Autor

kathi

Juni 2017 – Rückblick

JUNI 2017 – RÜCKBLICK

Oje oje… nun haben wir August, ich muss mich sputen. Auf dem Blog bleibt es wohl vorerst so ruhig, da ich auf der einen Seite das zumindest halbwegs entschleunigte Leben im Externat sehr genieße und ich auf der anderen Seite nicht soooo die Lust habe alles Mögliche zu verbloggen. An Themen mangelt es nach wie vor nicht, aber ich habe einfach oft keine Zeit, da ich mich im Sommer lieber der Welt da draußen widme. Sobald die Sonne scheint geht es raus! Und da wir schon August haben und der Sommer angeblich gar nicht mehr so richtig kommen soll dieses Jahr… nun ja, da lasse ich die Webseite einfach mal die Webseite sein. Aber nun schnell der Juni und (hoffentlich) zeitnah auch der Juli.

LANDPARTIE 2017

Die Brandenburger Landpartie stand wie jedes Jahr auf unserem Plan: Tiere, Bauernhof, Spiel, Spaß und Völlerei. Dieses Jahr entschieden wir uns aufgrund trauriger Umstände für einen anderen Hof, bereuten es aber keineswegs. Es war soooo toll! Die Kinder tollten durch die Gegend und wurden dank all der Angebote perfekt bespasst. Kinderschminken, Kartoffeldruck, Traktoren, Landmaschinen, viiiiele Tiere, gutes Essen und jede Menge Musik. War wie jedes Jahr einen Besuch wert.

Und sonst…?

Groß, dünn, nach wie vor fernsehsüchtig
Mag keinen Dreck oder Wasser im Gesicht
Liebt alles, was glitzert und glänzt
zählt Schaukeln zu ihren Hobbies
wünscht sich Ohrlöcher
ist nach wie vor andauernd krank und hustet sich durchs Leben

ERLEBT?

Großes Fest in der Stadt
Gemütlicher Gin-Nachmittag/Abend mit Freunden
Es windet so sehr – Drachen steigen lassen
Oma/Opa Tag in der Kita

DER REGENBOGEN KOMMT!

Wir haben gebastelt. Einladungskarten für ihre Party mit den Kita-Kindern. Und tatatataaaaaa… es wird eine *trommelwirbel* Regenbogen-Party! Yehaaaa… Ich habe leider nur ein ganz schlechtes Foto der Einladungskarten, die natürlich entsprechend des Themas eigenhändig von Mama halb nachts gebastelt wurden. Halb Pinterest habe ich dafür abgegrast , wurde aber auch fündig. Außerdem habe ich dort jede Menge Anregungen zum Thema Geburtstag und Regenbogen bekommen. Was habe ich konkret für den Geburtstag mit den Kitakindern geplant?

  • Regenbogen zum Ausmalen
  • Regenbogenkuchen
  • Regenbogen Pinata
  • Regenbogen Schatzsuche
  • Regenbogen Outfit fürs Kindlein

Und ansonsten feiern wir frei nach der Devise: die Kinder einfach machen lassen. Zumindest ist so der Plan für Juli! 6 Kinder haben wir aus der Kita eingeladen, 6 haben zugesagt *freu* Das Mädchen ist natürlich sehr aufgeregt und fragt täglich, wann denn nun ihr Geburtstag sei. Papa wird die Tage mit ihr einen kleinen Kalender basteln, an dem sie jeden Tag ein kleines Stück abschneiden kann. So bekommt sie hoffentlich ein besseres Gefühl für die Dauer. Vor der Feier mit den Kita-Freunden steht noch die große Geburtstagssause mit den Freunden und der Familie an.

BUCHSTABENSUPPE

Das Kindlein kann seinen Namen schreiben! Naja… fast… da die Anzahl der Buchstaben sehr begrenzt ist, hatte sie die Schriftführung recht schnell verinnerlicht. Nun das große ABER: die Reihenfolge der Buchstaben ist noch seeeehr variabel. Es ist alles dabei… selten aber so, wie es sein müsste. Im Grunde ist das jetzt, mit nicht mal 4 Jahren auch so ziemlich egal. Mein Herz platzt ja so oder so vor Liebe. Das Kindlein ist sehr stolz und freut sich im Zuge dessen selbstverständlich auch schon auf Schule und Co. Rechnen, Lesen, Schreiben – will sie alles lernen. In erster Linie möchte sie natürlich eine grooooße Zuckertüte (in „rosa und lila Mama!“) und eine tolle Schultasche. Rückblickend betrachtet, ist sie sogar sehr im Schul-Fieber, wenn man das so nennen kann. Kleines und doch schon so großes Mädchen. Neulich ist mir eingefallen, dass ich nach Silvester schon den Satz „Nächstes Jahr kommt sie in die Schule“ aussprechen kann. Da gab es gleich mal einen Schauer über den Rücken… verrückt das Leben!

QUASSELSCHNUTE

„Papa, ist schon ein neuer Tag?“

Lieblingssatz: „Ich habe eine Idee!“

Mama zu Papa: „Ich will ein Baby haben!“
Kindlein: „Ich auch!“

Sitzt auf dem Klo und pupst superlaut.
Papa: „Holla!“
Kindlein: „.. die Waldfee!“

„Opa A. hat uns das Haus gebaut!“ (stimmt tatsächlich!)

„Ich will mal wieder auf einem Pferd reiten. Da muss ich mich ganz doll festhalten. Da brauche ich ganz viel Power!“

Mai 2017 – Rückblick

Ähm… ja, wir haben Ende Juli… *hust hust doppelhust* aber es hilft ja nix. Keine Zeit, kein Beitrag. Also jetzt ganz schnell nachgeholt: Mai 2017! Ich hatte den halben Post Gott sei Dank schon vor Ewigkeiten vorgeschrieben. Aber nun noch schnell der Rest!

Uff – was für ein Mai, was für ein Anfang Juni… Kurz gefasst: Papa weilte im Mai ganze 2 1/2 Wochen im Urlaub. In Kanada. Und ich hatte Anfang Juni gleich mal Prüfungen. Ach ja: und das Kind war mal wieder krank. Alles zusammen. Alles beim Alten. Und nun starten wir mal direkt.

OHNE PAPA

Der Mai war eine absolute Herausforderung. Papa war ausgeflogen, im wahrsten Sinne des Wortes. Er machte Urlaub in Kanada – ein Männertrip sozusagen. Als er mir vor einiger Zeit davon erzählte, war ich ziemlich Feuer und Flamme und meinte: egal was kommt, das musst du machen! Es gab nur eine Voraussetzung – es musste in meiner Theorie Phase sein. Denn Schichtdienst und ein nicht anwesender Papa wäre eine Katastrophe. Aber es klappte und Mitte Mai stieg Papa ins Flugzeug. Meine Mama – Kindleins Oma – hatte sich extra Urlaub genommen. Und so konnte ich dank familiärer Unterstützung die Sache richtig gut wuppen. Die ersten Tage war ich ziemlich sentimental. Immerhin bin ich zu Beginn fest davon ausgegangen, dass Papa entweder einen Flugzeugabsturz haben wird oder eben von einem Bären gefressen wird. Ich hab einfach immer Angst um alles und jeden in meiner Umgebung. Nach einigen Tagen waren wir allerdings ein ziemlich eingespieltes Team ohne Papa. Und so langsam war es ganz angenehm. Endlich lag nicht mehr überall Papas Kram rum *hehe*… das Kindlein verkraftete das Ganze erstaunlich gut. Wenn es mal nicht so nach ihrer Nase ging wurde natürlich lauthals nach Papa gekräht. Aber im Großen und Ganzen schlug sie sich echt wacker.

Der Papa hatte sich trotz guter Planung eigentlich eine doofe Zeit ausgesucht. Er war nämlich weg zum Muttertag, unserem Jahres- und Hochzeitstag und zu meinem Geburtstag. Jaahaaa…. all diese Tage durfte ich allein beschreiten. War es doof? Ja, schon irgendwie. Aber da ich auf solche Daten nicht viel gebe und meinen Geburtstag sowieso jedes Jahr liebend gern umschiffen würde, war alles halb so schlimm.

Das Wiedersehen am Bahnhof war nach den über 2 Wochen seeeeehr sentimental. Irgendwie lagen wir uns flennend in den Armen, der Mann überschüttete mich mit Blumen, die die Reise kaum überlebt hatten und das Kindlein war von Papa natürlich nicht mehr weg zu bekommen. Zuvor hatten wir ein Bild gebastelt, auf dem „Papa“ stand. Sie hielt das Schild die ganze Zeit in die Höhe und wartete brav auf ihren Daddy. Es war echt herzergreifend. Nun ist der Mann wieder da – und wie soll es anders sein: sein Zeug liegt überall.

BALLERINA KINDLEIN

Mein Mädchen tanzt Ballett. Hach. Ich hatte so viele Herzchen in den Augen deswegen… Sie machte in der ersten Schnupperstunde total gut mit und freute sich ein kleines Loch in den Bauch. Ich hatte sie vorab komplett eingekleidet.. und so tanzte mein kleines Äffchen grazil durch die Gegend. Die Kursleitung bekam sich gar nicht mehr ein: „Sie sieht aus wie eine richtige Ballerina, hach!“ Und ja, das stimmte tatsächlich. Aufmerksam hörte sie zu, machte alles nach und grinste alle paar Sekunden in meine Richtung. Auch die zweite Stunde verlief super, bei der dritten Stunde stand sie schon etwas bedröppelt in der Ecke. Das Ende der Geschichte? Das Kind wollte nicht mehr – partout! Und die Kursleitung war am Boden… Unser Kind habe aufgrund anatomischer Eigenschaften angeblich beste Vorraussetzungen und bli bla blubb. Hilft nur nix, alles Reden, alles Erklären. Sinnlos. Kindlein wollte nicht mehr. Und wir nahmen das einfach so an und meldeten sie wieder ab. Und die Maus? Freute sich über diesen Schritt. Alles richtig gemacht!

SOMMER

Schon im Mai kam der Sommer vorbei… *freu* was war das schön. Ein paar Tage konnten wir dank Sonne und perfekter Temperaturen eine Runde am See oder auch im Naturbad vorbei schauen. Das Kind war anschließend natürlich wieder krank. Kennen wir ja nicht anders nach dem ersten Wasserbesuch des Jahres. Aber gut. Der Sommer war da. Kurz, aber anwesend. Und das im Mai. Was will man mehr? Genau – noch mehr Sommer! Wir werden sehen was die nächsten Wochen so bringen. Aktuelle Anmerkung an dieser Stelle: die letzten Wochen und besonders die letzten zwei Tage haben gezeigt: Sommer in Deutschland? Ist im Mai verschollen und war nimmer mehr gesehen. Es ist ja wirklich zum weinen momentan. Keine weiteren Worte.

QUASSELQUEEN

Es hat mich einiges an Zeit gekostet, alles aus dem Mai zusammen zu suchen, aber hier nun ihre besten Sprüche:

„Alter Schwede!“

Papa: „Heute Abend muss der Papi wieder Fussball spielen!“
Kindlein: „Ja ja, ist schon gut!“

Zu Mama: „Katharina, du bist ganz schön anstrengend!“

Ganz weinerlich, weil Mama los fährt.
Papa: „Möchtest du ein bisschen iPad spielen, damit Du dich ablenkst?“
Kindlein: „Ja, dann kann ich mich beruhigen!“

Macht ihr Trampolin sauber: „Das ist so viel Arbeit, mir tut schon der Rücken weh!“

Beim Sport mit Oma: „Ich kotze gleich!“

Zeigt stolz, dass sie allein eingießen kann: „Vielleicht werde ich mal eine Eingießerin!“

Und sonst?

Wie schon am Anfang berichtet: Kindlein war wieder krank. Wie soll es auch anders sein? Husten, wie immer. Ich werde hier wohl doch mal einen längeren Weg einschlagen müssen. Sprich: Lungenarzt. Irgendwas in diese Richtung. Vielleicht auch grundsätzlich mal Allergien ausschließen, wobei die Symptome schon eher immer für Infekte an den Bronchien sprechen. Aber gut, mein anatomisches Halbwissen reicht für so etwas natürlich nicht aus. Da sie aktuell wieder schrecklichen Husten hat (im Juli – ach ja….), unsere Kinderärztin aber im Urlaub ist, müssen wir das Ganze noch etwas verschieben. Der Plan steht allerdings.

Sonst ist das Kindlein nach wie vor ein recht entspanntes Menschlein. Sie fiebert sehr ihrem 4. Geburtstag hin, wünscht sich ein ausdrücklich ein Anna und Elsa Schloss und möchte eine grooooße Party feiern. Es wird sogar zwei Feiern geben. Eine mit Freunden und Familie (die ich dieses Jahr ganz bewusst etwas kleiner halte) und eine Feier mit den Kita-Kindern. Es wird also ein langes Wochenende, da wir alles an zwei beziehungsweise drei Tagen abfrühstücken werden. Wir hoffen auf bestes Wetter und leuchtende Kinderaugen. Mama plant schon ganz fleißig und ist voll in ihrem Element!

Ansonsten hatten wir viel Besuch und haben viel unternommen. Das lag in erster Linie an den 2 1/2 Wochen ohne den Papa. Da ich dem Kind und mir gammelige Grummeltage ersparen wollte, war quasi jeder Tag gut gefüllt mit Beschäftigung. Wir hatten Freunde zu Besuch oder besuchten wiederum jemanden. Und so flogen die Tage dahin und Stunden oder gar Minuten wurden nur ganz selten gezählt.

Piraten sind doch nicht für Mädchen, Papa!

„Piraten sind doch nicht für Mädchen Papa!“

…sprach das Kind bei einem Outfit, welches an Piraten und Seeräuber erinnerte. Es klingelte in meinen Ohren. Mein Alptraum ist wahr geworden. Mein Kindlein… mein über alles geliebtes Kindlein… unterscheidet mittlerweile ziemlich deutlich zwischen Mädchen und Jungen. Dabei haben wir doch alles gegeben? Hehe… gut, das soll keiner dieser „die Industrie ist sooooo scheiße“- Posts werden. Aber fangen wir mal von vorn an – bitte alles mit einem Fünkchen Humor lesen.

Das Kindlein wurde geboren. Ein Mädchen. EIN MÄDCHEN! Ich habe geweint, als wir erfahren haben, was es wird. Ich wollte schon immer ein Mädchen. Ich hätte so lang Kinder gemacht, bis ich ein Mädchen habe. Jedenfalls wurde mein Traum wahr. Irgendwann in der 16. Schwangerschaftswoche habe ich damals die ersten kleinen Teilchen geshoppt. Sehr zum Missfallen meiner Frauenärztin, die meinte ich solle vorsichtig mit zu verfrühtem Einkaufen sein. Egaaaal… ich war im Rausch. Im Hormonrausch. Als ich dann durch die ersten Gänge schlenderte merkte ich sehr schnell: Rausch vorbei. Alles hässlich, alles ätzend. Der Boden der Tatsachen hatte mich sehr schnell wieder. Ich fand mich in der rosa glitzerbestückten Hölle wieder. Wohin das Auge reichte: Horrorkabinett. Und so verbrachte ich die kommenden Monate mit einer Hauptaufgabe: die Suche nach ertragbarer Kleidung, die möglichst neutral ist. Denn irgendwie war schon vorab klar: Nummer 2 wird es irgendwann geben. Und falls sich dann da doch ein Junge einschleichen sollte, wären wir bereits kostengünstig vorbereitet.

Gelb-grüner Roller. Hätte es auch in pink-lila-rosa gegeben.

Und so suchte und suchte und suchte ich… und musste deswegen auch viel Kritik einstecken. Ich würde übertreiben und dem Baby sei es doch egal, welche Farbe es tragen wird. Mag sein, aber je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, umso aggressiver machte mich dieses Schubladendenken im Handel. Ich meine, es gibt mittlerweile Chips und Überraschungseier für Mädchen und Jungen. Da stellt man sich doch die Frage: sind denn alle bekloppt auf dieser Welt? Und so hielt ich recht starr an meinem Plan fest und versuchte viele Dinge, um das Kindlein neutral und wertfrei zu beschäftigen, zu kleiden und aufwachsen zu lassen.

Was habe ich nicht alles versucht?

  • neutrales Spielzeug ohne Glitzerbribambrorium
  • keine Klamotte, die aussah als würde sie aus der Lila Hello Kitty Horrorfabrik entsprungen sein
  • neutrale Farben beim Kinderwagen, dem Kindersitz (ja, auch diese gibt es in der rosapinken Hassversion), der Babyschale
  • weiß/beige Wäsche soweit das Auge reichte
  • keine bescheuerten Herz/Blumen/Bienen Motive

Nun ist das Kindlein in nicht mal einem Monat vier Jahre alt. Und meine Zeit des Einflusses neigt sich dem Ende. Wo immer ich kann, mag ich gerne mein mütterliches Veto einlegen. Ganz besonders wenn sie mir im Laden irgendein besonders scheußliches Teil freudestrahlend entgegen hält. Ich halte mich sehr zurück mit Kritik, immerhin will ich weder ihren Geschmack noch ihre Wünsche als Nichtigkeiten abtun. Aber eigentlich kennt das ja jeder: man kann gewisse Dinge in gewisse Bahnen lenken. Zumindest teilweise. Kompromisse sind sowieso gut. Und so entscheiden wir oft zusammen und das Kindlein darf sich beispielsweise am Ende noch irgendwas (in meinen Augen schlimmes) buntes Etwas aussuchen. Oft shoppe ich auch ohne Kindlein. Das Ende der Geschichte ist das weltschönste rote Kleid, welches kontinuierlich verschmäht wird. Nicht ein einziges Mal hatte sie es an… einfach weil sie es nicht mag.

Wenn schon Röckchen und Co, dann wenigstens nicht aus der Glitzerhölle!

Wir werden da ja eh irgendwie reingequetscht.. Überall wird unterschieden. Spielzeug für Jungen. Shirts für Mädchen. Schuhe für Jungen, Hüte für Mädchen. Wo sind die Sachen für Kinder? Ja wo nur? Gibt es denn tatsächlich nur pink und blau? Was ist aus all dem rot, grün und gelb geworden? Aber ich will das Pferd nicht von hinten aufzäumen und wieder in der Ursuppe rum stochern. Das soll auch kein Aufruf werden. Es ist lediglich ein kleiner Tatsachenbestand. Es macht mir Angst, wie sehr unsere Kinder durch all die Umwelt geprägt werden. Diese Prägung ist derart heftig, dass ich nicht weiß, ob sie auch ohne all das so denken würde. Ich wünschte, ich könnte ihre persönliche Meinung ohne Einfluss einfangen. Aber das ist ja quasi unmöglich, es sei denn das Kind hat sein Leben lang ohne Zugang zur Konsumgesellschaft gelebt. Gibt es ja, nur eben hier grad nicht so recht umsetzbar. Und das Thema geht ja weit über Kleidung und Spielzeug hinaus. Neulich fragte das Kindlein folgendes:

„Papa, können Mädchen auch Fussball spielen?“

Tja.. da stehste erst mal da und guckst blöd. Gleichzeitig versucht dein Hirn so etwas wie sinnvolle Sätze zu formen, die dich und hoffentlich auch dein Kind zufrieden stellen. Im Grunde bejahst du natürlich, hinterfragst aber anschließend dieses bereits so vorgeprägte Wissen deines eigenen Kindes. Wie sehr ich doch wünschte, sie würde immer davon ausgehen als Mädchen alles zu können (das Gleiche gilt für Jungs). Natürlich sage ich ihr, dass sie alles das sein kann was sie möchte. Trotzdem fand ich diese Frage schon sehr interessant.

Für mehr gelb und grün in unserem Leben!

Ein weiteres Beispiel: Schuhe kaufen. Kind braucht neue Crocs. Ich finde endlich die passende Größe, ziehe sie dem Kind an, Kind läuft sehr gut damit. Will zur Kasse, hält sie mich auf einmal fest und sagt „Mama, ich will die gar nicht!“ Ich so „Watt?! Wieso?!“ Kindlein ganz kleinlaut: „Na die gefallen mir gar nicht.“ Ich wiederhole mich: „Wieso?“ Und dann sagt Kindlein diesen einen Satz: „Na die sind blau Mama!“ und ich seufze. Und weiß nicht ob ich weinen oder lachen soll. Ich entscheide mich letztlich für erneutes Nachfragen, welches das Kindlein mit eifrigem Nicken bejaht. Gut. Dann sei es so. Es ist ihr Geschmack und den muss ich akzeptieren. Nur wie oben schon beschrieben: ich wüsste zu gern wie dieser ohne die Umwelt und das Prägende in dieser aussehen würde. Wie meinte eine Freundin von mir mal? „Du kannst es nicht aufhalten!“ Hatte sie recht? Ich glaube seit das Kindlein ungefähr so zwei 1/2 ist, zeigt sie ernsthaftes Interesse an speziellen Dingen. Heute ist das Ganze weitaus ausgereifter. Sie weiß genau was sie will und was nicht. Nur sind das eben genau die Sachen, die man auch von einem Mädchen erwartet. Sie mag alles in lila pink und rosa, garniert mit Glitzerstaub und Pailletten soweit das Auge reicht. Ja, ich habe keine Räubertochter, die auf Bäume klettert und mit zerschlissenen Jeans nach Hause kommt. Mein Kindlein dreht sich lieber den ganzen Tag in einem Tüllrock.

Auch heute shoppe ich noch gern neutral. Trotz all den innigen Wünschen des Kindleins. Warum? Tja, einfach weil ich ja das Kind beinahe den ganzen Tag anschauen darf und mögen möchte, was ich da sehe. Viele finden das oberflächlich, sei es drum. Hinzu kommt natürlich immer auch der Gedanke an Nummer 2. Auch wenn ich wahnsinnig gern noch einmal ein Mädchen haben möchte, so ist ja der Fall eines kleinen Buben nicht ausgeschlossen. Tja, da lobe ich mir die rote Variante vom Bobbycar (Gibt es auch in der Horror-Hello-Kitty-Variante) und das eigens!!!! vom Kindlein ausgewählte blaue Laufrad von Puky! Mit Kleidung ist es da schon schwieriger. Wo ist da das neutrale shoppen überhaupt noch möglich? Eigentlich nur in der Abteilung für das männliche Geschlecht. Dort findet man noch viel blau und grün und mit viel Glück mal orange oder gelb. Bei Schuhen ist das ähnlich: auch hier gilt: braun, blau, grün. Schuhe in rot haben oft schon wieder eine sehr mädchenhafte Applikation mit drauf. Überhaupt regt mich dieses Applikationsthema auf. Es geht ja heute scheinbar nicht mehr ohne. Das fängt bei den Bodys an: entweder eine Blume, eine Schnecke, ein Schmetterling… für die Jungs sind es dann wahlweise Bagger oder sonst irgendetwas, was an das Thema „Bauen“ erinnert. Ich finde das einfach nur schade.

Geht man einkaufen, so steht man ja auch immer am Scheideweg: recht die Mädchen, links die Jungen. Und das betrifft den stationären Einzelhandel, wie auch das von mir geliebte Online-Shopping. Online ist es ja ähnlich: „Kleidung für Mädchen“ oder „Spielzeug für Jungen“ liest man doch an jeder Ecke. Da lobe ich mir einige wenige Shops, bei denen man auf Kindermode klickt und erst mal eine große Übersicht aller Dinge hat. Aber das sind und bleiben Ausnahmen.

Wie ihr oben seht, trägt das Kindlein zum Beispiel auch einen gelben Fahrradhelm mit Marienkäfern… kann ja auch ein Bub tragen. Wieso nicht mehr Neutralität, weshalb die Kinder von vorn herein in Muster und Schubladen quatschen? Warum nur? Ich weiß schon.. Industrie, Geld, Kulturen. Und so schwimmt man vermutlich automatisch mit dem Strom. Denn eines ist mal klar: auch hier zu Hause gibt es mittlerweile ganz viel rosa pink und auch die Lieblingsfarbe des Kindes: lila. Mit den hier gezeigten Bildern will ich aber auch zeigen: es geht anders! Es muss nicht immer die in rosa Watte gepackte Püppi sein oder der zerzauste im rehbraunen Pulli umher raufende Junge. Es sind Kinder! Und so weit wie es geht, versuche ich mich diesem Gender-Terror etwas zu entziehen. Bis der nächste Aufschrei durch die sozialen Netzwerke geht weil irgendein Chips-Hersteller was für Mädchen gemacht hat.. was ja wirklich sehr bescheuert ist. Also ihr Lieben: macht doch was ihr wollt, Hauptsache es macht Euch und den Kindern Spaß.

April 2017 – Rückblick

Zu diesem Monat fällt mir nur eines ein: es war der kälteste April seit 16 Jahren. Dachte ich letztes Jahr noch, dass es schlimmer nicht kommen kann, so hat uns das Wetter doch echt ein Schnippchen geschlagen. Gut, lassen wir das Wetter mal einfach das Wetter sein und blicken verheißungsvoll in den Mai, der ja bisher.. hm… lassen wir das einfach. Was brachte der April denn sonst so? Er war auf jeden Fall um einiges spannender als die Monate zuvor. Das Kindlein hat gefühlt noch einmal einen Sprung gemacht. Ich weiß auch nicht, aber sie ist so anders. So erwachsen, obwohl sie noch so klein ist. Das jagt mir eine scheiß Angst ein. Dieses Kind so groß zu sehen, so erwachsen in der Sprache und dem Sein. Und wie so oft frage ich mich: war sie nicht gestern noch in meinem Bauch? War nicht gestern der erste Schritt, war nicht gestern der erste Geburtstag? Und so fliegt sie weiterhin davon, die gute alte Zeit. Und bevor sie ganz weg ist: der April 2017!

BAYERN FÜR 3 TAGE

Ja, wir waren nach langer Zeit mal wieder bei der Familie im schönen Bayern… wir wurden mit reichlich Sonnenschein beschenkt (ich betone an dieser Stelle das Wort „Ausnahme“!) und haben einiges mit der Familie unternommen. Unter anderem waren wir sozusagen „Pre-Ostern-Brunchen“ und haben uns den Bauch ordentlich voll geschlagen. Kindlein fand es natürlich langweilig – Kinder. Ansonsten war sie mit Omi schon mal Geschenke im Park suchen.. denn der Osterhase hat auf seinem Weg in die Werkstatt schon mal hier und da etwas verloren *hust*. Man muss die Feste eben feiern und so weiter und so fort. Schön war es und die Familie sei gewarnt: wir kommen wieder *hehe*.

MONTE KAOLINO 

Im Zuge unseres Bayern Besuches machten wir einen kleinen Abstecher zum Monte Kaolino. So als Tagesausflug möchte ich diesen mächtigen Berg bitte unbedingt empfehlen. Schon komisch – die Verwandtschaft wohnt so nah und dennoch waren wir noch nie dort! Vermutlich werde ich dem Berg irgendwann mal einen eigenen Blogpost widmen, wer weiß. Auf jeden Fall findet man dort eine klasse Sommerrodelbahn, ein Schwimmbad, allerlei Spielplatzmöglichkeiten, natürlich einen Lift hinauf zum Berg, eine klasse Aussicht und viele kleine Steine zwischen den Zehen. Als Tagesausflug mit der Familie unbedingt zu empfehlen, uns hat es so richtig Spaß gemacht. Seht ihr den strahlend blauen Himmel? Es war so toll, wir haben uns alle gleich einen kleinen Sonnenbrand geholt.

OSTERN

Ostern war ja wettermäßig… nun ja, ich glaube ich muss das Thema einfach umschiffen. Weg damit. Ein paar Familientage hatten wir ja trotzdem und es gab einen sehr fleißigen Osterhasen. Letztes Jahr ist Ostern ziemlich eskaliert, was Geschenke anging. Dieses Jahr sind wir deutlich auf die Bremse getreten und haben nicht einfach querbeet alles gekauft, was da noch so auf unserer Wunschliste lungert. So gab es an Ostern selbst drei Geschenke (1x Mama, 1x Oma+Opa,1x Tante+Onkel) und viele viele bunte Eier und etwas Schokolade. Da das Kindlein sich nicht wirklich für Schoki begeistern kann, hab ich hier im Vorfeld schon recht wenig gekauft. Dafür haben wir einfach immer und immer wieder Ostereier gefärbt und davon etliche versteckt. Denn sind wir mal ehrlich: das Suchen der Kleinigkeiten ist eigentlich das Schönste an Ostern. Was hat das Kindlein denn nun aber bekommen?

Das Spiel Lotti Karotti

Das Spiel Kroko Doc

PlayMais Mosaic

Alle drei Sachen kamen übrigens sehr gut an, wobei wohl nichts und niemand jemals Lotti Karotti schlagen wird. Sie liebt es und spielt bis heute mindestens zwei bis drei Runden pro Tag. Das Spiel bekommt vermutlich auch irgendwann mal einen eigenen Beitrag, einfach weil es wirklich schön ist.

UND SONST SO?

Das Kindlein läuft ganz plötzlich viel mehr. Und überhaupt ist sie ja so groß und möchte bitte „niiiiiie wieder getragen werden!“ Tatsächlich tragen wir sie deutlich weniger und sie mag es auch gar nicht mehr wenn wir sie unaufgefordert auf den Arm nehmen. Da muss man als Eltern schon fragen, ne? Sie ist kein Baby mehr und möchte immer weniger wie eines behandelt werden. Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich mein Baby vermisse? Es wird wirklich Zeit für Nummer 2 – eine Tatsache, die auch das Kindlein mehrfach täglich erwähnt. Was sie nicht alles mit dem Bruder oder der Schwester teilen möchte, verrückt. Dabei wird sie nicht müde zu betonen, dass man sich das Geschlecht des Erdenbürgers nicht aussuchen kann. Sie ist jedenfalls mehr als ready für ein Geschwisterkind, wären wir das nur auch mal.

Ansonsten war das Kindlein mit Kumpel L. einen Tagesausflug in die Autostadt von VW machen. Darf ich sagen, wie neidisch ich nach all den Bildern war? Das sah schon imposant und interessant aus. Die Kinder hatten mächtig Spaß, fuhren Zug, spielten und verstanden sich (wie meistens) richtig gut. Wir haben nun ein neues Auto und sind auch sonst sehr glücklich :).

QUASSELMÄUSCHEN – BESTE SPRÜCHE

„Papa jetzt komm mal – sonst schick ich dir ne‘ Postkarte!“

„Guck mal Tante M., ich habe es richtig drauf!“

„Stimmt, du hast Recht, Eis ist auch im Sommer kalt!“

Papa: „Bitte Lächeln!“
Kindlein: „Aber ich bin doch so auch schon süß!“

„Verflixt und zugenäht, meine Haare gehen ja bis zum Popo!“

„Ihr räumt auf und ich gucke Fernsehen!“

Nach einer großen Runde Fahrrad fahren:
„Papa ist ganz stolz auf mich und da freue ich mich ganz doll!“

„Das ist doch wirklich scheißegal.“

Mama: „Guten Morgen, ich hab dich lieb meine Maus!“
Kindlein: „Ich Dich auch du Kacknase!“

*enhält Affiliate-Links

Rollenspiele – heute bin ich Minnie Maus!

„Aber ich bin doch nicht das Kindlein! Ich bin Minnie Maus!“

Rollenspiele stehen hier hoch im Kurs. Sehr hoch! Definitiv ein Grund, dem Thema einen Blogpost zu widmen. Jawohl!

Prinzessin Glitzermaus

Irgendwo habe ich gelesen, dass Rollenspiele um den zweiten Geburtstag beginnen, da das Kind sich ab hier als eigenständige Person zu sehen beginnt. Wenn ich so zurückblicke, war der Start bei uns wohl so mit 2 1/2 Jahren. Es fing harmlos an: Kindlein tut so als wäre sie ein Hase und beginnt durch die Gegend zu hüpfen. Das Ganze gipfelt mittlerweile in dreistündigen Rollenspielen mit Papa, Oma oder auch der Tante. Meine Wenigkeit ist da scheinbar nicht der richtige Ansprechpartner. Bei mir hat sie noch nicht so ihr passendes Rollenspiel gefunden. Dabei spielt sie je nach Spielpartner immer ein ganz bestimmtes Spiel, was ich ziemlich interessant finde. Mit Papa spielt sie am liebsten Kita, mit Oma Röttkäppchen und Rapunzel und mit der Tante darf es Anna und Elsa sein. Dabei sind die Abläufe auch immer recht gleich.

Abgesehen von diesen Rollenspielen, schlüpft sie auch gern in ihre Kostüme spielt verkleiden. Am liebsten ist sie momentan Prinzessin Sofia oder Minnie Maus. Das Drachenkostüm hat leider fast seinen Zenit überschritten und wird nun langsam für das geplante Geschwisterkind eingemottet. Das Kindlein ist beim Verkleiden übrigens ziemlich detailverliebt. Ketten, Bänder, Blumen, Haarklammern und Haargummis – alles muss perfekt sein.

Das unser Kind das ganze Thema Rollenspiele doch sehr ähm.. exzessiv betreibt, habe ich mich neulich mal ein bisschen eingelesen und etwas recherchiert. Grundsätzlich macht mir das Thema keine Sorge, da ich bisher nur Gutes gehört habe.. aber ich wollte es dann doch genau wissen:

Was passiert beim Rollenspiel? Was sind die Vorteile?

  • Hineinversetzen in andere Personen – Standpunkt der anderen annehmen/einnehmen
  • Förderung der sozialen Kompetenz
  • Vorbereiten
  • Verarbeiten
  • gemeinsames Spielen
  • Kommunikation mit den Eltern – was bewegt das Kind?

Klingt ja erst mal gut. Und auch meine Schwester – das angehende Erziehermädchen – bestärkt uns immer wieder: Rollenspiele sind sehr gut und wichtig für die Entwicklung, ihr könnt quasi nix falsch machen. Spielt einfach mit! Ha hahahahaha…. da wusste ich nicht so recht ob ich lachen oder weinen sollte. Habt ihr schon mal drei Stunden Kita gespielt????

Das beginnt so: Papa ist der Erzieher, er nimmt jedes einzelne Kind in Empfang. Unser Kindlein spielt die Mutter für jedes Kind. Und es gibt viele Kinder, verdammt viele Kinder. Sie gibt jedes Kind einzeln ab und erzählt entsprechend zu jedem Kind etwas neues. „Max ist heute Mittagskind!“ oder „Mimi hat heute nicht so gut geschlafen“ haut sie dann raus. Allein das Abgeben dauert fast eine Stunde. Jede verdammte Duplo Figur ist ein Kind. Die kleinen Männchen haben übrigens eine Extra Duplo Kita, in die sie gebracht werden. Nach dem Abgeben wird dann das ganze Programm abgefahren. Erst Spielen, raus, Mittag essen, dann Mittagsschlaf und anschließend das Abholen. Zwischendurch wechselt das Kindlein dann die Persprektiven, wird also von der Rolle der Mutter zur Rolle der Erzieherin. Auch das Abholen wird wieder arg strapaziös zelebriert. Kindlein ist wieder die Mama, setzt sich irgendwo hin und tut so als würde sie Auto fahren nur um danach jedes einzelne Kitakind wieder abzuholen. „Ich bin leider etwas zu spät“ sagt sie dann schon mal und tut so, als wäre sie heftig abgehetzt. Es ist zu niedlich. Aber eben auch langatmig, seeeeeeehr langatmig.

Und weil das jetzt alles ach so toll ist, sind wir natürlich die Supporter Eltern vom Herrn. Sprich: an Kostümen kann ich schlecht, wirklich ganz schlecht vorbei gehen. Nicht zuletzt wenn sie reduziert sind oder wenn das Kind mit dem Finger drauf zeigt und meint: „Das möchte ich haben Mami!“ Da wird aus einem Mama ganz schnell ein Mamiiiii und das spricht sie so herrlich niedlich aus, dass ich natürlich nicht nein sagen kann (was generell nicht so meine Stärke ist). In den meisten Fällen handelt es sich nur um Accessoires, und das ist immerhin noch halbwegs erträglich. Ich mag Euch nicht vorenthalten, wo wir gerne Kostüme schmökern (auch wenn der nächste Karneval noch etwas hin ist – fürs Verkleiden ist immer Zeit).  Hier schauen wir gern nach feinem, kleinen Verkleidungszeug und allerhand Accessoires. Fazit sozusagen: Rollenspiele = tolle Sache! Daher:

Was tun wir zur „Unterstützung“?

  • wir bieten Accessoires und Verkleidungen
  • wir spielen mit!
  • wir nehmen das Ganze ernst
  • wir geben ihr Raum und Zeit

Ist es anstrengend? Ja! Wird man müde? Ja! Ist man genervt? Ja! Aber hey… alles für das Kindlein. Und wie oben gesagt: mit Mama hat sie noch nicht so das richtige gefunden. Entsprechend bin ich noch nicht so richtig „durch“ mit dem Thema. Meiner Mutter ergeht es da schon anders. *hehe* Die ist das ein oder andere Mal schon dem kleinen liebevollen Nervenzusammenbruch nahe. Ihre Aufgabe als Rotkäppchen hat es aber auch in sich: mehrmals pro Stunde muss sie zu Rapunzel (Kindlein) an den Turm kommen und rufen. Das Kindlein erbarmt sich dann zumeist und lässt Rotkäppchen in ihre heiligen Hallen. Dann wird Tee getrunken oder ein Picknick gemacht, aber auch gebastelt, gesungen und gelacht. Meist muss Rotkäppchen aber wieder gehen und den imaginären Turm verlassen. Nach wenigen Minuten darf sie aber wieder rein. Und so geht es hin und her und her und hin. Hach ja.

Schreiberliese… manchmal packt es mich!

Wenn das Leben etwas Spielraum gibt… dann, ja dann schreibe ich. Ich schreibe am Blog, aber auch an anderen kleinen und großen Geschichten. Und weil ich hier nicht ausschließlich über das Kindlein schreiben mag, möchte ich heute ein paar Worte hinaus lassen. Ich hatte die letzten Tage und Wochen immer mal wieder etwas Zeit, meine Finger über die Tasten huschen zu lassen. Ganz besonders habe ich mich dabei meinem größeren Projekt gewidmet. Einer Geschichte die ich schon beinahe Jahre fest im Kopf habe – mir fehlt nur die Zeit sie komplett aufzuschreiben. Hier nun ein kleiner Ausschnitt, einfach weil ich so gern schreibe.

***

Ein Schrei. Dunkle Wolken. Schwarz. Leere. Ein zweiter Schrei. Regen und Blitze. Ein Hämmern, Schläge gegen die Wand. Verworrener Nebel. Gebrüll und anschließend berührende Stille. Fingertippen auf trockenem Holz. Das Knistern von Feuer. Ein dritter Schrei. Flaches Nass und kleine Wasserfälle. Kochendes Salz. Lautes Wetter überall.

Ich schrecke hoch und sitze senkrecht im Bett. Nur ein Traum, nur ein böser Traum! Ich schaue zu ihm. Er windet sich kurz und scheint dann wieder tief und fest zu schlafen. „Gott“ flüstere ich und streiche mir die feuchten Haare aus dem Gesicht. Kleine Schweißperlen stehen auf meiner Stirn, Anspannung legt sich auf meine Schultern und presst diese fest hinab. Ich drücke meinen Rücken fest nach hinten und setze mich anschließend wieder kerzengerade hin als neben mir ein ohrenbetäubender Schrei ertönt. Er jagt direkt in mein Innerstes und lässt mich einen halben Meter der Bettkante gefährlich nahe zur Seite weichen. Seine Stimme verebbt. Kein Ton mehr. Dafür übernimmt sein Körper die Kommunikation. Ein stechender Schmerz liegt auf seinem Gesicht und tanzt mit seinen Muskeln. Es sind wilde Bewegungen. Bewegungen, die seine Lippen öffnen, seine Augen aufzucken lassen. Ich blicke in so viel Furcht und Qual. Seine Hand schlägt blitzschnell auf die Matratze ein. Fingerspitze um Fingerspitze drückt sich fest in das darüber gespannte Laken. Sein Arm hängt in der Luft, seine Muskeln beben unter der Anspannung und gehen in ein leichtes Zittern über. Er wirft seinen Kopf von rechts nach links und zurück. „Nein, nein!“ hauchend fliegen die Worte aus ihm. „NEIN!“ brüllt er plötzlich und lässt ein Schreien ertönen. „Was ist dir nur passiert?“ flüstere ich in die dunkle Nacht und fühle mich ohnmächtig angesichts des offensichtlichen Leidens.

Meine Hand legt sich vorsichtig um sein Gesicht, weich über die tiefen Falten, welche sich durch die Anspannung fest in seine Haut legen. Wieder wirft er seinen Körper um und schlägt meinen Arm abrupt weg. Schmerz durchfährt mich und die getroffene Stelle. Es tut weh, sehr weh, der Aufprall war fest und gezielt. Ich greife mit meiner freien Hand an die Verletzung und beiße mir auf die Lippe. Der Arm beginnt zu Pochen. Schnell, heftig. Der Schmerz wird schlimmer und mir schießen kleine Tränen in die Augen. Ich versuche zu Pusten und lache mich aus für diesen lächerlichen Versuch der Schmerzlinderung. „Daniel!“ rufe ich, doch er windet sich nur weiter unter seiner dünnen Decke. Mein Arm beginnt zu hämmern und ich erkenne bereits eine deutliche Rötung. Scheiße! „DANIEL!“ nun bin ich es, die schreit. „Wach auf verdammt!“ die Tränen beginnen hinaus zu fallen, tief stürzen sie sich auf meine Wangen. Hilflosigkeit kriecht tiefer in mich hinein, alle Tore sind ihr geöffnet. Heulend hocke ich auf dem Bett und halte meinen Arm, der scheinbar beginnt auf seine doppelte Größe anzuschwellen. Er wirft sich noch einmal herum, krümmt sich schrecklich, presst die Zähne hörbar aufeinander. „Bitte..“ weine ich leise und greife nach seiner Hand, presse seine Finger fest gegen meine Haut. „Bitte“ wiederhole ich, schließe die Augen und halte seine Hand gegen mein pochendes Herz. Kummer schwängert den Raum. Mein Kopf fällt gegen das Kopfteil des Bettes.

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März 2017 – Rückblick

MÄRZ 2017 – Rückblick – Kindlein 3 Jahre und 8 Monate

Was für ein grandioser Abschied aus dem März *herz* 22 Grad bot der letzte Märztag.. doch nicht nur das: endlich wurde es auch etwas grüner. Ach, ich freu mich. Hinter mir liegen fast vier Wochen Wochenbettstation, eine Arbeit die ich wirklich wirklich gern mache. Ich hatte allerdings (auf eigenen Wunsch) ausschließlich Frühdienste, was mich bezüglich Schlafmangel wirklich an den Rand des Möglichen drängte. Aber gut, alles überlebt, weiter geht das Leben! Nun hat die Uni wieder angefangen und ich blicke zwei geregelten Monaten entgegen, in denen ich jedes Wochenende frei habe.

Nun aber mal zum Kindlein! Auch der März verschonte uns nicht – es wurde wieder gekränkelt. Das Übliche: Husten. Dieser dauerte fast 3 Wochen, bis er abklang. Es ist wirklich zum davon laufen. Aber gut, auch das ist geschafft. Seit etlichen Tagen scheint sie nun gesund und geht fleißig in die Kita und weint auch beim Abgeben nicht mehr. Dafür findet sie den Umstand des „Mittagskindes“ als sehr angenehm und wäre dies am liebsten jeden Tag. Leider schaffen wir das natürlich nicht, richten es aber so oft wie möglich ein.

FRÜHLING

Der März bescherte uns nicht nur einige sonnige Tage sondern auch die ersten Blumen. Das Kindlein liebt es, Blumen zu pflücken und sich kleine Sträuße zu basteln. Nun überlegt Muddi schon fleißig, was sie so kostengünstig im heimischen Gärtchen bauen kann, so dass das Kindlein selbst etwas pflanzen und hegen und pflegen kann. So richtig erlaubt das der finanzielle Spielraum nicht, aber eventuell können wir uns ja ein Hochbeet oder so zulegen. Irgendeine Kleinigkeit, eine Möglichkeit zum Gärtnern.

Neben all den Blumen und den ersten Knospen, die da so sprießen und unsere Herzen höher schlagen lassen.. gab es auch den ersten Marienkäfer. Das Kindlein war sofort sehr begeistert und freute sich so herzig. Wir haben auch wieder fleißig den Drachen steigen lassen und allgemein einfach versucht das herrliche Wetter ausgiebig zu nutzen.

ERSTES PUPPENTHEATER

„Papa, was ist denn ein Puppentheater?“ war die erste Frage, die das Kindlein stellte als sie von einem bevorstehenden Besuch im Puppentheater erfuhr. Die Kita machte einen entsprechenden Ausflug und das Mädchen war mächtig aufgeregt. Zum Ende wurden die Gruppen wohl etwas unruhig aber grundsätzlich lief es wohl perfekt. Das Kindlein erzählte mit einer herzigen Begeisterung von ihrem Besuch. Von Pittiplatsch und Schnatterinchen und all den anderen tollen Figuren. Ganz aufgedreht kam sie nach Hause unser kleines Mädchen. *hach* Was so kleine Dinge bewirken können, ist wirklich schön zu sehen.

FREUNDSCHAFTEN – GEDANKEN

Wie man auf der unteren Collage sieht ist das Kindlein momentan fast jedes Wochenende mit ihrer zukünftigen Nachbarin am Start. Es ist für mich als Mama so schön zu sehen, wie Freundschaften sich bilden und dann Bestand haben. Wie ein kleines unsichtbares Band zieht sie sich durch das Leben und durch diese zwei kleinen Mädchen, die so schön miteinander spielen.

Was ich ebenso spannend finde: wen mag ich und wen mag ich nicht? Schon als Kind ist einem scheinbar klar, mit wem man so seine Zeit verbringen mag. Kuriose aber auch verständliche Sache. Auch in der Kita gibt es Kinder, mit denen das Mädchen nicht so recht spielen mag. Umso schöner ist es natürlich, dass das Nachbarsmädchen schon jetzt eine richtige Freundin ist. Sie spielen, sie lachen, sie toben, sie machen Chaos. Vor allem aber tun sie eines: sich beschäftigen. Das Kindlein spielt ja nach wie vor nicht gern allein… da ist eine Freundin immer eine wirklich zauberhafte Sache.

HAARIGE ANGELEGENHEITEN

Wie man sieht: ich hatte Zeit zu Üben. Ich flechte und knote und schaue youtube Videos mit Frisuren Tutorials. Immer nur die typischen Pippi Zöpfe wurden mir zu langweilig. Leider ist das Kindlein nicht besonders kooperativ was die Frisur angeht. Ein paar Eckpunkte: 

  • Haare noch nie geschnitten
  • gehen ihr bis zum Popo
  • sie hat viiiiiele Haare
  • will sie sich auch nicht schneiden lassen
  • hasst Haare kämmen
  • Mama darf Frisuren nur vor dem TV machen – und auch nur mit Kämmspray und Papas Hand, die das Kindlein dann ganz fest drückt

Offen lasse ich ihre Haare ganz ungern. Das hat einen ganz praktischen aber auch sehr traurigen Grund. Es gibt in Kindleins Gruppe ein besonderes Kind.. ein Kind, welches anders ist. Und es zieht leider sehr gern an Haaren.. und so versuche ich Frisuren zu zaubern, an denen es sich schlecht ziehen lässt. Mal ganz abgesehen davon, dass ihr die langen und offenen Haare ja schrecklich im Gesicht hin und her fliegen würden. Vom Spielen auf dem Spielplatz mal ganz abgesehen. Jedenfalls bin ich jetzt ein absoluter Pro in Sachen Flechtfrisuren. Und Kindleins Haare wachsen und wachsen und wachsen…

SPRACHKÜNSTLERIN

„Mama ich will Milli! Die schmeckt mir so gut!“
„Aber die Milli ist schon so lang alle!“
Grabscht mir in den Ausschnitt.
„Kannst Du da neue Milli rein machen?“

„Papa mir ist schlecht, mein Bauch ist komisch.“
„Willst du inhalieren?“
„Ja, dann ist die Schlimmerei vielleicht vorbei.“

Tanzt vor dem TV:
„Ist das aber anstrengend!“

Papa zum Kindlein: „Die Mama ist wach, wollen wir runter gehen?“
Kindlein schüttelt den Kopf: „Die kommt schon von alleine hoch.“

Fragt aus dem Nichts: „Papa, können Mädchen auch Fußball spielen?“
„Willst du denn Fussball spielen?“
„JA!“

Februar 2017 – Rückblick

FEBRUAR 2017

Er ist vorbei! Endlich! Jetzt kann es Frühling werden.. was freue ich mich! Auch wenn ich diese Wintersaison ganz gut überstanden habe – so gefühlsmäßig.. so sehr wünsche ich mir jetzt warme Temperaturen. Sie Sonne ließ sich ja die letzten Tage immerhin hier und da blicken. Das baut das Gemüt auf und macht Sonne im Herzen. Der Februar war auch besonders trist, denn: Mama hatte Lernphase. Bedeutet: Papa wandert mit dem Kind quasi für ein paar Wochen aus und lässt Mama lernen. So auch dieses Mal. Und so habe ich kaum Bilder gemacht und nahm nicht wirklich am Familienleben teil. Aber es ist geschafft und wohl auch alles bestanden.

KANN ICH VS. KANN ICH NICHT

Hey… tatatataaaaaa…. endlich… sie hat gelernt sich selbst anzuschupsen auf der Schaukel! Ein riesiges Ding für uns. Ich dachte schon: das lernt sie nie. Konnte mir aber gleichzeitig nicht vorstellen meine Teenie Tochter auch mit 14 noch auf der Schaukel anschubsen zu müssen. Und eines schönen Tages mit Papa im Garten.. da beschloss sie, dass sie das jetzt selbst kann. Es klappt ganz gut, aber es muss noch etwas mehr Routine rein, die wir hoffentlich an wärmeren Tagen auf dem Spielplatz oder im heimischen Garten sammeln können.

Es gibt allerdings noch eine Sache, die sie einfach nicht kann.. und die mich manchmal dezent auf die Palme bringt: schnauben. Ja ich weiß, hochziehen ist gesünder und das ganze bliblablubb. Aber wenn dein Kind nachts neben dir liegt und 20x die Nase hochzieht, so richtig doll und dabei einen hysterischen Anfall bekommt, weil alles verschleimt und verrotzt ist… ja, dann wünscht du dir schon, dass das irgendwie funktioniert. Wir haben es ihr zig Mal erklärt, gezeigt, gemacht und getan. Sie kann es nicht. Es klappt nicht. Nie. Bin froh, dass wir jetzt März haben und es hoffentlich so schnell keinen Schnupfen mehr gibt.

SCHWIMMKURS

Wir haben mit einem Eltern-Kind-Schwimmkurs begonnen. Warum? Ja… hm… einfach so. Das Kindlein ist ja allem gegenüber etwas skeptisch eingestellt. Das gilt auch für das Element Wasser. Und so dachte ich: ok, Schwimmkurs mit den Eltern, das passt schon. Sie ist bisher eher semi begeistert. Also sie geht ins Wasser und macht minimal mit. Aber man merkt ihr eben deutlich die Scheu vor Wasser an. Es spritzt hier und spritzt da.. andere Kinder machen da erst recht mit. Meines kneift die Augen zusammen, dreht sich weg und will mitunter schon mal das Becken verlassen. Hm… das beste überhaupt: Sie ist das einzige Kind, welches nach 5 Minuten friert weil sie ja praktisch kein Gramm Fett am Körper hat. Ohne Worte.

FASCHING

Das Kind konnte sich zur diesjährigen Karnevalssaison übrigens nur sehr schwer entscheiden: Elsa oder Minnie Maus? Letztlich entschied sie sich für Minnie.. weiß nicht, ob ich mich darüber so freuen soll. Besser als die 10. Elsa, oder? Schon. Trotzdem wünsche ich mir manchmal etwas weniger Kommerz für unser kleines großes Mädchen. Aber nun gut. Sie strahlte bis über beide Minni Maus Ohren – und das ist ja die Hauptsache, oder? Sie hatte gleich 2x die Gelegenheit ihr geliebtes Kleid anzuziehen: Fasching in der Kita und der Verkleidungsgeburtstag eines Freundes. Läuft.

WACHSTUMSSCHUB

Huch, das Kindlein ist plötzlich einen Meter und verdammte drei Zentimeter groß. Im Januar standen wir noch bei 99cm. Ich hatte mich neulich schon gewundert, weshalb die Kleidung plötzlich so viel kürzer erschien. Und habe die letzten Tage nachgemessen. Da hat unser Mädchen aber einen beachtlichen Sprung gemacht. Schwuppdiwupp ist sie plötzlich über einen Meter groß. Wie gut… das Mama alles vorrätig kauft. Damit hat die 98/104 wohl endgültig ausgesorgt. Ein komisches Gefühl diese Größe, die uns so lang begleitet hat, auszusortieren. Großes und doch noch so kleines Mädchen. Ach ja.. das Kind ist zwar einige Zentimeter gewachsen. Das Gewicht ist allerdings gleich geblieben. Wir stagnieren hier bei 13,5kg und hören in einer Tour „ich habe keinen Hunger.“

SPRÜCHE KANN SIE

Ach was soll ich sagen. Dieser Wortschatz macht einem Angst. Was sie alles so erzählt ist einfach nur der… ja, Wahnsinn? Was ist das eigentlich? Meine Erzieher-Schwester meint eh immer: absolut krass wie und was sie spricht in dem Alter. Und ja, es macht uns Angst. Sie schnappt jeden Fitzel auf und quasselt ihn nach. Es vergeht kein Tag, an dem der Herzmann und ich uns nicht verdattert anstarren… Satzbau kann sie! Daher nun wie immer: all das, was wir fest gehalten und aufgeschrieben haben.

„Papi, ich will nie wieder getragen werden“

„Kindlein, setz Dir doch bitte eine Mütze auf den Kopf, es  ist noch kalt!“
„Aber mein Kopf braucht frische Luft Mami!“

„Mein Name ist ein schöner Name!“

Bei Oma und Opa liegt im Wohnzimmer auf dem Boden ein Fell einer Highland Kuh:
„Hat die Kuh sich in einen Teppich verwandelt?“

„Bei Ikea schmecken die Nudeln und die Tomatensoße soooo lecker. Können wir da bald mal wieder hinfahren?“

Schaut sich ein altes Video von sich an:
„Ich bin aber schon ganz schön groß geworden!“

Kitafreundin: „Meine Mama hat meinen Bruder im Bauch!“
Kindlein: „Zeit, dass ich auch einen Bruder kriege!“

Mama: „Ich habe mich da verschrieben!“
Kindlein: „Das ist natürlich doof!“

„Weißt du warum mein Bauch so dick ist? Wir bekommen noch ein Kind!“

„Möchtest du Marshmallows Kindlein?“
„Nein, Marshmallows sind nicht gesund!“

DRACHENDRAMA

Ihr seht: Kindlein mit Drachen. Schön, oder? 3 Sekunden nach diesem Bild machte das gute Stück aber den Abflug. Der Wind war zu stark und riss ihn aus Kindleins Fingern (die zu allem Überfluss auch noch doof durch Handschuhe gepolstert waren). Jedenfalls flog der gute Drache (siehe Collage darüber) geradewegs in den nächsten verdammt hohen Baum. Die Schnur baumelte herunter und ich hechtete hinterher. Ich griff nach der Schnur… und zog… und zog… schwupp… sie riss natürlich. Und der Drachen hängt bis heute im Baum und schaut sich die Welt von oben an. Für das Kindlein war das Ganze eine echt unschöne Erfahrung. Sie heulte Rotz und Wasser und spielte anschließend so etwas wie „Beerdigung“. Sie wollte sich ganz intensiv verabschieden – obwohl ich ihr ganz klar versicherte, dass ich ihr einen neuen Drachen kaufen würde (was ich übrigens direkt online getan habe). Das Kindlein war jedoch untröstlich, was ja auch verständlich ist. Gut, eigentlich ist Mama ja auch selbst schuld. Der Wind war wirklich heftig an diesem stürmischen Tag. Nun ist es zu spät… aber heute wird der neue Drachen geliefert und dann hoffe ich auf den nächsten Wind!

Neues von der Musikfront 1.0

Ich kann mich noch an eine Blogparade von vor 100 Jahren erinnern. In dieser wurde dazu aufgerufen die eigenen Lieblingssongs – ganze 10 in der Zahl – mit anderen zu teilen. Ich machte mit. Und dachte in der Zeit danach immer mal wieder daran neue Musik zu sharen. Ob das nun einer liest oder nicht, spielt für mich dabei eigentlich keine Rolle. Es geht eher darum, das Ganze hinaus zu tragen. Raus in diese wunderschöne Welt der Töne und Melodien.

MUSIK

Musik ist einer der wichtigsten Bestandteile in meinem Leben. Abgesehen von Familie, Liebe und dem Schreiben ist es wohl das Wichtigste überhaupt. Bei mir vergeht kein Tag ohne Musik. Ich brauche das echt wie die Luft zum Atmen. Und ich bin beinahe täglich auf der Suche nach neuen tollen Songs. Dabei höre ich querbeet. Mal dies, mal das. Ich bin nicht festgelegt. Kein Genre ist vor meinen Ohren sicher. Und weil ich gerade gestern durch Zufall einen absolut neuen tollen Song gehört habe, muss ich das jetzt einfach teilen. Und hier: meine aktuellen 10 Lieblingssongs:

1. Maggie Rogers – Dog Years
nur durch Zufall im Fernsehen gesehen und sofort und ohne Umschweife verliebt!

2. The Fedz – Best I ever had
diese Stimme..

3. Bilderbuch – Bungalow
eher ein Genre, dem ich nicht so treu bin, aber dieser Text plus Beat – hat mich über meine letzte Prüfungszeit gebracht!

4. Jessie Ware – Till the end
für meine Verhältnisse schon fast Mainstream, aber ich liebe sie!

5. London Grammar – Big Picture
seit gefühlt Ewigkeiten warte ich auf neue Musik von Londom Grammar und der neue Song hat mich nicht enttäuscht!

6. JRY, ROOTY – Pray
ja, ich gebe zu: ist vom Shades of Grey Soundtrack. Und ich werde diesen Song auch nie wieder hören können, ohne einen Gedanken an „diese“ Stange zu verschwenden. Aber ich mag das Lied einfach trotzdem soooo gern.

7. Marc O’Reilly – Bleed
Habe ich in einer Kaffeehausmusikliste von Spotify gefunden. Passt da nicht ganz so hin – mein Empfinden. Hat mich beim Schreiben absolut inspiriert…

8. Thomston – Birthmark
„Missing you….“ *hach*

9. Kaleo – Way down we go
bedarf keiner weiteren Worte…

10. Noah Cyrus & Labrinth – Make me (cry) Acoustic Version
Ohrwurm

Shazam ist übrigens auch mein ständiger Begleiter. Wenn ich beispielsweise shoppen bin und aus den Lautsprechern etwas dröhnt, was mir gefällt… zack, Shazam an und ich weiß um wen es sich handelt. So konnte ich mir schon den ein oder anderen guten Song sichern! Ach und was wäre diese Welt ohne Spotify? Bei mir vor allem eines: unvollständig!