Monat

Februar 2017

Januar 2017 – Rückblick

Meine Güte, jetzt ist der Winter fast vorbei und ich starte meinen Rückblick vom Januar. Meine Prüfungsphase hat es einfach nicht früher zugelassen. Und so muss ich schon ziemlich in den hintersten Ecken meines Hirnes kramen um den Monat aufzuarbeiten. Januar, da war doch was? Grundsätzlich muss ich nicht viel ändern in den Angaben. Denn eines zieht sich bis heute! durch: das Kind ist krank. Viel und gerne. Im Januar hatten wir mal wieder RS. Nun im Februar kam die offizielle Diagnose Influenza – Grippe. Aber dazu mehr im nächsten Rückblick. Nun erst mal der schneereiche Januar!

SILVESTER & MEER

Über Silvester waren wir mit der lieben Omi und Mann an der Ostsee. Silvester an sich war wunderschön. Erst waren wir essen und sind dann zum Strand. Ich habe das Kind im Zwiebellook fest und dick eingepackt und in den Fahrradanhänger/Buggy verfrachtet. Gegen 22.30 Uhr schlief sie ein und war seither nicht mehr gesehen. Bei klirrender Kälte standen wir am Strand und konnten wunderschöne Feuerwerke beobachten. Das war auf jeden Fall ein gelungener Start in das Jahr 2017. Einen Tag hatten wir sogar herrliche Sonne, was ja in den letzten Wochen auch eher Mangelware war. Das Kindlein war aber leider recht unleidlich, was in erster Linie an der Kälte lag.

QUASSELSCHNUTE

Wie immer und eh und je: ihre besten Sprüche!

„Meine Damen und Herren! Ich präsentiere: die Nackedei Frau!“
und zieht sich einmal aus.

„Ui, Mami fegt aber fleißig!
aus dem Fenster schauend und der Mutter beim Schnee schippen zuguckend

„Papi Papi, knutschi knutschi nicht vergessi!“
und geht in den Gruppenraum…

„Meine Hose wird mir langsam zu klein Papa!“
mein Baby… ich will mein Baby zurück…

„Papi, komm mal schnell!“
„Ja, was gibt’s denn?“
„Ich bin wieder gesuuuuund!“

„Papi guck mal, meine Mami. Mit ihrem Hochzeitskleid. Das ist wuuunderhübsch!“
zeigt auf ein Foto in unserer Bildergalerie

Spielt Urlaub:
„Papi, ich stehe hier gerade auf dem Golfplatz!“
Aha.

„Ich bin jetzt der Eierkocher! Wer will Eier?“

„Wenn ich irgendwann mal im Regenwald verschwunden bin, dann müsst ihr mich einfach nur suchen!“

„Papa, ihr könnt mich ruhig Igor nennen. Oder Madita!“

Will lieber im Auto einschlafen:
„Papa, wenn ich dann eingeschlafen bin, trägst du mich bitte in mein Bett. Und wenn ich aufwache ist Mami da. Dann sage ich meiner Mami, dass ich sie soooo lieb habe!“

Papa sagt zur Mama: „Tschüss Mäuschen!“
Kind empört!: „Aber ich bin doch dein Mäuschen Papa!“

„Das ist aber ein dicker fetter Mann, Mama!“
Direkt kann sie!“

„Für Dinge, die so weit weg sind, benutze ich immer meine Geheimagentenbrille!“

VORSÄTZE?

Da war ja noch was? Genau.. die guten alten Vorsätze zum Ende des Jahres. Habe ich schon fast wieder vergessen. Ihr auch? Ich mag ja Vorsätze eigentlich. Ich mag es, das Jahr Revue passieren zu lassen und kurz zurück zu blicken, um kurz darauf die Nase in die Zukunft zu stecken. 2016 war… hm… anstrengend? Verrückt? Nervenaufreibend? Eigentlich ist es ein bisschen traurig, dass mir diese Worte zuerst einfallen. Sollten meine Hände nicht „Glücklich“ oder „schön“ tippen? Hm. Keine Ahnung. Natürlich gab es auch ganz schöne Momente. Aber es war eben auch einfach sehr sehr anstrengend. Das liegt – sind wir mal ehrlich – einzig und allein am Hebammenstudium. Vollzeit Studium mit Vollzeit Arbeiten im Schichtdienst über Monate. Das muss man seiner Familie ja auch erst mal antun. Gut, nun müssen wir da durch und wir werden das schon packen. Bestimmt! Einige schreckliche neurologische Symptome ließen mich unsere Situation Ende 2016 mehrmals überdenken. Ich dachte sogar über eine Beendigung des Studiums nach, verwarf den Gedanken aber schnell. Bringt ja am Ende keinem was. Aber ich spürte einfach ganz deutlich, was diese Belastung mit meinem Körper, aber auch mit meiner Psyche macht. Und das war alles andere als schön!

Was habe ich mir persönlich also vorgenommen?

Erst einmal möchte ich – besonders das Studium – nicht mehr zu ernst nehmen. Das klingt erst mal ziemlich dumm: Studium nicht ernst nehmen. Aber es hilft ja nix. Ich habe mich in den ersten beiden Lernphasen fast bis zum Umfallen abgerackert. Und wofür? Für eine 1,0? Ist es das wert? Nicht so wirklich. Klar, man möchte bestehen. Aber ich muss einfach lernen, meinen persönlichen Perfektionismus etwas herunter zu schrauben. Und das wird vermutlich die größte Herausforderung.

Dann: nicht schwanger werden! Ja, richtig gelesen. Bloß nicht schwanger werden. Der Herzmann und ich haben uns verständigt, nun doch erst einmal das Studium bis zum Examen durchzuziehen. Dagegen steht natürlich der innerliche und ganz bewusste Wunsch nach einem zweiten Kind. Ich hatte darüber schon öfter geschrieben. Unsere Familie fühlt sich noch so „falsch“ an. So nicht komplett. Es fehlt ein Stück. Oder auch zwei. Ich weiß es nicht. Jedenfalls möchte ich gerne versuchen, diese Vereinbarung mit dem Mann einzuhalten. Wir werden sehen.

Mehr Zeit für mich nehmen. Das habe ich im letzten Jahr aufgrund des Studiums definitiv versäumt. Es gab Monate, die waren so schlimm, dass ich fast abgeklappt wäre. Der Schichtdienst, all die Eindrücke, die Verantwortungen, die Lernerei, dazu Familie, Mann, Kind, Haus. Ich war einfach fix und fertig. Zeit für sich selbst nehmen war da maximal ein Frisörbesuch, den man auch nur notdürftig eingeschoben hatte. Jedenfalls möchte ich mich wieder mehr den Dingen widmen, die mich glücklich machen: Sprache, schreiben, fotografieren, reisen, Zeit mit der Familie. Wir werden sehen, wohin das führt.

Etwas für den Körper tun. Ach ja, der Klassiker. Ich möchte abnehmen und mehr Sport treiben. Ende des Jahres zeigte die Waage eine ziemlich ätzende Zahl an – mittlerweile sind 3kg wieder weg. Nach etlichen Versuchen zu Beginn des Jahres, habe ich nun mit weight watchers begonnen und werde sehen wohin die Reise geht. Ich bin ja nicht so wirklich dick, aber ich fühle mich auch einfach nicht mehr wohl. Ein paar Kilos dürfen also gerne noch purzeln. Der Mann hat inzwischen auch fast 10kg abgespeckt. Wir sind und bleiben dran!

SCHNEE SCHNEE

Ach ja, der liebe Schnee. Zu Beginn war das Kindlein natürlich mehr als erfreut. Und da sie praktisch mehr zu Hause als im Kindergarten war hatten wir ja viel Zeit mit dem weißen Pulver. Pulver ist auch das Stichwort: zunächst konnte man daher keinen Schneemann bauen und das Kindlein war sehr unglücklich darüber. Irgendwann matschte das Zeug endlich und wir konnten fleißig einen Schneemann bauen. Allgemein können wir uns dieses Jahr trotz geografischer Lage nicht über die Masse an Schnee beschweren. Herrlich!

Ansonsten starteten trotz Januar schon die ersten Frühlingsboten: die Tulpenzeit hat begonnen! Schon seit Wochen stehen hier die Blumen auf unserem Esstisch. Ich mag das einfach. Endlich wieder Farbe .. das Ende des Winters ist absehbar. Herrlich. Und sonst so? Jaaaa, sonst war im Januar alles nicht so einfach. Das ständige Kranksein vom Kindlein steckt uns allen in den Knochen. Auch uns Eltern erwischte es abwechselnd, aber nicht ansatzweise so schlimm wie das Kindlein. Es war hart. Immer musste einer aufpassen, das Kindlein war nicht ausgelastet und damit auch sehr gut im Nerven strapazieren. Ich musste anfangen für die Prüfungen zu lernen. Ich hasse diese Lernphasen. Das Leben bleibt praktisch stehen und man kann nichts anderes mehr machen. Tut man es doch, so wird man vom Gewissen aufgefressen. Hobbies? Freizeit? Was ist das? Ich habe Glück, wenn ich ein bisschen blöd im Internet daddeln kann oder mal für eine halbe Stunde Fernsehen schaue. Dieses Studium geht so derart an die Substanz. Ich hoffe wir kommen da als Paar und auch als Familie gesund raus. Die Hälfte ist nun Ende März geschafft. Tschakka!

MALFEE

Wie man auf dem Bild oben sieht malt sie schon so richtige Bilder. Zu Erkennen: eine Sonne, Gras und ein Männchen. Das Bild hat sie für Opa in eine Geburtstagskarte gemalt. Herzlich, oder? Je nach Tagesform haben „Menschen“ bei ihr einen Körper oder eben nicht. Oft malt sie Beine direkt an den Kopf. Wenn ich frage wo denn der Bauchnabel ist, guckt sie mich mit großen Augen an. 🙂 Auf der Collage darunter sieht man übrigens auch ihre Ausmal-Skills. Das beherrscht sie mittlerweile auch ziemlich gut. Das ist allerdings nicht ihre favorisierte Vorgehensweise beim Malen. Lieber frei rum kritzeln. Filzstifte kann ich hier alle paar Wochen nachkaufen, da das Kindlein ständig vergisst die Kappen wieder drauf zu setzen. Und diese Kappen entwickeln dann gern ein Eigenleben. Sie verschwinden einfach. Oder das Kind hat ein heimliches Lager davon. Keine Ahnung. Jedenfalls liegen die Stifte immer ausgetrocknet in einer Ecke – kappenlos.

RSV – DAS GRAUEN

Ich hatte ja schon berichtet: es war wieder da – Das RS Virus. Ätzend, oder? Die ganze Kita war wieder verseucht und an jeder Ecke hörte ich diese drei kleinen Buchstaben: RSV. Ich erkannte diesen blöden Husten schon 10 Meter gegen den Wind und bin froh, dass wir die erneute Infektion ohne einen Krankenhausaufenthalt überstanden haben. Puh. Nächstes Jahr möchte ich bitte mal Pause, ja? Danke.

UND SONST SO?

fast 3 1/2 Jahre
Schuhgröße 27 geknackt
Größe 99cm – noch 1 cm to go
Gewicht 13,5 kg – ohne Worte
geht momentan nicht gern in die Kita :/
Rollenspielkind durch und durch – gerne 5 Stunden am Stück
immer noch eine kleine Fernseheule
unverändert: läuft maximal 10 Meter und will dann getragen werden
will die halbe Nacht kuscheln
zwischen 22.00 und 23.00 Uhr ist Bettchenzeit *gähn*
immer noch Daumenlutschermädchen
redet wie ein Wasserfall
macht aus allem einen Wettbewerb: „Ich bin erster beim Anziehen!“
malt und bastelt für ihr Leben gern
würde am liebsten jeden Tag eine Party geben