Monat

Januar 2015

Es gibt so Tage…

Gewitter

… an denen Du Mittags nach ewigem Kampf endlich neben deinem Kind eingeschlafen bist – und es 10 Minuten später wach wird.

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… an denen Du die Vorstellung dir ein Bein zu brechen, um anschließend einige Tage allein im Krankenhaus verbringen zu dürfen – sehr verlockend findest.

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… an denen Du – entgegen aller Prognosen – es doch wagst einen 2km Spziergang zu machen  – und das Kind ab der Hälfte der Strecke getragen werden will.

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… an denen das Kind während deiner „ich-will-meine-Weihnachtspfunde-loswerden-Phase“ der Meinung ist, sämtlichen Süßkram in den Einkaufswagen zu werfen – und du nix zurück räumen kannst, da sie sonst den Supermarkt zusammen plärrt.

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… an denen Dir ALLES scheiß egal ist – Hauptsache das Kind beschäftigt sich für 5 Sekunden selbst – egal ob es danach im Haus so aussieht, als hätten 20 Bomben eingeschlagen.

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… an denen Du froh bist, dass sich Besuch ankündigt, da du endlich wieder einen Sinn in Ordnung und Sauberkeit siehst.

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… an denen Du Dir wünscht, Du hättest manchmal selbst das Privileg einer Windel (ok, ich merke gerade beim Schreiben, wie freaky das klingt… bitte über/weiter lesen).

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… an denen Du hoffst, dass der Schlag Deines Kindes etwas stärker wird und Dich in einen Zustand der vollkommenen Ruhe – Bewusstlosigkeit genannt – hauen kann. Wenigstens für 5 Sekunden.

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… an denen Du Dir wünschst, Du hättest ihr niemals, wirklich nie nie nie nie niemals diesen Plastikrasenmäher gekauft.

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… an denen Du Dir wünschen würdest, sie wäre schon 20

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… an denen Du Dir wünschst, sie wäre wieder im Bauch… und du könntest alles noch einmal genauso erleben.

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Gute Nacht!

Letzte Gedanken… Nachwehen… Krankenhaus…

Krankenhaus_Nachwehen

Ohnmacht. Nichts als Ohnmacht.. vielleicht mit einer Prise Hilflosigkeit. Vor allem aber Ohnmacht… wie ein Ozean machte sich dieses dumpfe Gefühl in meinem Körper breit. Das Kindlein war das erste Mal im Krankenhaus und ich bin ihr keine Sekunde von der Seite gewichen – von den obligatorischen Toilettengängen mal abgesehen. Ich brauche ja nicht erwähnen, dass ich mich als Mutter wie ein kleines Häufchen Elend gefühlt habe. Dabei will (oder muss?) man doch stark sein – für sein Kind, für sich selbst.

Während der sechs Tage im Krankenhaus hat sich die Ohnmacht noch irgendwo ganz tief in mir versteckt. Immerhin musste ich „arbeiten“… hielt mein Kind, wickelte es, tröstete es, liebte und wiegte es. Ich stand 24 Stunden unter Strom, jeden Tag. Immer diese bange Frage, ob es nicht irgendwann besser wird. All die Horrorgeschichten von anderen Müttern auf dem Gang, deren Kinder nun aufgrund des RS Virus‘ intubiert werden mussten. Schreckliche Gedanken spuken dann mit einem Mal durchs Gehirn. Und doch hangelt man sich wie selbstverständlich von Tag zu Tag, von Visite zu Visite, hofft, bangt und wartet.

Abends, wenn ich unter dem Blubbern der Sauerstoffzufuhr mein Kind in den Schlaf wiegte, kroch diese Ohnmacht langsam aus ihrem Versteck hervor und kratzte an meinen Gefühlen, wollte rein, wollte raus, hin und her. Die ein oder andere Träne verließ dann mein Augenlid, aber ich war stark – zumindest die meiste Zeit. Und dann schlief ich auch schon weg und das Gefühl verkroch sich wieder. Erst zu Hause und vor allem beim Betrachten der Bilder schwappt die Welle wieder über mich. Ich blicke auf das Bild und die Videos mit dem aufgequollenem Kind, was seine Augen kaum öffnen kann, so sehr ist sie durch die tagelangen Infusionen gezeichnet. Ihre Hand ist blau von den vielen Versuchen, einen Zugang zu legen, was aufgrund ihres Zustandes kaum noch möglich war. Die Sauerstoffbrille unter ihrer Nase, die vielen Pflaster, die versuchen das Kabel an Ort und Stelle zu belassen, der Sensor am Fuß, die verschwitzten Haare, die trockenen und aufgesprungenen Lippen. Und dann diese Atmung. Diese schreckliche flache, schnelle Atmung. Beim bloßen Zusehen zieht sich das Herz zusammen und setzt für eine  kurzen Augenblick aus.

Das Kind magert ab… es ist ja noch nicht dünn genug (Ironie off). Wir gehen wieder gefährlich schnell auf die 8,xkg zu und haben vor wenigen Tagen mit Entsetzen feststellen müssen, dass trotz Kleidung beim Wiegen wieder 100g verschwunden sind. Die engste Leggings ist nicht eng genug und schlackert um die Streichholzbeinchen. Der süße kleine Bauchi ist auch verschwunden *seufz* Auch nachdem wir nun schon eine ganze Weile zu hause sind, ist sie nach wie vor noch nicht zu ihrer alten Essensform zurück gekehrt. Klar – sie war vorher auch nicht die beste Esserin. Aber momentan ist es wieder ganz ganz schwer, etwas in diesen kleinen Körper zu bekommen. Vor allem Flüssigkeit. Ich reiße mir Arme und Beine aus und biete alles an, was es so gibt. Trotzdem ist es sehr wenig, was wiederum Angst schürt. Angst, dass sie beim nächsten mittleren Infekt wieder so ausgeknockt wird und wir uns im Kreis drehen. Und dann fliegen die Bilder vor meinen Augen herum… Bilder dieses schwachen Kindes, wie es verschwitzt und schwer atmend auf mir schlief und nicht einmal die Kraft hatte, die kleinen Lider zu heben und die Mama anzuschauen.

Außerdem habe ich meinen kleinen nachtaktiven Vampir verloren. Was ja pauschal erst einmal nichts Schlimmes ist… Haben wir vor dem Krankenhausaufenthalt noch 5-6x nachts gestillt, so sind wir aktuell bei 2-3x. Während es ihr ganz schlecht ging, hat sie nachts sogar gar nicht gestillt und fand auch tagsüber sehr oft keine Kraft dafür.

Sonst entdecke ich – Gott sei Dank – keine Wesensveränderung an ihr. Hört man doch diverse Geschichten von Freunden und Bekannten bei denen das Kind anschließend so sehr durch den Wind war, dass man dachte es wurde vertauscht. Ich schiebe es einfach auf diese völlige Erschöpfung. Im Grunde hat das Kindlein die ersten Tage gar nicht mitbekommen, da sie nur schlief schlief und schlief (was einem im Übrigen einfach nur Angst machte). Ich hoffe, dass es so bleibt… momentan springt sie wieder durch die Gegend und hat ihr altes „ich nerve meinen Mama so gerne Level“ voll und ganz erreicht. Aber hey.. ganz kitschig jetzt… ist ja auch egal, Hauptsache sie ist gesund und wieder auf den kleinen Streichholzbeinchen.

81 Wochen – 1 Jahr, 29 Wochen – Rückblick

Und wieder ist eine Woche rum… seit gut vier Tagen sind wir wieder zu Hause und hoffen so schnell kein Krankenhaus mehr von innen zu sehen! Jawohl! Das Kindlein erholt sich sichtlich, der Husten ist viiiiel besser und auch der Kontrolltermin bei der Kinderärztin lief ganz gut. Leider isst und trinkt das Äffchen immer noch schlecht – aber wir arbeiten dran. Ansonsten schlägt mir weiterhin das Wetter ganz arg aufs Gemüt… Frühling, komm bitte ganz schnell!

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[MOTORIK]

  • sie nimmt die Kappen von so dünnen Stabilo Finelinern ab und steckt sie mit sehr viel Geduld wieder drauf – sehr filigran
  • sie öffnet und schließt Reisverschlüsse

[ÄH JA] Hält man ihr was hin und zieht es weg, kurz bevor sie ran kommt, endet das in einem Lachflash 😀

[SAUBER WERDEN]

  • sie kündigt immer öfter an, dass sie in die Windel machen will – grabbelt sich dann an der Windel rum und macht „äh äh äh“
  • sie will auch weiterhin aufs Töpfchen gehen, wenn man sie danach fragt – allerdings landet dann nix drin

[HEHE] in den letzten Tagen gab es hin und wieder Actimel, da es eines der wenigen Sachen ist, die sie ganz gut zu sich nimmt. Nun steht sie immer vor dem Kühlschrank, hebt ihre Hand auf Höhe des Ohres und schüttelt diese hin und her. Unser Zeichen! Actimel Eltern! Denn bevor sie es bekommt, schütteln wir es erst einmal kräftig durch.

[QUASSELN]

  • neues Wort „Affe“
  • aus dem „wuff wuff“ für Hund ist nun endgültig ein „aff aff“ geworden *augen roll*
  • sie kann „Mütz“ für Mütze sagen

RS VIRUS – Welcome to hell

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Montag – 12.01.2015

Hole das Kind nach drei Stunden Kita ab. Wundere mich über die leere Garderobe. Spreche mit den Erzieherinnen und erfahre, dass wohl der sogenannte RS-Virus unterwegs ist. Fünf von 23 Kindern in zwei Gruppen sind noch anwesend. Schlucke und versuche nicht in Panik auszubrechen. Fahre nach Hause, stecke das Kind ins Bett und google „RS Virus“. Mir gefällt nicht, was ich lese. Erfahre, dass es meistens mit Husten und Schnupfen beginnt und schicke ein Stoßgebet zum Himmel, dass wir uns nicht angesteckt haben.

Dienstag – 13.01.2015

Das Kind hustet bereits kurz nachdem sie aufgestanden ist. Rufe in der Kita an und melde sie zunächst für einen Tag ab. Wir gehen einkaufen, auf den Spielplatz und helfen nachmittags noch beim Umzug der Uroma. Am Ende des Tages wird sie quengelig. Abends zeigt das Thermometer 40.0 und wir versuchen verzweifelt das hohe Fieber zu senken. Versuche das Kind mit Ofenpfannkuchen aufzumuntern – misslingt.

Mittwoch – 14.01.2015

Sitzen beim Kinderarzt und treffen beinahe die gesamte Kindergartentruppe. Alles hustet, atmet extrem flach und ist durch den Wind – inklusive der Eltern. Kind wird untersucht und die Ärztin nimmt einen Abstrich. Wir sollen inhalieren, da das Virus die Bronchien und die Lunge angreift. Das Fieber bekommen wir tagsüber weiterhin kaum in den Griff und können es kaum erwarten, bis die sechs Stunden endlich vorbei sind und wir neue Medis geben können.

Donnerstag – 15.01.2015

Wir bekommen offiziell die Diagnose „RS-Virus“, googeln weiter und geraten tagsüber immer mal wieder in Panik. In der Kita sind angeblich noch 3 von 23 Kindern. Das Kindlein wird sichtlich schwächer, das Fieber liegt weiter über 40.0. Sie hat seit Mittwoch nichts mehr gegessen und trinkt immer schlechter.

Spüre das erste Mal selbst Husten, bekomme Schnupfen und fühle mich elend.

Freitag – 16.01.2015

Gleich morgens erneuter Termin beim Kinderarzt. Sie macht uns deutlich, dass sie sehr krank ist und bittet uns, spätestens Sonntag in die Klinik zu fahren, sollte sie weiterhin so hoch fiebern. So viel sei vorweg gesagt: bis Sonntag schafft die Maus es nicht. Die Lunge klingt schrecklich und auch das Inhalieren bringt nichts. Bis zum Abend wird sie immer apathischer. Heule meinem Mann das Telefon voll, kann die Situation nicht einschätzen. Papa kommt nach hause. Um 19.00 Uhr fahren wir in die Klinik.

Kind bekommt dort erneut ein Zäpfchen und dreht danach kurz auf – ausgerechnet als sie der Arzt untersucht. Erster Satz, nachdem er sie untersucht hat: „Also wissen sie, Fieber ist ja pauschal nichts schlechtes.“ Möchte ihn schlagen, erwürgen und treten. Er schickt uns nach hause mit der Bitte morgen erneut zu kommen, sollte es gleich bleiben oder schlechter werden. Großer Fehler.

Habe nun auch RS. Husten brennt wie Feuer, viel Feuer, viel viel Feuer.

Samstag – 17.01.2015

Brauche nicht erwähnen, dass das Kind weiterhin nicht isst oder trinkt. Zum Stillen ist sie nun auch zu schwach. Sie wacht nicht mehr richtig auf, schläft praktisch ununterbrochen auf Papa oder Mama. Werden unruhig und panischer. Halten es nicht bis Abends aus und fahren Nachmittags erneut in die Klinik. Gleiche Schwester wie am Abend, die die Situation Gott sei Dank richtig einschätzt und uns „vorschiebt“, wie sie sagt. Gleicher Arzt, andere Meinung. Sättigung wird gemessen, ebenso Herzschlag. Fieber nach wie vor außer Kontrolle. Kind nicht ansprechbar oder weckbar. Schiebe die Tränen zunächst zur Seite. Arzt versucht 30 Minuten und in drei Anläufen einen Zugang zu legen. Kind mobilisiert letzte Kräfte und schwitzt wie verrückt. Dann endlich – Zugang gelegt! Werden stationär aufgenommen. Schicke Liste an meine Schwester, die am Abend alles vorbei bringt, was noch so fehlt. Kind lässt sich natürlich nicht ablegen und so verbringen wir die erste Nacht unruhig auf dem kleinen Mamaklappbett.

Kind kann irgendwann die Sauerstoffsättigung nicht mehr halten und bekommt zusätzlich welchen über die Nase. Zuerst heisst es, das braucht sie nur nachts. Weit gefehlt, wie der nächste Tag zeigt.

Arzt kommt noch einmal und bespricht mit uns die Blutwerte, die deutlich den RS zeigen – aber keine weiteren Entzündungswerte. Ärzte hatten noch andere Sachen vermutet, die das schlechte Befinden nutzen um sich breit zu machen. Gott sei Dank ist dem nicht so. Nachts schleicht sich die Erkenntnis ein, dass es nicht so schlimm gekommen wäre… hätte uns der Arzt nicht erst noch einmal nach hause geschickt.

Sonntag – 18.01.2015

Die Nacht war schrecklich, habe bis 3.00 Uhr nicht geschlafen. Infusion piepte, Kind brauchte Zäpfchen, hustete, musste inhalieren. Wir sind Gott sei Dank noch allein. Darf das Zimmer nur mit Mundschutz und desinfizierten Händen verlassen. Erfahre, dass es noch mehr RS Fälle auf der Station gibt. Blicke auf den unverändert schlimmen Zustand meines Kindes. Papa kommt, Visite kurz nach acht. Die Ärztin ist erschrocken sagt uns schonungslos die Wahrheit „Ihre Tochter ist wirklich sehr sehr schwer erkrankt.“ Infusion läuft weiter, Kind blass und aufgequollen. Fieber nach wie vor schrecklich hoch. Ärztin ist zusätzlich beunruhigt, da das Kind gar nicht wach wird.

Drei Kabel am Kind und wir mit den Nerven tiefer als im Keller. Der erste Versuch, den Sauerstoff tagsüber abzustellen scheitert kläglich und die Geräte schlagen unentwegt Alarm. Kind übergibt sich durch den Husten zusätzlich und hat Durchfall. Arbeite mechanisch und versuche ihr, alles so einfach wie möglich zu machen. Papa ist den ganzen Tag bei uns. Anders hätte es auch nicht funktioniert. Hätte nicht mal das Örtchen aufsuchen können. Frage mich die ganze Zeit, wie andere das machen.

Abends ist das Kind kurz wach und knabbert an einer Scheibe Gurke – ein Lichtblick?! Ansonsten hechelt sie nach wie vor wie ein Hund, Atmung flach und extrem schnell. Es tut schon beim Hinsehen weh.

Montag – 19.01.2015

Kind hatte in der Nacht wieder unendlich viele Hustenanfälle. Habe aber etwas mehr Schlaf abbekommen. Fieber „nur“ noch über 38… erst einmal kein Zäpfchen mehr *top* Zugang wird überprüft und neu verklebt. Kind schreit schon, sobald es jemanden mit Mundschutz sieht. Papa steht im Stau. Kind kommt nach der Visite das erste Mal kurz von der Infusion ab. Zwischenzeitlich sind besonders ihre Augen extrem stark angeschwollen. Ansonsten schläft sie nach wie vor und wird nur durch Unterbrechungen wie Abhören durch die Ärzte wach, was in großem Geschrei endet.

Kind bekommt etwas Neues zum inhalieren – mit Adrenalin. Alles nur Versuche, wie die Ärzte sagen. Das Virus muss der Körper allein schaffen – inhalieren kann nur unterstützen. Nach der neuen Inhalation wird sie weiß wie eine Kalkwand und hustet so schlimm, dass sie schweißgebadet an Mama zusammensackt. Parke eine komplette Tempobox an meinem Bett, da ich in einer Tour schnaube. Am Abend ist die Temperatur vom Kind nach wie vor konstant. Endlich. Nach fast einer Woche hohem Fieber ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass es endlich bergauf geht. Trotzdem: nicht ein Schluck Wasser/Saft ins Kind bekommen.

Wickeln im Akkord – durch die Infusion explodieren die Pampers fast regelmäßig. Kind erbricht Abends noch mal und muss Kleidung wechseln. Ab von der erneut aufgedrehten Infusion, neuer Body, durchspülen am Zugang, viele Tränen und dann auch noch die Nachricht, dass wir unser Einzelzimmer aufgeben müssen. Abends Umzug zu einer anderen sehr lieben Mama – ebenfalls RS Virus.

Dienstag 20.01.2015

Die Nacht war trotz zweitem Kind recht angenehm. Wir versuchen erneut den Sauerstoff abzudrehen, was jedoch wieder in einem Desaster endet. Sättigung fällt sofort. Adieu Hoffnung. Kind wird dafür wach, zumindest für wenige Stunden. Fieber konstant weg, Oma zu Besuch – Gott sei Dank etwas Ablenkung. Kind futtert minimal und trinkt auch etwas. Abends dreht sie das erste Mal hoch und will vor halb elf nicht schlafen. Bin fix und alle. Als sie schläft muss ich das erste Mal mit den Tränen kämpfen. Hatte bisher noch nicht die Zeit, überhaupt alles zu verarbeiten oder tiefer drüber nachzudenken. Ehe ich mich ausweinen kann, schlafe ich ein.

Mittwoch 21.01.2015

Bekomme endlich ein normales Patientenbett. Kind und ich haben mehr Platz und der Mittagsschlaf ist ein Segen. Kind futtert das erste Mal Mittag (Nudeln Bolognese) und Papa versorgt Mama weiterhin gut mit Essen. Liege nur rum und esse. Kind ist unterdessen schon fast die Alte. Kramt alles aus und es raubt mir einige Nerven, sie davon abzuhalten, aus dem Zimmer zu türmen. An der Tür hängt nach wie vor ein gelbes Warnzettelchen, was signalisiert, dass wir ziemlich ansteckend sind. Fühle mich selbst immer noch elend, habe die letzten Tage durchgehend Kopfschmerzen und schmecke nichts mehr, da alles verschleimt ist.

Kann dadurch mein Kind nicht „schnuppern“ und fühle mich schrecklich. Kämpfe tagsüber immer wieder mit den Tränen, obwohl das Kind gut drauf ist. Schwestern teilen uns mit, dass nun neue Kinder mit RS aus der nächsten großen Stadt kommen, da dort die Krankenhäuser überfüllt sind.

Irgendwann drehen wir den Sauerstoff ab und endlich kann sie ihre Sättigung halten. Auch beim Mittagsschlaf. Schicke wieder ein Gebet nach oben und hoffe, dass es die Nacht so bleibt. Zugang ist kaputt, Arm extrem geschwollen, so dass die Flexüle entfernt wird. Endlich ein Kabel weniger.

Donnerstag 20.01.2015

Nacht war nicht ganz so gut, das andere kleine Mäuschen hat viel geweint und ich habe mitgelitten. Kindlein hat gepennt wie eine eins. Sauerstoffsättigung gut gehalten. Puls ebenfalls super. Visite und die bange Frage, ob wir nach Hause können. Husten nach wie vor schrecklich, beim Abhören aber keine Auffälligkeiten, die auf eine Lungenentzündung hinweisen, die man nach dem RS oft obligatorisch noch zusätzlich bekommt. Sind erleichtert und dürfen tatsächlich gegen Mittag das Krankenhaus verlassen.

Kind macht nur eine Stunde Mittagsschlaf, Papa nimmt sie ab. Schlafe selbst wie ein Stein und spüre, wie mein Körper sich holt, was er braucht. Fühle mich immer noch schrecklich schlapp und krank. Vereinbaren noch einen Termin mit der Kinderärztin, da engmaschig auf Lungenentzündung gecheckt werden muss.

Jetzt

Es hat mich einige Kraft gekostet, das hier alles aufzuschreiben. Aber ich wollte es machen, bevor ich wieder die Hälfte vergessen habe. Habe mir einige Bilder von der richtig schlimmen Phase erneut angesehen und kann nicht glauben, dass es ihr wirklich so schlecht ging. Frage mich, wie es Eltern gehen muss, die schlimmere Schicksale haben… und finde keine Antworten. So langsam fällt die Anspannung ab. Und jetzt… gehe ich ins Bett, lege mich neben das Kindlein und werde endlich den Tränen freien Lauf lassen. Gute Nacht!

80 Wochen – 1 Jahr, 28 Wochen – Rückblick

Ich weiß, ich weiß… wir waren lange nicht „online“. Das hat aber einen guten Grund. Nach einem sechstägigen Krankenhausaufenthalt mit dem Kindlein sind wir erst heute entlassen worden. Nun muss ich nicht nur meine Gedanken ordnen, sondern auch erst mal fix den letzten Wochenrückblick nachholen, der etwas magerer ausfällt, da ich im Anschluss direkt über die schlimmste Woche bisher berichte.

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[PREMIEREN]

  • sie war das erste Mal in ihrem Leben im Krankenhaus (abgesehen von der Geburt)
  • das erste Mal RS Virus und dann gleich so schlimm
  • der erste Zugang, die erste Sauerstoffzufuhr und Totalüberwachung von Puls und Sättigung
  • die erste Nacht ohne eine Stillpause, da sie zu schwach war
  • das erste Mal 48 Stunden „weg“ sein, nicht weckbar, nicht ansprechbar

[STILLEN & ANTIKÖRPER]

  • Mama hat ebenso das RS Virus, was in Bezug auf das Stillen gar nicht so schlecht ist
  • Zitat Arzt: „Muttermilch ist super, gerne viel und oft davon. Sie geben ihr dadurch zusätzlich Antikörper!“
  • ansonsten war sie teilweise zu schwach zum Trinken an der Brust
  • sobald sie durch die Infusionen wieder etwas Kraft hatte, ist sie durch die Mumi aber wieder sehr schnell auf die Beinchen gekommen

[GRÖSSE & GEWICHT]

  • nach wie vor 82 cm groß
  • leider hat sie die mühsam angefutterten Pfunde wieder verloren und ist von 9,9kg zurück auf 9,3 kg gerauscht

[LIEBLINGE] Pixi Bücher! Diese süßen kleinen Hefte haben uns im Krankenhaus gerettet. Die Maus konnte Stunden damit verbringen in ihnen zu Blättern und ließ sich sogar ganze Hefte an einem Stück vorlesen, ohne die Geduld zu verlieren!

[STAND AN- UND AUSZIEHEN] 

  • sie nimmt sich die Mütze allein vom Kopf und versucht auch oft, sich diese allein aufzusetzen
  • sie kann ihre Loops/Halssocken selbstständig ausziehen
  • wir haben nun damit begonnen, sie aktiv am Schuhe aus- und anziehen einzubinden. Ich zeige ihr beim Ausziehen zum Beispiel deutlich den Klettverschluss, den sie dann auch eifrig in die Fingerchen nimmt und mit einem Ratsch aufreißt. Das dauert ewig, aber sie macht das ganz toll!
  • bei Oberteilen zieht sie nach wie vor selbstständig die Arme heraus und Hosen kann sie ebenso super nach oben ziehen

Stickerwahn

Wie früher, wie früher… nur ohne den ganzen Druck, immer die Beste zu sein. So in etwa fühlt sich die aktuelle Stickerphase des Kindleins an. Ich selbst hatte als Kind zig Stickeralben voll geklebt mit großen, kleinen, glitzernden, mit Stoff überzogenen, leuchtenden Aufklebern. Da wurde getauscht, gesammelt und die ein oder andere Freundin ließ auch mal ein paar Aufkleber beim örtlichen Schreibwarenladen mitgehen. Man musste stets die neusten und besten Aufkleber haben, sonst war man out.

Nun liebt das Kindlein seit einigen Wochen diese Sticker heiss und innig. Alles wird beklebt, überall sind diese Dinger. Abends haben sowohl Mann, Tante als auch Mama wenigstens ein so ein Teilchen am Socken kleben. Weiterhin findet man sie auf Puppen, am Kühlschrank, an Möbeln allgemein, der Tapete, der Treppe, auf dem Lichtschalter, auf Spielzeug aller Art… sie haben die Macht in diesem Haus übernommen. Ich finde sie sogar in der frisch gewaschenen Wäsche, im Kühlschrank und irgendwie zwischen der Bettwäsche. Ihr seht: aktuell haben wir einen ziemlich hohen Verschleiß von den Teilen, so dass ich jede Woche ein bis drei von diesen bescheuerten Frauenkäseblättchen für 90 Cent mitnehme, in welchen es ja häufig Sticker als kostenlose Beilage gibt. Soll wohl über den nicht vorhandenen Inhalt der Zeitschrift weg trösten. Im Ernst – ich hab‘ das erste Mal in so ein „Magazin“ geschaut und im Grunde steht da nix drin. Nix, außer ein paar Rezepte. Der Rest ist belanglos und stumpfsinnig. Aber hey, ist ja nur für die Aufkleber.

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In den meisten Zeitschriftchen besteht die Stickerbeilage dann auch aus irgendwelchen kitschigen Bärchen, die sich sinnbefreit herzlich umarmen. So sehr, dass ich am liebsten das ganze Blättchenregal auseinander nehmen möchte. Da muss man schon suchen, bis man etwas gefunden hat, in was man nicht reinschlagen möchte. Es gibt sie aber doch: die kleinen Ausnahmen. Und so haben wir in einem der Zeitschriften neulich ganz niedliche Aufkleber gefunden. Zuerst wollte das Kindlein wieder alles kreuz und quer bekleben. Das konnte Mama dann aber nicht dulden, sorry :D. Habe also die Macht zurück erobert und selbst verschönert. Der weiße, langweilig wirkende Ikea Stuhl sieht nun etwas belebter aus.Hier ein Baum, da ein Vogel und eine Blume obendrauf. Das Kind stand geschlagene 10 Minuten neben mir und begutachtete mit Argusaugen meine „Bastelaktion„, wie ich den Vorgang liebevoll nenne. Bin ja nicht so die Queen of Basteln und daher fast schon stolz auf das Ergebnis. Sollten Eure Minis also mal wieder Langeweile haben, versucht es doch mal mit ein paar Aufklebern.

79 Wochen – 1 Jahr, 27 Wochen – Rückblick

Oh man… das Wetter. Ich kenne gerade kein anderes Thema mehr. Wind, Regen, Schneegraupel, graue Wolken – es ist wirklich zum heulen. Zwischendurch lugte mal für drei Sekunden die Sonne hindurch und ehe man sie genießen konnte, war sie auch schon wieder weg. Trotzdem haben wir die Woche ganz gut rum bekommen, waren im Schwimmbad und bei der Uroma. Ich kann den Frühling kaum erwarten.

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[18 MONATE] das Kindlein ist seit letzter Woche ganz offiziell 1 1/2 Jahre alt *hach*

[GEPLANTSCHT] wir waren im Schwimmbad! Bei dem Wetter bleibt einem ja kaum was anderes übrig… und weil wir abseits von der großen Stadt wohnen war es super leer. Zwei oder drei andere Familien waren noch da und wir hatten alle Becken wenigstens einmal für uns. Das Kindlein war total begeistert vom Wasser und wollte am liebsten ganz allein los schwimmen :D.

[GEÜBT & GELERNT]

  • sie singt „la le“ vom „la le lu Lied“ mit *hach*
  • sie reibt sich den Bauch und sagt „hmmm“ wenn ich ihr Essen zum Tisch trage
  • sie versteht immer mehr Wörter – wir haben hier ein Buch mit ziiiiig Sachen. Und eigentlich zeigt sie bei jeder Frage auf den richtigen Gegenstand.

[KLEINER KRABBELKÄFER] da steht Mama nichts ahnend in der Küche und lugt nach dem Kindlein… da ist es ganz von allein das aller erste Mal den großen Stuhl hinauf geklettert. Mama grinst und Kindlein haut mit den Fingern auf der Tastatur des Laptops umher.

[„DU BIST WOHL ALS KIND…“] oh man… sie kann auf diese blöde Frage „Du bist wohl als Kind vom Wickeltisch gefallen?“ seit dieser Woche antworten: „ja, bin ich!“ auch wenn sie natürlich noch nicht antworten kann, so ist es tatsächlich passiert. Tatort: Kita, nach dem Mittagessen. Mama holt das Kindlein ab, bückt sich kurz und ganz plötzlich landet das Kindlein auf dem Hinterkopf neben mir. Ich habe mich zu Tode erschrocken und anschließend das weinende Bündel in meinem Arm getröstet. Ich konnte ihren Sturz halbwegs rekonstrurieren und weiß, dass es nicht sooo doll war. Sie versuchte, wie vom Bett rückwärts hinunter zu krabbeln und hing somit quasi schon auf halber Höhe. Trotzdem habe ich mich gefühlt wie die schlechteste Rabenmutter ever ever ever… :/

[TÖPFCHEN ZWISCHENSTAND] 

  • wenn ich frage „willst du aufs Töpfchen?“ nickt sie oder sagt „nein“
  • hole ich das Töpfchen auf ihren Wunsch, zuppelt sie schon wie wild an der Hose und der Windel herum, versteht also, dass sie diese gleich ausziehen darf
  • sie setzt sich selbstständig hin
  • anschließend schauen wir Buch, spielen Duplo oder machen anderen Quatsch
  • ins Töpfchen geht derweil nix…
  • dann steht sie auf, geht einen Meter…
  • …und macht Pipi 😀

Schub Schub, hurra… nicht!

Sprung

Über unseren nie enden wollenden Schub mit 17 Monaten:

Wenn man Eltern wird, dann kommt man an der Bibel „Oje, ich wachse“ nicht vorbei. Ich habe dieses Buch geliebt und gehasst. War ich mal wieder kurz davor den Rand der Verzweiflung selbst herunter zu springen, habe ich einfach hinein geschaut und war beruhigt – zumindest dezent. Es gab mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Denn nichts ist besser als zu wissen: Du bist nicht allein! Du hast keine Vollmeise! Dein Kind ist normal – soweit so ein Buch das überhaupt beurteilen kann.

Das Schreckliche: auf dieser Übersichtsseite mit all den Sprüngen, die so ein Baby macht, waren – für mich – gefühlt immer mehr Wolken als Sonne. Hatte man einen Sprung geschafft und das Kind konnte plötzlich was Neues, stand auch schon die nächste Zerreissprobe auf dem Programm. Man kam vom Regen in die Traufe. Ich mag das Buch auch wegen der teilweise haarsträubenden Zitate nicht. Da wird vom Schreien lassen berichtet… etwas was nicht in meinen Kopf will und dort auch niemals ankommen wird.

Nun dachte ich eigentlich, dass das Kindlein fertig sei mit seinen Sprüngen. Ich hatte das Buch jedenfalls schon gefühlte 100 Jahre nicht mehr in der Hand. Wozu auch? Die Zeiten wo sie scheinbar so ganz ohne Grund meckerte waren ja auch irgendwie vorbei. Jetzt kann sie nicken und den Kopf schütteln und eben auch auf Dinge zeigen, die sie will. Das öffnet das Tor zur Eltern-Kind-Kommunikation und erleichtert das Zusammenleben so unwahrscheinlich, dass man darüber einen Roman schreiben könnte.

Nun änderte sich aber in den letzten Wochen etwas. So ganz heimlich schlichen sich nicht bekannte Verhaltensmuster ein… und wir als Eltern schauen einander erneut verzweifelt an und wissen nicht, was wir tun können. Ich weiß nicht mal genau, wann diese Phase begonnen hat und ob es wirklich ein Schub mit 17 Monaten ist, oder einfach schon mit 15 oder 16 Monaten begonnen hat.

  • sie schläft ganz schlecht ein. Sowohl Mittags, als auch Abends. Es kam auch schon vor, dass sie den Mittagsschlaf komplett geschmissen hat und bis Abends ohne Probleme durchhielt. Wo sie früher nach dem Stillen ganz entspannt mit Peter Pan um die Wette flog wird nun gewütet, gekrabbelt, Mama geknutscht, gehauen, getreten, gelacht… es wird alles gemacht, nur nicht ins Traumland gefunden.
  • damit geht einher, dass sie ganz schlecht abschalten und runter fahren kann. Eigentlich gar nicht. Momentan müssen wir sie sehr sehr sehr oft in den Schlaf schaukeln und den ein oder anderen Tag kamen wir nicht ohne das alt bewährte aus: Tragetuch.
  • sie stillt nachts wirklich teilweise alle 30 Minuten, meistens aber alle zwei Stunden. Wir hatten wenige Tage, in denen sie mal drei Stunden am Stück schlief, mehr war aber nie drin. Man spürt ganz deutlich, dass sie eine gewisse Sicherheit abruft, vor allem nach mir, der Mama. Will Papa sie beim Aufwachen beruhigen wird laut Mama geschrien und auf die Tür gezeigt.
  • „neeeeeiiin“ kannte sie ja schon eine Weile. das Wort entwickelt sich hier aber gerade zum absoluten Hit und wird sehr oft benutzt. Zu oft? Keine Ahnung, aber ihr Willen wird stärker und deutlicher. Das macht uns bisher keine Probleme, da wir es trotzdem hinbekommen. Nichts desto trotz ist es sehr interessant zu sehen und nicht zu leugnen, dass sich da was tut in diesem kleinen Kinderhirn.
  • Reden, nachplappern, wieder erkennen. Abgesehen von der wirklich krassen Motorik, die sie ja schon immer an den Tag legte sprudeln die Wörter ja gerade nur so. Jede Woche kommen aktuell kleine Miniwörtchen hinzu. Ebenso lernt sie immer mehr, wie bestimmte Dinge heissen, kann praktisch ihren ganzen Körper „benennen“ und auf die richtigen Stellen zeigen. Man spürt aber ganz deutlich, dass sie sehr oft frustriert ist, da sie sich noch nicht so äußern kann, wie sie möchte. Kleiner Wüterich *seufz*

Es gibt aber auch Positives zu berichten:

  • Papa geht wieder besser. Eine zeitlang war der Papa nur tagsüber zum Spielen ein idealer Partner. Ins Bett bringen, schuckeln bis man eingeschlafen ist, Nachts beruhigen? Keine Chance. Mittlerweile kann er sie immerhin wieder in den Schlaf begleiten, was für mich sehr erleichternd ist.
  • Sie schäkert! Ich weiß nicht so recht, wie ich das finden soll. Wir hatten hier ja monatelang (ehrlich gesagt seit der Geburt) das skeptischste Kind der Welt. Es wurde nie und nimmer eine Mine verzogen, kein Lächeln huschte über die süßen Lippen. Und nun lacht sie die Kassiererin an und winkt ihr zum Abschied. Im Ikea rennt sie zu anderen Kindern und will spielen. Sie taut einfach insgesamt merklich auf, wird offener und entspannter.

Wann endet das nun? Laut dem Plan von „Oje ich wachse“ (der übrigens jetzt dann endet) sollte hier Sonnenschein herrschen. *hust* Davon ist nix zu merken. Und bisher haben die schlechten Zeiten eigentlich bis auf die Woche exakt gestimmt – was mich manchmal wirklich erschrocken hat. Ansonsten gebe ich nicht viel auf das Buch und versuche es wie immer: Augen zu und durch! Wir werden auch diesen Sprung schaffen und gestärkt aus ihm hervor gehen… hoffe ich doch zumindest! *hehe*

78 Wochen – 1 Jahr, 26 Wochen – Rückblick

Und da ist er auch schon wieder weg! Schnee Adé! Anfang der Woche lagen hier noch 15-20 cm… und dann kam der Regen und schwuppdiwupp war er wieder weg. Ich trauere ihm nicht nach und bin froh, wieder die Farbe grün am Boden sehen zu können. Das Kindlein macht momentan einen riesigen Sprung durch, dazu morgen mehr!

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[ICH KANN SCHON]

  • sie konnte bereits zeigen: Augen, Nase, Mund, Ohren und Haare
  • neu hinzu gekommen sind Hände, Bauch und Füße

[GEÜBT & GELERNT]

  • STOLZ: sie ist das erste Mal unsere Treppe ohne festhalten nach oben gestapft *hach*
  • sie dreht sich unsere Köpfe zurecht, um gezielt Küsschen zu verteilen
  • wenn sie den Löffel oder die Gabel zum Mund führt, dann hält sie neuerdings immer ihre freie Hand darunter um so mögliche Sachen aufzufangen, die runterfallen könnten – wirklich niedlich!
  • sie kann auf einem Bein stehen
  • Sticker werden neuerdings bevorzugt auf sich selbst geklebt
  • wenn sie etwas zu essen sieht, was ihr scheinbar gefällt, sagt sie „hmmmm“

[ICH] wenn wir fragen „wer ist die …?“ dann zeigt sie mit dem Finger auf sich selbst *herz*

[GEQUASSELT] 

  • neues Wort – „wie macht der Esel?“ – „ia ia“
  • sie hat gelernt, ihren Namen zu sprechen… *herz*
  • das Wort „bebi“ hat sie komplett verinnerlicht – jedes Würmchen, was im Kinderwagen liegt, wird mit „bebi“ betitelt
  • sie versucht Pferde nachzuahmen – hihi

[HUSTEN] ich weiß gar nicht wie ich das Thema beginnen soll – die letzten Tage waren schrecklich. Das Kindlein hustet seit Beginn der letzten Woche massiv. Nächtliche Reizhustenattacken haben unser Schlaflevel noch mehr in den Abgrund gerissen und wir sind wirklich fix und fertig. Zwischenzeitlich schliefen wir nachts in einer richtigen Räuberhöhle. Zwiebelsäckchen, hohe Luftfeuchtigkeit durch frisch gewaschene und wenig geschleuderte Wäsche, Thymian Myrte Balsam am Kind und noch Inhalat auf einem warmen Tuch. Es roch ganz komisch, aber man gewöhnt sich dran. Papa hat auch Reizhusten und schlägt sich wacker mit dem Kindlein. Tagsüber haben wir ganz viel in der dampfenden Dusche gehockt und den Schnodder herausgeholt. Ich hoffe es geht schnell bergauf!

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