Monat

April 2015

Im Wald

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Wir haben das letzte Wochenende vor allem für eines genutzt: draußen sein! Der Sonntag war ja nicht mehr ganz so schön… aber so zusammengefasst war es doch ganz nett. Die Tante, meine Wenigkeit und das Kindlein machten also einen kleinen Ausflug zum Waldspielplatz. Und weil ich – wie ich finde – sooo viele schöne Bilder gemacht habe, muss ich das einfach teilen. Mal etwas Off-topic… schon vor der Geburt hat mir jeder erzählt, dass Kinder ganz fasziniert von der Natur wären. Das stimmt schon… in gewisser Weise. Das Kindlein fand Bäume für 3 Sekunden ganz interessant. Als sie dann begann zu laufen dachte ich: jetzt gehts los! Startschuss! Meine Idee: mit dem Kind in den Wald, absetzen, zugucken wie sie alles entdeckt. Nur interessierte sich das Kind monatelang nicht für den ganzen Kram, der da so rum lag. Borke? Langweilig. Baum? Pffff… Tiere waren noch ganz cool, der Rest absolut irrelevant. Mittlerweile hat sich da einiges getan. Nicht zuletzt weil auf dem Spielplatz ein selbstgebautes großes Tipi stand, was sie sofort inspizieren musste. Und nicht nur das. Neuerdings greift sie auch mal nach Stöckchen, Steinen und allerlei Krempel, der vorher nicht mal mit einem Hauch Aufmerksamkeit begutachtet wurde. Nun sammelt sie auch mal, zeigt es uns, lässt sich Dinge erklären und klopft dann fleissig alles irgendwo gegen, um den Sound zu testen. Borke wird nun gerne vom Baum gepult und die Oma bekommt einen halben Herzinfarkt wenn das Kind wieder mit den Fingernägeln in der Erde kratzt. „waaaaah“ sagt sie dann immer und kann gar nicht hinsehen.

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Auf jeden Fall finden wir diese Entwicklung natürlich super…Vermutlich hilft die Sprache auch einfach und tut ihr übriges. „Baum“ kann sie ja schon halbwegs sagen und der Rest kommt schon noch. Einige Schmetterlinge hatten sich auch auf den Spielplatz verirrt und flatterten vor unserer Nase herum. Alles was fliegt ist hier gerade der Hit. Hört sie ein Flugzeug oder einen Hubschrauber wird laut „da“ gerufen und in den Himmel gezeigt. Ob sie das noch so toll findet, wenn wir erst selbst fliegen? Das ist nämlich der Plan für Ende des Jahres. Aber Mutti schweift schon wieder ab. Den Waldspielplatz haben wir übrigens meistens für uns ganz allein… was sehr angenehm ist. So können sich Elternteile und etwaige Angehörige nämlich auch zum Klops machen, wenn sie versuchen irgendetwas zu erklimmen und dabei augenscheinlich ziemlich bescheuert aussehen. Die Tante baumelte letztlich aber super an einem der Seile umher und verknotete sich beim Versuch herunter zu klettern fürchterlich mit ihrem Bein. Da hing sie nun und rief mich… ging aber alles gut. Das Kind stapfte derweil weiter durch die Landschaft und erkundete. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: aber ich liebe es, dass das Kindlein in so einer Umgebung aufwachsen kann und darf. Kein Lärm, kein Auto, keine Menschenmassen. Nur Stille, die Natur, unsere Augen… Entdecken, ansehen, erzählen, singen – hin und wieder legt sie ja auch ein Tänzchen hin. Es ist zu schön um es zu glauben. In diese Sinne: kommt alle gut durch den Tag!

94 Wochen – 1 Jahr, 42 Wochen – Rückblick

Hallo neue Woche… hallo Regen! Wir freuen uns so Dich zu sehen… Du darfst aber bitte nur kurz bleiben, da das Kindlein und Mama gerne viel Zeit draußen verbringen möchten. Schön war sie, die letzte Woche… viel Sonne… viel Wind… viel Zweisamkeit zwischen Mama und dem Äffchen. Sie hat ihre erste Farbe verinnerlicht, was uns mit viel Stolz erfüllt. Kann gerne so weiter gehen.

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[MITTELOHRARSCHLOCH] gut… wir hatten ja schon einen Infekt. Aber in der Nacht von Montag zu Dienstag erreichte das alles eine schreckliche Dimension. Das Kind lag stundenlang wach und schrie „Ohr aua“ und grabbelte sich an eben diesem herum. Also Dienstag zum Arzt, Diagnose: Mittelohrentzündung. Die erste in ihrem Leben. Rest der Woche kein Kiga, Mutti mal wieder am Rand des Nervenzusammenbruches. Wie so oft.

[WÖRTER] neu:

  • Bille = Brille
  • Eule
  • Nunu für Nuckel, die hier immer noch gerne so zum Spaß in den Mund gestopft werden, schnullern kann sie nach wie vor nicht richtig.

Ansonsten ist sie gerade im absoluten Begrüßungsmodus:

  • Hallo Mama
  • Hallo Papa
  • Hallo Hase
  • Hallo dade… never ending!

[FARBEN] lila – Wir hatten das ganze Wochenende gelbe und lila farbene Tulpen auf dem Tisch.. die Tante erklärte ihr die Farben und plötzlich platzte „lila“ aus ihr heraus. Ich bin dann wie eine wild gewordene Sau umher gerannt, habe lila Dinge gesucht (was gar nicht so leicht ist) und ihr anhand dessen versucht die Farbe zu erklären. Und tatsächlich – ohne es zu wissen trage ich einen lila Gürtel, sie kommt angerannt, zeigt darauf und sagt lila. Sie kann die Farbe! Wir sind soooo stolz!

[ICH HELFE GERNE] der Kuschelbär kann natürlich nicht allein mit seinem schlaffen Stoffarm winken. Und so nimmt unser Kindlein sein Ärmchen gerne in die Hand, hebt diesen auf und ab und trällert dazu in einer Tour „Hallo!“. Sie hilft ihm also beim winken und Hallo sagen, was unser Herz einmal mehr zum Springen bringt.

[NUR IN MEINEN GEDANKEN] sie denkt sich seit dieser Woche fiktive Dinge aus, die sie uns beispielsweise in die Hand gibt. So ist sie Samstag den halben Tag mit einem kleinen Täschchen rum gerannt, hat ihre Hand hinein gesteckt, heraus geholt und sie uns mit dem Wort „Ball“ in unsere Hand gelegt.

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Addicted to… Kinetic Sand!

Neulich habe ich im rabeneltern-Forum einen Thread zum Thema „Kinetic Sand“ gefunden. Habe mir ja erst mal nix dabei gedacht. Reingeklickt. Durchgelesen. Angefixt. Videos bei Youtube angesehen, es der Schwester (zukünftige Erzieherin) gezeigt. Ich sag’s mal so: die Begeisterung stieg irgendwie minütlich. Und wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen, wie Sand „fließen“ soll. Auf jeden Fall kam der gute Sand gestern an. Und ich habe ihn total übereifrig ausgepackt und die Tüte wie eine Irre aufgerissen. Unsere Erfahrung mit dem Kinetic Sand? Da lag er erstmal, der Sand, überall verteilt im Wohnzimmer. Und wisst ihr was? Das macht gar nix! Den schiebt man nämlich einfach wieder zusammen und schwupdiwupp ist alles wieder sauber. Ist das zu fassen? Nein! Ich verstehe diesen Sand auch gar nicht… Muss ich ja auch nicht. Jedenfalls saß ich die kommenden 30 Minuten dümmlich grinsend auf dem Boden und habe diesen Sand geknetet und zerschnitten und zerbröselt… und ich habe ihn vor allem eines machen lassen: fließen. Zwischen den Fingern. Immer und immer wieder. Er zerfällt. Einfach so. Es hat ein bisschen was von einem zu eng gewebten Spinnennetz. Oder etwas vom anderen Stern.

Außerirdisch. Aber magisch. Und so lebendig.

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Er klebt nicht, lässt sich in alles formen und besteht trotzdem zu 98% aus reinem Sand. Ist das nicht irre? Wenn man ihn schneidet, bleibt er erst einmal so, wie man ihn da hin geschnibbelt hat. Erst durch Druck zerfließt das gute Zeug wieder. Es ist einfach surreal – irgendwie. Man kann nicht glauben, dass es etwas so komisches gibt, was man sich augenscheinlich so überhaupt nicht erklären kann. Er fühlt sich nämlich feucht an, ist aber gar nicht feucht und hinterlässt auch keine Rückstände dieser Art. Überhaupt hinterlässt das Zeug nix. Gar nix! Er ist so fest und doch so zart. Ich lagere ihn in einer kleinen Plastikbox von Ikea. Und wenn ich da reingreife fühlt sich der Sand so wahnsinnig schwer und zerklumpft an. Kaum habe ich ihn in den Händen, zerläuft er und taucht meine Hände in scheinbar flüssige Seide. Das passt halt einfach nicht zusammen. Und gerade deshalb macht es so verdammt viel Spaß! Wir haben hier 2,5kg und sind bisher mehr als zufrieden (ja, ich habe den ganzen restlichen Tag damit gespielt). Ihr bekommt das Zeug übrigens hier!

Um euch mal einen bewegten Eindruck zu verschaffen: hier noch ein Youtube Video vom Kinetic Sand. 

Meine Mutter war dann heute auch noch zu Besuch und hat erst mal etwas skeptisch in die Box geguckt. „Wasn das?“ Dann nahm sie den guten Sand in die Hände und war davon nicht mehr weg zu bekommen. Ich hörte in einer Tour „Wahnsinn“, „Wie geht das?“ oder auch „Das sieht aus, als ob es lebt!“. Das Kindlein hat sich übrigens auch extrem lang damit beschäftigt (für ihre Verhältnisse). Ich hoffe, dass das Zeug langfristig so bleibt wie es ist und nicht austrocknet oder so.

93 Wochen – 1 Jahr, 41 Wochen – Rückblick

Wir klingen diese Woche mit einem kranken Kindlein und einer kranken Mama aus. Das kann allerdings nicht ansatzweise die Vorfreude auf das neue Bettchen trüben. Ich freue mich soooo sehr, dass das Äffchen bald eine Rutsche und eine Monsterhöhle bekommt. Ansonsten wird es ja endlich Frühling und wir genießen die Sonne und die tollen Temperaturen in vollen Zügen.

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[OPA WERKELT] voletzte Woche haben uns die ersten Bilder vom selbst gebauten Bett fürs Kindlein erreicht! Ich könnte mir 20 Löcher in den Bauch freuen. Nun waren wir letzten Dienstag im Möbelhaus um eine Matratze in der ungewöhnlichen Größe 120×200 zu kaufen. Viele hundert Euro ärmer haben wir es wieder verlassen und dürfen uns nun im Mai auf die neue Matratze freuen. Dann kann das Bettchen kommen!

[GEQUASSELT] neu ist:

  • „hier“
  • „Rolle“
  • „Butter“

ansonsten Zweiwortsätze ohne Ende

  • „Bein aua“
  • „Eis alle“ (Eis ist aufgebraucht)
  • „Tüta heia“ – wenn wir aus dem Auto aussteigen, dann schläft das Auto anschließend 😉

[OH WIE SCHÖN IST KRANK SEIN] – nicht! Zwei Wochen Kita und das Kindlein hatte wieder Fieber, Husten und ne Rotznase. Ich gebe es auf… meine Mandeln sind auch schon wieder geschwollen und auch meine Nase läuft mir erneut davon. Es ist einfach nur zum heulen. Zu allem Überfluss schieben sich auch die unteren Eckzähne immer weiter gen Ausgang.

[„DÜS“] wenn wir den Spielplatz verlassen, so wird diesem hinterher gewunken und laut und deutlich „düs“ gesagt. Das ist so eine süße Eigenart… *hach*

Backwaren aus Salzteig

Ich hatte die Idee irgendwann auf irgendeinem Blog aufgeschnappt: Backwaren aus Salzteig … natürlich für die Kinderküche! Und so haben wir eines regnerischen Tages damit begonnen nach einem Rezept zu suchen… Salzteig ist super einfach herzustellen (Rezept weiter unten) und das Kindlein war zu Beginn auch noch ganz eifrig bei der Sache. Sie knetete fleißig und rollte den Teig aus. Um sie etwas zu beschäftigen, durfte sie kleine Salzteigplätzchen ausstechen. Nach etwa einer Minute hatte sie keine Lust mehr, so dass die Tante und meine Wenigkeit das Werk vollendeten.

Salzteig_Collage_1Rezept Salzteig: 

1 1/2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser
1/2 Tasse Speisestärke
3 EL Öl (ich habe Traubenkernöl genommen)

Was kann man so alles aus Salzteig kneten?

Brot & Brötchen aller Art
Brezeln
Croissants
Baguettes
kleine Törtchen
Waffel mit Eis
Kuchen

Eigentlich gibt es keine Grenzen! Selbst Körnerbrötchen können nachgebastelt werden!

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Wir haben die „Backwaren“ dann zunächst einige Tage ruhen lassen und anschließend noch mal gebacken. Mit dem Ergebnis bin ich nicht so ganz zufrieden, da einige Sachen scheinbar doch zu „dick“ waren und so unschön aufgeplatzt sind. Keine Ahnung, was wir falsch gemacht haben?! Trotzdem werden die tollen selbst gemachten Waren natürlich eingesetzt und regelmäßig vom Kindlein im eigenen Backofen knusprig zubereitet. Jetzt fehlt uns nur noch ein ganz tolles Körbchen. Bisher lagert alles in einer durchsichtigen Plastikschale ;). So.. und nun geht Mama ins Bett! Gute Nacht! Und viel Spaß beim Backen…

92 Wochen – 1 Jahr, 40 Wochen – Rückblick (21 Monate)

Die Woche war so schön :). Das Kindlein war im Kiga und dadurch total ausgeglichen. Ich musste sie förmlich von dort wegzerren… das Wetter wurde zum Ende der Woche so schön, dass wir am Freitag gleich mal den ersten Strandtag einlegten. Das Kindlein liebte es und badete direkt mit den süßen Füßchen im Wasser. Diese Woche darf es gerne so entspannt weiter gehen!

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[VAMPIRMAUS] Zahn Nummer 13 & 14 sind draußen – der ersten beide Eckzähne sind endlich da!

[QUASSELN] mehr als 50 Wörter nennt sie nun ihr „Eigen“

  • „Mama mehr Wasser“ – das klingt doch schon mal wie ein richtiger Satz!
  • neu „Bau“ = Baum
  • Murmi = Murmel
  • Bein

[HÜPF KINDLEIN HÜPF] sie springt nun auch mühelos aus dem Stand (ohne die Hilfe des Trampolins)

[FUTTER] wir vermuten einen Wachstumsschub beim Kindlein. Oft liegt sie Abends im Bett, zeigt auf ihre Füße und Beine und sagt „aua aua“. Hinzu kommt, dass sie plötzlich mehr isst. Zwar ausgewählt wie eh und je, aber eben einfach größere Mengen. Ihre Obst- und Kaffeepausendosen kommen nach dem Kiga fast immer leer wieder zu hause an. Stillen tut sie trotzdem wie irre. Dafür kommt sie Abends die erste Runde immer öfter erst nach drei anstatt nach zwei Stunden.

[GIESSMÄDCHEN] zu Ostern gab es noch ein Gartenset von Gardena, was aber einfach in der Garage vergessen wurde. Und so habe ich es letzte Woche einfach so „geschenkt“… dabei war die erste Gießkanne des Kindleins, welche sie sehr liebt. Sie wässert ganz selbstverständlich den Kräutergarten, in dem der Schnittlauch vom letzten Jahr plötzlich schon wuchert und steht anschließend mit der leeren Kanne da und plärrt „Mama mehr Wasser“.

[DAS ERSTE BRETTSPIEL] von der „dade“ (Tante) gab es diese Woche noch ein verspätetes Ostergeschenk: den ersten Obstgarten von Haba. Gestern haben wir mit dem Kindlein bereits die ersten Runden gespielt… und sie versteht es schon ganz gut. Auch wenn noch nicht alles zu 100% klappt, so macht es wirklich Spaß!

Kindlein 21 Monate = eine Bestandsaufnahme

Monate_21Das Kindlein ist 21 Monate… und der Countdown zum zweiten Geburtstag hat schon begonnen. Das macht mir wirklich Angst. Seit sie in den Kindergarten geht, verfliegen die Tage und Wochen noch schneller. War nicht eben noch Weihnachten? Ach nee.. wir haben April. Hilfe! Und schon sind wieder etliche Monate an uns vorbei gestrichen… und Mama begutachtet wehmütig Fotos von vor sechs Monaten und kann ihren Augen nicht trauen. Gestern habe ich ein paar ganz bestimmte Bilder gesucht, die ich für eine ebay-Auktion benötige und mich dabei durch unzählige Schnappschüsse vom Äffchen geklickt. Meine Güte.. was ist denn da passiert? Die Haare, die Größe, die Füße, das Gesicht. Es ist alles so anders. Unser Mädchen wird groß und das Wort „Baby“ muss ich wohl endgültig aus meinem Wortschatz schmeißen. *snief*.. dabei ist und bleibt sie doch mein Baby!

Entwicklung

Und sie hat sich soooo toll entwickelt. Sie ist zwar immer noch lieber der stille Beobachter, taut aber in neuen Situationen relativ schnell auf und fasst Vertrauen zu den ungewohnten Personen. Sie isst nach wie vor sehr schlecht und stillt nachts mit einer Leidenschaft, die es mir (noch) unmöglich macht, ihr das zu verwehren. Sie lacht, singt, rennt, tanzt und redet in einer Tour. Sie lieb es mit dem Papa zu baden und auf dem Spielplatz rumzutoben. Tiere beobachtet sie äußerst gerne, wobei ihr Kuschelhase natürlich die Nummer eins ist. Dieser wird selbstverständlich im allerliebsten Puppenwagen durch die Gegend geschoben. Sie ist motorisch sehr sehr weit und überrascht uns täglich aufs Neue. Obwohl sie ja so früh mit dem Laufen begonnen hat, ist sie ein kleines Trageäffchen und mag lieber bei uns auf den Arm, als selbst mal die Beinchen in die Hand zu nehmen. Oder sie möchte in ihren Fahrradanhänger, der heiß und innig geliebt wird. Sie ist ein sehr fürsorgliches Mädchen. Keine Puppe und kein Kuscheltier muss hier verhungern, da sie diese mit größter Hingabe füttert. Wahlweise bekommen sie auch Schuhe angezogen oder werden liebevoll im Puppenwagen zugedeckt.

Sie versucht sich im Laufrad „fahren“, schiebt sehr gerne Dinge vor sich her oder zieht sie durch die Gegend. Das Trampolin wird hier wenigstens einmal täglich benutzt und wenn es nach ihr ginge, würden wir wohl darin wohnen. Beim Kochen ist ihr Stammplatz auf der Arbeitsfläche der Küche, so dass sie alles und jeden im Blick hat. Musik ist ein fester Bestandteil ihres Lebens und zaubert in den meisten Fällen ein breites Grinsen in ihr Gesicht. Beim Einkaufen möchte sie entweder eine Brezel oder ein Eis (was sie, ganz nebenbei bemerkt, zu ihrem Hauptnahrungsmittel auserkoren hat). Sie spielt am liebsten mit Dingen, die eigentlich kein Spielzeug sind und verteilt mit einer Hingabe, die ihres gleichen sucht, Reis und Linsen auf dem Boden des Hauses. Sie läuft allein Treppen hoch und runter und klettert in ungeahnte Höhen. Der Kindergarten ist mittlerweile sehr geliebt und das wird uns morgens recht schnell nach dem Aufstehen mitgeteilt.

Sie lässt sich in den meisten Fällen freiwillig wickeln und legt sich dafür eigenständig auf die Spieldecke. Sie sagt ihr Geschäft an und geht zumindest morgens recht verlässlich aufs Töpfchen. Wenn sie etwas verschüttet, holt sie selbstständig die Küchenrolle und wischt es weg, nur um anschließend alles in den Müll zu bringen. Beim Wäsche aufhängen reicht sie mir mit einer Engelsgeduld die Kleidungsstücke und kramt im Klammerbeutel umher. Die Waschmaschine hat sie komplett verstanden, stopft Wäsche hinein, schließt die Tür und dreht anschließend an den Knöpfen herum.

Sie schläft mal besser und mal schlechter ein – je nach Tagesform. Nach zwei Stunden meldet sie sich verlässlich das erste Mal. Anschließend ist es ein kleines Glücksspiel – mal erwacht sie 2 Mal, in anderen Nächten 4 oder 5 Mal. Mit Stillen ist sie sofort beruhigt und schläft ohne Probleme wieder ein. Nachts kommen wir auf 10-12 Stunden, zum Mittagsschlaf meistens auf 1-2 Stunden. Tagsüber stillen wir unter der Woche nur noch 1-2 Mal, am Wochenende kann das auch schon mal mehr sein. Sie ist ohne Probleme mehrere Stunden ohne Mama und/oder Papa, nachts kann jedoch nur ich sie beruhigen. Alles andere endet im absoluten Geschrei. Es ist in Ordnung. Sie braucht es so und wir akzeptieren ihren Wunsch.

Die letzten Monate war sie oft krank und kostete uns unendlich viele Nerven und Schlafstunden. Aber auch das ist geschafft. 13 Zähne nennt sie ihr Eigen, welche sich bisher immer mit vielen Schmerzen den Weg in die Welt bahnten. Sie lernt wöchentlich neue Wörter und beginnt die ersten Lieder mitzusingen. Und um mein Resümee nun zu vervollständigen – hier eine Liste der bisher gesprochenen Wörter.

Wortschatz mit 21 Monaten:

  • Mama
  • Papa
  • dade = tante
  • mmma = Oma
  • mmmpa = Opa
  • Hallo
  • düs = Tschüss
  • Mais
  • Papika = Paprika
  • Papagei
  • Blatt
  • Hase
  • auf
  • hoch
  • lüslel = Schlüssel
  • heia = schlafen gehen
  • asser = Wasser
  • heiss
  • nass
  • Lich = Licht
  • mehr
  • nie = Knie
  • Ohr
  • Haare
  • Puppe / Puppi
  • nee = Schnee
  • Tee
  • Buch
  • Harke
  • Ball
  • Bagger
  • ja & nein
  • dage = danke
  • Haus
  • aua
  • Affe
  • Bär
  • Tasse
  • Nase
  • Biz = Pilz
  • Eis
  • tüta = Auto
  • Bis = Bus
  • guck guck
  • Rabatz = die Bedeutung hat sie natürlich noch nicht verstanden
  • laschle = Flasche
  • Gurga = Gurke
  • la le lu = sie singt das Lied nach *hach*
  • Ei
  • bebi = Baby
  • alle = bedeutet bei ihr leer, aufgeraucht und eben alle 🙂
  • Apl = Apfel
  • datze = Katze
  • kacka = steht hier noch für das kleine und das große Geschäft
  • da = sagt sie zum Beispiel auch wenn wir vor dem Kiga anhalten
  • Popo

Ansonsten kann sie noch etliche Laute

  • wuff wuff
  • muuuuhhhh
  • hrch hrch = soll ein Schwein imitieren
  • piep = für den Vogel
  • nak nak = für die Entde
  • gag gag = das steht für das Quak Quak vom Frosch
  • hmmm = wenn sie sich den Bauch reibt und uns damit signalisiert, dass ihr etwas schmeckt
  • brmm = wenn sie ein Auto auf dem Boden umher schiebt

Versucht, aber noch nicht recht geglückt

  • Fisch
  • nichts
  • Mütz = hat sie genau einmal gesagt, dann nicht mehr

Eingewöhnung – abgeschlossen

buntstifte

Done! Geschafft! Vorbei! Nach mehr als sechs Monaten Eingewöhnung sind wir durch mit dem Thema. Das Kindlein ist angekommen, Mama ist im Urlaubsmodus. Der Urlaubsmodus ist zwar eher ein „der Haushalt lag ungefähr 1 1/2 Jahre brach und muss jetzt in Ordnung gebracht werden – Modus“, aber das ist ja nebensächlich.

Puh. Wer hätte gedacht, dass eine Eingewöhnung so lange dauern kann? Ich jedenfalls nicht. Vier Wochen ist so das, was mir immer im Kopf rumspukte. Ich schweige jetzt mal zu meinem Bauchgefühl, was mir recht schnell sagte, dass es bei unserem Kindlein wohl nicht mit wenigen Wochen getan wäre. Whatever… letztes Jahr im September hatte sie ihren ersten Tag im Kindergarten – mit 14 Monaten. Die Gruppe befand sich noch im Aufbau, das Äffchen war das zweite Kind und konnte daher ganz langsam starten und sich ohne Trubel an alles gewöhnen.

Muss ich sagen, dass alle anderen Kinder, die nach ihr kamen, vor ihr eingewöhnt waren? Nö. Die ersten Tage liefen ganz entspannt, auch wenn man da schon ziemlich schnell merkte das die Erzieherinnen es nicht so leicht mit ihr hatten. Anfassen? „wäääääh“… ich schweige zu Berührungsversuchen anderer Kleinkinder, was ebenso mit Heulen geahndet wurde. Irgendwann verschwand ich für eine halbe Stunde, dann mal ne Stunde. Dann wurde sie krank, es gab den Knackpunkt essen, mehrmaliges Einschreien bis zur Erschöpfung… und so mussten wir immer wieder von vorn anfangen. Ich habe zu dieser Zeit praktisch in der Kita gelebt und gearbeitet. Irgendwann… Betonung ganz stark auf IIIIIIIrgendwann – nach Krankheitswellen und ständigem Auf und ab blieb sie dann drei Stunden dort und ich holte sie nach dem Mittagessen ab. Im Januar wollten wir dann ganz zarte Versuche mit dem Mittagsschlaf starten. Dann kam Herr RS Virus um die Ecke und versaute alles um weitere drei Wochen. Dann wieder krank und endlich – im März – schlief sie tatsächlich das erste Mal in der Kita. Als ich am ersten Tag des Aufwachens nicht da war wurde sich noch eingeschrien. Anschließend war ich zwei Tage beim „Wachwerdeprozess“ dabei, anschließend hielt ich mich im Hintergrund, was wunderbar klappte. Ich habe also jetzt sage und schreibe 5 1/2 Stunden für mich, den Haushalt, Garten, die Fenster, zum Duschen, zum Laufen, zum zocken, Telenovelas glotzen, Wäsche bügeln, Trampolin springen, schlafen, essen, backen, kochen… na und so weiter.

Im Nachhinein gesehen bin ich dankbar… für all die Geduld, die uns entgegen gebracht wurde. Ich habe oft an mir, dem Kindlein und allem drum herum gezweifelt. Nie aber an der Einrichtung selbst. Und so hörte ich nie ein böses Wort und erst recht nicht den Satz „Also da muss das Kind jetzt durch“. Das war uns ganz wichtig: sie nicht zu brechen, in welcher Form auch immer. Das Äffchen sollte seinen Weg gehen, wie auch immer dieser aussehen sollte. Und so waren wir umgeben von viel viel Verständnis, was uns immer wieder Zuversicht und Mut gab. Sie brauchte eigentlich nur eines: Zeit. Und nun ist sie angekommen in dieser großen weiten Welt und möchte jeden Tag in ihr „tüta“ steigen um zum Kindergarten zu brausen. Sie stapft allein in den Gruppenraum und winkt Papa zum Abschied. Wenn ich sie abhole kuschelt sie auf dem Schoß der Erzieherin und will nicht nach Hause. Stattdessen werden noch Puppen umher geräumt, gelacht, gespielt, getanzt und gesungen.

Ich habe keinerlei schlechtes Gewissen, sie trotz der zwei Jahre Elternzeit schon mit etwas über einem Jahr in den Kindergarten gegeben zu haben. Im Nachhinein war es sogar der absolut richtige Weg, da sie eben so lange brauchte um sich komplett einzugewöhnen. Ich weiß nicht, ob sie mit 14 Monaten wirklich schon kigareif war… immerhin fiel es ihr am Anfang doch sichtlich schwer. Was sie brauchte waren andere Kinder und auch der Trubel, die Abwechslung und Action. Aber eben nur mit Mama. Gut, immerhin war ich ja etliche Monate mit anwesend und stand im Grunde genommen mit im Dienstplan der Einrichtung. Nun braucht sie weder Mama noch Papa… und liebt es einfach. Sie ist absolut angekommen und geht sehr sehr gerne. Sie isst dort besser, schläft allein ein und lernt so schnell so viel Neues durch den Umgang mit ihren Kleinen aus der überschaubaren Gruppe. Wir sind einfach nur sehr sehr happy.

91 Wochen – 1 Jahr, 39 Wochen – Rückblick

Hach.. wir sind wieder zu Hause… der Kurzurlaub im Süden war sehr schön, das Wetter größtenteils herrlich (wenn auch kalt) und das Kindlein ist eigentlich überall nach 10 Minuten restlos aufgetaut. Sie liiiiiiebt ihren Puppenwagen, den es vom Osterhäschen gab und schiebt ihn fleissig durch die Gegend. Sprachlich stehen hier gerade 2 Wort Sätze ganz hoch im Kurs – sie macht was das angeht einen riesigen Sprung.

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[WÖRTER] neu ist:

  • „nee“ = Schnee … der hier die Woche tatsächlich noch mal lag *grummel*
  • „nichts“ ist neu – Bedeutung glaube ich noch nicht verstanden
  • „Puppe“ müsste auch neu sein, da sie bisher immer nur Püppi gesagt hat

2-Wort-Sätze-Beispiele:

  • „Papa aua“
  • „Hase Haare“ wenn sie ihm die Haare kämmen will
  • „Hallo Hase“
  • „Puppe Haare“

Außerdem hatten wir das erste mal so etwas wie einen 3-Wort-Satz (wenn man das so nennen kann)

  • „Papa Hase Haare“ – sie wollte das Papa dabei zusieht, wie sie dem Hasen die Haare kämmt 🙂

[OSTERHASE] das Häschen hat Folgendes gebracht:

  • Kuschelpuppenwagen – der wirklich ganz ganz toll ist!
  • Knete
  • ein Buch – haben wir schon mehrfach vorgelesen
  • einen Slimy – oh Gott, wir Eltern haben uns so gefreut
  • ein Dirndl
  • (zu) viel Süßkram

[EINKAUFEN] da sind wir schon etwas von ihrer filigranen Fingerarbeit beeindruckt. Ich gebe ihr noch auf dem Autoparkplatz den Chip für den Kinderwagen in die Hand, sie stapft los, drückt ihn erst oberflächlich in den dafür vorgesehen Schlitz, drückt dann mit dem Daumen noch mal nach und zieht den Wagen aus der Schlange.

Liebes Wetter…

Wetter_1Es ist April. Ja, ich zeige Dir sehr gerne den Kalender. Es ist April. Und ich weiß auch nicht… aber Du erfüllst gerade nicht ansatzweise meine mütterlichen Erwartungen. Sonne? Weiße Wölkchen, die den azurblauen Himmel schmücken und wahlweise in Schafs- oder Baumform am Horizont umherspringen. Wärme. Sonnenstrahlen. Ich erwarte keine 25 Grad. Aber vielleicht 15? 15 Grad in der Sonne können wirklich viel bewirken. Liebe, ein wohliges Gefühl, was sich ganz langsam im Bauch ausbreitet und anschließend in jeder Vene deines Körpers explodiert. Leuchtende Kinderaugen. Und Fotos auf denen man nach all der grauen Suppe mal wieder nicht die Sonne in Form eines Filters einbauen muss.

Nein Wetter, so haben wir das nicht abgemacht. Dank deines Tiefschlafs – ich hoffe wirklich du schläfst einfach nur etwas – ist auch noch nichts so richtig grün. Und ich vermisse diese vollen grünen Bäume so sehr. Die satten Blätter, das Rauschen im Wind, die Eichhörnchen, die hindurch jagen wenn wir sie von unserem Fenster aus beobachten. Ich möchte dem Kindlein doch so gerne die Natur zeigen, Sträucher in voller Blüte, grünes Gras, kleine Blümchen auf einer großen saftigen Wiese.

Und ich mag doch so gerne endlich diese ganzen Schneeanzüge einmotten. Meine Haare offen im Wind tragen. Mehr Sommersprossen bekommen. Raus gehen ohne eine Jacke anziehen zu müssen. Lächelende Menschen sehen – denn: momentan sind alle so grummelig. Und ich bin es auch. Das Einheitsgrau legt sich wie ein bleierner Schleier auf meinen Körper. Ich bekomme hin und wieder Kopfschmerzen und will doch einfach nur Frühlingsluft schnuppern. Und was machst du? Schickst uns über Ostern Schnee. Mal wieder. Wie schon in der Schwangerschaft, in der ich dem Kindlein im Bauchi immer erzählte, dass es wohl den spätesten Beginn des Frühlings Gott sei Dank nicht außerhalb von mir erleben muss.

Ich gebe es auch ganz offen zu: ich bin wetterfühlig. Ich checke jeden Tag mehrfach meine App… hefte meine Augen manchmal minutenlang auf das Regenradar und seufze leise vor mich hin. Bisher konnte übrigens keine Wetterapp der Welt meine Erwartungen erfüllen. Eigentlich liegen diese Dinger meistens daneben. Mein Gemüt jedenfalls ist – leider – sehr von dem Himmel da draußen abhängig. Ich gebe mir wirklich Mühe, dass dies nicht so ist, gehe immer mit dem Kindlein raus. Trotzdem: scheint die Sonne, bin ich glücklich.

Liebes Wetter. Mach uns doch etwas glücklich. Und schick hin und wieder etwas Sonne. Ich erwarte nicht das volle Paket. Mir ist schon klar, dass ich dafür auswandersn müsste. Aber so viel Regen? Ehrlich? Das muss auch nicht sein. Trocken und grau ist da immer noch besser. Auch wenn es hier heute sehr sehr sonnig warm – verdammt kalt war es auch. Und nun streng‘ Dich mal etwas an: und schicke all den Kindern etwas Wärme!