer Kelle um ungefähr die gleiche Menge in jeder Schüssel zu haben.

Anschließend beginnt das große Färben! Wie schon oben beschrieben, haben wir pro Teig die ganze Ampulle Lebensmittelfarbe hinzugegeben – es soll knallen! 🙂

Anschließend müsst ihr Geduld haben. Jeder Teig wird einzeln gebacken. Dazu gebt ihr den eingefärbten Teig in eine Springform mit Backpapier und gefettetem Rand (wir haben es in der Springform sowohl mit einem gefettetem Boden als auch mit Backpapier probiert. Letztlich löste sich das Backpapier einfach besser).
Der Teig wird relativ dünn – also gut verteilen und schön vorsichtig arbeiten.

Jeder Teig darf für etwa 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 170°C (Umluft) backen. 

Nach dem Backen haben wir den jeweiligen Teig auf einem Rost abkühlen lassen.

Regenbogenkuchen_Collage_1

Rezept Frosting Regenbogenkuchen
Ihr braucht:

1kg Frischkäse (gerne eine Mischung aus fettarm und fettig :))
150g Puderzucker
400g weiche Butter

Nun einfach den gesiebten Puderzucker, die weiche Butter und das Kilo Frischkäse mit einem Mixer verrühren – fertig ist das Frosting.

Nun kann das Schichten beginnen. Als erstes haben wir mit dem lilafarbenen Boden begonnen, Frosting drauf, blauer Boden, Frosting drauf, grüner Boden, Frosting drauf… und so weiter. Die Reihenfolge der Farben bleibt einem dabei selbst überlassen. Man kann auch ganz unten mit rot beginnen und sich zum lila vorarbeiten. Ganz wie man mag. Am Ende haben wir mit einem heißen Messer das Frosting um den Kuchen herum verteilt, was nicht ganz so leicht war.

Anschließend kam der Kuchen über Nacht in den Kühlschrank. Das muss nicht sein, aber eine Stunde Kühlen würden wir auf jeden Fall empfehlen, so dass das Frosting nicht davon schwimmt (gerade wenn es warm ist).

Regenbogenkuchen_Collage_2

Und die Deko?

Bei der Dekoration des Regenbogenkuchens sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Man kann Streusel nehmen, mit Smarties arbeiten oder mit Zuckerfarbe verzieren. Wir haben uns am Ende für Smarties entschieden, die wir ebenso in den Regenbogenfarben angeordnet habe. Drei Reihen später und eine Kerze in der Mitte, war der Regenbogenkuchen für unser Kindlein komplett.

Regenbogenkuchen_Collage_3

Das Ergebnis:

Knallig, knalliger, Regenbogenkuchen. Die Farben waren wirklich der Hammer und leuchteten sehr kräftig. Die Kinder waren hin und weg und sogar die Erwachsenen zückten ihre Kameras und machten Bilder. Der Regenbogenkuchen ist durch die vielen Schichten recht hoch und daher reicht es, wenn die Stücke sehr schmal geschnitten werden. Er ist trotzdem seeeehr mächtig und viele haben es einfach nicht geschafft.

Regenbogenkuchen_00

Und wie lange dauert es, so einen Regenbogenkuchen zu backen?

Sehr sehr lange.*hihi*
Wir haben bei verschiedenen Rezepten unterschiedlichste Angaben zu den Arbeits- und Backzeiten gefunden. Insgesamt haben wir wohl so um die 2 Stunden gebacken, geschichtet und verziert. Es brauchte einfach seine Zeit, bis wir den Dreh raus hatten und wussten, wie wir am besten die Böden lösen und anschließend schichten.

Aber nur Mut! Das Ergebnis entschädigt!

Essen soll eigentlich nicht mehr das Thema sein…

Baby_led_weaning… denn wir haben beschlossen es nicht mehr arg zu thematisieren. Haben wir ja eh schon nicht. Aber man stand schon das ein oder andere Mal vor ihr und ließ seufzend den ein oder anderen Satz fallen. „Wieso willst du das denn jetzt nicht essen?!“ oder gerne auch „Aber Mama hat sich doch so viel Mühe gegeben!“. Alles wirre Gedankenbrocken, die dann mal so herausrutschen und dahin gesagt werden. Neulich gipfelte meine Verzweiflung, nachdem sie ein und dasselbe Gericht zweimal verschmähte und beim dritten Versuch (einen Tag später) plötzlich nicht genug davon bekommen konnte. Reine Willkür? Ich weiß es nicht. Sie war schon immer eine schlechte Esserin. Baby Led Weaning entwickelte sich eher schleppend und mit Brei brauchte ich gar nicht in ihre Nähe kommen. „Muddi? Wasn das fürn Mist?“ schienen ihre Augen zu sagen. Meine Augen wiederum verdrehten sich zum 100. Mal, da ich das Thema Essen auch irgendwie als Rettungsanker für die damals noch schlimmeren Nächte sah (die ja mittlerweile mit 2-3 Unterbrechungen beinahe paradiesisch sind). Irgendwann wurde es dezent besser, aber bis heute gibt es eigentlich eine große Sache, die mich nervt:

Sie probiert nichts Neues!

Ja ja, was der Bauer nicht kennt und so… dabei handelt es sich hierbei eigentlich nur verarbeitete Lebensmittel. Obst wird gerne viel und Neues probiert. Sobald ich aber einen Eintopf koche oder der Papa mal Gulasch macht… nix zu machen. Sie schaut nur auf den Teller, verzieht ihr Näschen extrem süß und schiebt dann alles beiseite, quengelt. Sobald du ihr anschließend Nudeln mit grünem Pesto hinstellst, isse glücklich. Und wer denkt, er könnte ihr in einem unbeobachteten Moment mal eben was zwischen die Kauleiste schieben, damit sie probiert, der hat sich böse geschnitten. Das hatten ja die Erzieherinnen zweimal bei der Eingewöhnung probiert und das ist leider so ein derber Knackpunkt bei ihr.. Totalverweigerung, Einschreien bis zum Erbrechen und noch andere unschöne Dinge sind die Folge. Das kann man sich also abschminken. Die Folge:

Sie beschränkt sich auf extrem wenige Lebensmittel

Tja, was geht da so? Nudeln mit grünem Pesto, wahlweise auch mal mit Bolognese (wenn sie sich erbarmt), Kartoffeln mit Spinat (auch grün), Eierkuchen  (Ofenpfannkuchen), Obst aller Art, Actimel, Gurke, Salz- und Sesamstangen, Fisch… das sind so die Sachen, die immer gehen. Beim Schreiben fällt mir auf, wie verdammt wenig das ist. Manchmal, wenn sie sich erbarmt geht auch eine Suppe. Aber nix Tomate, nix Schnitzel, nix Zucchini, nix überhaupt. Das, was mich eigentlich am meisten fertig macht ist die schon oben genannte..

Willkür!

An dieser Stelle denkt Euch bitte einen ausrastenden Smilie, der feuerrot vor sich hin teufelt. Es ist schrecklich. Es gibt nämlich Dinge, die sind den einen Tag liebt und die den nächsten üüüüüüberhaupt nicht mehr gehen. Brot beispielsweise.. einen Tag isst sie davon eine Scheibe, am nächsten Tag schüttelt sie heftig ihren Lockenschopf. Genau das gleiche mit Eiern, Cornflakes und Mais. Mal ja, mal nein. Brezeln gehen eigentlich auch noch ganz gut, Filinchen und Knäckebrot sowieso, Toast geht auch nur manchmal.

Die Erzieherinnen stehen dann schon mal den ein oder anderen Tag betreten vor mir und gucken auf den Boden während sie sagen „also heute hat sie wieder nichts gegessen“… ich zucke dann nur mit den Schultern. Ist ja nicht so, dass ich das nicht kenne. Selbst der Nachtisch wird in der Kita oft verweigert, was man da so wohl noch nicht bis selten gesehen hat. Tja.. gib dem Kind mal einen Joghurt, das lacht dich beinahe aus. Quarkspeise, Pudding, Fruchtzwerg? Hahahaha… da kann ich nur müde lächeln. Naturjoghurt mit leckerem Ahornsirup und Früchten? Das probiert sie natürlich nicht mal! Sogar die alt bewährte Banane ist hier ganz oft ein Problem – möge man doch meinen, die essen alle Kinder. Wie meinte meine Freundin letztens? „Wie, sie isst keine Banane? Alle Kinder essen Bananen!“ Dann ist sie wohl kein Kind *hehe*…verrücktes Ding! Sie spuckt an manchen Tagen Schokolade wieder aus und isst keinen Kuchen. Joah, und bei euch so? Milchreis? Grießbrei? Nein danke Mama! Reich mir die Nudeln mit dem Pesto.

Vielleicht explodiert ja eines Tages der berüchtigte Knoten? Ich habe keine Ahnung. Aber es gibt viele Tage, an denen sie so wenig futtert, dass es einem Angst und Bange werden kann. Klar, Madame stillt aktuell auch viel.. aber so richtig weg bekomme ich sie davon auch nicht. Es ist nämlich ein kleiner Teufelskreis. Das Kind ist so dünn und isst schon so wenig. Man traut sich schlichtweg nicht, ihr dann auch die Stillmahlzeit zu verweigern, aus Angst sie landet beim nächsten Infekt straight wieder im Krankenhaus, weil sie so schnell abbaut wie damals beim RS Virus. Und so biete ich weiter an, koche umsonst und… esse übrigens nicht mehr selbst! Immer dieses „ich esse den Rest vom Kind auf“ hat mir einige Zusatzkilos beschert, die ich gerade abjogge *nerv*. Und so haben die Erzieherinnen und ich einfach beschlossen, es nicht mehr großartig zu thematisieren. Wird schon, ne? Oder auch nicht.

BLW – Baby Led Weaning – Post #12 – welcher Hochstuhl?

Baby led weaning hochstuhlIch weiß, es gab schon ewig keinen Baby Led Weaning Post mehr.. was eigentlich daran liegen sollte!!! dass das Kindlein aus dem Alter raus ist. *hust* Es gibt aber noch so ein paar Themen, die mir in den Fingern brennen. Unter anderem das Thema Hochstuhl. Eigentlich wollte ich ja immer einen Stokke Tripp Trapp haben. Aber ehrlich gesagt… mir war das Teil mit Zubehör einfach zu teuer. Und auch ein klein wenig zu schade für unser Vorhaben. Immerhin war uns von vorn herein klar, dass es zu einigen Essensschlachten kommen würde.

Und jetzt, mit etwas appetitlchem Abstand, war das auch die richtige Entscheidung. Denn: jedes Holz ist eben nur Holz und jede Farbe darüber ist eben nur Farbe. Unser Kindlein ist ja, was das Essen angeht, eine von der speziellen Sorte. Daher gibt es hier gefühlt ständig immer mal wieder was zwischendurch, Hauptsache es landet irgendwie im Kind. Der Stuhl wird dem entsprechend stark beansprucht, auch wenn wir viel „to go“ futtern – zum Beispiel in der Küche, auf ihrem Lernturm oder eben auf der Arbeitsfläche.

Abgesehen vom Futtern sitzt sie auch im Stuhl zum Spielen… manchmal Kneten wir am Tisch oder Malen oder schauen ein Buch. Worauf ich aber hinaus will: auf diesem Stuhl landete schon so ziemlich alles an Essen, was wir ihr jemals angeboten hatten. Da klebte eine Reiswaffel unter dem Sitz (keine Ahnung, wie die dahin kam), Spinat verkroch sich in die kleinste Ritze und wiederum nicht mehr identifizierbare Reste bekam man auch nach einer Woche Dauerabwischen nicht mehr ganz weg. Irgendwann haben wir dann aufgegeben und das weiße schöne Möbelstück nicht mehr nach jedem Benutzen „dauertiefeingeweicht“. Man wischte notdürftig das Grobe weg, der Rest wurde übersehen. Zu Beginn war man so doof, ernsthaft einen flauschig schönen Sitzverkleinerer mit aktuellem Eulendesign in Erwägung zu ziehen. Haben das Teil glaube ich einige Wochen drauf gehabt. Danach war es derart versifft, dass auch waschen nicht mehr alles entfernen konnte, was sich da so eingenistet hatte.

Also sitzt das Kindlein auf Holz. Fertich! Und Holz kann Lebensmittel „essen“… oder sich zumindest mit ihnen in einer gewissen Art und Weise verbinden. Und wenn man dann versucht die Krusten zu entfernen, platzt dann die ein oder andere weiße Stelle ab. Die Wahrheit ist natürlich, dass man so etwas vermeidet indem man jedes Mal instant wischt… aber hey… wann bitte soll ich das machen? Wenn ich mit dem Kind ins Bad zum Händewaschen stürme, in der Hoffnung, dass es auf dem Weg nur die halbe Portion Spinat, die auf dem Schoß gelandet ist, verliert? Sobald das Kind wieder halbwegs gereinigt ist, will es ja eh wieder beschäftigt werden. Gut, mittlerweile hat sie ihr Talent fürs Putzen entdeckt, was sich aber leider darauf beschränkt ein und denselben Punkt zu Tode zu putzen. Bringt bei so einem Flächenmonstrum wie dem Hochstuhl nix. Also muss Muddi ran, die, wie eben beschrieben, keine Zeit hat. Emtsprechend sieht der Hochstuhl nun auch aus.. sei es drum. Für mich ist das Teil ein Gebrauchsgegenstand, trotzdem ist es schade, diesen Verfall zu beobachten.

Irgendwann haben wir uns für Besuche außer Haus so einen Plastikhochstuhl von Ikea gegönnt *hust*… Der Preis ist ja nur ein Bruchteil von so einem schicken, weiß lackiertem Holzteilchen. Und natürlich macht er optisch nix her, ist aber schnell zusammen und wieder auseinander gebaut. Für unterwegs sehr praktisch. Irgendwann habe ich den Plastikhochstuhl dann im Sommer auf der Terrasse im Garten geparkt und für Grillsessions genutzt. Anschließend hat man ihn einfach mit dem Gartenschlauch abgespritzt, ohne Rücksicht auf Holzverluste. Geht drinnen natürlich eher schlecht. Trotzdem macht sich Plastik einfacher – meine Meinung. Das Ding ist 100x schneller abgewischt, man kann eingetrocknete Reste besser abkratzen und das Kind sitzt jetzt nicht merklich anders. Außerdem nagt nicht ständig das schlechte Gewissen an einem, dass man doch das Holz besser behandeln sollte.

Für Baby Led Weaning Anfänge würde ich immer so einen Plastikhochstuhl nehmen… und vermutlich erst später auf einen Holzhochstuhl umsteigen. Verzichten will und kann ich auf das Holzding natürlich auch nicht. Er ist wunderschön und das Kindlein liebt ihn. Er ist verstellbar und passt wunderbar an den Tisch. Das kann man vom Plastikding nicht immer behaupten. Verstellbar ist da schon mal bis auf die Gurte (die wir nie brauchten) gar nix. Momentan ist der Plastikstuhl bei den Schwiegereltern geparkt. Spätestens im Sommer werde ich ihn mir aber wieder einkrallen um auch für die Terasse eine umproblematische Lösung zu haben! Jawohl!

Achso, falls es wen interessiert.. wir haben diesen Hochtsuhl!

Gute Nacht! :*

Was verpasst?
BLW – Baby Led Weaning – Post #1 – der erste Versuch
BLW – Baby Led Weaning – Post #2 – es geht weiter!
BLW – Baby Led Weaning – Post #3 – aufgeben?
BLW – Baby Led Weaning – Post #4 – der Teppich
BLW – Baby Led Weaning – Post #5 – Ohne Sitzen = doof!
BLW – Baby Led Weaning – Post #6 – alles Gewöhnung!
BLW – Baby Led Weaning – Post #7 – Lieblingsessen
BLW – Baby Led Weaning – Post #8 – schon probiert?
BLW – Baby Led Weaning – Post #9 – Verschlucken?
BLW – Baby Led Weaning – Post #10 – Zähne!
BLW – Baby Led Weaning – Post #11 – Verzicht?

Was ist Baby Led Weaning?
Grundlagenbuch hier!

Essen? Ick doch nich!

FutterEs ist mal wieder an der Zeit, ein bisschen zu klagen. Das Kindlein hat mit seinen fast 15 Monaten nämlich so gar keine Lust zu essen… ich will mal unsere Chronik des Grauens von hinten aufrollen:

  • 6 Monate voll stillen – check
  • Entscheidung zum Breiverzicht – Baby-Led-Weaning war angesagt
  • zunächst Gemüsesticks, die keinerlei oder nur wenig Anklang fanden
  • habe dann Gemüse gekauft, welches selbst ich noch nie oder selten gegessen habe
  • haben unser Reportoire mit den Monaten ausgeweitet – Nudeln und Co. kamen hinzu
  • das änderte aber nichts daran, dass ich sie mit 8 Monaten noch voll stillte
  • irgendwann brachen alle Vorsätze zusammen
  • habe bestimmt 40 Gläschen bei dm gekauft
  • sie nahm von 90% der Gläschen nichts zu sich.. bei einigen Obstsachen mochte sie 2-3 Löffel (an guten Tagen)
  • es wurde im Laufe der Zeit nur minimal besser… Essen ist bis heute ein Krampf

Immerhin (denke ich mir zumindest) stille ich nicht mehr voll. Tagsüber nur noch vor dem Mittagsschlaf und Abends zum zu Bett gehen. Dafür holt sich diese kleine Raupe aber alles nachts! Und das gerne 4-8 Mal… manchmal auch nur zwei oder drei Mal, aber die Regel sind eher vier oder fünf Unterbrechungen. Und sie nuckelt nicht nur – sie säuft mich komplett leer, dockt sich ab und schnobbelt wieder ein. Meistens bekomme ich davon nicht viel mit… aber das ich es nicht träume, das ist mal klar!

Nun gibt es eigentlich nur eine Sache, die das Kindlein relativ verlässlich isst. Und das sind Nudeln mit grünem Pesto. Seit dieser Woche wissen wir, dass sie auch Papas selbstgekochte Bolognese isst – aber auch erst nachdem ich ihr in einem „Hinterhalt“ einen Löffel davon in den Mund geschoben habe. Da hat sie dann wohl gecheckt: „hm, is doch nicht so blöd das Zeug!“ Sobald etwas „anders“ aussieht, als die wenigen Sachen, die sie futtert, verweigert sie erst einmal komplett. Seltsames Kind.

Was mich aber tierisch aufregt: ich bin genauso! Meine Liste mit den Dingen, die ich nicht esse, ist länger als die mit den Sachen, die ich nicht esse (und ich hasse diese schlechte Angewohnheit, kann es aber nicht ändern) :/ Mein Mann futtert dagegen alles.. (bis auf Lakritz) Da ich nicht wollte, dass das Kindlein genauso wie die Mama wird, habe ich mir vor ihren Augen sogar Paprika rein gequält (und ich hasse Paprika echt wahnsinnig!).. Außerdem kommt der Gedanke mit dem Baby-Led-Weaning nicht irgendwo her… immerhin bestätigen Studien, dass diese Kinder später weniger mäkelig sind. *hust*… vielleicht richtet es ja das Alter? Die Zeit? Die Zähne?

Es gibt eigentlich kein einziges Lebensmittel, auf das sie sich so richtig stürzen würde… ich fasse mal eben zusammen…

  • Eis steht für unsere Verhältnisse recht hoch im Kurs, Kinderschoki auch
  • Kuchen – bitte nichts, wo Obst drin ist, auch sonst schwierig
  • Banane? Bäh! (hallo, welches Kind isst keine Banane?)
  • Melonen aller Art: ab in den Mund, Saft raus saugen, ausspucken *grummel*
  • Brot – nichts für das Kindlein
  • Käse, Wurst? Igitt!
  • Joghurt? Selbstgemacht, gekauft.. egal… der Löffel landet nicht mal im Mund!
  • Milchreis, Grießbrei – sie würde sich wohl eher einen Finger abhacken, als das zu essen
  • Apfelmus, Marmelade, Honig? Wääähhhh… nicht mit dem Kindlein!
  • Abgesehen von der Kinderschoki steht sie eigentlich auch nicht so auf Schokolade im Allgemeinen
  • Reis ist übrigens auch ein Glücksspiel – mal geht es und mal nicht

Grundsätzlich knabbert sie an vielem… Äpfel, Sesamstangen, Gurken… aber der Großteil wird anschließend wieder ausgespuckt. Würstchen vom Grill mag sie noch ganz gern… Normale Würstchen vom Metzger gehen aber auch nicht. *hilfe* An Hühnchen und Rind wird mal leicht geknatscht, aber so wirklich was landet da auch nicht im Magen.

Nudeln – Alleskönner!!!

Nun weiß ich mir echt keinen Rat mehr und gebe dem Kindlein daher seeeehr oft Nudeln… und fühle mich schlecht, habe ständig dieses Wort „Mangelerscheinung“ im Kopf schwirren. Es gäbe vermutlich einige Dinge, die sie gerne essen würde… die ich ihr aber nicht geben mag. Dieses ganze zuckerverseuchte Zeug wie Milchschnitte, Fruchtzwerge und so was. Nicht weil sie das nicht essen soll (hin und wieder wäre ja ok), sondern auch weil ich Angst habe, dass sie mir dann anschließend vielleicht sogar noch die Nudeln verweigert! Und dann kann ich ja gleich wieder voll stillen! Wo wir schon beim Trinken sind… Tee geht bis heute nicht! Egal welche Sorte…. bäh!

Ich meine, ist das normal? Kann ich noch etwas tun? Wird das besser? Helft mir mal ein bisschen!

Ansonsten sieht die Situation so aus, dass sie nie frühstückt, da sie nachts und besonders in den Morgenstunden viel stillt (verweigern führt übrigens zu Einschreien mit blau anlaufen – keine Option)… dabei habe ich ihr viel angeboten. Brot, Toast, Brötchen, Kindermüsli, viiiel Obst (das geht manchmal), aber es war noch nicht so recht was dabei, was sie mag. Das Kind isst nicht mal Nutella!!! Wo kommen wir denn dahin???

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Obst- und Gemüsepausen. Mittags habe ich sie mit den Nudeln ganz gut im Griff, Abends wird es schon wieder schwieriger, etwas zu finden. Meistens gibt es dann auch Nudelreste vom Mittag *schäm*, wenn sie wieder alles andere abgelehnt hat (Brot, Joghurt und das gängige Zeugs)…hach Mensch. Genug gejammert. Erfahrungsberichte sind gern gesehen/gelesen!

BLW – Baby Led Weaning – Post #11 – Verzicht?

So, nachdem ich vor einiger Zeit schon mal darüber geschrieben habe, was unser Kindlein schon alles probiert hat, möchte ich heute über die Dinge schreiben, auf die wir verzichten :). Ich habe schon lange nicht mehr zum Thema Baby Led Weaning geschrieben, was aber in erster Linie an dem schrecklichen Essverhalten unseres Kindleins liegt. Momentan isst sie so gut wie nicht – es wird zu 99% gestillt. Wenn sie etwas in den Mund nimmt, dann knautscht sie drauf rum und spuckt es danach wieder aus. Es ist wirklich zum verrückt werden… Wir hatten es daher zwischenzeitlich mit Brei versucht, aber (wenn sie überhaupt den Mund aufmacht) es landen höchstens zwei bis drei Löffel im Mund – und werden auch oft wieder ausgespuckt. Aber nun mal zu den Dingen, auf die wir verzichten wollten.

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Wir haben ja ganz klassisch mit Gemüse angefangen – Möhre, Broccoli und das ganze Zeugs. Unsere Ziele waren da eigentlich noch ganz einfach: kein Zucker und keine Gewürze im ersten Jahr. Das mit dem Zucker haben wir ungefähr 11 Monate durchgehalten, danach hatte sie mal einen Cookie in der Hand, fand ihn aber auch nicht sonderlich erfreulich. In meiner Not hatte ich ihr sogar mal Marmelade auf ein Brötchen getan – wurde ebenfalls verschmäht. Es ist nach wie vor so, dass wir Zucker hier extrem vermeiden – so gut es eben geht. Der positive Nebeneffekt: auch wir haben unseren Zuckerkonsum deutlich herunter gefahren.

Das mit den Gewürzen ist schon etwas schwieriger. Am Anfang haben wir immer etwas von unserem Essen weggepackt und unsere Nahrungsmittel erst nach dem Kochen/Braten gewürzt. Das haben wir aber auch nur ungefähr 10 Monate durchgehalten, obwohl 12 Monate das besagte Ziel waren. Naja.. wie oben beschrieben… es ist hier gerade nicht so leicht. Und da versucht man vieles und springt über seine selbst gesteckten Ziele und Grenzen. Mittlerweile gibt es auch in Salzwasser gekochte Nudeln oder gewürzte Gemüsesachen. Ich sehe das wirklich nicht mehr so eng.

Das dritte große Ziel waren Milchprodukte: auch hier wollten wir 12 Monate warten… vor allem bei dem Thema Milch bin ich ziemlich pingelig. Mir ist nicht so recht wohl dabei, ihr normale Kuhmilch zu geben. Wir trinken/verwerten diese auch kaum… da mag man sich jetzt drüber streiten, ob und wie gut sie ist, aber wer sich mit den Inhaltsstoffen beschäftigt hat, weiß was ich meine. Wir haben ihr mittlerweile mal Mozzarella oder auch mal Milchreis angeboten, was aber ebenfalls abgelehnt wurde.

Als letzten Punkt gehe ich mal auf das Thema Fleisch ein. Wir wollten im ersten Jahr kein Schweinefleisch geben, da mir das von vielen Seiten nahe gelegt wurde. Das haben wir nicht komplett geschafft, da das Kindlein beim Grillen auch mal eine Rostbratwurst in die Hand gedrückt bekommen hat. Die hat ihr sogar manchmal gemundet – aber eben auch nur manchmal.

Ich bin froh und auch etwas stolz, dass wir mit den meisten Sachen wirklich lang gewartet haben. Sicher, wir haben unsere eigenen Ziele nicht ganz eingehalten.. aber wir sind glücklich so, wie es ist. Auch wenn das Thema Essen nach wie vor sehr sehr schwierig ist. Ich warte jeden Tag auf den berüchtigten Knoten, der doch da mal platzen mag. 🙂

BLW – Baby Led Weaning – Post #10 – Zähne!

Noch eine von vielen Fragen, die ich zum Thema Baby Led Weaning erhalte: Geht das auch ohne Zähne? Das kann ich wirklich guten Gewissens und mit vollem Ernst beantworten: Ja, natürlich geht das! Und wie das geht! Ich glaube, wir unterschätzen manchmal, welche Kraft die Kauleisten beziehungsweise der Kiefer unserer kleinen Mäuse haben. Die ist nämlich immens und zerkleinert auch recht feste Nahrung. Unser Kindlein ist nun knapp über neun Monate alt und hat noch nicht einen einzigen Zahn. Da bin ich schon etwas traurig, da ich mir für das Äffchen schon ein kleines Zähnchen wünsche :). Aber da hat auch wieder jeder Mensch seinen eigenen Rhythmus.

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Auf jeden Fall war ich natürlich zu Beginn des Experiments sehr skeptisch… ob sie es auch wirklich schafft Dinge „abzubeißen“ – wenn man das denn so nennen kann :). Aber ja… es kappte natürlich nicht von Anfang an. Zu Beginn wurde eher „abgequetscht“, was aber vielleicht auch daran lag, dass ich das Fingerfood sehr sehr weich gekocht habe. Das mache ich natürlich immer noch, aber bei weitem nicht mehr alles und schon gar nicht so weich, dass es praktisch in ihrer Hand zerbröseln würde. Mit der Zeit hat sie gelernt, ganz gezielt abzubeißen und die Nahrung anschließend zu zermalmen. Und ich denke mir hier nichts aus – denn allzu oft kommt die breiige Pampe noch aus dem Mund und läuft schön das Lätzchen entlang, da sie sich im letzten Moment doch gegen das Schlucken entschieden hat. Passiert das eigentlich auch bei Breikindern? Das ist überhaupt so ein Phänomen – ab in den Mund, ewig hin und hergeschoben, eingespeichelt und schwuppdiwupp – draußen – und zwar überall. Am Bein, am Fuß, auf dem Hochtsuhl und dem Lätzchen. Nerv nerv nerv.

Ich möchte aber eines ganz klar sagen: habt den Mut! Eure Mäuse brauchen keine Zähne! Es Klappt auch so! Man muss es nur langsam und ganz behutsam angehen. Zunächst immer seeeehr weich kochen und dann eventuell auch variieren und schauen, was sie können und schaffen. Es ist zum Beispiel oft so, dass ich um die sechs Broccoliröschen koche und sie Abstand von 1-10 Minuten aus dem Topf nehme. So lernt die Mausi auch kennen, dass eine Gemüsesorte verschieden fest beziehungsweise weich sein kann. Für mich ist es einfach praktisch, weil ich sehe, wie weit ich gehen kann. Nichts desto trotz würde ich mich so langsam schon mal über das erste Zähnchen freuen :).

BLW – Baby Led Weaning – Post#9 – Verschlucken?!

Ich wurde nun schon sehr oft nach dem Thema „Verschlucken“ gefragt… und dachte… verfasse ich doch direkt einen Post dazu. Mal vorweg: wir machen Baby Led Weaning jetzt seit ungefähr drei Monaten und seit etwa sechs Wochen sehr intensiv und natürlich auch regelmäßig. Ich kann mich an genau zwei Mal erinnern, in denen sich unser Äffchen innerhalb dieser drei Monate wirklich doll verschluckt hat. Das eine Mal war es ein Stück Honigmelone und an das andere Essen kann ich mich ehrlich gesagt nicht mal mehr erinnern.  Ansonsten hustete sie hin und wieder ein bisschen und würgte etwas. Aber auch das kann ich eigentlich an einer Hand abzählen.

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Hinzu kommt: die beiden Male, in denen sie sich arg verschluckte, waren jeweils zu Beginn unseres Baby Led Weaning Experiments. Mit zunehmendem Alter und auch mit der besseren Handmotorik ließ das Würgen/Spucken/Verschlucken ganz schnell nach. Mittlerweile ist ja sowieso nichts mehr vor ihr sicher.. alles Essbare wird sich detailliert angesehen und dann in den Mund gestopft. Wobei sie dabei eben doch eine gewisse Vorsicht walten lässt. Es kommt daher schlichtweg zu keinerlei Unfällen in Sachen Verschlucken. Es ist auch nicht so, dass sie sich beispielsweise ein komplettes Broccoliröschen in den Mund steckt. Es wird immer mit der Kauleiste etwas abgebröselt und der Rest ist dann eben noch in der Hand. Das Kind musste hier nichts lernen oder so… das funktionierte von Anfang an einwandfrei!

Sie weiss, dass sie nicht einfach alles in den Mund stecken kann… sie ist sehr bedacht und so landet immer Stückchen für Stückchen im Mund – was jedoch noch lange nicht heisst, dass es dann auch im Magen endet. Oft wird abgebissen, ordentlich zermalmt… nur um anschließend mit ganz viel Sabber wieder mit der Zunge aus dem Mund befördert zu werden. Dafür – meine lieben Mamis – gibt es ja diese tollen Lätzchen mit Auffangschale! Ein Hoch auf diese Erfindung!

BLW – Baby Led Weaning – Post #7 – Lieblingsessen

Unser Kind kommt ganz nach der Mama – zumindest was das Thema Erdbeeren angeht. Sie LIEBT sie! Stelle ich ihr einen Teller mit frischem Obst hin, greift sie immer zuerst nach den leckeren Erdbeeren, die – zugegebenermaßen – für diese Jahreszeit erstaunlich gut schmecken. Natürlich nichts im Vergleich zu den frischen Sommererdbeeren, aber trotzdem in Ordnung. Ich selbst bin süchtig nach den roten Früchten. Ich könnte Tonnen davon vertilgen – ob als Torte, pur, als Quark, Eis – ist mir schnuppe. Hauptsache viel! Ich habe mir damals nach der Entbindung direkt von Männe Erdbeerquark ins Krankenhaus bringen lassen. Ich hatte noch nicht mal den Hauch einer Ahnung, dass die frechen Früchtchen einen wunden Po verursachen können. Das blieb bei meiner Maus aber auch nach dem Verzehr aus. Nix wund, alles schick.

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Nun liebt das Kindlein Erdbeeren so heiss und innig… das ich es ihr nicht verbieten kann… und das, obwohl der Popo leicht rot wird wenn sie sie selbst isst. Aber auch nicht jedes Mal und wenn dann nur minimal. Ich bin so froh, dass sie das Obst mit so viel Begeisterung knabbert. Es sieht danach immer aus wie beim Schlachtfest… überall bahnen sich rote Saftbäche über ihre Arme, das Gesicht und Lätzchen. Gerne wird damit auch umher geworfen. Der Stuhl sieht danach aus als hätte sie darauf eigenhändig einen Hamster in seine Einzelteile zerlegt. Erdbeeren lassen sich für das Baby Led Weaning Experiment so super handlich schnippeln und sind nicht so glitschig wie manch andere Frucht. Banane flutscht immer so schnell aus den Händen :/. Beides tritt sich aber gleich gut im Teppich fest, davon kann Mama ein Liedchen trällern. Gott sei dank gibt es heute für Flecken aller Art Waschpulver. Und wisst ihr was? Bei Erdbeeren bin ich so absolut gar nicht traurig wenn sie sie nicht auffuttert, sondern für ihre Mami etwas übrig lässt. So ein liebes Kind! *herz*

Was verpasst?
BLW – Baby Led Weaning – Post #1 – der erste Versuch
BLW – Baby Led Weaning – Post #2 – es geht weiter!
BLW – Baby Led Weaning – Post #3 – aufgeben?
BLW – Baby Led Weaning – Post #4 – der Teppich
BLW – Baby Led Weaning – Post #5 – Ohne Sitzen = doof!
BLW – Baby Led Weaning – Post #6 – alles Gewöhnung!

Was ist Baby Led Weaning?
Grundlagenbuch hier!

BLW – Baby Led Weaning – Post#6 – alles Gewöhnung!

Zeit…. Zeit…. Zeit macht alles besser! Ich muss ja sagen… Männe und ich sind eigentlich keine riesigen Freunde von festen Essenszeiten. Wir sind absolute Genussesser, haben einen riesigen amerikanischen Kühlschrank und schmeißen auch allerhand ungesundes Zeug in uns rein. Ich liebe Süßkram aller Art – ich könnte mich im Grunde von Nutellatoasts ernähren wenn es nicht anders ginge. 😀 Wir haben auch immer mal gerne auf der Couch vor dem TV gefuttert und schon gar nicht zu einer bestimmten Uhrzeit. Schon bevor das Kindlein unterwegs war, war klar, dass das natürlich nicht mehr lang so geht. Und so halte ich momentan wirklich jeden Tag (relativ) feste Essenszeiten ein.

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Es gibt bisher immer morgens und mittags etwas „größeres“ auf den Teller, von dem ich um die 90% danach selbst aufesse. Zwischendurch bekommt unser Kindlein natürlich auch mal etwas anderes. Und es klappt (vor allem seit dem besseren Sitzen) wirklich gut. Sie scheint sich wirklich daran „gewöhnt“ zu haben. Weiß was passiert wenn ich sie in den Stuhl setze, das Lätzchen anlege und sie gleich ihr Tellerchen bekommt. Sie kennt danach die Prozedur des Händewaschens und signalisiert mir ganz deutlich wenn sie nicht mehr in ihrem Hochsitz sitzen möchte. Es bringt eine gewisse Routine in den Tag, was sehr gut ist. Vor allem, weil Männe und ich uns diesbezüglich zu 100% umgestellt haben. Auch am Wochenende gibt es „feste“ Zeiten (Uhrzeiten werden hier nicht eingehalten – dafür ist ihr Rhythmus noch zu ungenau) und wir essen immer alle gemeinsam. Das ist super und man kann sein Essen herrlich genießen. Ansonsten ist es momentan immer noch so, dass man absolut nicht vom Ersetzen irgendeiner Mahlzeit sprechen kann. Aber hey, es heißt ja auch BEIkost und nix anderes. In diesem Sinne: wir bleiben dran. Wie man auf dem Bild sieht, hat unser Äffchen auch schon mal Spätzle probiert *herz*. Die sind aber auch so herrlich umhergeflogen.

Was verpasst?
BLW – Baby Led Weaning – Post #1 – der erste Versuch
BLW – Baby Led Weaning – Post #2 – es geht weiter!
BLW – Baby Led Weaning – Post #3 – aufgeben?
BLW – Baby Led Weaning – Post #4 – der Teppich
BLW – Baby Led Weaning – Post #5 – Ohne Sitzen = doof!

Was ist Baby Led Weaning?
Grundlagenbuch hier!

BLW – Baby Led Weaning – Post #5 – Ohne Sitzen=doof!

ENDLICH!!!! Das Sitzen im Hochstuhl klappt endlich besser! Und damit sind wir beim Thema Essen ein ganzes Stückchen vorwärts gekommen. Ich weiß – man soll Babies erst dann hinsetzen, wenn sie sich von allein in eine sitzende Position bringen können. Aber soll ich euch was sagen? Ich habe da mal etwas recherchiert und viele Mamas berichten, dass ihre Kinder sich erst mit einem Jahr oder noch später selbst hinsetzen konnten. Wenn es danach geht, stille ich noch zur Einschulung – überspitzt gesagt :D. Und es ist ja nicht so, dass ich sie den ganzen Tag hinsetze. Ausschließlich zu den Mahlzeiten kommt das Kindlein in ihren tollen Hochstuhl.

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Und ich brauche gar nicht mehr zu sagen als: sie liebt es! ENDLICH klappt es besser mit dem Essen… dem regelmäßigem Essen! Sie sitzt mit am Tisch, kann alles sehen, wir können parallel endlich wieder alle gemeinsam etwas zu uns nehmen, ohne das einer die ganze Zeit das Kind bespaßen muss. Das war ja bisher immer der Fall: einer aß, der andere hatte das nörgelnde Kind auf dem Arm/Schoß, welches einfach nur frustriert war, weil es nix abbekam. 😉 Und selbst wenn es etwas in der Hand hatte konnte man selbst nie oder nur wenig essen. Mit dem Hochstuhl ergeben sich hier nun ganz andere Dimensionen Es ist soooo toll. Ich könnte manchmal weinen vor Glück, da Baby Led Weaning mittlerweile einwandfrei funktioniert. Sie liebt es so sehr die Lebensmittel zu ertasten. Meistens geht das dann so:

Mama/Papa stellt ihr einen Teller mit verschiedenen Dingen hin
Kind schaut sich den Inhalt an
Kind greift gezielt nach einer Sache
Kind nimmt etwas in die Hand und dreht die Hand hin und her
Kind schaut sich das, was in ihrer Hand ist ganz genau an
Kind führt es zum Mund, schmeckt, beißt ab, kaut, schluckt
Kind tastet weiter in den Lebensmitteln und entscheidet immer wieder neu

Es ist genau DAS was wir wollten. Ein Kind, welches die Welt der Lebensmittel mit ALLEN SINNEN erforscht und kennenlernt. Ich bin so stolz, dass sie es so super macht! Sie ist ganz toll bei der Sache, meckert nicht, sondern ist extrem interessiert an der Welt des Essens. Sie hat uns immer wieder gezeigt, dass Füttern zwar ein Weg ist… für uns/sie aber nicht der richtige. Und das hat nichts mit „mit Essen spielt man nicht“ zu tun. Für uns ist es der einzig richtige Weg… vor allem weil wir glauben, dass es von jeher genau die richtige Art und Weise ist ein Kind an Lebensmittel zu gewöhnen. Ich bin gerade so happy, ich könnte die ganze Welt umarmen! <3

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