Monat

August 2015

2 Jahre + 8 Wochen – Rückblick

Die Woche hätte unterschiedlicher nicht sein können… Mitte der Woche sammelten wir schon die ersten Eicheln.. und zum Ende der Woche brutzelten wir bei über 30 Grad am See. Ansonsten waren wir wieder viel unterwegs, grillten bei Freunden und haben Ikea einen Besuch abgestattet (endlich soll das Kinderzimmer den letzten Schliff bekommen). Außerdem war ich mit dem Kindlein, der Oma und dem Papa am Freitag noch in einem großen Outdoorgeschäft und habe eine Kraxe zur Probe getragen. MUSS HABEN! 😉

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[SPRACHFABRIK] 

  • sie hat angefangen das Wort „ich“ zu verwenden… und zwar bei „ich komme!“. Ansonsten sagt sie lieber ihren eigenen Namen, um sich selbst zu benennen.
  • Zum Piepen, wie man so schön sagt. Das Kind zieht manchmal so niedlich einen Schmollmund und ruft dann „Mannooo….“. Es ist so niedlich… wenn etwas nicht klappt oder eine gewisse Sache anders sein soll… „Manno Manno Manno Mama!“

[MALKUNST] sie hat angefangen Kreise zu malen/zeichnen. Das Krickelkrakel gehört der Vergangenheit an – und unser Kindlein zaubert, wie sie selbst sagt, „Sonne Mama!“

[ZAHN ZAHN HURRA] bisher kamen bei uns ja alle Zähne wie im Lehrbuch. Die letzten 4 Backenzähne haben es sich nun aber anders überlegt. Ich dachte die ganze Zeit, dass links unten das Rennen macht… bis ich letzte Woche oben links schon die Spitzen außerhalb der Kauleiste gespürt habe. Unten links wird wohl rasch folgen, denn hier sieht man schon das weiße Monstrum durchschimmern. Danach fehlen nur noch 2 Zähnchen und wir haben es endlich endlich geschafft!

[SCHLAFEN] in der Nacht von Freitag auf Samstag schlief das Kind die erste Runde sagenhaft von 21.00 – 6.00 Uhr morgens. Ich dagegen war erst um 2.00 Uhr und dann um 4.00 Uhr wach. Ich hatte Panik und lief in ihr Zimmer. Nachdem ich ihre Atmung erfolgreich gecheckt hatte, brauchte ich über eine Stunde um wieder einzuschlafen :/. Anschließend schlummerte das Kind noch mal bis 8.30 Uhr. Sehr angenehm so etwas. 🙂 Mittagsschlaf macht sie am Wochenende übrigens nicht mehr – oder nur sehr selten.

Wie ich mein erstes „Kind“ verlor.

Vermissen

Heute wird es emotional. Zumindest für mich. Denn ich schreibe über den Verlust eines Familienmitgliedes. Es musste an dem Tag gehen, an dem ich mit unserem Zaubermädchen nach Hause kam. Unfreiwillig und so schonungslos, dass ich an dieser Stelle schon wieder in Tränen ausbrechen mag.

Bevor ich auch nur ansatzweise an das Kindlein dachte, war ich Mama eines Hundekindes. Er wurde in meinem damaligen Kinderzimmer von der Hündin meiner Eltern geboren und wuchs wohl behütet auf dem Dorf auf. Er war ein verrücktes, heiß und innig geliebtes Fellknäuel. Eine kleine Fußhupe und zuckersüß. Die Welpenzeit verstrich, er wurde größer, rübelhafter, verrückter. Ein kleines verwöhntes Etwas wartete auf mich, wenn ich in den Semesterferien nach Hause fuhr. Dieser Hund war mein Baby, mein Ein und Alles.

Nach dem Studium ging ich wieder zurück in mein Elternhaus und begann mit einem Praktikum in einer großen Stadt. Wuff war an meiner Seite. Auch als meine langjährige Beziehung in die Brüche ging und ich dachte, alles in meinem Leben verloren zu haben. Doch dann war da ein Mann – mein zukünftiger Mann und alles schien gut. Unser Hund – wie ich mittlerweile sagte – entwickelte im Laufe der Zeit viele schwierige Eigenheiten. Andere Tiere wurden pauschal angegangen, spazieren gehen glich einem Spießroutenlauf bis man endlich im ungestörten Wald war. Sah er ein Tier jeder Art, stürzte er sich wie ein Verrückter drauf. Ohne Erbarmen. Keine Chance für uns. Kein Rufen, keine Aktion konnte ihn abhalten. Schon in der Welpenschule zeigte er Tendenzen in diese Richtung – nie im Leben hätten wir an das gedacht, was dann auf uns zukam.

Hinzu kam ein Hautproblem. Er kratzte sich an seinem Maul, teilweise sogar am ganzen Körper. Jahrelang gingen wir bei Ärzten ein und aus, bis wir irgendwann ein Medikament fanden, was ihm halbwegs half. Mit der Hündin meiner Eltern – die ja seine Mutter war – kam es immer öfter zu schweren Reibereien. Er ging auch sie an – teilweise mit blutigem Ausgang. Wir trennten die beiden immer öfter. Fuhren wir in den Urlaub, ging mein kleiner Wuffmann in eine Pension, die uns aber nach einigen Aufenthalten die Betreuung kündigte, da der Hund auch dort außer Rand und Band war.

Parallel suchten wir bereits Hilfe bei den ersten Hundetrainern. Wir gingen jedes Wochenende zum Training. Die Diagnose hieß nur: sie sind nicht der Chef, er macht was er will – ändern sie das. Doch das Training brachte keinen Erfolg. Wir verfolgten einen sanfteren Ansatz in einer anderen Hundeschule, doch auch hier gaben wir nach vielen Monaten auf, da sich nichts änderte. Ich hatte das Gefühl versagt zu haben… und große Angst vor der Zukunft. Wir wussten: wir wollen Nachwuchs. Nur wie soll das mit einem Hund gehen, der scheinbar so aggressiv ist? Wir wussten zwar wie wir ihn zu nehmen hatten – aber eben nur wir. Andere Menschen hatten es da schon schwerer. Wie sollte das erst mit einem Kind werden?

Als er mich dann aus einer scheinbar sinnlosen Situation heraus in die Schläfe biss (ganz knapp am Auge vorbei), lief das Fass über. Die Narbe ziert bis heute mein Gesicht und ich konnte und wollte so nicht weiter machen. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl dem Hund gerecht zu werden. Und auch wenn mein Mann ihn mit ins Büro nahm, so hatten wir ständig das Gefühl, dass er zu kurz kommt. Also überlegten wir, jemanden zu suchen, der mehr Zeit mit ihm verbringen kann. Zunächst dachten wir an einen Hundekindergarten. Bei einem Telefonat wurde aber schnell klar, dass es bei seiner Verfassung niemals zu einer Betreuung kommen wird. Er war ja quasi sozial inkompatibel. Also dachten wir an neue Besitzer, schalteten eine Anzeige und führten einige Telefonate. Doch auch da stellte sich schnell heraus, dass niemand einen derart verhaltensauffälligen Hund haben möchte.

Mir zerriss es während dieser Zeit mehr als einmal das Herz. Ständig hatte ich Angst er könne seiner Umgebung etwas antun. Wir wagten noch einen letzten Versuch mit einer Schule. Die letzte Hundeschule war eine ganz gute Kombination aus den beiden zuvor und wir erzielten ganz ganz langsam erste Erfolge. Sie waren klein und nicht wirklich ausbaufähig. Aber immerhin konnte man wieder recht unbeschwert spazieren gehen. Die Hundetrainerin machte uns aber auch schnell klar, dass Kinder und der Hund eher zu trennen sind, eine Aufsicht selbstverständlich unausweichlich sei.

Dann wurde ich schwanger. Und im Nachinein muss ich sagen, dass ich meine Schwangerschaft nicht wirklich unbeschwert genießen konnte. Abgesehen von all den Problemen mit mir selbst, schwebte das Damokles Schwert Hund täglich über mir. Da ich ab dem 5. Monat zu Hause war, verbrachten der Schnuffi und ich einen herrlichen Winter und Frühling zusammen. Wir waren ganz viel draußen, spazieren und tollten herum. Im Sommer – kurz vor der Geburt des Kindleins – hatte ich dann noch eine Freundin mit Baby zu Besuch. Auch sie hatte zwei Hunde und es klappte super. Unser Hund reagierte neugierig, war anschließend aber recht schnell gelangweilt vom Kind. Das ermutigte meinen Mann und mich. Doch es sollte anders kommen.

Schon Monate vor der Geburt gewöhnten wir unseren Hundemann an den Kinderwagen und das Laufgitter. Die Sachen standen schon lang zuvor aufgebaut im Haus. Es entstanden etliche Bilder, auf denen er an meinem Bauch schnuppert und es fällt mir bis heute sehr schwer, diese anzusehen.

Dann, eines Tages… war es soweit: das Kindlein wurde geboren. Der Papa nahm direkt ein Tuch und eine volle Windel aus dem kleinen Krankenhaus mit nach Hause. Schnuffhund schnüffelte, interessierte sich aber nicht weiter. Als ich zwei Tage später mit dem Kindlein in der Babyschale die Auffahrt hinauf fuhr, hatte ich keine Ahnung von dem, was da kommen würde.

Ich stieg aus, Wuff kam mir entgegen und freute sich riesig auf mich – immerhin war ich 3 Tage nicht zu Hause gewesen. Ich lief um das Auto und holte die Babyschale heraus. Zurück im Eingang des Hauses stellte ich sie vorsichtig auf den Boden. Lange stand sie dort nicht. Wir wissen nicht was es war… oder wer… aber ein Schalter wurde umgelegt. Unser Fellknäuel wollte von einer Sekunde zur anderen in die Schale springen. Er quietschte aufgeregt und war mehr als aufgebracht. Wir konnten das ganz schlecht einordnen und haben die Schale erst mal in den Wohnbereich getragen. Da habe ich das Mäuschen dann heraus genommen und dem Mucki erklärt, wer das ist. Doch mit jeder Sekunde veränderte sich der Hund zusehens. Er begann zu schreien, wie ich es zuvor noch von keinem Hund gehört hatte. Außerdem wollte er an mir hoch springen, so dass ich mich immer wieder mit dem Baby auf dem Arm weg drehen musste. Er war nicht mehr länger nur aufgeregt – er wurde richtig aggressiv.

Ich ging in den Garten und dachte: alles wird gut. Doch der Hund rannte wie eine Furie hinter mir her, die Pupillen riesengroß, das Geschrei weiter unerträglich. Er zitterte am ganzen Körper, knurrte und sprang weiterhin an mir hoch. Irgendwann hatte er fast das Bein im Maul und ich bekam es mit der Angst. Er sprang immer höher und höher.. im Nachhinein wäre das Laufgitter zur Sicherung eine Farce gewesen. Irgendwann sprang er so hoch, dass er fast den Kopf erreichte und mit den Zähnen die Mütze vom Kopf der Minimaus riss. Für mich war der Punkt gekommen, an dem ich wusste – das wird nichts.

Ich ging ins Schlafzimmer, setzte mich mit meinem 3 Tage alten Baby aufs Bett und weinte. Der Hund kratzte unterdessen unentwegt an der Tür, schrie, knurrte, bellte und wollte sich weiterhin wie ein Irrer auf das Kind stürzen. Mein Mann setzte sich zu mir und wir weinten stumm nebeneinander her. Wir hatten zuvor zwar viel über das Thema gesprochen.. aber immer zu dieser nun eingetretenden Situation geschwiegen. Nie im Leben hätten wir mit einer solchen Situation gerechnet. An diesem Tag habe ich mein Baby nach Hause getragen und doch ein Familienmitglied verloren. Meinen heiß und innig geliebten Peppi, der zu diesem Zeitpunkt schon fast 7 Jahre an meiner Seite verbracht hatte.

Der Hund ist nun nicht mehr da. Die Tage danach waren schwer. Ich weinte und weinte. Es zerriss mich – pures Glück auf der einen Seite und so viel Trauer auf der anderen. Es hat mich Monate gekostet halbwegs über den Verlust hinweg zu kommen. Das Kindlein hat dabei natürlich viel geholfen. Bis heute hängt unser Fellknäuel ganz groß an der Bilderwand im Eingang. Und da wird er für immer bleiben – genauso wie in unserem Herzen.

Viele mögen mich verurteilen… und sagen: du hättest dieses oder jenes anders machen müssen. Doch wir waren vor der Geburt im Gespräch mit vielen Trainern, haben uns Tips und Anregungen geholt. Wir haben versucht, das Unmögliche möglich zu machen. Jeder, der uns und den Hund kannte, bestärkte uns: ihr habt das einzig Richtige getan.

Irgendwann – da sind mein Mann und ich uns sicher – werden wir einem Fellknäuel wieder ein liebevolles und warmes Zu Hause geben.

2 Jahre + 7 Wochen – Rückblick

Gestern waren wir das erste Mal mit dem Kindlein Tretboot fahren.. wie sie es fand? Ich zitiere den letzten Satz vor dem Einschlafen: „Noch mal Boot fahrn, Mama!“ Geht klar, mein Kind. Ansonsten entwickelt sich die Maus ganz toll… sprachlich explodiert sie jede Woche aufs Neue – es macht uns beinahe Angst!

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[SHOPPING QUEEN] Oje.. wir schwant Böses… das Kind mutiert zum Shopping Monster. Von wem sie das wohl hat? 😉 Jedenfalls waren wir letzte Woche mal wieder im Einkaufszentrum.. und im Buchladen sucht sich das Kind eine Tüte mit Wasserbomben aus. Passt ja – nicht. Auf jeden Fall kommt sie auf mich zu uns ruft lauthals:

„Mama, Geld brauchen. Alleine kaufen!“ 

Erst einmal waren wir ziemlich erstaunt darüber, dass sie verstanden hat, wozu Geld da ist.. *hihi*.. ansonsten war es einfach nur niedlich. Sie bestand natürlich darauf, dass sie die Ballons anschließend aufpusten will – was bei Wasserbomben nun nicht die erste Wahl ist. Mit viel Überredungskunst haben wir sie dann in ein naheliegendes Geschäft geschleppt, und dort Ballons gekauft. Freudestrahlend hielt sie die aufgepusteten Ballons anschließend in die Höhe. Unser Mädchen *hach*

[WESPENALARM] wir verzeichnen: erster Wespenstich check! Wir waren am See, das Kind leckte an einem Lolli. Die Viecher waren schon wieder überall. Letztlich passierte es aber nicht des Lollis wegen – sondern weil das gelb schwarz gestreifte Etwas unter eine Servierte krabbelte und das Kindlein da hinein fasste. Das Gebrüll war groß und das Kind auf dem Weg nach Hause ziemlich apathisch. Das dauerhafte Kühlen mit einem Eiswürfel hat aber recht gut geholfen und ein paar Stunden später war das Ganze schon vergessen.

[MOTORISCH] seit der letzten Woche geht sie Treppen, ohne sich dabei am Geländer fest zu halten. Kamikaze-Kind.

[QUASSELTANTE] abgesehen davon, dass das Kindlein eh alles nachplappert… müssen wir allmählich unsere Aussprache verbessern. Im schönen Brandenburg berlinert man nämlich noch krasser, als in Berlin selbst :D. Dürfen wir uns zumindest oft sagen lassen, wa? Auf jeden Fall sagt sie momentan sehr oft:

„da isser doch“ oder „da isser ja wieder“

Tja… wer sagt schon exakt: da ist er ja wieder. 😉

Ansonsten bringt sie momentan Sachen, die uns vor Lachen die Tränen in die Augen treibt – und uns zeigen, wie groß unser Kind schon ist!

Wenn sie Seifenblasen pustet, sagt sie kurz bevor sie los legen will:
„Pass auf, Mama!“

Wenn ich sie frage, ob sie eine Kugel Schlumpfeis möchte, sagt sie:
„Nein Mama, Joghurteis.“

Der Moment…

Taschentuch

… wenn Dein Kind auf dem Weg zum Baumarkt im Auto einschläft
Du auf dem Parkplatz anhälst
der Motor läuft
und das Kind einen Hustenanfall bekommt
du es aus dem Sitz nimmst
und es völlig neben der Spur hustet und hustet
und es plötzlich „Schwab“ macht
und du über und über mit Kotze bedeckt bist,
die dir den Ausschnitt hinunter läuft
du dich zur Seite beugst
in deiner Tasche kramst

und merkst,

dass du die Feuchttücher vergessen hast.

Okay… es war nicht ganz so schlimm: denn die Kotze war mehr so durchsichtiges, zähes Zeug. Hin und wieder fand sich dann aber doch etwas Farbe darin. Jedenfalls erbrach das Kind direkt in meinen Ausschnitt und es lief so herrlich unter mein dunkelblaues Oberteil in meinen BH. Einen Teil hatte ich mit meiner Handfläche aufgefangen. Doch das Elend suppte bereits über den Rand eben dieser. Und so war auch meine Hose betroffen.

Was tut man also.. so ohne Feuchttücher? Ich habe Plan B gewählt und die Taschentuchpackung wie eine Irre aufgerissen. Leider konnte ich damit alles mehr schlecht als recht entfernen und saß immer noch grummelig mit Kind auf dem Schoß im Auto. Das Kind hatte natürlich keinen Spritzer abbekommen – wie soll es auch anders sein? Ich schnüffelte an meinem Oberteil und es war schnell klar: das wird ein besonders schneller Einkauf. Wir wollten ja eigentlich eh nur Spielsand für den neuen Buddelkasten holen. Also Wagen geholt, Kind drauf geparkt und husch husch in den Baumarkt. Zwischenzeitlich startete ich ziemlich klägliche Versuche den Fleck mit meiner Hand zu bedecken. Doch er war einfach zu groß…

Leider hatten wir uns danach noch mit der Tante im Shoppingcenter verabredet… ich musste also irgendwie mein Oberteil los werden. Mein erster Weg führte mich in die Drogerie: Feuchttücher holen – man weiß ja nie. Danach rannte ich zu H&M und kaufte mir ein neues Oberteil. Anschließend eilte ich in die Umkleidekabine und riss mir den vollgekotzten Fummel vom Leib. Der fand schnell den Weg in eine Tüte und Abends in die Waschmaschine. Bäh!

Ich habe keine Ahnung warum keine Feuchttücher in meiner Tasche waren. Zu allem Überfluss waren wir ausgerechnet an diesem Tag mit einem anderen Auto unterwegs.. sonst hätte ich in irgendeinem Seitenfach ganz bestimmt noch eine Packung gefunden. Wie dem auch sei. Seit diesem Tag überprüfe ich meine Handtaschenausstattung mal wieder doppelt und dreifach.

Die anderen Momente sind hier zu finden:

Moment 1 – Verlaufen

Moment 2 – Wahlwerbung

Moment 3 – spontanes Stillen im Wald

Moment 4 – Postbotentampons

Moment 5 – Klo umrühren

Moment 6 – Fahrradschleim

2 Jahre + 6 Wochen – Rückblick

Es hat geregnet! Endlich… Gestern waren wir tagsüber noch der einzige Zipfel in ganz Deutschland mit mehr als 30 Grad. Aber Abends fielen dann die ersten Tropfen seit Wochen. Herrlich diese Frische.. ansonsten waren wir die Woche viel unterwegs und hatten ein Kindlein mit einem Achterbahnmagen. Wir konnten es uns nicht erklären.. bis sie Freitag Abend Fieber bekam, was schnell gen 40 Grad stieg. Parallel fühlte ich die ersten Spitzen von Zahn Nummer 17. Hoffe, das passt zusammen.

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[MAL WIEDER OHNE AUTO] ich wusste es!!! Es ist nur eine Phase *freu*. Ab Dienstag schlief das Kind von einem Tag auf den anderen total entspannt im Bettchen ein. Ohne Probleme, ohne Tränen, ohne Gequengel. Ich habe keine Ahnung was passiert ist… aber die abendlichen Runden sind erst einmal beendet :). Außerdem möchte sie abends von ganz allein ins Bett und sagt „Mama heia gehen“.. komisches Kind.

[ZÄHLEN] das Kind zählt plötzlich bis zwölf… letzte Woche hörte sie bei acht auf. Von mir hat sie das nicht 😉 Papa ist der Mathefreak! Sie liebt es.. zeigt auf Dinge in Büchern und beginnt sie zu zählen. Ist das früh? Jedenfalls ist es uns irgendwie unheimlich.

[URALUB GEBUCHT] diese Woche haben wir es endlich geschafft: unser großer Urlaub ist gebucht! Nun werden wir mit dem Kindlein das erste Mal in ein Flugzeug steigen und mir ist jetzt schon schlecht in der Magengegend. Nach einem – ich nenne es mal Vorfall – habe ich ziemliche Flugangst. Wird schon schief gehen, ne?

[KRANK ODER…?] tja.. ich weiß auch nicht so recht. Die ganze Woche über hatte das Kind eine Verdauung wie eine Achterbahn. Mal normal, mal jenseits von Gut und Böse. Freitag Abend plötzlich Fieber.. Seit Samstag Schnupfen und Sonntag Husten. *grummel* Gleichzeitig konnte ich die ersten Spitzen eines neuen Backenzahnes fühlen. Ich hoffe, es hängt miteinander zusammen.

[ENTWICKLUNG] wir hatte Mitte der letzten Woche ein Entwicklungsgespräch in der Kita. Fazit: alles bestens, alles super. Das Kind ist total entspannt, zeigt keinerlei Auffälligkeiten, ist sehr gut integriert und ihrem Alter in vielerlei Dingen ein Stück voraus. Abgesehen davon, dass wir total stolz sind… ist sie nach der langen Eingewöhnung wirklich gut dort angekommen. Kleiner Goldschatz! Außerdem gab uns das Gespräch auf eine seltsame Art und Weise das Gefühl doch nicht alles falsch gemacht zu haben 🙂

[SPIELTURM] er steht!!!! Der Opa hat extra den weiten Weg auf sich genommen und uns mal wieder besucht… zusammen mit dem Papa hat er 1 1/2 Tage am Aufbau des Kletterturmes für’s Kindlein gewerkelt. Ein Bericht folgt natürlich.. wir lieben das Teil und die Maus ist schon fleißig geklettert.

2 Jahre + 5 Wochen – Rückblick

Das Bild verrät es: wir waren ganz spontan an der Ostsee. Nur einen Tag… mit Freunden und der Tante. Es war sooo heiß, aber auch so schön. Das Kindlein tollte fröhlich durch den Sand, während ich mir einen Sonnenbrand holte. Auch sonst waren wir die Woche viel am Wasser und haben etliches unternommen. Auch für diese Woche steht wieder so einiges an. *freu* Außerdem werden wir in den nächsten Tagen wohl endlich unseren großen Urlaub für dieses Jahr buchen. Ich kann es kaum erwarten!

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[ZAHLEN ZAHLEN] es hat schon vor einigen Wochen begonnen – aber nun nimmt es konkrete Formen an: das Kindlein beginnt zu zählen. Zuerst hörten wir ständig „eins, vier, fünf“. Mittlerweile mixt sie gerne alle Zahlen von eins bis acht. Sie nutzt das Zählen auch bewusst, wenn wir beispielsweise die Anzahl von Gegenständen überprüfen. Am Freitag kam sie mit zwei Bären auf mich zu und plapperte „zwei Bär“.

[MEER GEHT IMMER] die letzte Woche waren wir spontan an der Ostsee und haben uns die Sonne auf den Bauch (in meinem Fall leider die Arme) scheinen lassen. Ich trat die Rückreise trotz 50+ Sonnenmilch mit einem Sonnenbrand an, das Kindlein mit 5 Tonnen Eis im Magen und die Tante mit einem Lächeln im Gesicht. Wir hatten uns mit Freunden am Strand verabredet und ließen die Kinder durch den Sand toben. Es war herrlich!

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[KONVERSATION] so langsam kann man mit dem Kind richtige Unterhaltungen führen.

Mama: „Kindlein, war die Kita heute gut?“
Kindlein: „Jaaaa!“

Mama: „Und wer war alles da?“
Kindlein: „Kind A, Kind B, Erzierherin A und B.“

Mama: „Und was gab es zum Mittagessen?“
Kindlein: „Suppe.“

Mama: „Und was habt ihr nach dem Mittag gemacht?“
Kindlein: „Heia.“

*Hach*

[FARBENZWISCHENSTAND] sie kann schon:

  • rot
  • dün = grün
  • weiß
  • pink
  • lila
  • blau

Außerdem weiß sie, dass man bei rot an der Ampel stehen bleibt und erst bei grün gehen/fahren darf. 🙂

Guten Tag, wer sind sie denn? Teil 1

Über den Wandel vom Mensch zur Mama.

Teil 1.

Autos.

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Früher. Da war ich eine von der Sorte, die beim Fahren die Musik so laut aufdrehte, dass man einen heran nahenden Rettungswagen erst durch den regelmäßigen Blick in den Rückspiegel wahrnahm. Ich sang lauthals… Rock, Pop, Hip Hop. Lief Klassik, heulte ich schon mal und legte andächtig den Kopf zur Seite.

Meine Hände berührten selten das Lenkrad. Ein Finger reichte doch. Ich hupte, fluchte, hatte regelmäßig einen Puls von 3800. Keiner konnte Auto fahren – außer ich natürlich. Bei gelb fuhr ich schon los, während die anderen auch nach 2 Sekunden noch auf die Farbe grün starrten um sich zu vergewissern, ob sie auch ja los düsen konnten.

Früher…putzte ich mein Auto mit Hingabe. Während meines Studiums hockte ich einmal die Woche an der Waschanlage, saugte, wischte, räumte auch den letzten Krümel aus. Leere Flaschen? Kleiderschrank? Schuhe? Gab es bei mir nicht!

Meine Welt zerbrach, als ich eine Beule in mein eigenes Auto fuhr. Insgeheim schmiedete ich Mordkomplotte gegen die Vollidioten, die beim Aussteigen ihre Tür in mein Auto rammten und damit unschöne Kratzer verursachten. Sie sollten alle in der Hölle schmoren.

Und…für mich stand immer fest: nach dem Studium verdiene ich Geld.. und davon kaufe ich mir das geilste Auto ever. Mit vielen Pferdestärken, das war klar. Ich war schon immer der 200 km/h-Typ auf der Autobahn. Schnelligkeit ist mein Ding, Autos noch mehr. Motorisierte Sachen und ich passen einfach zusammen.

Viele Kilometer und regelmäßiges Fahren gehörte schon immer zu meinem Leben. Während des Studiums pendelte ich mindestens alle zwei Wochen 580km – die einfache Strecke. Dann pendelte ich für den Job und wechselte zwischenzeitlich auch mal in die Öffis. Diese Erfahrung reicher, wollte ich einfach nur mein Auto wieder haben.Und ich bekam es. Und es war herrlich. Wie eine Symbiose. Schon immer.

Dann wurde ich Mutter.

Nun ja. Ich liebe noch immer schnelle, schöne Autos. Große Autos. Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Freund von diesem Tuning-Krams. Aber ich mag Autos einfach. Und ich fahre auch immer noch gerne schnell über die Autobahn.

Aber: aus dem einen Finger am Lenkrad wurden zwei Hände, die die perfekte 10 vor 2 Haltung verinnerlicht haben. Es könnte ja ein Hindernis kommen und wir könnten einen Unfall mit dem Kindlein haben. Dann muss man das Lenkrad schon irgendwie gut in der Hand haben, ne?

Das Auto ist nicht mehr als ein Gebrauchsgegenstand. Wo ich früher wöchentlich das Innen- und Außenleben bonerte, so schaffe ich es mittlerweile vielleicht einmal im Jahr in die Waschanlage. Ausgesaugt wird es nur noch, wenn der gesamte Kindersitz über und über mit Sand besäht ist. Oder wenn das Spielzeug in mitten der komischen Reste nicht mehr zu erkennen ist. Im Kofferraum stapeln sich diverse Dinge: Strandmuschel, Windfang… vor allem aber Sandspielzeug. Für spontane Abstecher zum See, auf den Spielplatz oder wo man das Zeug sonst noch so braucht.

Auf der Rückbank könnte man das Gefühl bekommen in einem Süßwaren- oder Spielzeugladen zu sitzen. In den seitlichen Lüftungsschlitzen hängen alte Lollies, die das Kind nur halbherzig abgelutscht hat. Überall Bücher, Schleich Tiere, Duplo Figuren und was weiß ich nicht. Der Versuch, dem Chaos Einhalt zu gebieten indem man so ein Sortierteil an der Rücklehne festbindet, scheiterte recht schnell. Irgendwie landet der Kram überall, nur nicht in den kleinen Täschchen.

In den Ritzen der Sitzflächen vermehrt sich eine seltsame Mischung aus Schokolade, Krümelkeksen und Salzstangen. Eisreste sind sowieso überall. Papier ebenso. Der Reboarder bräuchte vermutlich eine Reinigung mit einem Kärcher, bevor ich ihn verkaufen könnte. An den Schultergurten kleben undefinierbare Reste, die schon bessere Zeiten gesehen haben.

Außerdem habe ich neues Grundinventar: vom Spielzeug mal ganz abgesehen, gibt es seit dem Kindlein IMMER Feuchttücher im Auto. Taschentücher ebenso. Und wenigstens ein Blinkespielzeug. Neuerdings gibt es einen iPad-Halter. Und gerne zwei oder drei Stunden am Stück Micky Maus Wunderhaus – wenn wir denn eine weite Strecke fahren. Oder dieser blaue, quietschende Hase namens Kikaninchen. Tja. Muss ich erwähnen, dass das Radio eigentlich fast immer aus ist? Und ist es mal an, dann schalte ich neuerdings nicht mehr Radio 1 ein, sondern lande bei Radio Teddy.

Doch nicht genug: Mit Kind hat man ja nun auch immer etwas zu trinken an Board des fahrbaren Untersatzes. Und wer hat schon Zeit das immer weg zu räumen, wenn man das quakende Kind gerade aus dem Sitz hebt und hofft, es würde nach dem Umbetten im Schlafzimmer wieder friedlich davon schlummern? Also liegt die Flasche mit dem Trauben-Holunder-Mix im Auto. Sie wird praller. Und praller. Und von einer Sekunde zur anderen zaubert sie dir einen lila farbenden Sternenhimmel an die hellgraue Decke deines Autos.

Dieser Sternenhimmel hält sich bis heute hartnäckig. Alle Versuche, die wolkige Nacht wiederherzustellen, scheitern. Vermutlich würde es nur noch eine Innenreinigung für 100€ bringen. Aber als Mutter weiß man, dass das Geld verschleudert wäre.

Muss ich erwähnen, dass das Auto mittlerweile 32462856 Kratzer hat? Die sind nicht mal unbedingt vom Kindlein selbst. Vielmehr von der Babyschale, von Spielzeug oder von verzweifelten Versuchen alles husch husch ins Auto zu räumen, während das Kindlein plärrend an einem klebt.

Früher… da saß ich auch händchenhaltend neben meinem Mann – egal ob ich gefahren bin oder nicht. Jetzt tauschen wir nur noch mitleidige Blicke über den Rückspiegel aus und geben uns via Hand Zeichen, ob das Kind schon eingeschlafen ist. Ich habe noch nie so viel auf der Rückbank gesessen, seit ich das Kindlein habe. Das ist schon ein anderer Kosmos – aber ein ziemlich schöner. Mit Glitzer und Liebe und vielen rosa Herzen.

Huch – wir sind trocken und sauber – irgendwie

Töpfchen

Huch.. wir sind sauber und trocken.. irgendwann vor etwa zwei Wochen oder so.. ich kann den genauen Zeitpunkt nicht mal benennen. Es ist auch einfach so passiert. Aber ich rolle das Feld mal von hinten auf:

Wie haben wir angefangen?

Mit nem Pott :). Einfach hingestellt, erklärt wofür er ist, hin und wieder drauf gesetzt und ein Buch angeschaut. Durch Zufall landete dann auch mal was darin. Sowohl klein als auch groß. Aber wie gesagt: alles eher Zufall.

Und dann?

Zwischenzeitlich hat sie dann gelernt ihre Ausscheidungen zu benennen, wobei zu Beginn alles „kacka“ war. Wir erklärten ihr dann was „Pipi“ ist, gaben uns aber schnell von dem Wort „pullern“ geschlagen, welches in der Kita verwendet wurde.

Und in der Kita?

In der Kita hatte sie schon einige Monate ihr eigenes Töpfchen. Die Faszination in der Reihe mit anderen Kindern auf dem Pott zu hocken war einfach zu groß. Nachdem sie sich einfach konsequent zu den anderen gesetzt hatte, beschlossen wir mit den Erzieherinnen, dass es Zeit für ein eigenes Töpfchen ist. Doch auch hier landete es eher per Zufall in der Schüssel.

Windel ab?

Nun haben wir ja Sommer. Und wir sind oft am Wasser. Da läuft das Kindlein sowieso immer nackig herum. Und da lief es dann einfach so. Sie hat immer ganz begeistert die Beinchen weit auseinander gestellt und fasziniert beobachtet was da so passiert. Teilweise hat sie sich gefreut wie ein kleines Schnitzelchen. Wir haben das Ganze nicht weiter thematisiert und ihr nur hin und wieder erklärt, was da so passiert.

Windel ab!

Irgendwann lief es dann besser und sie kündigte ihr Geschäftchen regelmäßig an. Zu Beginn erst, wenn es schon in der Windel war, irgendwann zeitgleich und schließlich wenige Sekunden vorher. Also habe ich ihr nach der Kita konsequent die Windel ausgezogen. Da es so warm war, lief sie praktisch den halben Tag nackig durch die Gegend. Und von einem Tag auf den anderen setzte sie sich von ganz allein auf den Pott. Sie sagt „pullern“ oder eben „kacka“, rennt zu ihrem Töpfchen und macht es dann rein. Es gab bisher keinerlei Unfälle, was mich wirklich mehr als erstaunt.

Und mit Klamotten?

Mit Klamotten landet der erste Tropfen schon mal im Schlüppi, der Rest aber weiterhin konsequent im Töpfchen. Nun habe ich das ganze über eine Woche durchgezogen, da ich Angst hatte.. es könne sich nur um eine Phase oder so handeln. Doch es blieb dabei. Jeder Inhalt wurde von ihr euphorisch beklatscht und anschließend zur Toilette getragen.

Und auf der Toilette?

Wir haben auch einen Aufsatz für die Toilette – allerdings müsste sie dann erst ihr Fußbänkchen holen, ran stellen, hoch klettern.. naja.. das dauert zu lang. Auf das Töpfchen setzt sie sich schnell und sofort kommt etwas.

Welches Töpfchen?

Ich habe mich vorweg ziemlich lang mit der Frage nach dem richtigen Töpfchen beschäftigt… ich hatte nämlich viel darüber gelesen, dass Kinder auch hier bestimmte Vorlieben haben. Meine Wahl fiel am Ende auf einen Topfstuhl von babybjörn, aus dem man den Einsatz bequem heraus nehmen kann. Warum mir das so wichtig ist? Das Kindlein liebt es, Dinge weg zu bringen. Das trifft auch auf ihre Pipi und Kacka zu. Sie kann den kleinen Einsatz einfach heraus heben und zur Toilette bringen. So muss sie nicht den ganzen Pott durch die Gegend schleppen, was es sehr einfach macht. Zusätzlich hat das Töpfchen eine relativ hohe Lehne und ist somit klar im Vorteil, was die Bequemlichkeit angeht. Für unterwegs haben wir noch so ein einfaches, grünes Töpfchen von Ikea, was sie aber ebenso gerne nutzt.

Und wie geht’s weiter?

Nun habe ich mir diese Woche ein Herz gefasst und das Thema in der Kita angesprochen. Die haben mir recht schnell klar gemacht, dass es ohne Windeln nicht so schnell geht.. Klar, sie haben nicht die personellen Ressourcen – immerhin muss sie manchmal im 15 Minuten Takt Pipi machen. Das Problem: hat sie eine Windel um, klappt das Ganze einfach nicht so gut. Sie spürt es nicht so gut und sagt es seltener an. Somit sehe ich keine Chance auch in der Kita schnell trocken und sauber zu werden, wenn sie ihr nicht die Möglichkeit geben, sich zu beweisen. Wir werden das Thema bald im Entwicklungsgespräch ansprechen und sind gespannt, wie es weiter gehen soll.

Und unterwegs?

Unterwegs mache ich ihr noch eine Windel um.. frage aber regelmäßig ob sie muss. Neulich waren wir im Shoppingcenter und sie sagte „pullern“ – ich also querfeldein mit dem Kind zu den Toiletten gerannt. Sie hat es diese Minuten wunderbar ausgehalten und anschließend Pipi gemacht. Das Warten ist also auch kein Problem mehr.

Zu Hause machen wir die Windel weiterhin konsequent ab, was für sie auch in Ordnung ist. Den Pott schleppe ich beinahe überall mit hin. Sogar zum Strand – obwohl sie es da bevorzugt „pipi asser“ zu machen. 😀

Der nächste Schritt? 

Ich denke wir werden die Windel nun auch bald nachts weg lassen. Morgens ist das gute Stück zu 90% sowieso leer. Wozu also die Windel verschenken? Danach werden wir auch unterwegs auf windelfrei umsteigen und sie hier und da abhalten. Hat neulich bei einem Shoppingtrip in eine große Stadt auch gut funktioniert.

Fazit?

Ich hätte nie gedacht, dass es plötzlich so schnell geht.. und auch irgendwie so einfach? Unser Leidensdruck war überhaupt nicht groß – trotz vieler Sprüche der älteren Generation. Gott, wie ich es hasse. Das Kind ist 2 Jahre. Und nur weil wir früher alle ab einem Jahr zum Pott gezwungen wurden, muss ich das bei ihr nicht auch machen. Ja, wir sind froh, dass es so schnell geht.. erwarten aber keine Wunder. Rückschläge wird es bestimmt geben. Bis dahin freut sich der Geldbeutel über die Windeleinsparungen. *hehe*

Und alle so: Lass das!

Lass dasLiegt das an den Ferien? Was is’n da los? Ich muss jetzt mal fragen. Aus gegebenem Anlass. Wir sind momentan viel am See oder tummeln uns in irgendwelchen Naturbädern. Irgendwann diese Woche wollen wir noch spontan für einen Tag ans Meer. Meer geht ja bekanntlich immer.

Auf jeden Fall höre ich in letzter Zeit nur noch Sätze wie diese:

„Jeremy Taylor, du musst die Tante schon fragen, bevor Du die Gießkanne nehmen möchtest!“

Ich glotze auf das Kind. Es scheint nicht älter als ein Jahr und tapst mir freudestrahlend mit der Gießkanne des Kindleins entgegen. Der Nackenschutz weht im sandigen Wind und die kleinen Kuchenzähne blitzen mich schelmisch an. Niedlich isser ja. Dann gucke ich zur Mutter, die mir einen entschuldigenden Blick zuwirft. Und ich frage mich: wie in Gottes Namen soll das Kind den Satz formulieren? In dem Alter?

Ich frage zum Spaß ob das Kind denn schon den entsprechenden Wortschatz beherrscht und werde schief angelächelt. War scheinbar lustig… nicht.

Oder gerne auch:

„Lass das bitte. Nicht mit Wasser spritzen. Denk an die anderen Kinder.“

„Nicht doch mit dem Sand!!!!“

„Pass auf, lauf langsam, renn nicht!“

„Das ist NICHT dein Spielzeug. Da hinten liegt deins!“

Alle sind irgendwie so…so nicht entspannt. Liegt das an der Sonne? An der Sonnenmilch? Ich gebe zu, die macht mich regelmäßig aggressiv. Immer dieses Geklebe und Geschmiere. Ständig fällt die Flasche in den Sand, so dass der Sprühkopf verklebt und man anschließend noch das körnige Zeugs mit auf die Haut sprüht. Aber ich schweife ab.

Wenn es kein Satz ist.. so reicht in vielen Fällen auch ein Blick. Kindlein fasst ein aufgeblasenes Tier an – ich blicke zur Mutter. Ihre Augen sprechen eine deutliche Sprache: „is unseres, Finger weg!“

Ja meine Güte.. Kinder wollen immer das, was nicht ihnen gehört. Ich plädiere daher an dieser Stelle mal für mehr Entspannung im Umgang mit Spielzeug am See. Wir teilen gern. Auch wenn Kind A mit unserem Ball 100 Meter weiter rennt. Oder Kind B die Schaufel kurzfristig im See versenkt. Am Ende sind wir nie ohne unser Zeug abgedampft. Verloren geht eigentlich nie was.

Also Chayenne Blue Justine… das nächste Mal darfst du sehr gerne mit dem Eimer vom Kindlein spielen!

Heute wurde ein bisschen Wassergespritze auch instant von einer Mutter unterbunden. Rennen ist sowieso nicht erlaubt… da könnten die Leute in der ersten Reihe ja Sand auf die Decke bekommen. Das ähnelt natürlich einer humanitären Katastrophe und dem entsprechend wird es auch an das Kind weitergetragen.

„Noch einmal und wir gehen sofort!“

Den Satz mag ich ja besonders… nicht! Wer vorn am Wasser keine rennenden Kinder haben will kann auch nach hintern uffe Wiese gehen! So sieht’s nämlich aus. Aber es gibt sie noch: die wenigen Mütter, die einfach nur daneben sitzen und begutachten. Ich zähle mich mal zu dieser Sorte.. auch wenn ich natürlich mein Kind verziehe und mich viiiiel zu wenig einbringe. Immerhin habe ich nicht jeden Sandkrümel der Kleckerburg begutachtet. Watt soll’s. Lasst sie machen! Sie bekommen das schon hin. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Entspannt Euch.. Winter kommt noch früh genug. Da darf dann auch wieder mehr gemeckert werden. Über kalt und dunkel und so. Versprochen.