2 Jahre & 14 Wochen – Rückblick

Hinter uns liegt die erste Woche in welcher das Kindlein 3x bis 16.30 Uhr in der Kita bleiben „musste“… ich schreibe unten mehr.. aber so viel sei vorweg gesagt: es hinterlässt bei uns allen Spuren. Ansonsten waren wir beim Baumarkt, auf Spielplätzen, mit Oma und Uroma unterwegs und beim Kinderturnen. Das Wetter war durchwachsen und zum Ende der Woche ziemlich kalt.. das Kindlein stört das weniger. Sie tobt trotzdem sehr gerne durch die Gegend. Außerdem wird Oma sie diese Woche das erste Mal aus der Kita abholen *herz*.

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Das schlechte Gewissen und ich

… es hat mich gepackt. Letzten Montag ging das Kindlein das erste mal bis 16.30 Uhr in die Kita. Wie eine arme Irre fuhr ich zur Kita, riss den Gurt ab und fiel beinahe aus dem noch rollenden Auto. Was ich sah, ließ mich zu Eis erstarren. Das Kindlein, am Zaun, die kleinen roten Fingerchen hindurch gesteckt, vor dem Bauch eine alte Puppe. Sie sah mich und flüsterte „Mama“. Meine Augen füllten sich da schon mit Tränen, die ich eifrig weg schob. Überglücklich schloss ich sie in die Arme und fragte die Erzieherin ob alles gut gewesen sei. „Alles super“ war die Antwort und das Kindlein schien trotz allem recht gut drauf. Als ich dann jedoch sah, dass sie eines der letzten 5 Kinder in der Kita war, schnürte es mir erneut die Kehle zu. Da spielte der letzte Rest vor sich hin… Man bedenke: die Kita hat bis 17.30 geöffnet und hat ungefähr 80 Kinder. Und meines ist bei den letzten. Die Tränen kämpften sich immer weiter vorwärts und ich hatte meine Not sie freudestrahlend in den Sitz zu verfrachten. Dann setzte ich mich auf meinen Sitz und startete den Motor. Da fing es schon an… dieses Schluchzen, was nicht enden wollte. Ich hatte 5 Minuten bis nach hause und wusste: bis dahin muss ich mich ausgeweint haben. Ich heulte also hemmungslos, während das Kindlein auf dem Rücksitz ein Buch ansah. Zuhause angekommen startete ich einen kläglichen Versuch, die Wimperntusche aus dem Gesicht zu bekommen. Das Kindlein und ich gingen rein und begannen zu futtern, spielten und lachten. Es war alles in Ordnung. Bis die Tante kam. Ich musste direkt wieder heulen als sie fragte wie es lief. Noch im selben Atemzug stellte ich die Ausbildung und das Studium in Frage und versuchte mein schmerzendes Etwas in der Brust zu beruhigen. Ich hatte unvorstellbare Herzschmerzen. Dann kam der Mann nach Hause und ich weinte weiter stumm vor mich hin. Ich fühlte mich wie die schlechteste Mutter der Welt und wollte nur irgendwie diesen Gewissensschmerz los werden. Am zweiten Tag kam ich immerhin 10 Minuten früher an der Kita an. Das änderte nichts daran, dass sie wieder eine der letzten war, was mein Herz einmal mehr in 1000 Stücke riss. Mittwoch gingen wir nach der Kita direkt zum Turnen – das lockerte die Stimmung (auch mein Gemüt). Donnerstag holte Papa die Maus früher und Freitag hatte ich nur einen kleinen Termin und konnte mich entsprechend kümmern.

Was sagt mir diese Woche? Einmal mehr, dass es nicht leicht wird… *seufz*… wir planen nun schon herum. Ich möchte eigentlich nicht, dass das Kindlein mehr als 3 Mal die Woche bis 16.30 Uhr in die Kita geht. Mag sein, dass andere Kinder da jeden Tag durch dürfen.. oder auch müssen… das ist ja eine Ermessensfrage. Jedenfalls wird meine Mama unser Mäuslein diese Woche ein oder zweimal abholen, die Tante auf lange Sicht Überstunden abbummeln, um uns unter die Arme zu greifen und auch Opa hat sich angemeldet, sie mal holen zu können. Nun hat das Kindlein in der Mitte der Woche direkt angefangen schlecht einzuschlafen. Einfach so – von einen auf den anderen Tag. Ich schiebe es mal auf die Umstellung.. immerhin haben die Kleinen eine innere Uhr und wissen laut Erzieherinnen ganz genau wann sie abgeholt werden. Papa musste also einmal mehr Runden im Auto mit dem Äffchen drehen und die ein oder andere Träne trocknen.

Ich bin trotzdem fest davon überzeugt, dass wir das schaffen – auch wenn ich hier die Pessimistin bin… und mein Herzmann mich immer wieder fest in den Arm nehmen muss… und mir versichern muss, dass es schon wird. Irgendwie wird es gehen! Andere schaffen ganz andere Dinge. Und so werden wir uns durchwursteln. Kopf hoch! Und auf in eine neue Woche.. eine neue Woche voller neuer Dinge und Herausforderungen. *herz*

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One comment

  1. Ach Kathi… Ich kann Deine Gefühle gut verstehen… Aber auch ich bin mir sicher: Ihr schafft das! Die Kita ist gut, Deine Ausbildung ein Herzenswunsch, Deine Familie hilft mit- die Voraussetzungen sind da. Ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit! Herzlich Anne

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