Monat

November 2014

Und gewonnen hat…

So… *gähn*… es ist schon spät… und das Kindlein liegt schon lange im Bettchen – sie ist sehr unruhig und ich vermute schon den nächsten Infekt aus dem Kindergarten. Ich habe noch fix die Bilder hochgeladen, die wir heute Nachmittag geknipst haben. Das Kindlein hat erst eeeewig im Schnipselsalat gewühlt, bis sie endlich den Gewinner ziehen wollte. Anschließend wurden alle Zettelchen im Dressingmaker versenkt. *müüüüüde* Liebe Julia, herzlichen Glückwunsch zum mydays Gutschein *herz*. Ich werde mich sobald wie möglich bei Dir melden, um Dir den Gutscheincode zukommen zu lassen. Alle anderen: nicht traurig sein! Ich hoffe, ich kann bald etwas Neues verlosen. Bis dahin allen eine gute und vor allem erholsame Nacht.

Verlosung_Collage

Der Moment…

… wenn Du mit dem Fahrrad durch den Wald fährst
um das Kindlein von der Kita abzuholen
unterwegs anhältst um den Reifen aufzupumpen
das Fahrrad während dessen umkippt
Du es wieder aufrichtest und Dich erneut auf den Sattel schwingst
und an etwas Schleimiges am Lenker fasst
was – bei genauerer Betrachtung grün und gelb ist
und – dem Geruchstest nach – eine Mischung aus 
Kot, Kotze und einem Verwesenden Etwas ist
und Du merkst, dass Du die schlechteste Mutter der Welt bist
da Du keine Feuchttücher dabei hast.

Kotzen

Ich schwöre bei Gott – ich bin noch nie nie nie so schnell in die Kita gedüst. Völlig abgehastet und dem Spiegel nach zu urteilen knallrot bis zum Hals, stürzte ich anschließend in den Waschraum der Kleinen und wusch mir ungefähr 20.000 meine Hände. Dann habe ich mich mit ner Packung Feuchttücher vom Wickeltisch bewaffnet wieder nach draußen geschlichen und einen jämmerlichen Versuch gestartet meinen Lenker zu reinigen. Eine Erzieherin sah mich, fragte was los sei und ich erzählte brav was passiert war. Sie brachte mir unverzüglich eine Flasche mit viiiiiel Desinfektionsspray. Ich sprühte ungefähr so 99% des Fahrrads ein, mich danach auch gleich noch. Meine Hand bekam ungefähr drei Schichten von den blauen Zeug ab, was so gar nicht geil roch. Sie tropfte anschließend sogar vor sich hin, so viel hatte ich drauf gejagt.

Ich hatte erst überlegt ob ich zum Ort des Geschehens zurück fahre, habe es aber einfach nicht geschafft. Ging ja alles so schnell und ich hatte keine Zeit mir das da genauer anzusehen… wer weiß schon, wo mein Fahrradlenker da genau reingefallen war. Auf jeden Fall traute ich mich danach nicht mehr mein Fahrrad irgendwie zu berühren und fuhr mit einem baumelnden Arm weiter. Es hatte ungefähr zwei Grad Außentemperatur und meine Hand wurde taub, da ich sie ja nicht wie bisher abwechselnd in die Jackentasche stopfen konnte. Das Schlimmste: ich habe diesen fast undefinierbaren Geruch immer noch in der Nase *kotz*… das einzig Gute: die Sonne schien! Prost!

Die anderen Momente sind hier zu finden:

Moment 1 – Verlaufen

Moment 2 – Wahlwerbung

Moment 3 – spontanes Stillen im Wald

Moment 4 – Postbotentampons

Moment 5 – Klo umrühren

72 Wochen – 1 Jahr, 20 Wochen – Rückblick

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[SEUFZ]

  • Kind hat unsere Holztreppe mit Buntstift verfeinert
  • unser Äffchen liebt Knete nun seit wenigen Tagen… und pult mit Begeisterung so Ministückchen aus dem Klümpchen. Anschließend werden diese überall verteilt und irgendwo rein- oder ran geschmiert.

[GEÜBT & GELERNT]

  • sie winkt den Erzieherinnen zum Abschied und sagt „düs“
  • wenn Papa Abends aus dem Zimmer geht, damit Mama das Kind ins Bett bringen kann, winkt sie auch und sagt „düs“
  • sie klettert nicht mehr überall herunter, sondern „hoppst“ vorwärts von kleinen Erhöhungen und landet sicher auf beiden Füßchen (zum Beispiel von der Couch)
  • sie wischt mit großer Freude den Boden mit Küchenrolle
  • sie nimmt das Taschentuch und reibt es unter der Nase hin und her *hach*
  • sie zieht sich seit circa zwei Wochen nicht mehr ständig die Haargummis und Spangen heraus
  • auf der Stelle ganz schnell im Kreis drehen ist auch mal wieder total der Hit

[ZÄHNE ZÄHNE ZÄHNE] oje… das Kindlein kränkelte die Woche so vor sich hin. Und rotzte was das Zeug hielt. Der Backenzahn unten war ja schon durch… und dann habe ich letzten Mittwoch durch Zufall gemerkt, dass oben auch schon zwei Zähne durchgebrochen sind. Noch nicht komplett, aber zum Teil. Ich hatte bisher immer direkt auf der Kauleiste gefühlt, da die Backenzähne aber so breit sind, brechen sie seitlich zuerst durch. Wir vermelden hier also 11 Zähne, jawohl!

[KITA UPDATE] ich kann nur Positives erzählen. Nach mehr als zwei Monaten hat sich das Kindlein auf jeden Fall bestens eingelebt. Ich hole jeden Tag nach nun fast drei Stunden das glücklichste Kind der Welt ab. Sie läuft mir jedes Mal lachend in die Arme, geht aber anschließend wieder zum Spielen. Ich bin nebensächlich. Das Abgeben klappt jetzt morgens auch viel bewusster und unkomplizierter. Alles super, also! 🙂

[GEGESSEN]

  • wenn man es genau nimmt, hat das Kindlein die vergangene Woche fast gar nix gegessen. In der Kita haben sie mit Ach und Krach etwas Obst in sie bekommen, Mittag ging gar nicht. Und mit gar nicht meine ich auch gar nicht. Kein Löffel, nix. Ich habe es dann zu hause vor dem Schläfchen und natürlich Abends noch probiert. Aber auch hier zeigte sie kein Interesse. *seufz* Ein paar Sesamkracker landeten immerhin im Bauch und hin und wieder ein Stück Toast. Frage mich ehrlich, wie das Kind so noch Energie aufbringt (und ja, das tut sie). Ich hoffe es wird besser, wenn die Zähne nicht mehr so schrecklich drücken.
  • ansonsten gab es in einigen Nächten wieder viiiiiel Muttermilch *hach*
  • probiert: Fisherman’s Friend – fand sie gut 🙂

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Kindlein schenkt… Gewinn! Gewinn!

Weihnachten

Oh… es weihnachtet… irgendwie… schon so ein bisschen. In meinem Herzchen, in meinem Bauch und wenn ich in die Augen vom Kindlein sehe. So langsam hängen in den Shoppingcentern überall die Lichterketten, man sieht vereinzelt schon Bäume, überall ist Deko. *hach* Und obwohl es schon das zweite Weihnachten vom Kindlein sein wird, so ist dieses Mal doch irgendwie alles anders. Sie ist so viel größer und bekommt auch so viel mehr mit. Die ersten Geschenke sind bereits an geheimen Orten deponiert und allmählich kommen hier alle so richtig in Stimmung. Nicht zuletzt weil wir als Familie endlich mal wieder mehr als nur zwei oder drei Tage am Stück beieinander sein können. Wir haben uns fest vorgenommen, die Reiserei auf ein Minimum zu beschränken und einfach mal „nur zusammen zu sein!“ Ach, was freue ich mich… Und weil ich gerade soooo gute Weihnachtvorfreudelaune habe, möchte ich heute gerne mal davon etwas abgeben:

Ich verlose einen mydays Gutschein im Wert von 50,00 EURO!

Und das Kindlein und ich… wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn ganz viele von Euch mitmachen. Wir möchten nämlich ein bisschen was unserem Weihnachtsglow weitertragen.. und Euch ein kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern. Nun noch die entscheidene Frage: wie komme ich an den Gutschein?

1. Einfach einen kleinen Kommentar unter diesem Beitrag verfassen
(bitte E-Mail hinterlassen, teilnehmen können alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz)

2. Die Verlosung in 10 Tagen abwarten (Gewinnspiel endet am 28.11.2014)

3. Bescheid bekommen 🙂

Das war es auch schon. Und meine Lieben, haut in die Tasten! Ich werde derweil mal so langsam in meiner Weihnachtsdeko wühlen und mir überlegen, wie wir das dieses Jahr mit dem Weihnachtsbaum machen. Ist ja nicht mehr wie letztes Jahr, wo das Kindlein nur in der Gegend rum lag und an nix so richtig ran kam. Jetzt steht sie, läuft, rennt und zerrt mit großer Vorliebe in Geschäften alles von den Ständern. Ich ahne also Böses, wenn es um den Baumschmuck geht. Ist jetzt nicht so, dass wir mega teure und ausgefallene Kugeln oder so Anhänger hätten. Aber die, die wir haben… die mag ich ganz gern und die mag ich auch behalten. Alternative wäre ein Tischchen, auf welches ich das Bäumchen stelle. Aber dann reißt sie vermutlich das grüne Geäst von eben diesem. Also auch keine Option. Nur oben schmücken? Ist ja auch nicht der Hit. Oder eben erst schmücken wenn das Kindlein schon im Bett ist :D. Nix da! Und nun allen viel Glück beim Gewinnspiel! :-*

71 Wochen – 1 Jahr, 19 Wochen – Rückblick

Uiuiui… die letzte Woche, vor allem aber die letzten Tage standen ganz im Zeichen der Zahnfee. Sie hat uns zwei neue Zähne vorbei geschickt und mit ihnen eine ordentliche Portion Fieber. Gott sei Dank ist das nach zwei Tagen wieder verschwunden und das Kindlein ist wirklich gut drauf. Wir nutzen jede Sekunde des Tageslichts und sind draußen unterwegs. Ansonsten geht sie jeden Tag 2 1/2 Stunden in den Kindergarten, was nach wie vor sehr gut funktioniert. Diese Woche habe ich einfach zu viele schöne Bilder gemacht und musste daher zwei Collagen basteln :).

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[GELACHT] ui, was wurde diese Woche gelacht, gegrinst und gegackert. Das Kindlein ist wieder so richtig gut drauf, erfreut sich endlich wieder bester Gesundheit und isst etwas besser.

[VERDACHT] die Erzieherinnen äußerten neulich den Verdacht, dass Kindlein könne Linkshänderin sein. Nun gut, Papa ist das auch… aber ich muss erst mal googeln ob das vererbt wird. Ansonsten kann man das bei ihr echt schwer einschätzen, da sie scheinbar beide Seiten gleich viel und intensiv nutzt. Mal ist es links, mal ist es rechts.

[ZAHNFEE] Zahn Nummer acht ist durchgebrochen! (4. Schneidezahn unten)… und nach einer Nacht voller Schreiattacken haben wir hier nun tatsächlich den ersten Backenzahn zu verzeichnen. Das Ganze ging mit hohem Fieber einher und wir sind froh, dass es vorbei ist.

[GEÜBT & GELERNT]

  • sie übt und übt und übt… und endlich wird das „Aufpieksen“ mit der Gabel besser
  • sie ist das erste Mal rückwärts von ihrem Lernturm herunter gekrabbelt
  • Abends im Bett hat sie neuerdings eine Marotte: mit den Fingern an den Zehnnägeln rum knippern. Das Geräusch treibt mich in den Wahnsinn!

[GESHOPPT]

  • neue Schuhe in der Größe 23
  • einen Loop für das Kindlein, der so herrlich kuschelig ist
  • ebenso Handschuhe – die sie bisher noch nicht aufhatte, da Totalverweigerung
  • 2 Bücher zum Thema Weihnachten & eines mit Tieren (das 3875685638.)

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Wenn das Kind zu dünn ist

StrichmannNach über eine Woche Kotzerei und Nahrungsaufnahme, die ausschließlich aus Muttermilch bestand (und auch die wurde rausgewürgt) wiegt das Kindlein auf 81/82 Zentimeter noch 8,9kg. Ich glaube, mittlerweile haben wir die 9,0kg wieder geknackt, aber sie ist nicht so der Waagengänger. Hat sie von mir… ich war letztens wieder drauf und ernähre mich gerade von Möhren. So viel dazu.

Nachdem ich kurz vorm Durchdrehen war, da das wieder hochgeholte Zeug trotz unter gelegtem Handtuch bis auf die Matratze durchsuppte, hat es nun ja endlich aufgehört. Dafür kam nach 4 Tagen vermeintlichem Gesundsein hohes Fieber, was mit Zahn Numero 8 endete. Naja, dann ist das auch geschafft. Trotzdem lag mein Bettlakenverschleiß in besagten Tagen auf Rekordniveau. Gut, dass ich bei Lidl und Co. vor einiger Zeit vorgesorgt hatte. So konnte ich nachts auch zwei Mal neu beziehen ohne am Tag danach instant die Waschmaschine anzuschmeißen.

Nun liegt der BMI des Kindleins… öhm… ja irgendwo unter allen Linien, die man da so sieht. Und wir sind gerade echt dabei, sie in jeglicher Form nach oben zu päppeln. Ich zitiere mal die Kinderärztin: „Egal was, Hauptsache die trinkt. Da sind mir auch mal die Zähne egal.“ Recht hatte sie. Der Spruch kam aber auch erst nachdem sie uns eine scheiß Angst eingejagt hatte… nächstes Zitat: „Kinder werden ganz schnell tropfreif“ Also lag ich die ganze Nacht neben meinem Kind und beobachtete es ununterbrochen. Mittlerweile isst sie etwas besser, trinken bleibt ja nun auch drinnen, nachdem sie selbst das in jeglicher Form aufs Bett beförderte.

Nun gibt es Dinge… die sind echt blöd mit so dünnem Kind. Nicht das ich mich beschweren will… ist ja mal wieder ne‘ reine Feststellung. 😀

  • Leggings rutschen. Ohne Scheiß. Und mein Nähprojekt 2014 ist ja aufgrund der mittelmäßigen Eingewöhnung bekanntermaßen den Bach runtergegangen. Also kann ich da auch nix auftrennen und in irgendeiner Weise enger nähen.
  • Wo wir schon bei der Beinbekleidung sind: Hosen kann ich eigentlich total vergessen. Dabei hatte ich mich in irgendeinem Sale mal groß mit schicken Hosen (Jeans und Stoff) eingedeckt. Die haben ja auch so tolle verstellbare Bündchen. Doch auch das nützt hier nix. Sie läuft einen Meter und die Teile hängen in den Kniekehlen.
  • Eigentlich schlackert alles, was ich ihr anziehe. Vermutlich müsste ich Größe 74 herauskramen… dann würde ein Teil schon mal eng anliegen. Dafür wären dann Arme und Beine nur halb bedeckt. Ist ja auch keine Option.
  • Bin ich mit dem Kindlein duschen… und sie ist dann so nackig auf meinem Arm. Dann zweifle ich schon mal an mir… obwohl mich keine Schuld trifft. Aber ich halte dann da so einen dürren Spargel auf dem Arm, dass es mir schon beim Hinsehen weh tut. Kann man schon mal Angst bekommen, dass Beinchen bei einer Berührung knacken zu hören. Schlimm schlimm.

Nach wie vor mag das Kindlein nicht so gerne essen… und das, obwohl wir uns hier jeden Abend einen Wolf kochen. Und es nervt. Ich bereite Abends etwas vor und sie isst nicht einen Bissen. Und wer darf es dann wieder auffuttern? Klar – die Muddi. Und wer nimmt dann zu? Brauchen wir ja nicht weiter drüber reden. Auch wenn Papa kocht ändert das nix. Liegt also nicht an meinen – eigentlich nicht vorhandenen – Kochkünsten.

Und nun werden wir weiter vor uns hin päppeln… und hoffen, dass sie irgendwann mal mehr isst. Hier wird ja sogar Pudding oder Milchreis verschmäht. :/

Fremdeln extrem

Fremndeln

Ich habe mal ein bisschen in meinem Babyglück-Archiv gekramt… und das Thema begann bei uns eigentlich beinahe von Anfang an?! Klar… kurz nach der Geburt konnte man sie noch x und y in die Hand drücken, aber das hörte auf, sobald sie wenige Monate alt war. Da wurde geschrien, vor Reizen, anderen Gerüchen, fremden Umgebungen und komischen Menschen um sie herum. Immer und immer wieder. Hin und wieder verzogen sich die Schatten und ein paar Sonnenstrahlen lugten hindurch. Im Grunde war das eher ein Trugschluss. Es blieb, wie es war und ist noch heute so.

Kann man da noch von einer Phase sprechen?

Das ist etwas, was mir eigentlich jeder sagen, beziehungsweise (ja, ich spreche das jetzt aus) einreden wollte. Gerne „das geht vorbei“ oder „mit spätestens einem Jahr hört das auf!“ Und was passierte? Nix. Kindlein ist 16 Monate alt und fremdelt was das Zeug hält. Ich mag das Wort „fremdeln“ nicht mal so gerne… ich sage immer – sie braucht einfach schrecklich lange mit neuen Menschen (und Situationen).

Wie äußert sich das?

Vor über zwei einhalb Monaten machten sich eine Mutter und ihr Kindlein auf den Weg in einen Naturkindergarten und wollten dort eine Eingewöhnung starten… wollten ist das Stichwort! Denn von den sechs Stunden, die ich ja auch bezahle *heul*, geht das Kindlein nun nach so langer Zeit ganze 2 1/2 Stunden. Das aber auch nach wie vor mit morgendlichem Klammeräffchen und heimlichen Abhauen der Mama, da das Kind sonst frei drehen und sich einschreien würde. Anschließend hole ich natürlich ein völlig glückliches Kind ab, aber das ist Nebensache.

Bis die Erzieherinnen sie berühren durften vergingen… ähm? Wochen? Wie viele weiß ich nicht mal mehr… von den Kindern ganz zu schweigen. Und ich rede von leichtem Anfassen – nicht etwa von beißen/kratzen/hauen/schlagen und was es sonst noch so gibt. Allein eine Berührung führte sofort zu einer Schreitirade. Nun, mehr als zwei Monate später rennt sie zu jedem hin und macht ei, lässt sich von den Erzieherinnen trösten und hoch nehmen.

Aber? Das dauerte halt einfach alles elendig lange… ich hatte schon Wurzeln in der Kita geschlagen und war drauf und dran meine ersten Nähversuche in die Einrichtung zu verlegen. Immerhin hockte ich da stundenlang und gehörte praktisch zum Inventar.

Und Oma und Opa? Und andere Leute?

Neulich saß eine neue Mama im Gruppenraum, weil ein neues Kind seine Eingewöhnung startete. Wir liefen hinein, das Kindlein sah das fremde Gesicht und brüllte instant los. Ja, so ist das bei uns… Mein Papa sieht sie ungefähr alle ein bis zwei Wochen, meine Mutter kommt mindestens einmal die Woche vorbei, meistens ist sie aber auch unter der Woche noch mal bei uns *herz*… Der Opa ist trotz wöchentlichem Besuch bis heute schwierig (das mag an seiner Grobmotorik liegen, aber so isser eben *hehe*). Oma geht… aber das hat auch ewig gedauert. Die Tanten sind okay, Mama und Papa natürlich auch. Aber der Rest? Wird verschmäht. An meine Oma (ihre Uromi) hatte sie sich zwischenzeitlich mal ganz gut gewöhnt, weil wir alle zwei Wochen da waren/sind. Aber wir starten jeden Besuch immer erst mal mit einem Kindlein, was keine Mine verzieht.

Was hilft?

Bei uns ist es ganz einfach: Routine, Routine, Routine. Und nein, es ist keine Phase! Daran glaube ich schon ewig nicht mehr. Sie muss Menschen und Situationen oft erleben, um ihnen zu vertrauen. Die Kita ist der beste Beweis, Oma und Opa der Zweitbeste. Was zusätzlich hilft: in der gewohnten Umgebung zu sein. Sie hat es einfacher mit „Fremden“, wenn sie zu uns kommen. Der Kindergarten ist mittlerweile – klopf klopf klopf – Gott sei dank ein vertrauter Ort.

Hätte, hätte… Fahrradkette

Nun meinen einige Leute, wir seien selbst schuld *hust* Immerhin war sie oft und viel bei uns… wir haben uns gerade in den ersten Monaten voll und ganz an ihre Bedürfnisse gehalten und diese befriedigt. Dadurch  haben wir sie viel getragen und haben auch eine wirklich tiefe Bindung zu ihr. Sie hat ein wahnsinniges Urvertrauen und rennt im Shoppingcenter gerne mal 20 Meter von uns weg. „Die holen mich schon- Mentalität“ hat sie drauf :D.

Und sonst sind wir eigentlich ganz happy, dass sie eine ordentliche Portion Skepsis an den Tag legt. Ich erinnere mich wie heute, wie ich im Sommer mit unserem Kindlein auf dem Spielplatz saß und sich ein kleines Kind einfach zu uns setzte. Das erste was sie sagte war ihr Name, dann ihre volle Anschrift (inklusive Straße, Postleitzahl und Stadt). Am Ende nannte es mir die Namen der Eltern, Geschwister und die Telefonnummer. Und hockte neben mir, als würde ich zur Familie gehören. Das ist dann wieder das andere Extrem.

So lange unserem Kindlein keiner zu nah kommt, fühlt sie sich übrigens sichtlich wohl in großen Menschenmassen. Sie liebt den Spielplatz und das Shoppingcenter. Damit hat sie kein Problem. Und ich habe eigentlich – denke ich – so gut es geht „vorgebeugt“.. wir waren ja 2x die Woche in der Krabbelgruppe, beim babyschwimmen und und und. Genützt hat es trotzdem nix 😀

70 Wochen – 1 Jahr, 18 Wochen – Rückblick

16 Monate! Das Kindlein ist am Wochenende ganze 16 Monate geworden… nun fehlt nicht mehr viel bis zur 1 1/2. Leider ging es gesundheitlich kaum bergauf… das Kindlein war die ganze Woche zu Hause… Kita ist wieder in weiter Ferne.. Himmel.. vermutlich können wir erneut mit der Eingewöhnung anfangen :/.

Woche_70_Collage[BEAT] es ist so witzig. Das Kindlein wippt zu allem, was auch nur annähernd ein Beat ist. Neulich saß sie in der Küche auf der Arbeitsfläche, Papa hat Käse gehobelt und das Äffchen hat sich dazu rhythmisch bewegt. Oder draußen: Papa sägt Holz… *ratsch ratsch ratsch*… Kindlein wippt und tanzt dazu… herrlich!

[GEÜBT & GELERNT]

  • sie kann ganz bewusst auf dem iPhone und iPad von einem Video/Bild/Spiel zum nächsten sliden
  • sie pult die Aufkleber vom Obst ab (Äpfel, Kiwi…)

[LIEBLINGSSPIELZEUG] Teepackungen und Teebeutel. Man könnte meinen, sie macht eine Ausbildung als Teeverkäuferin. Überall Teebeutel… gerne auch aufgerissen. Es schnuppert hier immer wie in einer Räucherhöhle 🙂

[WORTSCHATZ]

  • neu: „dadüdada“ nach der Frage: „wie macht die Feuerwehr?“
  • ansonsten übt sie nur altbewährtes

[GASTHUND] übers Wochenende haben wir dem Hund von Freunden „Asyl“ gewährt. Er lebt eigentlich in der Stadt und kann sich da nie so richtig austoben.. also durfte er zu uns aufs Land und auf das große Grundstück. Die kleine Knutschkugel haben wir ordentlich ausgepowert. Das Kindlein hat immer brav „ei“ gemacht, aber einen gesunden Abstand gehalten. Insgesamt ist sie sehr aufgeschlossen gegenüber Tieren – kennt sie ja auch schon den Hund von Oma und Opa.

[GESHOPPT]

  • letzter Flohmarkt für dieses Jahr: viele Bücher, Steckspiele und Holzwürfel…
  • Winterjacke fürs Kindlein
  • in meinem neuen Lieblingskinderladen: Holztiger Spielzeug, Haba Schiebefigur und Goki Steckspiel
  • dann haben wir einen neuen Versuch gestartet Schuhe zu kaufen. Also ab in den Laden, alte Schuhe aus und neue anziehen wollen. Kind schrie wie am Spieß, alle glotzten uns an. Sie griff nach ihren alten Schuhen und wollte sie sich wieder anziehen… oh man. :/

7 Eigenheiten/Fakten über mich – One Lovely Blog Award

one lovely blog award

Ich habe ein Stöckchen gefangen… ein Award-Stöckchen – den One Lovely Bog Award… vielen Dank an die Liebe Mama der Villa Schaukelpferd! Und irgendwie mache ich ganz gerne bei solchen Sachen mit. Daher hier nun erst mal die Regeln und anschließend die Fakten über meine Wenigkeit. Have fun!

Regeln:

  • Bedanken, verlinken
  • 7 Fakten nennen
  • selbst nominieren

1. Ich esse keinen gelben Bananen
… und das ist jetzt nicht gleichzusetzen mit „ich esse gar keine Bananen“. Unsinn! Die krummen Teile müssen grün sein. Also nicht komplett grün, wo kämen wir da hin? Aber vorwiegend grün… man sollte die Farben schon erkennen. Und wer jetzt denkt, ich esse mehlige Nanas – der hat auch weit gefehlt. Sie müssen bei mir eine ganz bestimmte Konsistenz haben. So etwas zwischen reif und unreif. Ich sehe das der entsprechenden Banane direkt an. Alle Außenstehenden halten mich für bekloppt 🙂

2. Pseudo – Caught in the Act Fan
… aber nur als ich im Beginn der pubertären Phase war. So mit 14 vielleicht? Und das schlimmste daran war eigentlich, dass ich nur Fan war, weil man zu der Zeit eben Fan von irgendwas war. Also habe ich mich damals mit einer Freundin zusammen gesetzt und beschlossen Caught in the Act Fan zu sein. Habe dann ganz klischeehaft alles gesammelt und in ein peinliches Album geklebt. *hust*

3. Schraube mitgehen lassen
Eines Tages trug es sich zu, dass eine Gruppe von Kindern beschloss eine kleine Mutprobe zu machen. Diese lautete folgendermaßen: lass etwas im Groschenmarkt nebenan mitgehen. Wir also als Gruppe da rein stolziert und gleich ne‘ Ansage von einer der Kassiererinnen bekommen, doch ja nichts zu klauen. Auf jeden Fall habe ich aus lauter Panik die kleinste Schraube der Welt geklaut. Sie war echt so winzig, dass es ein Wort bräuchte um zu erklären, wie klein sie war. Alle anderen klauten aufwändige Gefäße oder was weiß ich für Kitsch.

4. Abschminken? Was ist das?
Im Ernst.. ich tue das nie. Nie nie nie. Und das, obwohl ich ordentlich Make-Up verwende. Ich schmiere etwas Flüssigpampe aufs Gesicht, Rouge ist auch drauf, Lidstrich, Tusche, gerne mal dezenter Lidschatten. Aber Abends.. ich weiß nicht… keine Lust?! Vermutlich. Ich mache die Wimpern dann morgens unter der Dusche „sauber“. Komischerweise ist nix aufm Kopfkissen oder sonst wo im Bett. Und ich habe auch keine Probleme mit verstopften Poren oder unreiner Haut. Ich weiß noch, dass ich vor ein paar Jahren mal einen Termin meiner Mutter bei der Kosmetik übernehmen sollte, da sie keine Zeit hatte. Die Dame schaute sich mein Gesicht an und meinte nur: „und was soll ich hier jetzt machen? Hier is nix zu tun.“

5. Wiedergeburt
Mein Mann nennt mich manchmal liebevoll die Wiedergeburt von Klaus Kinski – öhm ja… es gibt aber auch Situationen im Leben, die ich einfach nicht unkommentiert stehen lassen kann *grummel*

6. Erdbeerjunkie
Ernsthaft – Erdbeeren sind meine Droge. Wenn Saison ist, esse ich jeden Tag gut und gerne zwischen 500 Gramm und einem Kilo. Und auch in der jetzigen Jahreszeit kann ich eigentlich an keiner – noch so überteuerten – Schale vorbei gehen. Im Laufe der Jahre hat sich der Geschmack auch irgendwie verbessert – obwohl eben nicht Saison ist. Oder ich rede mir das ein, keinen Plan. Auf jeden Fall esse ich das Zeug gerne in allerlei Varianten, sei es als Shake, Kuchen, mit Milch, pur, gezuckert, mit Quark… Das erste, was mein Mann nach der Geburt des Kindleins mit ins Krankenhaus brachte war: Erdbeerquark.

7. Ungeduld
Ich bin der ungeduldigste Mensch der Welt. Ehrlich. Mit dem Kindlein hat sich das nur minimal verbessert. Ich hasse!!! es, wenn Menschen nach einer langen Rolltreppe am Ende dieser stehen bleiben und sich erst mal orientieren müssen „ach, wollen wir zuerst in Geschäft A oder B?“ – wie wäre es mit einfach LOSLAUFEN! Ich bekomme da ernsthafte Aggressionen. Oder Autofahrer, die nicht aufschließen, auf der Mittelspur kriechen oder wie eine Schneeeeccccckkkeeeee um die Kurve biegen. Ausraster vorprogrammiert. Seit das Kind beim Fahren schläft, muss ich mir da öfter schon mal auf die Zunge beißen :).

So, nun die Nominierten für den One Lovely Blog Award:

Kleinstadtmutti
WiRRklichkeit
Hase & Flo
Familie Gurkenhals
Der kleine Milchvampir
Klaras Welt