Monat

Oktober 2017

August 2017 – Rückblick

AUGUST 2017 – RÜCKBLICK

Der August war… ich weiß nicht so recht. Mir fehlen die Worte. Es ist sehr viel passiert. Nicht alles kann und will ich hier offen legen. Irgendwann vielleicht? Ich weiß es nicht. Ein Ereignis bekommt ganz bald einen eigenen Blogpost: der Unfall des Kindleins. Vollnarkose und so. Ja genau. Die andere Sache versuche ich gerade erfolgreich zu verarbeiten – oder auch zu verdrängen? Ich wiederhole mich: ich weiß es nicht. Aber nun kommen wir mal zum August. Ein Monat den ich – abgesehen von dem was ich da so andeute – sehr gern hatte. Ich war noch im Externat und es gefiel mir immer besser. Außerdem stand der Urlaub schon mit einem Bein in der Tür.  Im September stehen vier Wochen Urlaub auf dem Programm. Flüge gebucht, Haus gebucht, Mietwagen auch am Start. Vorfreude und so. Und nun ab damit:

NEUE NACHBARN BRAUCHT DAS KINDLEIN

Ich glaube ich hatte noch zu keiner Zeit erwähnt das wir neue Nachbarn bekommen. Ja richtig – das noch unbebaute Grundstück neben uns wird endlich ein Haus bekommen. Das wirklich Schöne: die Bauherrin kenne ich noch von der Schule, den Bauherren eigentlich auch. Und das Wunderschöne: Ihre Tochter ist nur ein halbes Jahr jünger als unsere. Und nun das wahrlich Zauberhafte: die Kinder verstehen sich ausgesprochen gut. Sie bezeichnen sich mittlerweile selbst als Zwillinge. Gut, sie sind beide blond. Das war es aber rein optisch auch schon. Demnächst teilen sie sich eine Straße, das gibt einen Punkt mehr auf der Zwillings-Skala – oder? Wie dem auch sei… ich fotografiere brav den Baufortschritt und habe unendlich viele Bilder von den Kindern zusammen, da die künftigen Nachbarn oft auf ihrem Grundstück werkeln. Gut für uns: das Kindlein ist beschäftigt. Allein spielen ist schon hin und wieder drin. Dennoch ist es noch mal etwas anderes, wenn ein anderes Kind dabei ist. Eltern wissen was ich meine. Hoffentlich (!!!!). Jedenfalls stehen uns aufregende Monate bevor, nächstes Jahr wird Einzug sein. Wir sind gespannt und das Kindlein ist mega happy mit ihrer neuen ganz festen Freundin.

BRITZER GARTEN

Anfang August haben wir in der Hauptstadt den Britzer Garten besucht. Ich meine mich zu erinnern, dass die Sonne schien. Die Bilder bestätigen das. Ich weiß aber auch noch, wie verdammt stürmisch es war. Stand man in der falschen Wundschneise, konnte man sich schon mal ne‘ Winterjacke drüber werfen. Das Kindlein schlief jedenfalls irgendwann nach der zweiten Runde Eis und Waffeln erschöpft im Buggy ein. Zuvor hatten wir noch Spaß auf dem Wasserspielplatz und einen kleingroßen Eklat, da das Babybrüderchen unseres Spielbegleiters es wagte ihr soeben eigenhändig verstautes Sandspielzeug wieder auszuräumen. Oje. Und das auch noch müde. E-s-k-a-l-a-t-i-o-n. Viele Tränen auf der zuckersüßen Wange und 10 Minuten später entflog mein Äffchen ins Traumland. Der Papa zog derweil mit seiner Firma von einer Straße in die andere. Die Frauen hatten also viel Zeit zum Vergnügen, besuchten das Chaos der Männer noch kurz und entflohen dann weiter in Richtung Grill. Den schmissen wir schon mal an und warteten anschließend auf die männlichen Grillmeister. Gelungener Tag, gelungener Abschluss eines aufregenden Tages.

UNFALL – MIT GANZ VIEL HERZRASEN

Der Vorgang bekommt einen eigenen Blogpost. Daher nur kurz. Unfall in der Kita. Beim Abholen durch den Papa. Mama in einer anderen Stadt. Handy im Auto, Mama am Eisstand, plaudernd. Erstarrt zu Eis – welch Ironie – beim Blick auf das Handy. Notaufnahme, Ärzte, Blut, Gedanken an Narben, sichtbare Narben. Naht. Entschluss zur OP. Unter, ja.. unter Vollnarkose. Blick auf das Foto vom Papa. Tausend Gedanken, aufsteigende Tränen, Bleifuß. Rennen rennen rennen. Tür auf, Kind in die Arme. Warten auf die OP. Herzrasen. Abgabe im OP. Tür zu. Mama weinend in Papas Armen. Snackautomat mit viel Schoki. Essen, Trinken, weinen. Reden mit der Kinderchirurgin. Narben bleiben. Kindlein wohlauf. Tür auf. Gehen wird zum schnellen Laufen. Am Bett. Ganz viele Gedanken im Kopf und doch nur Leere. Hand halten vom Kindlein. Monitore, Piepsen, Atmung, schlafendes Mädchen. Völlig von der Narkose abgeschossener liebevoller Kerl neben ihr. Erst mal setzen. Starren, warten, kuscheln und vor allem: realisieren. Langsames Erwachen. Quengeln. Tränen auf allen Seiten. Warten. Warten. Lieben. Zurück auf die Station. Schlaflose Nacht. Kopfkino. Kindlein im Arm, so fest im Arm. Nächster Morgen. Papa endlich zurück, vereint. Nur noch raus raus raus. Entlassung. Und doch ist nichts mehr so wie es war. Narben erinnern. Angst, immer diese Angst. Aber so viel Demut vor anderen Schicksalen. Und nun: nur noch bergauf.

ETWAS SONNE – ERLEBTES

Im Waldbad und am See

Im August gab es hin und wieder etwas Sonne. Hin und wieder trifft es glaube ich auch ganz gut. Und jetzt wieder: Wetter ganz weit weg aus meinen Gedanken schieben. Jedenfalls schafften wir es an kleinen, vereinzelten Tagen mal in Richtung Wasser. Einmal ins Waldbad. Das ist aber immer so kalt, dass das Kind danach wie auf Knopfdruck krank wird. Ich glaube dieses Mal hatten wir fleißig Husten und Schnupfen. Ich schaffe es kaum mit der Hacke in das Wasser, da planscht mein Kind schon quer durch die Anlage. Oma ist ebenfalls deutlich härter im Nehmen und hüpft hinterher, während ich versuche mich von spritzenden Kindern fern zu halten und mich Zentimeter für Zentimeter Richtung Bauchnabel vor kämpfe. Da ist dann meistens eh Schluss. Da könnte ja auch die Kamera nass werden. Also bleibe ich stehen, beobachte das rege Treiben, mache ein paar Bilder und winke dem Mädchen. So muss das. So ist das gut.

Am See sieht es schon anders aus. Da geht es ganz ganz langsam ins Tiefe. Das Wasser ist seicht und auch deutlich wärmer. Hier habe ich andere Aufgaben. Aufgrund des Sandes darf ich Burgen bauen und buddeln. Ist ja auch nicht schlecht. Macht auch Spaß. Dennoch: 2017 war bisher das Jahr mit den wenigsten Seebesuchen ever. Seitdem das Kind auf der Welt ist versteht sich. Davor habe ich heiße Tage glaube ich auch favorisiert zu Hause auf der Couch verbracht. Mit kaltem Eistee und der Fernbedienung in der Hand. Was waren das Zeiten. Andere, keine schlechteren. Nun rennt man mit anderen Mamas durch den Sand und versucht den Wasserkanonen gekonnt auszuweichen. Ich vermisse den See und alles, was mit ihm einhergeht. 2018 wird hoffentlich wieder mehr zu unserem See- und Wasserjahr.

Auf dem Barfußpfad

Wir haben hier in der Nähe einen tollen Barfußpark. Ich glaube in den letzten Wochen haben wir ihn um die 3x besucht. Es macht auch wirklich viel Spaß… Ende August habe ich den Papa mit Kindlein und deren bester Kitafreundin samt Anhang dorthin verfrachtet. Ich versuche mich zu erinnern, weshalb ich nicht dabei war. Aber mein Kopf mag das nicht rekonstruieren. Lernen schließe ich aus. Vielleicht musste ich arbeiten? Keine Ahnung… ist ja auch egal. Der Papa hatte die Kamera dabei. 90% verschwommen, aber mit Liebe gemacht, denke ich. Und so konnte ich anhand der Bilder doch irgendwie dabei sein, so ein bisschen. Die Kinder hatten definitiv Spaß und matschten mit ihren süßen Füßen über und durch allerlei Zeug. An dieser Stelle muss ich wieder aufpassen, dass ich nicht abdrifte in eine Lobeshymne auf die süßen kleinen großen Füßchen vom Kindlein. Trotz Stinkesocken sind es immer noch die besten und niedlichsten Füße der Welt, an denen ich sie so gern kitzle. Hach. Ist es nicht schön?

Auf Geburtstagen

Ach ja, auf Geburtstagen waren wir auch noch. Da gibt es eigentlich auch nicht so viel zu berichten. Außer: Kuchen, Sonne, Kinder, Spaß. Gerne wieder, bald. So, es ist schon spät. Bilder bearbeite ich morgen und dann geht auch dieser Blogpost endlich raus.

Uroma wurde 90

Am Tag unserer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde Kindleins Uroma 90. Und die Familie war ziemlich weit angereist. Tja.. da stehst du dann vor der Entscheidung: mitgehen, ja oder nein? Und das einen Tag nach der OP – die ja erst sehr spät Abends war. Die Verwandtschaft wusste noch nicht mal Bescheid. Ich brachte es nicht übers Herz meine Oma nicht zu sehen und fuhr mit dem Kindlein hin. Papa folgte von Arbeit mit einem zweiten Auto. So hatten wir stets die Option: sofort gehen. Und die wurde auch nach einer Stunde genutzt. Das Kindlein war nicht gut drauf – verständlicherweise. Die Narkose und die unruhige Nacht hingen ihr noch nach (nach mir hat ja eh keiner gefragt). Papa machte sich also auf den Weg und wir blieben noch. Mir war nicht wohl dabei. Aber ich war zerrissen. Meiner Omi geht es schon lang nicht mehr so gut und man weiß nie wo und wann der Weg endet. „Froh sein“ ist gar kein Ausdruck wenn ich über mein Gefühl spreche, welches ich beim erneuten In den Arm nehmen des Kindleins hatte. Wieder zu hause, alles geschafft. Endlich.

QUASSELTANTCHEN – BEST of AUGUST 2017

Die Sache mit der Möhre:

„Ich hab Opa R. gaaaaanz lieb. Noch lieber als wenn eine Möhre in der Pfanne gewendet wird!“

Mama: „Vielen Dank für Deine Geduld.“
Kindlein: „Gerne doch.“

Mädchen im Schwimmbad: „Willst Du meine Freundin sein?“
Kindlein. „Nö.“

Papa: „Aus welchen Farben mischt man grün?“
Kindlein: „Gelllllb und bllllllau.“

Auf dem Weg nach Bayern: „Hier stinkt’s so in Bayern.“

Und ehe ich es vergesse: sie malt Herzen und schneidet diese auch recht genau aus.