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Juli 2014

Urlaubsgrüße

Ostsee_2Vielleicht hat der ein oder andere es schon mitbekommen: wir sind gerade im Urlaub. Das erste Mal so richtig – also weg, über Nacht, eine Woche, Strand, Meer, Ostsee. Das Kindlein ist nun 11 Monate und meistert das alles bisher ganz bravourös. Wer hätte das gedacht? Bisher waren wir immer höchstens 2 oder 3 Nächte weg. Und es endete eigentlich immer in einer mittleren Katastrophe. Viel Gebrüll mit anschließender Wesensveränderung. Mein Fazit ist daher: beim zweiten Kind werden wir definitiv nicht vor dem 7. oder 8. Monate irgendwo hinfahren, wenn überhaupt.

Es sei denn wir bekommen als zweites ein wesentlich einfacheres Kind – wobei ich mir das schlecht vorstellen kann, da ich überzeugt bin, dass es nicht an irgendeiner fehlenden „Einfachheit“ lag, sondern an der Natur. Das Kind orientiert sich gerade zu Beginn so an den Eltern und gewohnten Umgebungen. Da muss ich es ja nicht raus nehmen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Und nun mit 11 Monaten ist unser Äffchen total entspannt was das Verreisen angeht. Zwar ist Autofahren jetzt nicht ihr liebstes Hobby aber immerhin lässt sie sich mit Hirsekringeln und Büchern ganz gut bestechen! Und so verbringen wir gerade ein paar entspannte Tage am Meer! Vorsorglich wurden Oma und Tante mitgeschleppt, so ist das Abenteuer auch für uns etwas stressfreier. Wir können endlich wieder ausschweifend kochen und essen – ohne diesen nervigen Druck im Nacken „waaaah, gleich hat sie keine Lust mehr und plärrt uns alle gegen die Wand!“

Das Meer beobachtet das Kindlein bisher mit extremer Neugierde. Sie läuft total gerne am Strand entlang, sammelt kleine Steinchen und macht Papas gebaute Sandtürmchen kaputt. Leider hustet sie ein bisschen – aber wir hoffen das die Meeresluft hier ein bisschen hilft.

Auf jeden Fall werde ich versuchen die nächsten Tage noch viiiiel Kraft für die kommenden zwei Monate zu tanken. Danach wird das Kindlein nämlich in den Naturkindergarten gehen. Zwar erst für wenige Stunden – aber die brauche ich ganz ganz dringend für mich und ich spüre so sehr das sie bereit dafür ist. Aber dazu schreibe ich demnächst mehr.

Und nun sende ich euch alle sonnige Grüße vom Meer – es st so toll!

Sie haben keine Ahnung!

Schwanger_shoppingNeulich bei Spiele Max: ich schlendere so ganz gemütlich durch den Laden und habe eigentlich kein konkretes Ziel vor Augen. Kindlein und ich begeben uns in die Babyabteilung und schauen ganz interessiert Holzspielzeug an. Kindlein hängt im Tragetuch und quietscht vergnügt vor sich hin. Sie liebt viel Trubel um sich herum – so lange er ihr nicht zu nahe kommt. Da sehe ich sie: werdende Eltern. Der Murmel nach zu urteilen vielleicht 5. oder 6. Monat – aber da kann man sich ja ganz schnell mal verschätzen. Definitiv das erste Kind. Woran ich das erkenne? Ganz einfach 😀

1. Die werdende Mutter quasselte in einer Tour Sätze wie „aber die Moni hat gesagt wir brauchen das“ und die „Ellen meinte, dass das auch total wichtig ist!“. Kurzum: sie hat einfach selbst keinen Plan, was vielleicht wichtig ist, und was sie vermutlich umsonst kaufen wird. Ihre Augen leuchten, sie ist aber total unentschlossen die Ärmste.

2. Der junge Vater trottet wie ein nasser Waschlappen an der Hand der werdenden Übermutter hinterher. Er hat seine eigene Meinung und vermutlich auch sein Hirn schon am Eingang des Shops in den Mülleimer geworfen. Sein Gesichtsausdruck schwankte zwischen „gequält“ und „scheiße, worauf habe ich mich hier eingelassen!“

3. Sie gucken nur, sie kaufen nicht. Die werdende Übermutter schlenderte durch jeden einzelnen Gang, fasste alles an, drehte jedes Teil von rechts nach links und von oben nach unten. Der Mann stand weiterhin nur da und hat „Bahnhof“ auf seine Stirn geschrieben stehen. Der arme Kerl – er tat mir richtig leid.

4. Die noch vorherrschende romantische Überstimmung. Ständig höre ich sie sagen „oh schau doch mal, das ist sooooo niedlich!“ oder „das ist ja süß und so klein. Sind sie wirklich so klein?“ Ach ja… im schwangeren Zustand und vor allem beim ersten Kind hat man ja eigentlich keine – und wenn das meist eine positive – Einstellung. Alles ist noch „dutiduti“. Ich dachte nur „wenn die wüssten!“ Muhahahaha!

Ich dachte bei einigen Szenen ich sehe in einen Spiegel. Ich erinnere mich auch noch ganz genau wie ich meinen armen armen Mann an der Hand durch riesige Babycenter schleppte und dieses und jenes anschaute, völlig verpeilt. Wir hatten auch keine Ahnung. Wir haben uns allerhand Schrott zugelegt und dachten bei vielen Regalen „scheiße, braucht man das echt?“ Es war wirklich niedlich die beiden zu sehen. Vor allem der Kerl schaute teilweise so verzweifelt drein, dass es schon wieder amüsant war. Das Kindlein und ich haben uns jedenfalls besten amüsiert. 🙂