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Oktober 2015

Mallorca mit Familie – unsere Finca

Es wird Zeit, dass ich meine Mallorca Posts beende… ich vergesse nämlich so langsam die vielen kleinen Details, die den Urlaub so herrlich machten. So habe ich mich also neulich Abends vor die Glotze gehockt und nebenher die Fotos unserer Finca betrachtet. Ich mag sie euch nicht vorenthalten… zu schön war dieser magische Ort *herz*

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Die Finca steht mitten im Nirgendwo.. Irgendwo sozusagen.. es gibt keine offizielle Adresse und somit auch keine Straße und Hausnummer die man ins Navi hätte eingeben können. Anfangs haben wir uns auf dem Rückweg ziemlich oft verfahren *grummel*… irgendein Navi schaffte es dann unseren aktuellen Ort zu speichern und so konnten wir darauf zurück greifen. Die Straße zur Finca ist ziemlich abenteuerlich.. aber eben auch so urig und typisch Mallorca. Zwei Autos passen selten nebeneinander und ausweichen gehört zum Alltag. Rechts und links säumen diese typischen Steinmauern des Asphalt.

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Die Straße endet und man steht mitten vor der Finca… ein ziemlich imposantes Gebäude und viel zu groß für uns 5. Das wussten wir aber vorher… es hatte auch sein Gutes: jeder hatte sein Zimmerchen. Papa durfte also allein vor sich hin schlafen. Wie das Bild (unten) schon vermuten mag: es handelte sich um eine Künstler-Finca.. entsprechend imposant war auch die Einrichtung. Zwei Künstler waren viele Jahre damit beschäftigt diese tollen Räume mit Leben und Magie zu füllen – was ihnen ziemlich gut gelungen ist. Jeder Raum ist für sich und doch ergibt alles ein ganz tolles Zusammenspiel. Es ist so wunderbar. Man betritt einen Raum, geht hinaus, wieder hinein.. und entdeckt ganz plötzlich viele neue Details. Überall sind Bilder, kleine Accessoires und tolle Möbel. Wir waren sofort verliebt in das Haus.

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Jedes Zimmer hatte sein eigenes Bad und ein riesiges Bett. Für uns wurde noch ein Gitterbettchen aufgebaut, was wir dankend entgegen nahmen und erst einmal nicht erwähnten, dass unser Kindlein schon immer ein Gegner von Stangen war *hihi*…Für Babies und Kleinkinder ist die Finca ansonsten nicht geeignet – keine Treppengitter, allerlei gefährliche Stufen, ein Pool der nicht absperrbar ist… alles Dinge, die uns aber schon vor der Buchung klar war. Wir waren ja vier Erwachsene und so hatte immer einer die Augen auf dem Kindlein. Wir waren aber schon bei den ersten Bildern im Netz so begeistert von dem Haus das schnell fest stand: hierhin oder nirgendwo hin.

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Ganz oben – wir hatten 3 Etagen – gab es noch einen großen Balkon mit einer atemberaubenden Aussicht. Man konnte wahnsinnig weit schauen.. *hach*… ich bin schon wieder gefangen in den wehmütigen Erinnerungen.. *seufz* Ganz unten gab es einen recht kleinen Pool, der mehr der Abkühlung als dem Schwimmvergnügen diente. Das Wohnzimmer war bodentief von der Terrasse getrennt und so konnte man stets rein und raus. Dem Pool schloss sich noch eine kleine Liegeoase an, inklusive Schirm und Entspannungsliegen. Hier haben wir den ein oder anderen Abend ausklingen lassen.

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Die Finca selbst ist über 700 Jahre alt und wurde vor einigen Jahren aufwändig saniert… die beiden Besitzer wohnen im Winter selbst in dem Gebäude.. ist es gerade vermietet, wohnen sie in einem kleinen Gästehaus nebenan. Sie haben allerlei tolle Tipps auf Lager (besonders in Restaurantfragen kann ihnen wohl keiner was vormachen). Sie empfahlen uns einige Strände und tolle Städte zur Besichtigung. Bei Bedarf kann man auch ein Barbecue mit ihnen veranstalten – wir haben aber in der einen Woche keine Zeit dazu gefunden *seufz*…Nun steht die Finca aktuell zum Verkauf, da die beiden Besitzer weiter ziehen wollen… diese Künstler ;).

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Ansonsten ist die Finca mit allem ausgestattet, was man in einer Ferienwohnung auch findet. Küche, Waschmaschine und Co. sind vorhanden.. wir konnten sogar deutsches Fernsehen empfangen und hatten auch Wlan. Im Arbeitszimmer lagen etliche Einrichtungszeitschriften. Ach was sage ich „etliche“… sie türmten sich stapelweise… auf dem Schreibtisch lagen explizit die Zeitschriften, in denen die Finca selbst vor kam. Es war ganz interessant zu sehen, was sich in einigen Jahren einrichtungstechnisch getan hat. Wir hoffen wirklich, dass die Finca einen neuen Besitzer findet, der dieses Haus zu schätzen weiß.

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Draußen ist noch ein großer Gartenbereich in dem man grillen und entspannen kann. Die versprochenen Hängematten gab es zwar nicht, dafür aber etliche andere tolle Sitzmöglichkeiten. Da wir tagsüber aber meistens unterwegs waren und Abends erschöpft nach neuen Ausflugszielen Ausschau hielten, waren wir kaum im Garten. Das Kindlein und ich sind ein oder zweimal durch geschlendert – mehr war aber einfach nicht drin. Irgendwie war das Innere auch zu schön.. um es nur kurz zu verlassen. Ich hatte tagsüber fast ein schlechtes Gewissen nach draußen zu schwirren.. wussten wir doch was für ein Schmuckstück „zu hause“ auf uns wartete. *hehe*

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Wir haben die Finca übrigens ganz entspannt im Internet gebucht und würden es jederzeit wieder so machen *hach*.. ich hadere ja noch mit den Pauschalreisen.. immerhin hat das Thema „Essen“ einen ziemlich hohen Stellenwert bei uns. Aber wenn man dann so lange Zeit auf gefühlten 5 Quadratmetern haust… wiegt das Essen das auf? Privatpool? Dafür hätte ich bei einer Pauschalreise wohl ziemlich viel hin geblättert. Unser Urlaub war dagegen fast günstig. Dafür waren wir einfach einen Abend ganz toll essen *yammi*.. das verblogge ich dann aber in einem Restauranttip. Bis dahin – Mallorca ist so wunderbar!

2 Jahre & 16 Wochen – Rückblick

Oh du wunderschöner Herbst.. was hast du uns für ein geniales Wochenende beschert *hach* So viel Sonne.. und das Licht… und das Laub… und die Temperaturen. 16 Grad hatten wir hier in der Spitze – was ja im Grunde wie Sommer ist, oder zumindest etwas Frühling. Das Kindlein wurde die letzte Woche nur von Tante und Papa betreut. Dafür ist der Husten nun komplett ausgeheilt und die Maus geht heute endlich wieder in den Kindergarten. Papa wird diese Woche 3 Nächte nicht da sein. Das wird richtig richtig schwer.. aber auch das meistern wir!

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[IM TIERPARK] Der Samstag wollte genutzt werden! Das Wetter war ja einfach nur traumhaft und so sind wir in den Tierpark aufgebrochen. Da ist auch dieses neue Lieblingsbild von mir entstanden. Die Atmosphäre im Park war einfach nur wunderschön. Alles bunt, so warm und herbstlich. Der Geruch von viel Laub.. jeder hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Die Maus fand die Tiere zum allerersten Mal auch richtig interessant und entspannte die meiste Zeit in der Kraxe. Es war einfach nur wunderschön!

[UND SPRACHLICH?] sprachlich sind wir nun bei den Fragen angekommen. Besonders beliebt momentan „Was ist das?“ und „Was machst du da?“ Sie will alles wissen.. unser kleines, großes wissbegieriges Mädchen *love* Ansonsten haut sie allerlei Kuriositäten heraus.

  • „Was du machst? / Was machst du?“ – momentane Lieblingsfrage
  • „Hatte Bauarbeiter gebaut“ – das Kindlein kam mich mit dem Papa an der Uni besuchen und wir schlenderten über das Gelände. Da stand ein Gerüst und sie haut dazu den Satz raus. Keine Ahnung woher sie das hat.
  • „Hallo Vater“ – einen Morgen – zum Papa – einfach so.
  • „Meine Milli alle alle“ – das Kindlein hat gestern ihre Püppi gestillt, da sie „Durst“ hatte. Irgendwann versiegte die Quelle und Äffchens Milli war alle.
  • „So. Milli“- Ansage!
  • „Was ist das?“ – fragt sie auch zu vielen Dinge, zum Beispiel bei unbekannten Geräuschen, die sie nicht zuordnen kann.
  • „Welche Farbe das ist?“ – da waren wir ziemlich verblüfft, da sie nach wie vor große Probleme mit den Farben hat und es hier noch nicht „klick“ gemacht hat.
  • „Gib Gas Oma!“ – auf dem Spielplatz, Oma und Kindlein auf der Schaukel, Fragen? 🙂
  • Zahlen: sie zählt jetzt bis 14.

[HERZMOMENTE] die letzten Tage waren sehr schön… das Kindlein ist so herrlich gut drauf, kooperativ bis zum geht nicht mehr und schenkt uns viele herrliche Momente, die wir ganz fest im Herz einschließen. Gestern habe ich sie ins Bettchen gebracht.. wir haben gestillt, Sandmann geschaut und anschließend ist sie noch etwas durchs Bett gekullert. Irgendwann ist sie ganz dicht an mich heran gerutscht, hat ihre kleinen Ärmchen um mich gelegt und „Meine Mami“ geflüstert. Was will man mehr im Leben? Richtig… nichts.

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2 Jahre & 15 Wochen – Rückblick

REGEN… KRANK.. das sind so die zwei wesentlichsten Wörter der letzten Woche. Es regnete in einer Tour und die Laune sank bei allen Beteiligten. Außerdem gipfelte der Husten des Kindes von Tag zu Tag und Mitte der Woche wurde uns von der Kita nahegelegt, ihn doch mal ärztlich abklären zu lassen. Freitag Morgen war es dann tatsächlich so schlimm, dass ein Gang zum Arzt unausweichlich war. Mehr unten…

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[KRANKE SUPERMAUS] das Kindlein hustet irgendwie schon seit Wochen.. mal mehr, mal weniger… nun wurden aber diese typischen Reizhustenattacken in der letzten Woche immer schlimmer. Freitag ist der Herzmann dann zur Kinderärztin… in erster Linie wollten wir eine Lungenentzündung ausschließen. Inhalieren und Hustensaft waren bis dahin eh schon an der Tagesordnung. Freitag ging aber nix mehr und das Kind bekam direkt im Wartezimmer einen Vorzeigehustenanfall. Der war so heftig, dass selbst die Arzthelferinnen zusammen zuckten. Nun gibt es Neues zum Inhalieren und keine Kita. Papa und Tante müssen einspringen, da ich mir Fehlzeiten vorerst nicht erlauben kann. *heul*

Darüber hinaus ist sie daher sehr sehr weinerlich, anhänglich, quakt viel – unsere Nerven lagen mehr als einmal blank.

[SPRACHE] meine Schwester – also Kindleins Tante – macht eine Ausbildung zur Erzieherin. Und berichtet oft, wie weit das Kindlein sprachlich schon ist.. wir glauben ihr mal, da sie viele Vergleichswerte aus ihrer Kita hat. Wir sind natürlich sehr stolz, nicht zuletzt weil sie so viele tolle Sätze quasselt.

„Ich möchte das nicht!“

„Ich komme gleich Mama!“

„Kaubiemi“ = Kaugummi

„Papa hat Baum abgeneidet“ – Papa hat einen Baum gefällt *soooo süß*

„da bitteschön“ wenn sie einem etwas bringt 🙂

Außerdem kann sie alle Finger benennen – „Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger.“ Ich brauche nicht erwähnen, dass sie ALLES nach plappert.

[KEIIIIIIMMMM] auch die letzte Woche haben wir das Kindlein weder unter die Dusche, noch in die Badewanne bekommen. Ich habe sogar extra ein neues Badewannenspielzeug gekauft, es ist aber weiterhin nix zu machen. Ans Haare waschen trauen wir uns nun auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr… grummel… unser Keimkind müffelt also weiter vor sich hin. Manchmal habe ich Glück und schaffe es, sie mit einem feuchten Waschlappen etwas zu reinigen. Das ist aber auch eher selten der Fall und wird ebenso mit Schreien quittiert.

Nächtlicher Reizhusten – AGGROALARM

Reizhusten

Liebe werdenden Mütter und Väter…

wenn ihr wissen wollt, wie die Nächte mit einem Säugling sind… oder wie sich Schlafmangel inklusive Schreiterror anfühlt… dann leiht euch einfach ein Kind mit Reizhusten aus. Im Grunde genommen könnt ihr jedes Kind mit Husten nehmen. Medizinisch bzw. anatomisch ist es nämlich so, dass der Husten vor allem Nachts kommt. Das will ich jetzt gar nicht weiter erklären, da meine Grenze des Erträglichen längst erreicht ist und ich jede weitere Beschäftigung mit dem Thema als Schlag gegen den Kopf empfinde.

Reizhusten ist scheisse. Eigentlich ist er noch schlimmer.. aber mir fällt kein so richtiges Wort ein, was diesen Horrorzustand am besten beschreibt. Da begleitet man das aktive kleine Duracellkind in den Schlaf, schleicht sich heimlich aus dem Zimmer und setzt sich vor den Rechner. Fünf Minuten später geht das Babyphone an, es hustet. Einmal, zweimal. Das Kind plärrt und hustet in einer Tour. Man hechtet runter, nimmt das Kind auf den Arm und schunkelt es in den Schlaf. 10 Minuten später geht der Dreck von vorne los. Dieses mal ist die Intensität aber so stark, dass das Kind einen Schwall erbricht. Natürlich hat man in diesem Moment NICHT die Kotzschale zu Hand, so dass alles auf einem selbst oder eben auf dem Bett landet. Selbstverständlich läuft die Suppe quer, so das Kissen, Bettdecke und Laken betroffen sind. Und weil das Zeug so flüssig ist, ist es im Nu in die Matratze gelaufen. Herrlich. Mit noch hustendem Kind auf dem Arm hockt man also auf dem Bett während der Partner notdürftig alles abzieht und neue Wäsche herbei karrt.

Die Abendgestaltung ist natürlich gelaufen… irgendwann kapituliert man und geht erst gar nicht mehr in Richtung Glotze, da das Kind nur in aufrechter Position auf dem eigenen Schoß endlich Ruhe gibt. Der Sound des kleinen Kinderkörpers ist brutal. es rasselt, blubbert und pfeift. Mein Mitleid ist zu Beginn des Hustenhorros noch groß. So viel sei gesagt: in der Nacht nimmt der Mitleidlevel rasant ab und ist irgendwann weg. Komplett. Jedenfalls reicht der Partner eine Zahnbürste und man putzt sich die Zähne im Bett, da man ja nie wieder die Spaßebene – sprich Wohnzimmer und Co. – erreichen wird. Achtet bitte darauf, dass eure Handys geladen sind. Ohne Internet und Co. wäre ich schon eigegangen.

Nach etwa 32528 Stunden kann man das Kind dann wieder ablegen. Natürlich hat man aus 5 Kissen einen entsprechenden Berg gebaut, in der Hoffnung dem Husten etwas entgegen zu setzen. Haha. Das Kind kullert entweder nach rechts oder links herunter. Das vom Papa eilig geschnittene Zwiebelsäckchen treibt einem derweil die Tränen in die Augen und man fühlt sich wie in einem indischen Restaurant. Es stinkt, und zwar höllisch. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Geruch auch nach 2 Tagen lüften nicht weg geht. Ab dem dritten Tag wird es besser, erträglich ist aber anders.

Nachts hustet das Kind gerade dann wieder, wenn man gerade eingeschlafen ist. Im eigenen Bett schlafen? Wäre fatal… Aufstehen, hin und her laufen… no way! Also bleibt man gleich neben dem Kind liegen und lässt sich fein säuberlich anhusten. Hin und wieder landet ein feuchtes Etwas auf dem eigenen Gesicht, was man eilig weg wischt. Was es ist will man besser nicht wissen. Kaum schläft das Kind wieder, arbeitet man sich selbst wieder mühsam in den Schlaf. Natürlich beginnt dann der Kreislauf des Grauens von vorn – Kind hustet, einmal, zweimal.. es wird ein richtiger Anfall.. und so weiter und so fort.

Nach spätestens zwei schlaflosen Nächten, die im absoluten Zombie-Modus enden, googelt man eifrig nach Methoden um diese Attacken zu verhindern. Man hängt also feuchte Wäsche auf, verteilt so Inhalatzeug auf einem heißen Geschirrhandtuch, das Zwiebelsäckchen und die erhöhte Lage hatte ich ja schon erwähnt. Und wisst ihr was? Es hilft nix… gar nichts! Der Mist in den kindlichen Lungen muss nämlich allein wieder weg gehen. Ich hatte in all den schrecklichen Hustennächten nie das Gefühl, dass irgendwas davon helfen würde. Das Kind kotzte sich vor Husten trotzdem die Seele aus dem Leib.

Wir Eltern jedenfalls bewegen uns anschließend tagsüber nahe am Rande es Wahnsinns. Wir vergessen PIN-Nummern, lassen Dinge anbrennen, schlafen irgendwo ein und sind auch sonst nicht wirklich Herr unserer Sinne. Wir vegetieren vor uns hin, während auch das Kind nicht ganz auf der Höhe ist. Wir versuchen uns bis zum Mittagsschlaf zu hangeln… aber auch hier bekommt das Kind nach 5 Minuten einen Anfall und wird wieder wach. Im Gegensatz zur Nacht schläft es nicht wieder ein und meint, direkt wieder aufstehen zu müssen. Während dessen hilft uns nicht mal mehr Camouflage.. unsere Augenränder hängen irgendwo am Kinn und verfärben sich schrecklich. Wir sind müde, so fucking müde.

Beim Arzt waren wir natürlich auch.. Doch auch der kann bis auf Inhalation und Hustensaft nix machen.. Er schließt noch fix ne Lungenentzündung aus und bestellt uns für die kommenden Tage wieder ein. In die Kita kann das Kind natürlich auch nicht. Und so hangeln wir uns von Tag zu Tag.. von Nacht zu Nacht… Bevor unsere Nervenenden vollends absterben, erreichen wir in Nacht 3 oder 4 einen ganz schrecklichen Aggrolevel. Wir finden unser Kind plötzlich ziemlich ätzend und brüllen es auch schon mal im Halbschlaf an, es solle diese Husterei bitte lassen. Wir unterstellen dem Kind böse Absichten und träumen von einem Leben ganz ohne Kinder. Wir erinnern uns plötzlich an diese entspannten Sonntage auf der Couch, an lange und ausgedehnte Mittagsschläfchen… an ausgiebiges Essengehen… und dann holt uns die Realität wieder ein. *hust hust hust*… unser Kind ist nur noch der „nächtliche Reizhusten“. Es ist nicht mehr niedlich, nicht mehr süß und auch das „Mama lieb haben“ rettet uns nur durch die halbe Nacht. In der anderen Hälfte bekommen wir auch schon mal einen Heulkrampf vor Erschöpfung und boxen ins Kissen.

Irgendwann hört die Scheiße auf… ganz langsam … ganz zäh. Es dauert… gefühlt 3 Trillarden Jahre. Und das Kind ist plötzlich 2 Wochen ohne Husten… und dann… na, erraten? Genau.. geht das Spiel von vorn los. Viel Spaß! Habe ich schon erwähnt, dass so eine Reizhustenattacke gerne mal ein bis drei Stunden dauert?

2 Jahre & 14 Wochen – Rückblick

Hinter uns liegt die erste Woche in welcher das Kindlein 3x bis 16.30 Uhr in der Kita bleiben „musste“… ich schreibe unten mehr.. aber so viel sei vorweg gesagt: es hinterlässt bei uns allen Spuren. Ansonsten waren wir beim Baumarkt, auf Spielplätzen, mit Oma und Uroma unterwegs und beim Kinderturnen. Das Wetter war durchwachsen und zum Ende der Woche ziemlich kalt.. das Kindlein stört das weniger. Sie tobt trotzdem sehr gerne durch die Gegend. Außerdem wird Oma sie diese Woche das erste Mal aus der Kita abholen *herz*.

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Das schlechte Gewissen und ich

… es hat mich gepackt. Letzten Montag ging das Kindlein das erste mal bis 16.30 Uhr in die Kita. Wie eine arme Irre fuhr ich zur Kita, riss den Gurt ab und fiel beinahe aus dem noch rollenden Auto. Was ich sah, ließ mich zu Eis erstarren. Das Kindlein, am Zaun, die kleinen roten Fingerchen hindurch gesteckt, vor dem Bauch eine alte Puppe. Sie sah mich und flüsterte „Mama“. Meine Augen füllten sich da schon mit Tränen, die ich eifrig weg schob. Überglücklich schloss ich sie in die Arme und fragte die Erzieherin ob alles gut gewesen sei. „Alles super“ war die Antwort und das Kindlein schien trotz allem recht gut drauf. Als ich dann jedoch sah, dass sie eines der letzten 5 Kinder in der Kita war, schnürte es mir erneut die Kehle zu. Da spielte der letzte Rest vor sich hin… Man bedenke: die Kita hat bis 17.30 geöffnet und hat ungefähr 80 Kinder. Und meines ist bei den letzten. Die Tränen kämpften sich immer weiter vorwärts und ich hatte meine Not sie freudestrahlend in den Sitz zu verfrachten. Dann setzte ich mich auf meinen Sitz und startete den Motor. Da fing es schon an… dieses Schluchzen, was nicht enden wollte. Ich hatte 5 Minuten bis nach hause und wusste: bis dahin muss ich mich ausgeweint haben. Ich heulte also hemmungslos, während das Kindlein auf dem Rücksitz ein Buch ansah. Zuhause angekommen startete ich einen kläglichen Versuch, die Wimperntusche aus dem Gesicht zu bekommen. Das Kindlein und ich gingen rein und begannen zu futtern, spielten und lachten. Es war alles in Ordnung. Bis die Tante kam. Ich musste direkt wieder heulen als sie fragte wie es lief. Noch im selben Atemzug stellte ich die Ausbildung und das Studium in Frage und versuchte mein schmerzendes Etwas in der Brust zu beruhigen. Ich hatte unvorstellbare Herzschmerzen. Dann kam der Mann nach Hause und ich weinte weiter stumm vor mich hin. Ich fühlte mich wie die schlechteste Mutter der Welt und wollte nur irgendwie diesen Gewissensschmerz los werden. Am zweiten Tag kam ich immerhin 10 Minuten früher an der Kita an. Das änderte nichts daran, dass sie wieder eine der letzten war, was mein Herz einmal mehr in 1000 Stücke riss. Mittwoch gingen wir nach der Kita direkt zum Turnen – das lockerte die Stimmung (auch mein Gemüt). Donnerstag holte Papa die Maus früher und Freitag hatte ich nur einen kleinen Termin und konnte mich entsprechend kümmern.

Was sagt mir diese Woche? Einmal mehr, dass es nicht leicht wird… *seufz*… wir planen nun schon herum. Ich möchte eigentlich nicht, dass das Kindlein mehr als 3 Mal die Woche bis 16.30 Uhr in die Kita geht. Mag sein, dass andere Kinder da jeden Tag durch dürfen.. oder auch müssen… das ist ja eine Ermessensfrage. Jedenfalls wird meine Mama unser Mäuslein diese Woche ein oder zweimal abholen, die Tante auf lange Sicht Überstunden abbummeln, um uns unter die Arme zu greifen und auch Opa hat sich angemeldet, sie mal holen zu können. Nun hat das Kindlein in der Mitte der Woche direkt angefangen schlecht einzuschlafen. Einfach so – von einen auf den anderen Tag. Ich schiebe es mal auf die Umstellung.. immerhin haben die Kleinen eine innere Uhr und wissen laut Erzieherinnen ganz genau wann sie abgeholt werden. Papa musste also einmal mehr Runden im Auto mit dem Äffchen drehen und die ein oder andere Träne trocknen.

Ich bin trotzdem fest davon überzeugt, dass wir das schaffen – auch wenn ich hier die Pessimistin bin… und mein Herzmann mich immer wieder fest in den Arm nehmen muss… und mir versichern muss, dass es schon wird. Irgendwie wird es gehen! Andere schaffen ganz andere Dinge. Und so werden wir uns durchwursteln. Kopf hoch! Und auf in eine neue Woche.. eine neue Woche voller neuer Dinge und Herausforderungen. *herz*

2 Jahre & 13 Wochen – Rückblick

Oooooohhhh… so sehr ich den Sommer vermissen werde… aber dieses Licht! Dieses magische Licht im Oktober.. es ist so herrlich… auf beinahe jedem Foto strahlt die Sonne wie Honig ins Bild. Wunderschön! Momentan würde ich am liebsten den ganzen Tag mit dem Kindlein im Wald auf und ab laufen und fotografieren. Leider würde da unsere Mausi nicht so mitspielen – Wald ist noch recht doof. Dafür steht sie total auf die Materialien, die die Natur so her gibt. Immerhin :).

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[EINE WOCHE AUSBILDUNG & KIND] bisher bin ich noch ganz entspannt. Die erste Woche an der Hochschule bestand zur Hälfte aus Organisation und zur anderen Hälfte bereits aus handfestem Stoff. Freitag war gleich mal frei (was auch gut war, da mir ein Männerwochenende ins Haus stand). Das Kindlein musste noch nicht länger als bis 14.30 Uhr in die Kita – was sich diese Woche allerdings das erste Mal ändert. Zweimal wird sie bis 16.30 Uhr in der Kita bleiben und mein Magen dreht sich bei diesem Gedanken einmal um. Leider geht es einfach nicht anders und ich muss mir fest vor Augen halten, dass andere Kinder jeden Tag so lange in der Einrichtung sind (die ganz nebenbei gesagt wirklich sooooo sooooooooo toll ist).

[TROCKEN WERDEN, TROCKEN SEIN] wir haben beim Thema Trocken/Sauber sein einen neuen Level erreicht! *freu* Da das Kindlein ja schon seit Monaten sehr verlässlich alles ansagt, haben wir nun auch beschlossen unterwegs alles weg zu lassen, was so wegzulassen geht. Früher gab es für Autofahrten und Besuchen an allerlei Orten noch eine Windel. Mittlerweile sind die Abstände zwischen Pipi A und Pipi B aber so groß, dass es absolut reicht, vor der Reiserei noch mal das Klo aufzusuchen. Außerdem schafft sie es immer zum nächsten Klo – oder ich halte sie ab. Fehlt nur noch die windelfreie Nacht, dann sind wir komplett durch.

[PYJAMA PARTY] das Kindlein und ich haben die erste Nacht überhaupt bei der Oma verbracht. Papa hatte Männerbesuch und das wollten wir uns in der Nacht nicht antun :). Also sind wir „geflüchtet“ und sind ganz entspannt früh ins Bettchen gehuscht. Mit Oma haben wir uns in das riesige Bettchen gekuschelt – nachdem wir eine halbe Stunde Tränchen trocken mussten, da Papa nicht da war. Oma durfte auf keinen Fall das Zimmer verlassen und wich nicht von der Seite der Maus. Am nächsten Morgen war Ömchen dann ganz von den Socken, wie oft die Mausi nachts bei Mama naschen wollte… das hat momentan auch wieder einen schrecklichen Level erreicht *gähn*.

Mallorca mit Familie – Teil III – Cala Varques

So viel sei vorweg gesagt: die Cala Varques ist leider schon lange kein Geheimtipp mehr. Lange Zeit galt sie als dieser, verzeichnet aber in letzter Zeit stark gesteigerte Besucherzahlen. Uns selbst betraf das eigentlich kaum, da wir im September außerhalb der absoluten Hochsaison reisten. Trotzdem war die Cala Varques gut gefüllt – aber nicht überfüllt. Hier nun unser Erfahrungsbericht von der Cala Varques 🙂

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Was ist der Cala Varques?

Die Cala Varques ist eine kleine Bucht im Osten der Insel Mallorcas. Wir hatten von unserer Autovermietung eine tolle Karte der Insel bekommen, auf der nahezu alle Buchten eingezeichnet waren. Und so setzte ich mich in unserer Finca an den Rechner und suchte und suchte.. nach der perfekten Bucht. Ziel: feiner Sandstrand, tolles, glasklares Wasser, wenig Leute, ein paar Möglichkeiten zum Wandern. Irgendwie sind wir dann bei der Cala Varques hängen geblieben. Die Infos im Netz lasen sich herrlich: Geheimtipps, überall Hippies, entspanntes Flair.

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Wie komme ich zur Cala Varques?

Man kann die Bucht nicht direkt mit dem Auto anfahren – am Ende bleibt noch eine Wanderstrecke von etwa einem Kilometer, die über eine ziemlich eigenwillige Piste geht. Es geht ruuuuunter… und der Weg ist gespickt mit Stolperfallen, da überall Minifelsen aus ihm herausragen. Mit der Kraxe war das alles wie immer kein Problem. Feste Schuhe sind nett, aber kein Muss (haben danach noch schlimmere Wege hinter uns gebracht).

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Bevor man jedoch den Wanderweg entlang läuft, kann man entweder direkt an der Hauptstraße (MA-4014 zwischen Porto Cristo und Portocolom – keine Sorge, man kann es nicht verpassen, die Autos an der Hauptstraße werden euch den Weg weisen) parken, an einem Parkplatz in der Kurve oder man fährt den kleinen schottrigen Feldweg bis zu einem großen Eisentor (hier beginnt der Wanderweg). Hier parken am Ende des Feldweges jede Menge Autos – die Reifen eures Autos werden es euch aber nicht danken – der Weg ist schrecklich.

Das Eisentor ist mit einer Kette halbherzig verschlossen. Man kann alle darauf stehenden Warnungen ignorieren und hindurch schlüpfen. Anschließend beginnt auch schon die Wanderung durch eine wirklich schöne Natur *hach*. Vor uns wanderten drei verrückte italienische Mädels, die mehr als nur gut drauf waren und in einer Tour sangen. *hehe* Irgendwann hört man schon das Meer rauschen und ehe man sich versieht biegt man um die Ecke und steht mitten in der Cala Varques.

Was gibt es zu sehen?

Der Strand in der Cala Varques ist bunt gemixt. Eigentlich ist die Bucht aber „fest in der Hand“ einiger Hippies, die auch neben dem Wanderweg campen (was eigentlich strikt verboten ist). Ansonsten gibt es Familien, Paare, viel junges Gemüse, Kletterer… Franzosen, Italiener, Deutsche, Spanier. Eine Gruppe hat dort eine Slackline und ein Volleyballfeld aufgebaut, es gibt eine Bar mit Snacks und firschen Getränken – ja sogar Cocktails konnte man in der provisorischen Bar kaufen. Der Strand ist fein und sehr hell, das Wasser ist glasklar und erstrahlt in 1000 Farben. Die Liegefläche ist begrenzt, aber man sollte in jedem Fall ein Plätzchen finden. Die Wellen waren mittelmäßig, der Strand fiel nicht zuuuu steil ab, aber auch nicht so leicht, wie es vielerorts beschrieben war. Es ging erst mal einen ordentlichen Weg runter und dann blieb es lange Zeit konstant „flach“.

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Steht man dem Meer zugewandt, führen links davon mehrere Kletterwege auf die Felsen hinauf. Meine Mama und ich haben es gewagt und sind hoch gekraxelt – natürlich in FlipFlops *hihi*. Ich hatte nämlich davon gelesen, dass es hier ein ganz besonderes Fotomotiv geben soll – eine Art Brücke. Im Internet sah das ziemlich nice aus und so war schnell klar: hier will ick hin! Unterwegs haben wir zwei Männer gefragt, wann denn die gute Brücke endlich kommt. Sie meinten, wir hätten schon den halben Weg geschafft. So war es am Ende leider nicht ganz, aber die Miniwanderung war definitiv auszuhalten.

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Nach einer Weile kommt man schon mal in eine Minibucht, in welcher viele Hängematten der Wildcamper baumeln. Gegenüber sieht man die schon Leute einen steilen Pfad herunter klettern (siehe Foto oben) – zu viel für meine Mama und mich. Wir haben uns also links gehalten und haben tatsächlich einen zweiten, anderen Weg gefunden, der uns weiterbrachte. Jedoch sah man kaum etwas am Horizont und wir wollten nach einigen Minuten schon umdrehen… bis… ja bis sich das geniale Motiv vor uns auftat. Als erstes rannte ich herum und meine Mama knipste, anschließend wechselten wir. Die Aussicht war bombastisch, der Wind wehte, das Wasser peitschte in die Bucht direkt unter uns. Als meine Mutter sich auf die Klippe setzte blieb ganz kurz mein Herz stehen… 😉

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Während dessen baute das Kind mit Papa Sandburgen, die Tante bräunte sich dezent in der Strandmuschel und Musik hallte ganz leise über den Strand.

Mein Fazit:

Schade schade schade, dass dieser Strand nicht mehr soooo geheim ist. Es gibt viel zu entdecken… es herrschte zu jeder Zeit reges Treiben. Immer wieder kamen Wanderer den Weg von anderen Buchten und machten Rast. Es war eine tolle Atmosphäre, die nicht zuletzt an den Wildcampern lag, die dort leben. Die Stimmung war locker, leicht und die Hälfte der Leute rannte nackig durch die Gegend (FKK ist in jedem Fall erlaubt). Wer etwas mehr möchte als nur den ganzen Tag am Strand zu liegen ist hier genau richtig. Man kann wild durch die Gegend klettern und wandern, trifft immer wieder neues und sehenswertes. Der Wanderweg zur Bucht ist recht abenteuerlich und macht gerade deshalb so viel Spaß! Immer wieder gerne! Jawohl!