Monat

Dezember 2013

Und wieder ist es um, das Jahr…

2014

Es ist fast geschafft. Nur noch wenige Stunden trennen uns von 2014. Und alles ist wieder anders als erhofft. Eigentlich wollten wir mit Freunden in Berlin feiern, jedoch machte uns der wieder aufkeimende Krankheitswahnsinn einen Strich durch die Rechnung. Ohne Worte, wirklich!

2013 war für mich ein Jahr mit vielen Gesichtern, ein Jahr voller Angst und Hoffnung, ein Jahr voller Gegensätze. Vor allem die Schwangerschaft, die Geburt unseres ersten Kindes und die nun (fast) vergangenen ersten sechs Lebensmonate haben dieses Jahr zu DEM Jahr meines Lebens gemacht. Da kommt auch das Jahr unserer Hochzeit nicht ansatzweise ran ;). Ich kann mich noch an den grauenhaften Frühling erinnern, der einfach nicht enden wollte. All die Probleme in der Schwangerschaft und die ständige Angst um unsere Tochter prägten sich unwiederbringlich in mein Gehirn und meine Erinnerungen. Wir haben dieses Jahr so einiges gemeistert, viele Proben überstanden und gehen absolut gestärkt in ein neues Jahr. DER Höhepunkt war natürlich die Geburt von unserem Kindlein. Wir konnten nur ahnen, was auf uns zukommt und es hat bei weitem alle Erwartungen übertroffen. Ich glaube ich kann mit ziemlicher Überzeugung behaupten, dass ich das erste mal in meinem Leben so richtig (und ich meine soooo richtig) glücklich bin. Und das nicht für ein oder zwei Stunden, sondern rundum. Erfüllt, gestärkt, vollkommen. Ich werde wahnsinnig sentimental wenn ich zurück blicke und an das kleine Wunder denke, welches uns Anfang Juli geschenkt wurde. Es bedarf eigentlich nicht mehr Worte.

Natürlich hatte das Jahr auch schwierige Phasen… da dies sehr private Dinge sind, werde ich das nicht weiter ausführen. Fakt ist aber, dass wir auch hier große Hürden genommen haben – wir haben es geschafft! Es geht immer weiter, egal wie.

Für 2014 haben wir uns so einiges vorgenommen. In erster Linie wollen wir ganz viel Zeit mit unserem Kindlein verbringen, sehen wie sie gedeiht, wächst, neues lernt und hoffentlich ein glückliches, kleines Mädchen wird. Die Einführung in die Kita steht bevor, ein Meilenstein, den wir nächstes Jahr Sommer in Angriff nehmen werden. Als Eltern platzen wir jetzt schon vor Neugierde, wie sich unser kleines Äffchen wohl entwickelt, wie sich ihre Gesichtszüge schärfen, sie ihre Schritte gehen wird…

Als Mama habe ich mir vorgenommen, weiterhin ganz fest an das zu glauben, was ich für richtig halte und mir nicht von anderen reinreden zu lassen. Bisher haben wir mit unseren Bauchentscheidungen alles sehr gut gemeistert und das möchten wir auch zukünftig so beibehalten. Natürlich gibt es auch Sachen, an denen wir arbeiten möchten. Sei es das Autofahren oder das wir unser Ehebett ganz gerne wieder für uns hätten ;). Aber das sind nur kleine Probleme, nichts im Vergleich zu dem was andere Menschen dieser Welt meistern müssen. Ich selbst möchte versuchen gelassener zu werden, auch wenn das vermutlich nicht ganz so leicht wird. Aber ein Vorhaben ist ein Vorhaben und sei es nur gedanklich. Wenn ich in das Jahr 2014 schaue, dann sehe ich meinen Mann, unsere Tochter an der einen und mich an der anderen Hand. Wir laufen einem großen Regenbogen entgegen und lächeln die großen Zuckerwattewolken im blauen Himmel an.

In diesem Sinne: rutscht alle gut hinein!

Alternatives Spielzeug für ihr Baby – Serie Teil 1

Hallo Welt! Ich spiele so gerne! Einen Großteil des Tages verbringt das Kindlein (neben schlafen und stillen) mit der lieben Spielerei. Das kann bedeuten, dass sie ganz brav auf der Krabbeldecke unter ihrem Holztrapez liegt und ganz begeistert an dem Sammelsurium an Holzklimbim herumtastet. Das kann aber auch bedeuten, dass Mutti sie durch die halbe Gegend schleppt und sie mit Vorliebe die Tasten an der Mikrowelle angrabbelt. Kommt hier alles vor. Nun muss ich sagen, dass wir zu Beginn eine recht überschaubare Menge an Spielzeug hatten. Immerhin konnte sie ja zu Beginn weder greifen, noch die Dinge mit den Augen verfolgen. Mit der Koordination wuchs auch der Schatz an Spielzeug und nun haben wir hier einen riesigen Berg an sigikid, Haba und Heimess Zeugs. Überall Tretminen (seid ihr mal auf ein spitzes Holzspielzeug getreten? Himmel, da schreit man fast wie unter einer Wehe).

Nun ist es jedoch so, dass unser Kindlein von der Sorte „interessiert mich nur fünf Minuten, das nächste bitte“ ist. Leider leider. Und ich habe das Gefühl, dass das mit zunehmendem Alter eher schlechter wird. Nun haben wir hier erst mal die Krabbeldecke grundlegend „spielzeuggereinigt“ und legen nur noch 3-5 Sachen in Reichweite. Hole ich dann nach einigen Tagen (alte) neue Sachen hervor, sind diese natürlich wieder interessanter. Ziemlich einfach… das wird natürlich nicht so bleiben – ist mir schon klar. Nun ist es aber so, dass sich das Kindlein von ganz allein relativ schnell alternatives Spielzeug „selbst“ gesucht hat. Und das ist eine ganze Menge. Ich fange mal mit dem einfachsten aller Dinge an:

1. Die Wickelunterlage

Ich habe mir ja nichts dabei gedacht… Wickelunterlage auf die Krabbeldecke, Kind wiederum auf die Wickelunterlage. Könnte ja ein feuchter Puuuuupsi daneben gehen. *hehe* Kind dreht sich auf den Bauch (wie so oft in letzter Zeit). Und dann begann sie auch schon mit einer Begeisterung, die ihres gleichen sucht, mit den kleinen dicken Fingerchen die Unterlage zusammen und wieder auseinander zu knautschen. Das war ein derart süßer Anblick. Bin ich (mal wieder) geschmolzen. Tue ich ja nicht schon oft genug in den letzten Monaten. Ich rührseliges Ding! Sie schiebt die Unterlage von rechts nach links, von links nach rechts, zerknüllt alles, dreht es um, schiebt sich das gute Stück auch gerne in den Mund. Das ganz besonders Tolle: Die Unterlage ist auf der einen Seite weich und auf der anderen so schön glatt. Man kann also beliebig variieren – herrlich. Zusätzlich hat man das gute Stück ja sowieso immer dabei und braucht so keinen Korb mit elend vielem Spielekram rumschleppen. Auch sind die Hersteller solcher Wickelunterlagen ja sehr darauf bedacht, auch optisch eine Schippe drauf zu legen. Und so ist beispielsweise auf den Unterlagen von dm allerlei tierisches Zeugs unterwegs: Panda, Käfer und und und. Ach ja: bunt ist es auch – zumindest relativ. 😀

Alternatives_Spielzeug_1

25 Wochen Babyglück

In dieser Woche weiß ich gar nicht, wovon ich zuerst erzählen soll. Die Weihnachtsfeiertage liegen (endlich) hinter uns, und ich muss ganz ehrlich sagen: so sehr ich mich auch darauf gefreut habe, so sehr bin ich auch froh, dass alles vorbei ist. Ich werde einen ausführlichen Bericht zu unserer zweiten großen Reise schreiben, sobald die Zeit es etwas mehr zulässt.

Ida_fünfundzwanzig_Wochen_Collage

25 Wochen Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: quietschen und quaken
Das mag ich gar nicht: in fremden Umgebungen schlafen/spielen/lachen…
Darauf bin ich stolz: Weihnachten war ich soooo artig und lieb
Sonstige Skills:

  • Kinderwagen ist momentan wieder out – tragen ist ja ach so schön!
  • meine Tonlagen haben sich schon wieder erweitert – leider geht es immer schriller 😀

25 Wochen Eltern sein:

Neue Erkenntnisse:

  • eigentlich nicht neu, nur wieder ins Gedächtnis zurück gerufen: Zu Hause ist es am schönsten, sichersten, besten… fremde Umgebungen sind einfach nicht ihr Ding
  • Auto fahren klappt besser, wenn man zur ersten Schlafzeit fährt: also um 21.00 Uhr
  • die nächsten 18 Jahre wird keine große Reise mehr unternommen 😉

Schreckmoment: die Feiertage in Bayern bei der Schwiegerfamilie waren ein einziger Schreckmoment für uns alle
Nächte:
wir hatten endlich wieder bessere Nächte – bis wir im Süden waren – nun müssen wir wieder von vorne anfangen auch nur ansatzweise einen Rhythmus zu bekommen
Dafür fehlt die Zeit: für Mama gilt mal wieder: gesund werden
Der/die glücklichste(n) Moment(e):

  • Weihnachten im engsten Familienkreis am Tisch vereint
  • wir haben ein neues Familienmitglied kennen gelernt! Mama ist nämlich Großtante geworden!
  • das Kindlein hat ganz wunderbare Geschenke zu Weihnachten bekommen

Streit über: Streit kann man es nicht nennen – eher Verzweiflung über die Feiertagssituation
Darauf freuen wir uns: Silvester und der Start in ein hoffentlich wunderschönes Jahr 2014
Das macht Mama glücklich: nach zwei Tagen auswärts endlich wieder ein strahlendes Kind in die Arme schließen zu können
Das macht Papa glücklich: die kleine Familie sicher von Ort zu Ort gebracht

NEIN!

Kettenkarussell

Neulich habe ich in einem sozialen Netzwerk (*hust*) ein sehr weises Zitat gelesen… ich versuche es mal in Textform wiederzugeben:

Im ersten Lebensjahr unseres Kindes sagen wir immer JA – da es so viel neues lernt, sich so toll weiterentwickelt und wir uns über jeden neuen Schritt freuen. Wir jubeln, klatschen und besingen die ersten Erfolge unseres Sprösslings. Wir geben ihnen Hilfe, unterstützen sie, bei jedem noch so kleinen Schritt. Die Jahre danach sind wir nur noch damit beschäftigt, nein zu sagen, zu verbieten, die Finger von diesem oder jenem weg zu ziehen, einzuschränken und zu begrenzen. Wir stutzen unseren kleinen Engeln sozusagen die Flügel, wenn ich das hier mal so sagen darf.

Unser Kind ist nun fünf Monate alt und so langsam schleicht sich das Thema „Erziehung“ in mein Gehirn. Ich bekomme es da auch nicht mehr heraus, blöderweise. Muss ich mir jetzt schon darüber Gedanken machen? Bisher war nur klar: Männe und ich wollen/sollen einer Meinung sein. Ob wir das schaffen? Keine Ahnung. Fest steht für mich aber vor allem eines: ich will keine „nein“ schreiende Mutter werden. Geht das? Darf das? Muss das? Ich muss sagen, dass ich ziemlich planlos an das ganze Thema ran gehe. Ich lese keine Ratgeber – bisher. Vielleicht sollte ich das tun?! Ehrlich gestanden, ich bin keiner großer Freund von solchen Sachen. Ich bin eher der Typ, der in einem verzweifelten Moment einen Bücherhamsterkauf macht, alles hintereinander verschlingt und dann doch nicht schlauer ist. Da es zum Thema Erziehung ungefähr 327684273582 Bücher gibt, sollte ich dieses mal auf Aktivitäten wie diese verzichten. Ich hoffe, ich kann einfach weiter auf meine innere Stimme und auf meinen Bauch hören. Das war bisher eigentlich der beste und einzig richtige Weg. Nun habe ich aber schon etwas Panik vor einem sich zu Boden werfenden, schreiend heulendem Kind, das das halbe Shoppingcenter zusammen brüllt. Aber: da bringt auch der beste Erziehungsratgeber nix. Oder doch?

Ich will eigentlich nichts wissen von irgendwelchen Theorien, Prinzipien oder Modellen, nach welchem man sein Kind erzieht. Ich weiß was ich will: ein gesundes, gut erzogenes Kind, dass sich an Grundregeln hält, aber dennoch ganz ganz viele Freiheiten hat. Meine Eltern haben mich eigentlich nie eingeschränkt, ich durfte vieles, fast alles. Und ich glaube, ich bin ganz gut geraten *hehe* und habe keinen Schaden davon getragen. Das Wörtchen „nein“ gab es natürlich auch in meinem Elternhaus, aber nicht ständig. Ich sehe so oft Mütter, die ständig „nein“ brüllen, tu dieses und jenes nicht, lass das, das gehört sich nicht, weg da, nein nein nein! Ich weiß nicht so recht, ob ich eine von diesen Frauen werden will. Oder entscheidet das Kind darüber? Vielleicht wird sie ja in einigen Monaten ein so schlimmer Satansbraten, dass mein zukünftiger Wortschatz nur noch aus „neeeeeeeiiiinnnnn“ besteht. Ich weiß es nicht, aber ich bin wie immer gespannt auf das, was da kommen mag.

Ho Ho Ho!

Nun ist der Tag gekommen: das erste Weihnachtsfest mit dem Kindlein. Sobald die Feiertage „überstanden“ sind, werde ich mich mit einem ausführlichen Rückblick melden. Bis dahin wünsche ich Euch, Euren Familien, Bekannten und Freunden ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießt die Zeit mit euren lieben Kleinen und den Menschen um Euch!

WeihnachtsdekoWir feiern heute im Kreise der engsten Familie – mit Gans, Klößen, leckerem Nachtisch, einem schönen Weihnachtsbaum und ganz ohne Geschenke. Nun gut, für das Kindlein gibt es natürlich was. Wir Erwachsenen verzichten aber komplett und ich muss sagen, ich finde das extreeeeem angenehm. Keine Rennerei, Geld gespart, ein paar Sorgenfalten weniger auf der eigenen Stirn. Wir werden heute den ganzen Tag Weihnachtslieder dudeln lassen, essen vorbereiten, spielen, mit dem Kind Quatsch machen und uns Abends in die Betten kuscheln. Bei diesem Wetter will die richtige Weihnachtsstimmung leider bisher nicht so recht aufkommen – was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin habe ich für meine Verhältnisse ja schon überproportional dekoriert :D. Das Kind trägt heute natürlich ein schickes, festliches Kleidchen – in rot! So soll es sein! Und nun macht Euch alle weg von Euren Bildschirmen und genießt die Zeit mit Euren Lieben! Denkt nicht an morgen, schwelgt in Erinnerungen, esst und trinkt, bis Euch die Bäuche weh tun, reißt Geschenke auf, singt Lieder und seid glücklich!

Bis dahin, frohe Weihnachten und ein kräftiges Ho Ho Ho! 

24 Wochen Babyglück

Das war wieder eine sehr nervenaufreibende Woche, die sich vor allem durch dauerhafte nächtliche Unterbrechungen und hochgewürgter Milch auszeichnete. Das Kindlein kotzt seit dieser Woche mindestens drei Mal täglich, woran auch immer das liegen mag. Außerdem hatten wir fast durchgehend miserable Nächte, die mich als Mama sehr schlauchten. Daher bin ich umso glücklicher, dass nun endlich ein paar Wochen anstehen, in denen der Papa mehr Zeit für uns hat.

Ida_vierundzwanzig_Wochen_Collage

24 Wochen Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung(en):

  • kotzen
  • quietschen/tönen – und das in solch hohen Tönen, dass es einem das Trommelfell wegsprengt

Das mag ich gar nicht: mich selbst beschäftigen
Darauf bin ich stolz: das ich meine Arme jetzt schon so richtig auf dem Bauch liegend abstützen kann, es geht immer höher
Sonstige Skills:

  • ich drehe mich neuerdings wieder im Uhrzeigersinn (in Bauchlage)
  • der Po geht auf dem Bauch auch immer hööööhöööher
  • Alleine Einschlafen – was ist das? Entweder schuckelt mich Papa ein oder ich schlafe an Mamas Möppis seelig davon…
  • Fremden gegenüber bin ich weiterhin sehr skeptisch

24 Wochen Eltern sein:

Neue Erkenntnisse:

  • ohne Kind in der Rückbildung ist man irgendwie immer die einzige, die wirklich Sport macht – der Rest muss die meckernden Kiddies bespaßen
  • bald steht die nächste große Reise an und es graut uns soooo sehr davor 🙁 Ruhe bewahren!
  • Kind müde = Tag im Eimer (und zwar so richtig)

Schreckmoment: eine leere!!!, große Windel konnte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verhindern, dass das Kind überläuft
Nächte:
zum davon laufen
Dafür fehlt die Zeit: sich ernsthafte Gedanken über das kommende Jahr machen – gute Vorsätze und so 😉
Der glücklichste Moment: habe viel darüber nachgedacht, wie es ohne Kind wäre… und ich muss sagen, dass ich keinen Tag mehr ohne das Kindlein sein möchte. Diese Erkenntnis war sehr sehr schön.
Streit über: wo soll der Weihnachtsbaum stehen – wobei das eher eine liebevolle Diskussion war – weniger ein Streit
Darauf freuen wir uns: Weihnachten
Das macht Mama glücklich: Idas Weihnachtsgeschenk von der Tante ist angekommen und es ist soooo toll! Eintrag folgt!
Das macht Papa glücklich: Urlaaauuuuub!

Mit Mamas Augen – so schnell änderte ich meine Meinung!

Fremde_Menschen

Ich habe lange überlegt, was ich zu diesem Thema schreibe…. und vor allem wie ich es schreibe. Unser Kindlein ist nun mittlerweile fünf Monate alt. Wo ist sie hin, die Zeit? Aber das ist ein anderes Thema. Bevor das Kind zur Welt kam stand für mich fest: „Du wirst nicht eine von diesen Müttern, die ihr Kind in Watte packen!“ Ich habe mir geschworen, sie nicht wie eine Klette an mir zu haben, sondern statt dessen mit ihr die Welt zu erkunden, sie rumzureichen und sie einfach bei jeder Aktivität dabei zu haben. Ich wollte auf keinen Fall eine Gluckenmutti werden. Was habe ich mich immer (nantürlich nur innerlich) aufgeregt, wenn Mamas mit frischen Babies schon bei der kleinsten Berührung an ihrem Spross Herzflimmern und den dazu passenden Gesichtsausdruck bekamen. Ich wollte alles sein, nur das nicht. Ich wollte eine gute Mutter sein, eine, auf die ihr Kind stolz ist. Soweit so gut.

Ich wollte keine Übermutter sein. Ich wollte nicht unbedingt tragen, Stillen fand ich merkwürdig, Familienbett „nein danke“ und überhaupt und sowieso. Dann kam das Kindlein auf die Welt. Und es scheint mir manchmal so, als hätte ich neben unserer Tochter auch noch neue Meinungen „geboren“. So viele Dinge sehe ich nun mit anderen Augen – mit Mamaaugen. Das ist auf der einen Seite sehr schön und auch wichtig – auf der anderen Seite auch ein klitzekleines bisschen nervig! Als wir aus dem Krankenhaus in Richtung zu Hause aufbrachen, warnten uns viele Krankenschwestern schon: „Und haltet Euch ja den Besuch vom Hals!“. Diese scheinbar so verantwortungsvolle Aufgabe wurde besonders an Männe gerichtet, der das Ganze auch gleich mit einem Nicken absegnete. Zu Hause angekommen, lag da nun dieses kleine Bündel in unseren Armen… und es machte sich ein riesiger Beschützerinstinkt breit. Uns war klar: wir wollten und würden unser Äffchen vor allem beschützen, komme was da wolle. Wir würden unser Leben für sie geben.

Dann trudelten die ersten Besucher ein und es klappte auch alles sehr gut – vor allem weil das Kindlein zu den Besuchszeiten schlief wie ein Stein. Außerdem konnte man sie anfangs rumreichen wie eine Trophäe, nichts und niemand konnte sie wach bekommen. Das war auch gut so, wie sich besonders in den Wochen danach herausstellte. Schlafend bekommt so ein Mini nämlich nichts mit, keine Reize, keine fremden Gesichter, nix und niemanden. Wo nichts vor der Linse ist, kann auch nichts beschrien werden.

Es vergingen die ersten Wochen… das Kind war recht unproblematisch. Es folgte der fünf Wochen Schub, der uns einige schlaflose Nächte bereitete. Und dann, von einen Tag auf den anderen, mit ungefähr sieben oder acht Wochen kamen die ersten Probleme – fremde Menschen und fremde Umgebungen. Es war ein richtiges Schema, dass da jedes Mal ablief. Waren wir tagsüber mit dem Kind woanders als zu Hause – abends Geschrei. Waren fremde Menschen hier zu Hause bei uns – abends Geschrei. Wurde sie von fremden Menschen gehalten – abends noch mehr Geschrei. Und fremde Menschen waren zu diesem Zeitpunkt auch die Oma, die das Kindi sogar einmal die Woche sah. Leider kam der Höhepunkt dieser Phase als unsere große Babyparty im September stieg und wir wahnsinnig viele Leute zu Besuch hatten. Natürlich wollte jeder das Kind sehen und vermutlich auch durch die Gegend tragen. Das habe ich aber, im Sinne des Kindes, relativ gut unterbunden, indem ich sie den halben Abend in der Manduca hatte und anschließend ins Bettchen verfrachtete. So war das Kindlein vor allzu neugierigen Fingern geschützt und ich hatte meinen Seelenfrieden.

Ich hörte dann oft „das muss sie abkönnen!“. Und an dem Punkt – da bin ich ganz ehrlich – bin ich wohl doch eine richtige Übermama geworden. Nicht etwa, weil ich mein Kind in Watte packe. Nein, ganz einfach weil ich das Beste für mein Kind will. Sie war dem einfach nicht gewachsen, viel zu jung und völlig überreizt. Und wisst ihr was? Das ist okay so und außerdem völlig normal. Wenn man sich mal in der Evolution so umsieht, macht auch alles einen Sinn. Was habe ich mich immer über die Mütter aufgeregt, die ihr Kind nie aus der Hand gegeben haben! An dieser Stelle kann ich mich tief in meinem Inneren bei ihnen entschuldigen! Sorry ihr Lieben, aber ihr hattet Recht! So ein Baby muss nicht rumgereicht werden, es gehört die ersten Monate zu den Eltern und gut ist. Ich würde, rückblickend gesehen, warten bis mir einer sein Kindlein gibt. Immerhin weiß die Mama einfach am besten, wie der kleine Miniwurm auf dieses oder jenes reagiert. Das muss man den Müttern schon lassen… die haben da einen wahnsinnigen Instinkt für die Bedürfnisse ihrer kleinen Schützlinge.

Das gleiche gilt für dieses ewige Begrabbeln der Babies. Auch hier habe ich meine Einstellung irgendwie geändert und würde nie wieder einfach so ein Neugeborenes betatschen. Es ist jetzt nicht so, als hätte ich früher den Kindern das Gesicht abgeleckt, aber hin und wieder habe ich schon mal nach den kleinen Speckfingern gelangt. Ich dachte einfach, es ist okay. Ich habe zum Beispiel gar nicht daran gedacht, dass es aus hygienischer Sicht gerade in den ersten Lebenswochen gar gefährlich sein kann (auch wenn ich mir immer die Hände wasche). Außerdem gehört sich das einfach nicht. Es gibt bestimmt auch Mamas, die keinerlei Probleme damit haben. Ich schon…irgendwie… teilweise! Und nicht etwa weil ich eine Gluckenmama geworden bin… das lasse ich mir ganz ungern unterstellen :D. Sondern einfach weil ich 24 Stunden mit dem Kindlein verbringe und daher am besten weiß, was sie braucht/mag/fühlt/will/nicht will. So ist das nun mal… Mama knows best! 😀

All das was ich geschrieben habe, gilt für die Kleinsten der Kleinen. Also für Kinder von etwa einem bis vier Monaten. In dieser Zeit war das für uns alles sehr problematisch. Mittlerweile reiche ich Minimaus gerne rum, da sie nicht mehr so viele Probleme damit hat. Sind es ganz neue Leute, so schaut sie erst mal kritisch, lässt sich aber nach einiger Zeit doch darauf ein. Und ich bin da echt sooooo früh drüber! Immerhin wollen wir ja die Welt entdecken und nicht immer nur zu hause hocken!

Wie ist/war das bei euch? Musstet ihr eure Minis auch voll allzu neugierigen Blicken schützen? Hatten sie auch Probleme mit „Fremden“? Meinungen und Erfahrungen sind gern gesehen!

OFF

Mama_ist_muede

Ich hatte es ja schon im 23 Wochen Babyglück post unter „Schreckmomente“ erwähnt… aber mir sitzt dieses Erlebnis noch so derart in den Knochen, dass ich doch ausführlicher berichten muss/möchte. Ich hatte letzte Woche Freitag irgendwie einen körperlichen Totalausfall – wenn man das so nennen kann. Die Nacht.. ähm… eher die Nächte… davor waren mal wieder zum wegrennen. Ich saß also am besagten Freitag mit dem Kindlein auf der Krabbeldecke und spürte mehr und mehr, wie es bergab ging. Am Anfang machten wir noch Quatsch, ich sang ihr Lieder vor, klatschte in die Hände, das Kind lachte. Ich sprach mit ihr, wir schauten Bücher an. Doch irgendwann spürte ich, dass ich gar nicht mehr reden konnte. Die gedachten Wörter konnten meinen Mund einfach nicht verlassen.

Ich dachte, ich bin wohl einfach nur müde und legte mich neben dem Kindlein auf die große Krabbeldecke, die sooo schön von der Fußbodenheizung angewärmt war. Ich lag und lag, das Kind begann zu quengeln. Ich rasselte mit allem Möglichen, spürte aber auch, dass meine Gedanken schon in weiter Ferne waren. Sie begann zu weinen und schrie auch. Aber ich nickte einfach für einige, wenige Sekunden weg. Als ich wieder zu mir kam und begriff was gerade geschehen war, wurde mir ganz anders. Ich war neben meinem weinenden Kind eingeschlafen. Ich hatte den Schock meines Lebens. Beziehungsweise habe ihn immer noch, da mich das Erlebte gar nicht loslassen will. Ich rief Männe an und berichtete ganz niedergeschlagen.

Zum Glück kam die Tante vom Kindlein gerade nach Hause. Ich gab ihr das Kind mit den Worten „ich kann nicht mehr“ und verzog mich ins Schlafzimmer. Ich habe sonst wirklich große Probleme mit dem Einschlafen, aber an diesem Tag war ich innerhalb von 3 Sekunden im Tiefschlaf. Ich erwachte zwei Stunden später und fühlte mich wie neu geboren. Und hatte ganz tiefe Schuldgefühle, dass ich scheinbar nicht stark genug bin um mich komplett um mein Baby zu kümmern. Ich lief nach oben und schloss mein Kind erst einmal wieder ganz fest in die Arme. Männe war mit der Tante und dem kleinen Äffchen sogar einkaufen und ich habe absolut nix davon mitbekommen.

Ich weiß nicht so recht wie ich mit dem Vorfall umgehen soll… ehrlich gesagt. Ich wusste ja, dass das Stillen und die Schlafstörungen zehren… aber nicht, dass es solche Ausmaße annimmt. Gut, meine letzte Erkältung zog sich fast vier Wochen, das hätte ich als Warnschuss auffassen können. Aber irgendwie muss man ja weiter machen. Man hat ja Verantwortung. An Schlafmangel leide ich auch nicht wirklich, es sind eher die ständigen Unterbrechungen, die mir das Leben schwer machen. Dabei kann unsere Puppe es ja – 5-6h am Stück gab es schon einmal. Nur ist das schon wieder etliche Tage oder gar Wochen her. Ich vertraue aber weiterhin ganz fest auf meinen Bauchi und werde keine Experimente durchführen. Das Ganze wird sich schon einspielen, davon bin ich ganz fest überzeugt! In diesem Sinne: allen eine ruhige Nacht!

Schon gewusst? Interessantes zum Stillen!

Babyflasche

Im Geburtsvorbereitungskurs, der ja nun schon eine ganze Weile her ist, haben wir unter anderem ein kleines Stillquiz gemacht. Das brachte wirklich interessante Ergebnisse zu Tage und ich lag mit Männe das ein oder andere Mal komplett daneben. Wenn ich mir heute noch mal die Fragen und Antworten so durchlese, bin ich schon ein wenig froh, dass es mit dem Stillen so gut geklappt hat. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich keine Frau verstehe, die sich aktiv gegen das Stillen entscheidet. Warum? Das werde ich hier im Blog noch näher erläutern, da es viele gute Gründe gibt, sein Kind zu stillen und ihm das Beste zu geben, was es verdient hat. Wenn hier eine Leserin ist, die sich aktiv dagegen entschieden hat – so würden mich die Gründe interessieren. Ehrlich! Ich bin da mehr als interessiert dran und auch keinem böse! 🙂 Mir tun vor allem die Frauen leid, die wollen, aber nicht können. Sei es nun, weil das Kind in der Mundanatomie Probleme hat, weil die Frau zu wenig Milch produziert oder gar Medikamente nehmen muss. Nun möchte ich Euch aber erst einmal die imposante Zahl vorstellen, die wir im Quiz gelernt haben:

Ein gestilltes Kind hat mit acht Monaten etwa 30.000 kcal weniger aufgenommen als ein künstlich ernährtes Kind! 

Ehrlich gesagt… hmm… wundert mich das nicht! Wenn ich mir in der Krabbelgruppe und beim Babyschwimmen so die Kinder ansehe, die mit der Flasche gefüttert wurden. Die wiegen, bei gleichem Alter, fast alle 1-2kg mehr als unser Kindlein. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und es gibt ganz bestimmt auch kleine Minis, die Flasche bekommen und weniger oder genauso wiegen wie mein kleines Äffchen. Was aber hinzu kommt: die Flaschis, die ich kenne, sehen auch so aus :D. Kleine süße Speckis mit ganz vielen Michelin-Ringen am Körper. Süß sind sie ja schon, die kleinen Möpse, da kann man nix sagen. Trotzdem passen für mich die Wörter künstlich und Baby einfach nicht zusammen. Und es wäre der pure Horror gewesen, unserem Kind künstlich hergestelltes Pulver einzutrichtern. Bäh. Das ist für mich an Unnatürlichkeit kaum zu überbieten. Und so bin ich glücklich, dass ich stillen kann – und das obwohl ich hin und wieder einen kleinen Stillblues habe und wünschte, es wäre schnell vorbei! Diese Tage kommen und gehen und an so manch einem Tag wünscht man sich, dass man einfach dem Papa eine Flasche in die Hand drücken könnte. Da verstehe ich die Flaschenmamis schon. Außerdem ist das heutige Pulverzeugs sicherlich auch nix schlechtes. Ich wurde mit Flasche groß, meine Schwester, mein Papa und meine Mama ebenso. Flaschenfamily sozusagen. Und wir haben es trotzdem irgendwie geschafft. Dennoch: ich würde es ganz genauso wieder machen und hoffe, dass ich noch eine ganze Weile durchhalte! Dem Kindlein zuliebe.

Oma hat die alten Bücher aussortiert

Kennt ihr das? Wenn Euch ein Gegenstand aus vergangenen Tagen in die Hände fällt? So neulich geschehen. Wir waren mit dem Kindlein bei der Oma und haben in ihrem großen, alten Bücherschrank gewühlt um die ersten Bücher für unser Äffchen zu suchen. Und die Omi war auch so lieb, und hatte einen Großteil der guten Stücke schon sortiert und bereit gelegt. Ich habe ein Buch nach dem anderen in die Hand genommen, kurz durchgeblättert und schwups, da waren sie auch schon: soooo viele alte Erinnerungen.

Das war ein ganz komisches Gefühl… man blättert durch ein altes Pappbuch, sieht eine Figur, liest einen Satz und fühlt sich wieder zurückkatapultiert. Zurück, in ein früheres Leben, in die eigene Kindheit. Ich habe wie ein Honigkuchenpferd erst einmal gegrinst wie verrückt und dann jedes einzelne Buch ganz genau studiert. Das war in dem Moment irgendwie aufregender als die letzte Urlaubsreise :D.

Meine_ersten_BuecherZuhause angekommen haben wir uns mit dem Kindlein auf den Boden gelegt und die Bücher gezeigt. Hach… sie war ja so begeistert. Hat alles angestarrt und wollte mit ihren kleinen Babyfingerchen alles angrabbeln. Das war an Niedlichkeit wieder einmal nicht zu übertreffen und das Mutterherz klopfte bis zum Mond und zurück. Ich liebe den Geruch dieser alten Bücher – von den anderen Schönheitsfehlern ganz zu schweigen. Je mehr Eselsohren desto besser. Gerne auch mit süßem Buntstiftgekritzel auf der ein oder anderen Seite. Das macht den Charme ja erst aus. Ich bin verliebt!

Kinder kann man ja – meiner Meinung nach – gar nicht früh genug an Bücher heranführen. Ich bin ja als Mutter absolut dem digitalen Zeitalter verfallen und könnte ohne mein Smartphone (ja es ist wahr) nicht mehr leben. iPad und MacBook Air gehören für mich zum Tagesablauf. Ein gutes Buch… das habe ich vor langer Zeit lesen können. Was aber ganz einfach an der Ankunft des Kindleins liegt. Jetzt bin ich schon froh, wenn ich mich einfach für eine Stunde vor dem Fernseher berieseln lassen kann. Ich habe mir aber vorgenommen, sobald unser Äffchen etwas größer ist, wieder mehr zu lesen. Bin ja die Vorbildmuddi! 😀