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Oktober 2014

Regeln und so…

PfeifeIch habe eine ganze Weile überlegt, ob und wie ich das Thema anfange… Regeln… Erziehung… Verbote…das sind alles so furchtbar schwere Worte. Ich mag sie irgendwie nicht. Das mag vielleicht daher kommen, dass ich als Kind kaum Regeln hatte. Also es ist jetzt nicht so, dass ich machen konnte, was ich wollte – aber meine Eltern haben mir und meiner Schwester einfach wahnsinnig viel Spielraum gelassen. Es gab eigentlich keine direkten Aufgaben, von zig Regeln oder Verboten ganz zu schweigen.

Oft lag man meiner Mutter in den Ohren.. das sie schon noch sehen wird, was sie davon hat. Wir wären verzogene Gören, die alles bekommen was sie wollen. Da hatten sie nicht mal Unrecht. Aber ganz ehrlich? Geschadet hat es uns nicht. Ich würde doch mal ganz frech behaupten, dass trotzdem etwas aus uns geworden ist, wir die kleinen Dinge des Lebens schätzen und lieben und es auch sonst ganz passabel mit uns ist.

Nun haben mein Mann und ich bisher eigentlich nur eine feste Regel für uns aufgestellt:

Einer Meinung sein – an einem Strang ziehen.

Papa darf also nicht A und Mama später B sagen. Soweit so gut. Für das Kindlein gibt es eigentlich kaum bis gar keine Regeln/Verbote… klar, beim Griff in die Steckdose gibt es ein lautes „nein!“. Oder wenn sie auf der Arbeitsplatte in der Küche sitzt und nach den Messern greifen will…oder etwas in die Finger bekommt, was sie eigentlich nicht haben darf. Dann nehmen wir ihr das weg und sagen nein, erklären ihr das Warum. Dann gibt es Gebrüll, gerne auch mit auf den Boden werfen. Das geht aber sehr sehr schnell vorbei. Erstaunlicherweise. Aber das war es auch irgendwie schon. Das Wort „nein“ findet hier ansonsten aber kaum Beachtung… wir brauchen es einfach sehr sehr selten.

Und weiter?… weiterhin sitzen wir natürlich beim Essen (wobei ich sie natürlich aus dem Stuhl lasse, wenn sie raus will. Sehe keinen Sinn darin, das Kind zum elend langen Sitzen zu zwingen), gehen (relativ) pünktlich ins Bett, putzen täglich Zähne (da gibt es kein Erbarmen). Es gibt kleine Rituale und ein bisschen Routine. Ansonsten versuche ich jeden Tag auch ein bisschen anders zu gestalten und etwas Abenteuer hinein zu bringen.

Sonst darf das Kindlein eigentlich alles. Sie kann hier verwüsten wie sie will… darf alles anfassen, umherschleudern, darf überall rauf und runterkrabbeln, kann rennen wohin sie mag. Sie kann alles erkunden, kann Lebensmittel so lange betatschen wie es ihr Recht ist. Ich gebe ihr gerne Linsen und Reis zum Schütten üben… und es ist mir relativ schnurzpiepegal wie danach der Boden aussieht. Spielzeug ist hier alles… jeder Gegenstand. Neulich hat sie mit einem Stift den Stuhlbezug angemalt. Sei es drum. Wie soll ich einem 1 Jährigen Kind einprägen, dass Papier zum Malen da ist? Klar kann ich es ihr 1001 Mal sagen. Trotzdem will sie ausprobieren, wie ein Stift woanders malt und wie das aussieht. Kann ich ihr das verübeln? Nein!

Und das ich das sage ist irgendwie schon komisch… ich dachte nämlich immer, dass ich so etwas nie nie nie zulassen würde. Aber irgendwann… ist mir fast der Kopf geplatzt und ich habe versucht, mich mehr in das Äffchen hinein zu versetzen. Und das machte es plötzlich so viel leichter. Und ich bin ganz fest davon überzeugt, dass man nicht drum herum kommt irgendwo Kugelschreiber im Haus zu haben… an einer Stelle, wo er eigentlich nicht hin gehört. 😉

Das gleiche ist das Klopapier Thema… Als sie das erste Mal an der Rolle stand wollte ich schon laut „neeeihhheeeein“ schreien und dachte dann… puh, lass sie halt ausprobieren. Immerhin kannte sie es ja nicht und wusste nicht, dass sich dieses lustige Papier auch abrollen lässt. Ende der Geschichte: einmal gemacht. Ein zweites Mal gemacht. Reiz verloren. Seitdem zuppelt sie vielleicht mal dran, das war es aber auch.

Ob das jetzt alles richtig oder pädagogisch für die Tonne ist? Keine Ahnung. Bisher fahren wir damit eigentlich ganz gut 🙂

68 Wochen – 1 Jahr, 16 Wochen – Rückblick

Wetter? Hallo? Geht’s noch? Es gab wirklich Tage, da war ich kurz davor die Koffer für unsere Auswanderung zu packen. Ich habe ja nix gegen Regen… aber wenn er 24 Stunden anhält und dann auch noch so eklig nieselig ist, dann bekomme ich ja leichte Aggressionen. Denn: das Kind muss raus, sonst dreht es frei. Zum Ende der Woche wurde es ja etwas versöhnlicher… und irgendwie sind wir hier alle schon etwas in Vorweihnachtsstimmung.

Woche_68_Collage

[GESHOPPT]

  • erstes Weihnachtsgeschenk fürs Kindlein – das DUPLO Eisenbahnset gab es temporär für einen unschlagbaren Preis bei amazon
  • einen Kindersitz für das Fahrrad, welchen wir parallel zum Anhänger benutzen werden
  • Schleich Tiere – ganz ehrlich, das wird zur Sucht!
  • neue Schuhe in der 23 – das Kindlein wächst irgendwie zu schnell
  • und on top: Winterstiefel von Kamik 🙂

[GEÜBT & GELERNT]

  • auf Spielplätzen wandert das Kind jetzt auch schon mal ganz allein über Brücken und klettert in schwindelerregende Höhen
  • sie versucht wirklich immer mehr zu „reden“, plappert allerhand nach und ist frustriert, dass es nicht so klappt, wie sie es will
  • nach dem Händewaschen läuft sie jetzt zum Handtuch und trocknet sich die Händchen ab *Herz*
  • das erste Mal Knete in der Hand – war nicht so ihr Fall – wir fanden es dafür ganz toll 😀

[LIEBLINGSLIED] das Kindlein geht gerade total auf „Shake it off“ von Taylor Swift ab. Sobald ich das Lied anmache, wird getanzt und geklatscht und das Gesicht verwandelt sich in ein breites Grinsen.

[GESCHLAFEN & GESTILLT] momentan kann das Kind ganz selten auch nur eine Stunde am Stück schlafen. Oft ist nach 40-50 Minuten Schicht im Schacht. Ohne Mama geht gar nichts, auch wenn sie nicht immer gestillt werden will. Hauptsache ich bin da… Außerdem schläft sie in letzter Zeit ganz bevorzugt AUF mir. Der Länge nach oder auch seitlich abfallend. Es ist sehr schön, aber auch sehr anstrengend :).

[KITA UPDATE] oh, es wird besser und wir sind zum Ende der Woche schon fast geplatzt vor Stolz. Zu allererst geht das Kindlein morgens total gerne mit mir durch das Tor… und auch davor will sie raus, unbedingt in ihren Reboarder-Sitz und dann zum Kindergarten. Angekommen will sie in den Raum, klebt nur kurz an mir und ich kann heimlich gehen. Mittag isst sie dort jetzt ganz ohne Probleme… Anschließend hole ich sie ab… aber Madame würde am liebsten noch da bleiben. Die Entwicklung ist ganz ganz toll und wir fühlen und sehen ganz deutlich, dass unser Kindlein sich merklich wohler fühlt. Wir sind so froh, dass wir ihr die notwendige Zeit gelassen haben. *hach* es ist einfach nur herrlich schön!

Neulich im Einkaufszentrum…

Klodialog

Ohne weitere Umschweife möchte ich den von mir vernommenen Dialog wiedergeben. Zunächst die Rahmenbedingungen:

Mutter mit etwa dreijähriger Tochter steht in der Rosa-Hello-Kitty-Glitzer-Hölle (ich übersetze: Mädchenabteilung). Zieht sich jenes und dieses Outfit heraus und bespricht mit ihrer Schwester?! (Vermutung) ob gezeigtes Outfit schön und günstig genug. Alles bestens soweit. Ich versuche während dessen das Kindlein daran zu hindern, nicht den gesamten Laden in seine bunten Einzelteile zu zerlegen. Kind besagter Frau steht quengelnd neben der Mutter und quakt. Und dann, einfach so, einfach in diesem Moment…

„Mama, ich muss mal auf die Toilette.“

„Du hast doch ne‘ Windel um, mach da rein!“

Gespräch beendet. Mutter wendet sich augenblicklich wieder der Begleiterin zu und vergleicht Kleidungsstücke. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen soll. Ich glaube jedenfalls, dass mein Augeninnendruck temporär leicht angestiegen ist. Augapfel ist drinnen geblieben, keine Sorge. Im Auto nach Hause habe ich drüber sinniert, ob sie einfach nur so ist wie sie ist oder ob ich später vielleicht mal genauso werde? So… bequem? Ich kenne ja ihre „wir werden jetzt sauber“ Situation natürlich nicht und ich habe keine Ahnung wie so was läuft (Kindlein ist erst 15 Monate)… frag‘ mich halt, ob solche Dialoge mit dem Kind normal sind? Hat jemand so was schon mal erlebt?

Wir haben einen neuen Liebling… Mama darf testen.

… und der Liebling ist keine Person. Es ist ein Spielzeug. Mir wurde kürzlich etwas zugeschickt… und es traf sich echt gut… das Kindlein war nämlich gerade krank geworden und da wirkt etwas Neues zum Spielen ja manchmal Wunder, nicht wahr? Also packte es das gute Teil mit viel Freude aus und drückte drauf los. Ich bin ja eigentlich kein Freund von Plastikspielzeug – Holz liegt mir und meinem Gewissen ja schon eher. Leider sehen die meisten Kinder das ja anders. Und hat man Plastik erst einmal im Haushalt.. dann wird man es irgendwie so schwer wieder los. Holz blinkt ja schließlich nicht und singt auch keine fröhlichen Lieder, zu denen das Kindlein klatschen kann. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Blinkespielzeug hat mir so manche Autofahrt gerettet. Wenn ich wieder kurz davor war mein Kind sitzend auf der Leitplanke zu stillen… war ich froh um manch buntes Plastikding.

Fisher_Price_Collage

Auf jeden Fall durften wir hier einen netten Zug testen… das nette Teilchen hat eine Besonderheit: 3 Stufen. Je nachdem wie alt das Kind ist, kann man die Anforderungen einstellen. Find ich pauschal schon mal ganz nett, zumal man so auch verschiedene Liedchen vorgeträllert bekommt und es nicht langweilig wird. Das Beste ist aber, dass der Zug von allein fährt. Und da bekommt sich das Kindlein ja überhaupt nicht mehr ein. Klatschend rennt sie hinterher, schiebt ihn an, wenn es ihr zu langsam wird oder versucht sich beim Fahren drauf zu setzen. Es ist wirklich niedlich. Was ich nicht so toll finde ist – wie so oft – die unrealistische Darstellung der Wirklichkeit. Hunde mit blauen Ohren? Mal sehen, wann mich die Maus fragt, warum der Nachbarshund keine blauen Ohren hat. *hehe* Zu dem Zug gehört noch ein Anhänger, in denen weitere Figuren Platz nehmen dürfen. Den schleppt das Kindlein überall umher. Er war bisher überall – nur nicht am Zug dran. Was ich auch noch ganz toll finde, sind die wenigen Lichter. Das einzige, was mal dezent leuchtet ist der kleine Schornstein auf der Lok. Alles andere macht nur Geräusche… ohne das man sich wie in einer Disco fühlt!

Ganz besonders interessant fand das Kind aber die Verpackung 🙂 Sie saß für etliche Minuten drin und spielte vor sich hin. Dabei zerteilte sie die Pappe in etliche Teile und freute sich wie ein kullerkind es eben tun sollte. Kaufempfehlung? Ja, unbedingt. Das Ding ist hier echt heiß geliebt und wird ständig angeschleppt. Und ich finde es, wie oben schon geschrieben, super, dass man es nach Alter des Kindes einstellen kann. So lernt es eben erst den Kreis, dann den orangenen Kreis und im Anschluss den gelben Kreis, in dem eine eins steht. Finden könnt ihr das Ding übrigens hier!

67 Wochen – 1 Jahr, 15 Wochen – Rückblick

Oh du wunderschöner Herbst! Was hast du uns zum Ende der Woche noch einmal verwöhnt! Wir haben den sonnigen und warmen Sonntag daher ausgiebig draußen mit Oma und Uroma verbracht. Das Kindlein wird langsam wieder ganz gesund, was uns sehr freut. Ansonsten macht sie sprachlich ziemliche Fortschritte *yippie*Woche_67_Collage

[GEÜBT & GELERNT]

  • sie setzt sich selbstständig Fingerpuppen auf die Hände
  • sie ist das erste Mal eigenständig ihren Lernturm hochgeklettert – und macht es seitdem ständig
  • sie übt ganz toll das Essen mit dem Löffel

[IMITIERT] Imitieren steht hier gerade sehr hoch im Kurs. Biegen wir unseren Rücken durch, macht sie es nach, sprechen wir etwas vor, versucht sie es nachzuplappern.

[GEPLAPPERT]

  • es gibt hier ein neues Wort, was sie perfekt nachspricht: „heiss“… selbst das „h“ formt sie super
  • ansonsten viel „datze“ (Katze) und „muuuh“ (wie macht die Kuh?)
  • ansonsten kann sie endlich das „wuff“ – weigert sich aber „Hund“ auszusprechen, oder es zumindest zu versuchen

[GEZAHNT] ich hatte es ganz vergessen aufzuschreiben, aber seit ca. 2 Wochen ist der 7. Zahn komplett durchgebrochen und zeigt schon seine Spitze. Es ist handelt sich dabei um den 3. Schneidezahn (unten).

[GEFUTTERT & GESTILLT]

  • sie mag rote Soßen nicht
  • sie liebt Obst aus der Dose *augenroll*
  • Joghurt habe ich zum 101 Mal versucht – sie hasst es
  • wir geben ihr jetzt Abends noch mal eine warme Mahlzeit, da wir so am besten etwas zu Essen in sie hinein bekommen. Brot und Belag werden ja nach wie vor verschmäht. Leider ändert das nichts daran, dass sie nachts gut und gerne alle 1-2 Stunden stillt.

[GEKÜSST] momentan werden hier wie verrückt Küsschen verteilt *hach*. Wenn Mama und Papa sich küssen kommt sie dazu und will direkt mitmachen. Sehr sehr süß!

[GEBISSEN, GEKRATZT, GEKNIFFEN] das Kindlein steckt momentan auch in einer schrecklichen „ich beiße alles und jeden“ Phase – wenn sie das, was sie möchte nicht bekommt ist Krawall angesagt.

Woran Du erkennst,…

… ,dass die Eingewöhnung etwas holprig läuft?

Kindergarten_bug

Ich hatte ja schon geschrieben, dass die Eingewöhnung bei uns nicht so läuft wie geplant. Wenn ich richtig gezählt habe, befinden wir uns gerade in Woche acht und müssen mal wieder aufgrund eines Infektes beim Kindlein pausieren. Nichts desto trotz hänge ich seit acht Wochen in diesem Kindergarten herum, mal mehr, mal weniger. Aber ich bin da. Jeden Vormittag um 9.00 Uhr schlagen wir da auf und gehen spätestens um 12.00 Uhr. Geplant war mal 15.00 Uhr – daran ist jedoch noch laaaaaange nicht zu denken. Mittlerweile kann ich ja auch wieder für eine Stunde die Biege machen… Immerhin.

Wie dem auch sei. Mutti ist am Start. Ich kenne da mittlerweile alles in und auswendig. Jeden verdammten Strauch, jede Stolperstelle für Kinder. Ich gehe mit den Kleinen zum Hände waschen, ich binde Lätzchen um, verteile Obst, räume auf und um, reiche Spielzeug, kuschle mit allen und jedem, ziehe sie an, ziehe sie aus, füttere sie. Ich hab da echt schon alles gemacht. Habe Bälle an den Kopf geknallt bekommen, habe Kastanien und Eicheln unter den Schränken hervorgekramt weil Kind x es auch nach dem 100. Mal noch toll fand die große Schale damit durch die Gegend zu schleudern. Ich singe, ich klatsche, ich beaufsichtige und schiebe auch mal einen Kinderwagen. Dann kommt Kind y und heult weil Kind z ihm was weg genommen hat. Und ich steh‘ da und weiß nicht so recht was ich machen soll. Meistens kann man es aber schlichten und das Kind rennt wieder freudestrahlend durch die Gegend.

Dann kommen sie in Scharen und wollen wippen. Ich packe alle auf das hölzerne Teil und muss natürlich die schweren Kinder nach oben und unten wuchten, weil sie noch nicht den Hauch einer Ahnung haben wie man so ein Teil „bedient“. Also stehe ich da und erarbeite mir zusätzliche Muckis. Schaden kann das ja auch nicht. In der Ferne erblicke ich mein Kind auf dem Arm der Bezugserzieherin. Ein anderes brüllt gerade in der Ecke und ein weiteres starrt mich unverfroren an. Dann sammeln wir alle Äpfel und pflücken die letzten Himbeeren. „Rambo“ – wie ich ihn liebevoll nenne, hat mal wieder ein Kind absichtlich mit dem Bobby-Car umgefahren und wird von den Erzieherinnen weg geschickt. Das hindert ihn nicht daran, ein anderes Kind vom Traktor zu schupsen, nur um danach flink wie ein Wiesel das Weite zu suchen. Über das Kind muss ich noch mal gesondert schreiben – der kleine Mann ist schon ein Kracher. Aber zurück zum Thema:

Doch hier – nun meine persönliche und ultimative Liste, woran Du erkennst, dass die Eingewöhnung nicht läuft: 

  • die Erzieherin bietet Dir ernsthaft an, ein Praktikumszeugnis zu schreiben – ich habe übrigens erst mal geschaut wie ein Auto
  • du kennst alle Kinder beim Namen – wirklich alle
  • eine Erzieherin wird schon mal in eine andere Gruppe geschickt weil, Zitat „du ja da bist und helfen kannst!“ – ich frage mich ob ich auch im Dienstplan stehe?
  • du von allen – wirklich allen – Kindern für eine Erzieherin gehalten wirst. „Wie heeeeisst Du???“, gerne auch „Und du bist jetzt bei den Kleinen?“
  • du Streits schlichten musst, beim klettern, schaukeln und rutschen hilfst, du ständig ein Kind am Bein hängen hast
  • du auch gerne mal mit „ich arbeite hier nicht“ antwortest, wenn du eine seltsame Frage von einem Kind gestellt bekommst, die du nicht beantworten kannst oder willst

Ein Kind kommt morgens immer direkt zum Kuscheln zu mir… ich frage mich, wie das wird sobald ich nicht mehr jeden Tag so lang anwesend bin?! Ich muss zugeben.. schon jetzt, so ganz vorab… ich werde die kleinen Rabauken vermissen. Vorausgesetzt es wird denn besser mit dem Kindlein. Irgendwann. Vielleicht (auch nicht). Mir macht die – ich nenne es mal „Arbeit“ – sogar Spaß. Ich habe so ja auch irgendwie einen sehr geregelten Tagesablauf. Es wäre sicherlich nicht mein absoluter Traumberuf, aber schön ist es schon irgendwie :).

66 Wochen – 1 Jahr, 14 Wochen – Rückblick

Ich kam die Woche genau zu einer Sache – nämlich zu nichts! Krankheitsbedingt ist Muddi ausgefallen, was wiederum bedeutet, dass das Leben zum Erliegen kommt. Keine Wäsche, nix geputzt oder anderweitig abgearbeitet. Ich konnte mich nicht mal in die Kita schleppen, was erneut mein Mann für zwei Tage übernehmen musste. Dafür läuft es im Kindergarten endlich viel besser.

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[GEWEIHNACHTET] ich hatte ja eigentlich vor, selbst einen Weihnachtskalender zu basteln. Aber das scheitert aktuell an Ideen, Zeit und Lust. Also haben wir ihr einen Playmobil Weihnachtskalender gekauft, der jetzt nur noch darauf wartet, bald ausgepackt zu werden. Nach dem gruseligen Wetter am Wochenende kommt sogar so langsam ein Ansatz an „Stimmung“ auf.

[GEÜBT & GELERNT]

  • sie versteht wirklich mehr als wir denken. Wenn der Papa sagt „geh mal zur Mama und gib ihr ein Küsschen“ – dann läuft sie wirklich zum anderen Ende des Raumes, um mir einen Knutscher aufzudrücken. Könnte man schon mal heulen vor Glück.
  • Balancieren wird hier fleissig geübt – mit Oma auf dem Waldspielplatz
  • sie nimm meine Hand und versucht mich gezielt an bestimmte Orte zu ziehen. Nach dem Mittagsschlaf will sie mich zudem aus der liegenden Position an der Hand nach oben ziehen

[PROBIERT + ERKENNTNISS FÜR DIE ELTERN]

  • es gab das erste Mal Fisch in der Kita – das hat sie nach einigen Anlaufschwierigkeiten sogar sehr gut gegessen
  • die Windel danach war jedoch etwas, an dem ich fast zugrunde gegangen bin. Ich hasse ja Fisch bis aufs Mark und dachte wirklich, ich muss mich gleich direkt auf mein Kind übergeben, während ich es wickle. Furchtbar. Nie wieder werde ich ihr Fisch geben, wenn nicht danach der Papa wickeln kann. Dabei bin ich sonst überhaupt nicht empfindlich, was das Thema angeht. Aber Fisch ist meine persönliche Hölle.
  • Früchtetee geht auch ganz gut

[GELIEBT & GERAST] unser Kindlein liebt neuerdings seinen Chariot Fahrradanhänger über alles. Es fing von einem Tag auf den anderen an – plötzlich quengelte sie wie verrückt, sobald man mit dem Fahrrad auch nur stehen geblieben ist. Gott bewahre… wenn ich sie dann aus dem Teil genommen habe. Stand sie direkt wieder dran und quakte was das Zeug hielt. Und so sind wir gefahren und gefahren und gefahren…

[KITA-UPDATE] ENDLICH! Es wird besser! Die letzten zwei Tage bin ich auf dem Außengelände mal für 30 und mal für 60 Minuten verschwunden. Und sie ließ sich ohne Probleme von den Erzieherinnen trösten und bespassen. Es geht endlich bergauf! Sie klebt morgens wirklich nur noch sehr kurz an mir und geht dann auf Streife :D. Außerdem findet sie die anderen Kinder gerade auch ganz toll, verteilt fleißig Streicheleinheiten (die im übrigen auch mal mit einem verächtlichen Blick gestraft werden… Kinder) und erkundet viel. Endlich baut sich das Vertrauen wieder auf. Wir sind sehr erleichtert!

Bin raus…

krankiIch brauche eigentlich nur zwei Worte sagen:

Eitrige Seitenstrangangina

natürlich bei Muddi
weil sie ihren letzten Infekt nicht richtig auskuriert hatte
und nun aus dem letzten Loch pfeift
und nix schlucken und kaum sprechen kann

Ähm… jeder normale Mensch wirft sich ein paar Antibiotika ein und läuft danach (zumindest nach der ersten Tablette) fröhlich durchs Leben. Das dicke Ende kommt ja trotz Antibiotikum meistens irgendwann… bei mir ist es die ganze Zeit da. Ich halte durch! Auch ohne Antibiotikum. Muss ja – ich stille noch. Ich weiß, gibt auch Zeug, was ich trotz Muttermilchkonsums des Kindleins nehmen kann. Aber: in Absprache mit dem Arzt versuchen wir es erst einmal ohne. Und so quäle ich mich durch die Tage. Ich gurgle stattdessen – Salbeitee. Ich hasse Salbeitee. Ich hasse Kamillentee. Und ich muss das jetzt trinken. Meine Mandeln sind eh schon so riesig. Jeden einzelnen Arzt warne ich vor: „Hallo Herr xy – meine Mandeln sind riesig!“ Die meisten belächeln mich, schauen mir in den Mund und erschrecken sich dann doch. So – und nun könnt ihr euch in etwa vorstellen, wie das ist, wenn ich entzündete Mandeln hab. Ist wie „keine Luft bekommen“. Und eine Nacht hatte ich zugegebenermaßen das Gefühl zu ersticken. Und dann immer dieses Gefühl, dass einem da ne‘ Suppe den Rachen hinunter läuft. *schüttel* Auf jeden Fall musste der Papa mal wieder Eingewöhnung übernehmen und ich bin erst mal raus.

65 Wochen – 1 Jahr, 13 Wochen – Rückblick

Ein langes Wochenende liegt hinter uns… und es ist viel zu schnell vergangen. Wie im Flug… und schwups waren wir in Bayern und auch schon wieder zu hause. Wir haben wirklich tolle Dinge erlebt und großartige Ausflüge gemacht, von denen ich Euch aber gesondert erzählen mag. Das Kindlein ist eigentlich ganz gut drauf, fremdelt aber ganz extrem und ist gerade durch und durch Papakind.

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[GEÜBT & GELERNT]

  • sie hat das erste Mal versucht zu balancieren – zunächst nur auf einer Bordsteinkante und später auch auf einem Holzbalken
  • das Tier „Katze“ hat sie mittlerweile sehr gut verinnerlicht: egal wo wir eine sehen (und wie sie aussehen), sie zeigt immer drauf und sagt „tatze“ (oder so was in der Art!)
  • sie rutscht endlich selbstständig Rutschen hinunter (versteht aber nicht, dass sie „hintenrum“ gehen muss, um erneut zu rutschen. Sie versucht immer wieder die Rampe hinauf zu klettern)
  • das erste Mal Kinderkarussell… meine Güte, ich habe fast eine Träne verdrückt. 🙂
  • sie kann allein schaukeln
  • sie wirft Dinge nun richtig weit – Bälle fliegen da schon mal ein paar Meter durch die Gegend

[GEFREMDELT] ach Mensch… es wird einfach nicht besser. Das Kindlein will momentan wirklich fast ausschließlich bei Mama und Papa sein – wobei der Papa noch beliebter ist als die Muddi. Und nur die eeeengsten Menschen um sie dürfen sie überhaupt berühren… es ist echt schwer.

[GEFUTTERT] wir haben hier neue Sachen probiert und auch etwas besser gegessen, als die Wochen zuvor:

  • Frikassee mit Reis wurde sehr gut angenommen
  • im Kindergarten hat sie Graupensuppe gefuttert wie eine Eins!
  • das Kindlein hat zum ersten Mal eine Feige versucht – und direkt ausgespuckt
  • dafür haben Clementinen sehr gut funktioniert
  • ansonsten steht Muttermilch hoch im Kurs und wird vor allem nachts unentwegt konsumiert

[GELIEBT] wird hier der Flummi! Sie findet ihn für ihre Verhältnisse ziemlich gut, lässt ihn überall fallen und läuft eifrig hinterher. Ansonsten stehen Bücher immer noch seeeehr hoch im Kurs! Es gibt auch zwei, drei Lieblingsbücher, die ich gerne bei Gelegenheit mal zeigen kann.

[KIGA-UPDATE] wir waren letzte Woche nur drei Tage im Kindergarten und ich war nach wie vor die ganze Zeit dabei. Sie lässt sich nach wie vor nicht von den Erzieherinnen helfen, geschweige denn anfassen. Dafür hat sie die letzten zwei Tage wirklich das erste Mal von sich aus ganz viel mit anderen Kindern interagiert. Ist zu allen hingelaufen und hat ganz sanft „ei“ gemacht. Ich fand das sooo niedlich… mir ging wirklich das Herz auf! Endlich ist sie, was das angeht, nicht mehr so furchtbar ängstlich!

[GEREIST] sind wir nach Bayern – und haben ein paar Tage ausgespannt. Wir haben viel mit dem Kindlein unternommen, waren Wildtiere schauen und auf einigen Spielplätzen. Leider klappt das „ich nutze die Autofahrt für den Mittagsschlaf“ so gar nicht mehr. Da muss wohl eine neue Strategie her :/